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Schon ab Spa 2020: FIA will "Party-Modus" verbieten!

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Schon ab Spa 2020: FIA will "Party-Modus" verbieten!
Autor:
Co-Autor: Adam Cooper

Der Automobil-Weltverband (FIA) hat den Teams in einem Schreiben angekündigt, dass es künftig nur noch eine Motoreneinstellung geben darf

Wenn auf den "Party-Modus" die Ernüchterung folgt: Der Automobil-Weltverband (FIA) plant, die Formel-1-Antriebe schon ab dem Belgien-Grand-Prix 2020 in Spa-Francorchamps noch stärker zu regulieren. Ab dann sollen Sondermodi am Motor nicht mehr erlaubt sein. Das geht aus einem Schreiben von FIA-Generalsekretär Peter Bayer an die Teams hervor.

In eben diesem Schreiben heißt es, der Weltverband wolle künftig nur noch eine Motoreneinstellung zulassen, die sowohl im Qualifying als auch im Rennen angewendet werden muss und nicht mehr verändert werden darf.

Das bedeutet: Den Fahrern ist es ab dem Belgien-Grand-Prix wohl nicht mehr möglich, über kurze Zeit ein Leistungsplus abzurufen, wie es derzeit zum Beispiel für Überholsituationen im Rennen oder bei der entscheidenden schnellen Runde im Qualifying freigegegeben wird.

Und: Anpassungen während der Fahrt wie das Herunterregeln der Motoren aus Zuverlässigkeitsgründen sind dann vermutlich ebenfalls nicht mehr drin.

Wie die FIA diesen Schritt begründet

Der Weltverband begründet diese Maßnahme damit, dass die Vielzahl der aktuellen Antriebseinstellungen ein Überwachen durch die FIA "extrem schwierig" gestaltet. Sprich: Man will die Regelkonformität der Formel-1-Antriebe leichter erkennen können.

Außerdem verweist Bayer in seinem Schreiben auf Artikel 27.1 des Sportlichen Reglements. Darin heißt es, ein Fahrer muss das Auto "alleine und ohne Hilfe" fahren. Anpassungen an den Antriebseinstellungen während der Fahrt aber könnten bedeuten, dass diese Vorgabe eben nicht erfüllt sei.

Final verabschiedet ist diese Regeländerung bisher nicht. Das Schreiben dient lediglich als Vorabinformation an die Teams. Eine neue Technische Direktive, die die neue Vorgabe zur festen Regel erhebt, soll rechtzeitig vor dem Belgien-Grand-Prix in Umlauf gebracht werden. Dann mit weiteren Details, was die Neuerung konkret für die Fahrpraxis bedeutet.

Wer auf dem Papier am meisten davon betroffen ist: Mercedes und dessen Kundenteams. Denn der Mercedes-Antrieb soll im sogenannten Party-Modus am meisten zusätzliche Leistung entwickeln.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Urheber Stefan Ehlen