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Formel 1 Melbourne

Pirelli: Nächste Coronavirus-Infektion in der Formel 1 bestätigt

Die Formel 1 hat ihren zweiten Fall einer bestätigten Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus: Diesmal ist ein Mitarbeiter von Reifenhersteller Pirelli betroffen

Christian Nimmervoll Maria Reyer

Bearbeitet: 16.03.2020, 15:38

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Die Formel 1 hat ihren zweiten bestätigten Fall einer Coronavirus-Infektion. Nachdem ein McLaren-Mitarbeiter am vergangenen Wochenende in Melbourne positiv getestet wurde und bereits auf dem Weg der Besserung ist, wurde nun bekannt, dass sich auch ein Mitarbeiter des Teams von Reifenhersteller Pirelli infiziert hat.

Nähere Details zu dem Fall sind bisher nicht bestätigt. Offenbar wurde der Test am Sonntag in Melbourne durchgeführt. Die betroffene Person unterzieht sich jetzt allen Maßnahmen, die von den australischen Gesundheitsbehörden angeordnet werden. Mutmaßlich handelt es sich dabei um eine Quarantäne.

In einem Statement von Pirelli heißt es, die australischen Behörden hätten bestätigt, dass zwischen dem Mitarbeiter und anderen Personen keine Kontakte stattgefunden haben, die eine Fortsetzung der Infektionskette über diese Person vermuten lassen. Dementsprechend sind keine besonderen Maßnahmen für andere Personen erforderlich.

Bereits vor Bestätigung der Infektion hatte Pirelli besondere Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. So wurde der Bereich, in dem die Reifen auf Felgen aufgezogen werden, anders organisiert als sonst, "denn wir bei Pirelli sind in Kontakt mit allen anderen Teams. Daher müssen wir verhindern, dass sich das Virus verbreiten kann." Das erfordere eine "kluge" Arbeitsweise.

Neben dem Pirelli-Mitarbeiter befinden sich in Melbourne derzeit 14 McLaren-Mitarbeiter vor Ort in Melbourne in Quarantäne. Teamchef Andreas Seidl war aus diesem Grund bis Samstagabend geblieben, reiste aber dann in seine Heimat München zurück.

Die Fabriken der Formel-1-Teams laufen indes weiter, wenn auch größtenteils ohne die Mitglieder des Rennteams, die zwei Wochen zu Hause bleiben, um keine Kollegen anzustecken. Nur bei Ferrari musste die Fabrik in Maranello komplett geschlossen werden.

Weitere Co-Autoren: Jonathan Noble. Mit Bildmaterial von LAT.

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