Sebastian Vettel über Masepin: "Ein bisschen dumm"

Sebastian Vettel entschied das Rennen um die Poleposition der Strafversetzten für sich, über eine Aktion mit Nikita Masepin konnte er aber nur den Kopf schütteln

Sebastian Vettel über Masepin: "Ein bisschen dumm"

Mit seiner ungewöhnlichen Mission, den Einzug in Q3 irgendwie zu vermeiden, gleichzeitig aber seine Leidgenossen Fernando Alonso und George Russell hinter sich zu halten, hatte Sebastian Vettel Erfolg. Beim Qualifying der Formel 1 in Austin hatte der Heppenheimer allerdings auch einen unschönen Moment. Im Mittelpunkt dabei stand wieder einmal Nikita Masepin.

In Q1 war Vettel auf seiner schnellen Runde unterwegs, als er ausgerechnet in den schnellen Kurven des ersten Sektors auf den Haas-Piloten auflief. Nun gibt es deutlich bessere Orte, um auf ein Auto aufzulaufen, auch für den zu Überholenden selbst. Doch wie die Situation gelaufen ist, schon einige Sekunden zuvor, passte dem Aston-Martin-Fahrer gar nicht.

"Ich weiß auch nicht. Er hat mich kurz zuvor überholt, hat es dann vermasselt und ist einfach nicht aus dem Weg gefahren. Das war einfach ein bisschen dumm und unnötig", findet Vettel deutliche Worte. Die Rennkommissare notierten den Vorfall, sprachen allerdings keine Strafe gegen den Russen aus.

Vettels Pokerspiel: Schnell sein, aber nicht zu schnell

Für Vettel hat es zwar nicht die dramatische Rolle gespielt, Einfluss hatte es aber schon. "Die Hauptaufgabe heute war es ohnehin, nur zwei Autos zu schlagen. Aber mit einem guten Gefühl hätte es in Q1 vielleicht auch nur mit einem Satz Reifen geklappt statt mit zweien, und solche Dinge kommen dann halt hinzu", schildert er.

Doch was hatte es eigentlich mit Alonso und Russell auf sich? Die beiden und Vettel bekamen im Laufe des Wochenendes neue Powerunits verpasst und wurden aufgrund der Vielzahl an gewechselten Teilen automatisch ans Ende des Feldes gesetzt.

Daher ergab sich die tatsächliche Startposition der drei Fahrer nicht aus dem Zeitpunkt der Meldung, wie etwa bei einer bestimmten Anzahl von Strafplätzen, sondern aus dem Qualifyingergebnis. Vettel, Alonso und Russell fuhren also um ihre eigene Poleposition. Gleichzeitig mussten es alle drei vermeiden, in Q3 zu kommen, denn dadurch wäre die freie Reifenwahl für das Rennen weggefallen.

Vettel erwartet ein "hartes Rennen"

"Am Ende war die Aufgabe nur, schneller zu sein, aber nicht zu schnell. Das hat man selten im Qualifying", sagt Vettel bei 'Sky' passend. "Wir wollten vor den beiden Autos sein, die auch eine Strafe haben und das haben wir geschafft. Ich glaube, der Valtteri war für uns nicht in Reichweite", ergänzt er lachend. Auch Valtteri Bottas kassierte eine Motorenstrafe, diese bestand aber ohnehin nur aus fünf Positionen.

Vettel beendete das Qualifying als Zwölfter in Q2und damit als Schnellster des Trios, Alonso belegte Platz 14, Russells Runde wurde gestrichen, weshalb er als 15. einsortiert wurde. Für die Startaufstellung bedeutet dies, sofern es keine weiteren Strafen vor dem Rennen gibt: Vettel startet von Rang 18, Alonso und Russell folgen dahinter.

Für das Rennen hofft Vettel darauf, dass sich die zusätzlichen Rennsimulationen am Freitag bezahlt machen. "Wir haben unsere Pace, wir wissen, wie schnell wir sein werden, aber wir wissen nicht, wie schnell die anderen sind. Ich denke, es wird ein hartes Rennen unter heißen Bedingungen und hart für die Reifen. Wir werden sehen, was passiert", sagt der viermalige Weltmeister.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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