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Wolff: Mit "Party-Modus"-Verbot tut man uns "vielleicht sogar einen Gefallen"

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Wolff: Mit "Party-Modus"-Verbot tut man uns "vielleicht sogar einen Gefallen"
Autor:
Co-Autor: Christian Nimmervoll

Mercedes-Teamchef Toto Wolff sieht das bevorstehende Verbot des "Party-Modus" als Herausforderung, glaubt aber, dass es dem Team im Rennen sogar helfen könnte

Ab dem Formel-1-Grand-Prix in Spa (28. bis 30. August) muss Mercedes seine Pole-Positions ohne den sogenannten "Party-Modus" einfahren. Denn ab dann sollen, so hat es der Automobil-Weltverband FIA angekündigt, Sondermodi am Motor nicht mehr erlaubt sein. Vor allem die Konkurrenz verspricht sich davon viel.

Helmut Marko, Motorsportkonsultent bei Red Bull, betont im 'ORF': "Dieser sogenannte Party-Modus war ja nicht nur ein Riesenvorteil im Qualifying, Mercedes konnte das ja auch beim Start verwenden. Bei In- und Outlap, also wann immer eine kritische Situation war, konnte man diese deutlich mehr PS abrufen."

Marko ist überzeugt: "Damit werden wir einen weiteren Schritt näher an Mercedes herankommen." Auf die Frage, ob das Ende des "Party-Modus" amtlich sei, also mit Sicherheit kommen werde, entgegnet er: "Was ist schon amtlich in der Formel 1. Wir gehen alle davon aus, bis auf Mercedes natürlich, dass das ab Spa eingeführt wird."

Toto Wolff: Damit kann Mercedes im Rennen zulegen

Tatsächlich hat sich auch das Weltmeisterteam mit dem Gedanken bereits angefreundet. Mercedes-Teamchef Toto Wolff sieht das bevorstehende Verbot, das durch eine technische Direktive vor dem Belgien-Grand-Prix bestätigt werden soll, jedenfalls gelassen. "Ich denke, es mangelt uns samstags nicht an Leistung", sagt er.

"Bis jetzt hatten wir einen ziemlichen Vorsprung. Wir hatten in einigen Rennen zu kämpfen, in denen wir in den leistungsstarken Motor-Modi ziemlich eingeschränkt waren, und wenn die Formel 1 während der Saison bestimmte Aggregat-Modi verbietet, dann würde uns das meiner Meinung nach im Rennen tatsächlich helfen."

Wolff glaubt also, dass Mercedes von dem Verbot sogar profitieren kann. "Wenn uns durch diesen 'Party-Modus' ein paar Runden weggenommen werden im Qualifying, dann können wir das Vier- oder Fünffache drauflegen im Rennen mit mehr Power", erklärt er die Vorteile. "Vielleicht tut man uns sogar einen Gefallen."

Verbot des "Party-Modus" schadet nicht nur Mercedes

Wie sehr oder ob das Verbot ihrem Qualifying überhaupt schaden wird, sei derweil schwer zu sagen. "Da bin ich mir nicht sicher. Es sind nur ein paar Zehntel", so Wolff. "Am Ende des Tages nimmt man verschiedenen Teams Leistung weg. Dann schadet es allen anderen in gleicher Weise", gibt der Mercedes-Teamchef zu bedenken.

Er glaubt, dass man mit der Maßnahme aber vor allem das Weltmeisterteam einbremsen wolle - auch wenn die FIA sie ihrerseits damit erklärte, dass die Vielzahl der aktuellen Antriebseinstellungen ein Überwachen "extrem schwierig" mache. "Ich verstehe die Simplifizierung, dass das besser kontrollierbar ist", sagt Wolff.

"Es ist eine sehr komplexe Methode zwischen dem Verbrennungsmotor und dem gesamten Energierückgewinnungssystem, und mit einem einzigen Modus wird es für die FIA einfacher, wirklich zu sehen, ob alles konform ist." So ganz damit einverstanden, "dass das genau auf diesen Bereich abzielt", sei er aber nicht.

So erklärt Wolff: "Wir haben uns jahrelang darauf konzentriert, dass genau dieser spezifische Aspekt funktioniert, und jetzt kommt man da von linksaußen und sagt, wir wollen das nicht mehr. Aber die Regel muss erst genau definiert werden. Im Endeffekt glaube ich, dass es einfach eine neue Herausforderung für uns ist."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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