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Renault & McLaren: Racing Point eine "besorgniserregende" Entwicklung

Die Mittelfeldteams sind nicht angetan von Racing Point und dem RP20 - Renault und McLaren kritisieren die enge Partnerschaft mit Mercedes

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Renault & McLaren: Racing Point eine "besorgniserregende" Entwicklung

Unmut breitet sich im Mittelfeld aus. Renault und McLaren zweifeln an der Taktik von Racing Point und zeigen sich "ein wenig besorgt" ob der frappierenden Ähnlichkeit des RP20 mit dem Mercedes W10 aus dem Vorjahr. Schon seit der ersten Testwoche steht der "rosarote" Renner im Fokus, das Auto ist überraschend schnell und erinnert stark an das Weltmeisterauto des Vorjahres.

Racing Point selbst wiederholt immer wieder, dass man gegen keine Regel verstoßen habe und nur anhand von Fotografien Anleihe am Mercedes genommen habe. Das ist schließlich nicht verboten. Dennoch ist die Konkurrenz im Mittelfeld verunsichert, besonders jene Teams, die stolz sind auf ihre Eigenständigkeit.

Dazu zählt auch die französische Werksmannschaft Renault. "Ich denke, das ist eine etwas besorgniserregende Entwicklung für den Sport", kommentiert Renault-Direktor Marcin Budkowski gegenüber 'Motorsport-Total.com'.

Der Trend hin zu einer Kopie eines Topautos könne bereits seit einigen Jahren verfolgt werden. Viel Kritik erntete dafür unter anderem auch Haas, als man ab 2016 eine enge Partnerschaft mit Ferrari einging. Der RP20 markiere nun "ein neues Kapitel", so Budkowski.

"Es wird an der FIA liegen, zu entscheiden, ob das voll regelkonform ist oder nicht." Die Sichtweise des Werksteams unterstützt auch McLaren, ein weiteres Mittelfeldteam mit starker Eigenständigkeit. Technikchef James Key muss Budkowski zustimmen.

"Natürlich schauen wir uns unsere Konkurrenten an und es ist ziemlich klar, was da bei manchen Ähnlichkeiten passiert ist. Aber unsere Priorität legen wir auf uns selbst", betont Key, der zuvor bei Toro Rosso beschäftigt war, das eng mit Red Bull kooperiert.

Das Reglement der Königsklasse schreibt klar vor, was von anderen Teams übernommen werden darf und was nicht. Mit der Einführung des Reglements 2021 ändert sich die Deklaration, es werden zukünftig fünf Komponententypen unterschieden.

Budkowski ist dennoch nicht davon überzeugt, dass diese Maßnahme die Teams daran hindern werde, Allianzen mit den Top 3 zu schmieden. "Die Regeln haben sich ein wenig geändert, betreffend der Teile, die transferiert werden dürfen oder was Teams an geistigem Eigentum teilen dürfen."

Das werde das Thema jedoch nicht "komplett" ändern. "Das stammt daher, dass sich Teams den Windtunnel teilen. Es geht zwar in die richtige Richtung, aber es lässt sich nicht alles verhindern."

Mit Bildmaterial von LAT.

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