Robert Kubica: Sprintqualifying ist das, was ich gar nicht brauche

Gerne hätte sich Robert Kubica vor seinem Monza-Einsatz drei normale Trainings gewünscht, doch aufgrund des Sprintformats bleibt ihm erneut wenig Zeit

Robert Kubica: Sprintqualifying ist das, was ich gar nicht brauche

In Zandvoort musste Robert Kubica am Samstag kurzfristig für Kimi Räikkönen einspringen und mit nur einer Trainingssession direkt ins Qualifying starten. Weil er diesmal schon vor dem Wochenende Bescheid wusste, sollte der Pole in Monza mehr Vorbereitung bekommen - sollte man meinen. Doch er hat Pech: Auch in Italien bleibt ihm nur ein Training vor der Qualifikation.

Das hat aber in dem Fall mit dem veränderten Sprintformat an diesem Wochenende zu tun, bei dem gleich am Freitagabend das Qualifying startet. "Das hilft definitiv nicht", sagt der Alfa-Romeo-Pilot. "Ich hatte mich auf drei schöne Trainingssessions gefreut, aber leider wird es die nicht geben. Das macht alles etwas schwieriger."

Kubica weiß, dass man angesichts der Umstände nicht allzu viel von ihm erwarten sollte: "In diesem Sport passiert keine Magie", sagt er, geht aber davon aus, dass es für ihn zumindest einfacher als in Zandvoort werden sollte. Denn die Runden aus den Niederlanden nimmt er natürlich auf sein Erfahrungskonto mit.

Zudem kennt er die Strecke deutlich besser als die in Zandvoort und war vor wenigen Wochen erst mit der European Le-Mans-Serie dort unterwegs. Das könnte aber auch ein Nachteil sein: "Ich habe mir die Onboard-Aufnahmen angesehen und gesagt: Ich vergesse mal lieber, dass ich vor zwei Monaten erst hier war, sonst bremse ich 50 Meter zu früh", lacht er.

Sein Ansatz für dieses Wochenende: "Ich muss es Schritt für Schritt angehen. Ich hoffe aber, dass das Gefühl im Auto deutlich besser sein wird. Zutrauen ist ein Schlüssel, vor allem mit so wenig Zeit im Auto", so Kubica. "Wenn ich mich zuversichtlich fühle, dann kann das ein einfacheres Wochenende werden. Wenn mir das fehlt, wird es ziemlich hart werden."

Mit einem guten Wochenende könnte sich der Pole natürlich auch im Hinblick auf 2022 empfehlen, wo bei Alfa Romeo alles auf die Vergabe des Cockpits neben Valtteri Bottas schielt. Kubica weiß jedoch, dass "andere Fahrer vermutlich weiter oben auf der Liste stehen" und betont, dass er sein Programm im Langstreckensport hat, auf das er sich konzentriert.

Zwar ist die Formel 1 für ihn seit Zandvoort wieder in den Fokus gerückt, doch eine Entscheidung liege nicht an ihm. "Ich habe aber in meinem Leben gelernt, dass jeden Tag alles passieren kann - positiv oder negativ", betont er. "Man sollte niemals nie sagen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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