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Trotz Qualifying-Runs: Ferrari bei Tests mit Rückstand

Ferrari hat am Nachmittag des zweiten Testtages erste Qualifying-Simulationen mit Charles Leclerc getestet - Insgesamt knapp 700 Kilometer abgespult

Trotz Qualifying-Runs: Ferrari bei Tests mit Rückstand

Charles Leclerc ist am zweiten Testtag in Bahrain im Ferrari SF21 erste Qualifying-Runs gefahren. Er war dabei langsamer als im Qualifying im vergangenen November. Mit einer Bestzeit in 1:30.886 Minuten reihte sich der Monegasse im Testklassement auf Rang sechs ein - sechs Zehntelsekunden fehlten ihm auf die Tagesbestzeit von Mercedes-Pilot Valtteri Bottas.

"Ein weiterer sehr arbeitsreicher Testtag in Bahrain", resümiert Ferrari-Sportdirektor Laurent Mekies am Samstagabend. Ferrari konnte am zweiten von drei Testtagen insgesamt 129 Runden (knapp 700 Kilometer) ohne gröbere Probleme abspulen.

Am Nachmittag durfte Leclerc wieder ins Lenkrad greifen, nachdem sein Arbeitstag am Freitagvormittag durch eine rote Flagge etwas vorzeitig zu Ende gegangen war. Der Hoffnungsträger der Roten hatte die ehrenvolle Aufgabe erste Qualifying-Simulationen mit dem neuen SF21 zu fahren.

"In der letzten Stunde begannen wir damit, uns anzusehen, wie der SF21 in Bezug auf die Gesamtleistung lief, und auch hier haben wir viele nützliche Informationen gesammelt", berichtet Mekies. Auf dem C5-Reifen, dem weichsten in der Pirelli-Auswahl, setzte sich Leclerc auf Rang sechs.

 

"Wir sind ein paar Rennsimulationen gefahren, dann haben wir auf eine weichere Reifenmischung gewechselt", bestätigt er. "Bislang fühlt es sich okay an. Es ist aber alles relativ zu den anderen und wir wissen nicht, was die anderen machen. Daher ist das ein wenig schwierig zu sagen, wo wir stehen."

Im Vergleich zum ersten Testtag (1:33.242 Minuten) konnte er sich zwar stark steigern, dennoch blieb er am Nachmittag hinter seiner Q2-Zeit des Vorjahres (1:29.165 Minuten). Vier Piloten reihten sich ebenso auf dem C5-Pneu vor ihm ein, darunter auch Alfa-Romeo-Pilot Antonio Giovinazzi.

Unklar ist, mit welchen Spritmengen und Einstellungen am Motor die Piloten die schnellen Runden absolviert haben, das erschwert einen Vergleich. "Was ich in drei Jahren bei Ferrari gelernt habe: Niemals schon von den Testfahrten etwas ablesen. Wir sollten ruhig bleiben und bis aufs erste Rennen warten, bis ich mehr sage", schmunzelt er.

Vor den ersten schnellen Runs hat Leclerc auf dem C2- und C3-Reifen einige Rennsimulationen abgespult. "Wir sind viele Runden gefahren und sind das ganze Programm durchgegangen. Das war gut, ganz ohne Probleme", berichtet er. Insgesamt konnte er 73 Runden fahren.

Er hofft, dass er auch am dritten Tag (Vormittag) viele Kilometer abspulen kann. "Jede Runde ist sehr wichtig hier bei den Tests, um Daten zu sammeln. So viele Runden wie möglich wären hilfreich." Das weiß auch Mekies: "Diese drei Tage sind sehr wichtig, und wir gehen methodisch vor, denn die Arbeit, die wir jetzt leisten, wird der Schlüssel dafür sein, wie wir im Laufe der Saison vorankommen."

Viele Daten konnte am Vormittag auch Carlos Sainz sammeln. Der Spanier war für die Longruns zuständig und drehte insgesamt 56 Runden. Auf dem C3-Reifen schaffte er eine Rundenzeit in 1:33.072 Minuten (P13). "Das Wichtigste ist, das geplante Programm zu absolvieren, und das haben wir bisher getan", freut sich der Sportdirektor.

Nachsatz: "Was die Konkurrenz angeht, so können wir in zwei Wochen, im Qualifying für den Großen Preis von Bahrain, anfangen, darüber nachzudenken."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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