Reaktion
Formel E Jarama-Test
DS-Penske nimmt Formel-E-Saison 2024/25 mit Zuversicht in Angriff
Beim Jarama-Test in Spanien haben sich die elf Teams für die elfte Saison der Formel E ein erstes Bild von den Kräfteverhältnissen machen können
Didier Laurent
Bearbeitet: 08.11.2024, 12:44
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Maximilian Günther (DS-Penske)
Foto: DPPI
Nach zwei Jahren Entwicklungszeit für den DS E-TENSE FE25 hat DS-Penske in dieser Woche im Beisein aller für die Formel-E-Saison 2024/25 gemeldeten Teams am offiziellen Vorsaisontest teilgenommen.
Da die Gen3-Autos den Halbzeitpunkt ihres Zyklus erreicht haben, waren von Dienstag bis Freitag erstmals die Gen3-Evo-Autos auf der Strecke. Leistungsstärker, mit neuer Technik und mit neuen Reifen ausgestattet, sind sie Fahrzeuge, mit denen die Teams eine Show bieten und versuchen werden, zu gewinnen.
Angesichts der dramatischen Überschwemmungen, die es vor wenigen Tagen in der Region Valencia gab, fand der Test auf der Rennstrecke von Jarama nahe Madrid statt. "Es ist ein sehr schöner Ort. Er erinnert mich an Mugello", sagt Eugenio Franzetti, Direktor von DS Performance, der Wettbewerbsabteilung von DS Automobiles, wo die elektrischen Formelboliden von DS-Penske entwickelt werden.
"Aber was zählt, ist die Fähigkeit, Formel-E-Autos fahren lassen zu können. Valencia und Jarama sind permanente Rennstrecken, nicht unbedingt für die Formel E. Das hält uns aber nicht von der Arbeit ab. Die Organisatoren der Rennserie haben einen unglaublichen Job gemacht, indem die Testfahrten in so kurzer Zeit neu organisiert haben", sagt Franzetti.
"In dieser Woche war es für alle das Wichtigste, bis Freitag so viele Dinge wie möglich zu testen. Danach werden die Autos nach Brasilien gebracht und wir werden sie erst Anfang Dezember wieder sehen", so der Direktor von DS Performance.
DS-Penske hat drei Kernpunkte ausgemacht
Mit den leistungsstärkeren Autos und der Aktivierung des Allradantriebs war der Jarama-Test umso wichtiger, da er die einzige Gelegenheit bot, alle Teams vor dem Saisonauftakt gemeinsam auf der Strecke zu sehen. Der Test beinhaltete auch eine Rennsimulation und gab jedem Team die Möglichkeit, das Leistungsniveau der Konkurrenten zu beurteilen.

Jean-Eric Vergne (DS-Penske)
Foto: DPPI
"In dieser Saison gibt es drei sehr wichtige Punkte, die man im Auge behalten muss", erklärt Franzetti. "Erstens: die neuen Reifen. Sie sind weicher und bieten Leistungsspitzen, die wir bis jetzt noch nicht gesehen haben. Wir müssen verstehen, wie wir sie zum Funktionieren bringen und vor allem im richtigen Moment das Beste aus ihnen herausholen, besonders im Qualifying."
"Der zweite wichtige Punkt ist der Attack-Mode. Zwischen 300 und 350 Kilowatt, vor allem mit Allradantrieb, wie es in dieser Saison der Fall ist, sorgt er für einen einen Zweitgewinn von zwei Sekunden pro Runde. Das ist enorm, bis zu viermal mehr als in der vergangenen Saison. Und der letzte wichtige Punkt ist die Anzahl der Autos pro Hersteller."

Maximilian Günther (DS-Penske)
Foto: DPPI
"In dieser Saison wird Porsche sechs Autos einsetzen (zwei vom Werksteam, zwei von Andretti und zwei von Kiro Race; Anm. d. Red.). Es wird also zwei weitere hochkarätige Konkurrenten geben, aber wir werden alles tun, um ganz vorne mitzufahren. Wir haben im vergangenen Jahr gut gekämpft und haben uns für dieses Jahr noch besser vorbereitet", sagt Franzetti.
Steht eine dominante Saison bevor?
DS-Penske-Neuzugang Maximilian Günther beendete den Jarama-Test als Neunter und somit in den Top 10. In der dritten von sechs Testsessions belegten Günther und sein Teamkollege Jean-Eric Vergne die Plätze eins und drei, während die beiden Porsche-betriebenen Kiro-Boliden von Dan Ticktum und David Beckmann die Plätze zwei und vier belegten. Bedeutet das, dass für DS-Penske eine dominante Saison?
"Es ist immer besser, an der Spitze zu stehen, aber man sollte sich nicht auf diese Art von Ranglisten verlassen", weiß Franzetti. "Die Vorsaisontests sind dazu da, Dinge zu testen, um sich auf die Saison vorzubereiten. Wir müssen auf Sao Paulo oder Mexiko-Stadt warten, bevor wir Anzeichen für eine Dominanz erkennen können."

Jean-Eric Vergne (DS-Penske)
Foto: DPPI
"Im Moment sind wir mit unseren Fahrern und unseren Autos zufrieden, die Zuverlässigkeit ist da und die Rundenzeiten geben einiges an Aufschluss. Aber auf die wirkliche Performance aller müssen wir noch ein wenig warten", so der Direktor von DS Performance.
Am Freitagabend werden die Autos in die Transportkisten verpackt und nach Sao Paulo transportiert, wo am 7. Dezember das erste von 16 Rennen der Saison 2024/25 stattfindet.
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde mithilfe eines Produktionskostenzuschusses von DS Automobiles ermöglicht. Eine inhaltliche Einflussnahme von DS auf den Beitrag fand nicht statt.
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