Zum Hauptinhalt springen

Kostenlos registrieren

  • Direkt zu Deinen Lieblingsartikeln!

  • Benachrichtigungen für Top-News und Lieblingsfahrer verwalten

  • Artikel kommentieren

Für Dich empfohlen

Stefano Domenicali betont: "Nehme die Kritik ernst", aber ...

Formel 1
Stefano Domenicali betont: "Nehme die Kritik ernst", aber ...

ADAC GT Masters 2026: BMW beim offiziellen Test in Spielberg vorn

ADAC GT Masters
ADAC GT Masters 2026: BMW beim offiziellen Test in Spielberg vorn

Mick Schumacher im Interview: "Großartige Dinge am Horizont"

IndyCar
Mick Schumacher im Interview: "Großartige Dinge am Horizont"

Mercedes-Ersatzfahrer erinnert sich an große Stärke von Michael Schumacher

Formel 1
Mercedes-Ersatzfahrer erinnert sich an große Stärke von Michael Schumacher

Infos WEC-Auftakt Imola 2026: Zeitplan, Livestream, TV, Starterliste

WEC
6h Imola
Infos WEC-Auftakt Imola 2026: Zeitplan, Livestream, TV, Starterliste

Isola: Befürchtungen der Formel-1-Kritiker haben sich nicht bestätigt

Formel 1
Isola: Befürchtungen der Formel-1-Kritiker haben sich nicht bestätigt

Trotz Fehlstart: WM-Titel 2026 bleibt das Ziel für Lando Norris

Formel 1
Trotz Fehlstart: WM-Titel 2026 bleibt das Ziel für Lando Norris

Vorschau 24h Qualifiers: Rückkehr von Max Verstappen bei GT3-Gipfeltreffen

Langstrecke
24h-Qualifiers - Tag 1
Vorschau 24h Qualifiers: Rückkehr von Max Verstappen bei GT3-Gipfeltreffen
Reaktion

"Schmerzhafter" Auftakt: Williams fehlt "mindestens eine halbe Sekunde"

Die Problemliste bei Williams ist nach dem Formel-1-Saisonauftakt lang - Vor allem das Gewicht macht Sorgen, aber auch davon abgesehen ist der FW48 kein Spitzenauto

"Schmerzhafter" Auftakt: Williams fehlt "mindestens eine halbe Sekunde"

Alexander Albon landete auf P12, hatte aber realistisch gesehen keine Chance auf Punkte

Foto: circuitpics.de circuitpics.de

"Es ist anders als vor zwölf Monaten, das ist klar." So fasst Alexander Albon relativ präzise den punktlosen Formel-1-Saisonauftakt 2026 von Williams in Melbourne zusammen. Wurde der 29-Jährige vor einem Jahr an gleicher Stelle noch starker Fünfter, kam er dieses Mal nicht über P12 hinaus.

Ein Ergebnis, das für Williams sogar noch schmeichelhaft ist. Mit Isack Hadjar (Red Bull), Oscar Piastri (McLaren) und Nico Hülkenberg (Audi) fielen alleine drei Piloten aus, die im Normalfall vermutlich auch noch klar vor Albon und Teamkollege Carlos Sainz (15.) gelandet wären.

"Derzeit befinden wir uns im Niemandsland und kämpfen nicht wirklich gegen das Mittelfeld", so Albon, der im Ziel eine Runde Rückstand auf Sieger George Russell im Mercedes und mehr als 25 Sekunden Rückstand auf die Punkteränge hatte. Ein "schmerzhafter" Rückstand, wie er selbst sagt.

"Wir müssen mindestens eine halbe Sekunde [pro Runde] finden, um darüber nachzudenken, Teil dieses Mittelfeldkampfs zu sein", so Albon. Denn faktisch landete Williams in Melbourne lediglich vor Formel-1-Neuling Cadillac und Sorgenkind Aston Martin.

Alle anderen acht Rennställe nahmen Punkte aus Australien mit, weshalb auch Teamkollege Sainz erklärt, dass die Situation "schlimmer" sei, "als ich es für diese Saison erwartet hatte." Der Spanier stellt klar: "Ich hatte viel mehr vom Auto und von unserem Potenzial erwartet."

Wo die Williams-Probleme genau liegen

Tatsächlich bahnten sich die Probleme in Grove bereits im Winter an. Da musste Williams als einziges Team den Shakedown in Barcelona im Januar komplett auslassen. An den beiden Testwochen in Bahrain konnte man später zwar teilnehmen, doch da wurde Sainz und Co. bereits klar, dass der FW48 nicht der erhofft große Wurf ist.

In Melbourne bestätigte sich das. "Ich glaube, wir waren 2,2 Sekunden [pro Runde] hinter Mercedes, was letztendlich unsere Referenz sein muss", betont Sainz. Eigentlich hatte Williams gehofft, die Lücke zur Spitze unter dem neuen Reglement 2026 schließen zu können.

Tatsächlich ist der Abstand aber zumindest aktuell viel größer geworden und Williams auch innerhalb des Mittelfeldes deutlich zurückgefallen. Immerhin: "Wir wissen, wo all diese Rundenzeit liegt, und wir müssen das Auto so schnell wie möglich auf Diät setzen", betont Albon.

"Allerdings geht es nicht nur um das Gewicht, sondern auch um die Performance, denn uns fehlt es an Abtrieb. Wir konnten im Qualifying im Vergleich zu Autos wie Mercedes sehr deutlich sehen, wie sehr wir hier in einigen der Hochgeschwindigkeitskurven hinterherhinken", gesteht er.

Auch Teamkollege Sainz nennt konkret drei Punkte, die Williams schnellstmöglich verbessern muss: "Erstens: Keine Zuverlässigkeitsprobleme mehr. Zweitens: Das Gewicht des Autos reduzieren. Und drittens: Ein Aerodynamikkonzept entwickeln, das besser ist als das derzeitige."

Weshalb das Gewicht das größte Problem ist

Während das laut dem Spanier die drei größten Punkte sind, endet die Liste der Probleme bei Williams damit aber nicht. Teamchef James Vowles erklärt zudem, dass das Team noch immer verstehen müsse, wie man den Mercedes-Motor unter dem neuen Reglement am besten nutzt.

Albon berichtet außerdem, dass man in Melbourne am Sonntag mit Graining zu kämpfen gehabt habe. Für Williams sei es daher unmöglich gewesen, mit einem Stopp durchzufahren. "Aber ich glaube, das liegt zum Teil auch daran, dass wir keinen Abtrieb hatten", so Albon.

Die zahlreichen Probleme in Grove hängen also teilweise zusammen - und an manchen wird sich so schnell auch nichts ändern. Während es laut Vowles "ein paar Rennen" dauern wird, bis man den Motor perfekt versteht, dürfte das Gewichtsthema Williams noch länger begleiten.

"Es ist nicht kompliziert, [das Gewicht] nach unten zu bringen", sagt Vowles grundsätzlich. In der Theorie würden sogar bereits Lösungen vorliegen, um mit dem Auto "deutlich unter dem Gewichtslimit zu liegen", so der Teamchef. In der Praxis lässt sich das allerdings nicht sofort realisieren.

"Wenn es keine Kostenobergrenze gäbe, würde ich es morgen umsetzen. Es wäre in wenigen Wochen erledigt", so Vowles. Doch durch die Budgetobergrenze kann Williams nicht sofort damit anfangen, neue und damit leichtere Bauteile für das Auto herzustellen.

Laut Vowles wird man die leichteren Teile durch den Kostendeckel erst dann einführen können, wenn die aktuellen Bauteile ohnehin das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben. Und das werde noch "etwa sechs Rennen" dauern, so der Teamchef.

Warum Williams 2026 trotzdem noch nicht abschreibt

"Die Kostenobergrenze ist immer noch sehr positiv", stellt Vowles klar. Doch in diesem Punkt arbeitet sie gegen Williams. Trotz der langen Problemliste erklärt Vowles spannenderweise: "Ich habe nach wie vor die feste Absicht, um P5 in der Meisterschaft zu kämpfen."

"Nur ist der Abstand zu den vor uns liegenden Teams, die Hürde, die wir nehmen müssen, enorm", weiß er. Denn P5 würde bedeuten, dass Williams wie auch im Vorjahr an der Spitze des Mittelfeldes hinter den vier Topteams Mercedes, Ferrari, McLaren und Red Bull landen würde.

Davon war man aber zumindest in Australien deutlich entfernt, und Albon erklärt angesichts der von Vowles bereits genannten Punkte: "Ich glaube nicht, dass es in China einfacher werden wird, und wir müssen sehen, was wir für die nächsten Rennen tun können."

Trotzdem will auch er die Saison noch nicht abschreiben. Er betont: "Es ist nicht schlimmer als 2022. Es ist schmerzhaft. Wir waren schon einmal in dieser Situation. Wir haben es schon einmal geschafft, das Blatt zu wenden."

Vowles erklärt in diesem Zusammenhang zudem, dass alles, was man in diesem Jahr lerne, auch 2027 hilfreich sein werde, weil das Reglement in den kommenden Jahren stabil bleibt. Die nächsten Monate könnten für Williams aber zunächst noch weitere "schmerzhafte" Rennen bereithalten.

Vorheriger Artikel Coulthard warnt Aston Martin: "Massive Strafen" drohen bei Honda-Aufholjagd
Nächster Artikel Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat: Adrian Newey

Aktuelle News