Rennbericht

Formel E London 1

Formel E London 1: Pascal Wehrlein siegt und übernimmt Tabellenführung

Porsche-Pilot Pascal Wehrlein legt beim ersten Rennen der Formel E in London eine Start-Ziel-Sieg hin und geht als Führender ins letzte Saisonrennen am Sonntag

Edward Hardy

Bearbeitet: 15.08.2026, 17:13

Link kopieren

Auf Facebook teilen

Auf Twitter teilen

Auf WhatsApp teilen

Auf Linkedin teilen

Auf Pinterest teilen

Auf Viber teilen

Als bevorzugte Quelle hinzufügen

Formel E London 1: Pascal Wehrlein siegt und übernimmt Tabellenführung

Pascal Wehrlein fuhr von der Poleposition aus souverän zum Sieg

Foto: Sam Sam

Pascal Wehrlein hat am Samstag das Auftaktrennen des London-E-Prix dominiert und vor der Titelentscheidung am Sonntag die Führung in der Formel-E-Weltmeisterschaft 2025/26 übernommen.

Der Porsche-Werksfahrer siegte mit sechs Sekunden Vorsprung vor dem bisherigen Tabellenführer Jake Dennis im Andretti. Jaguar-Pilot Antonio Felix da Costa das Podium in der engen ExCeL-Arena.

Damit liegt Wehrlein vor dem letzten Saisonrennen fünf Punkte vor dem Zweitplatzierten Dennis - bei noch 29 zu vergebenden Zählern. Die Ränge 11 und 10 für Mitch Evans beziehungsweise Oliver Rowland bedeuten hingegen das praktische Aus für ihre Titelchancen.

Porsche dominiert im Qualifying

Porsche sorgte das gesamte Wochenende über für die Schlagzeilen: Bereits im Qualifying bestritten die beiden Werksautos das Final-Duell, bei dem Nico Müller im letzten Sektor vom Gas ging, um seinem Teamkollegen Wehrlein die Poleposition zu überlassen.

Zusammen mit Dan Ticktum, der im Kunden-Porsche in der zweiten Startreihe neben Evans stand, war es ein Traum-Qualifying für den Deutschen, der bereits am Freitag angekündigt hatte, dass Stallorder im Titelkampf eine Rolle spielen könnte.

Es war daher keine Überraschung, dass er nach einem ungewöhnlich ruhigen Start im ExCeL unbedrängt in Kurve 1 einbog. Wehrlein fuhr bereits in der ersten Runde einen Vorsprung von drei Sekunden heraus.

Nico Müller hält Wehrleins Verfolger auf

Müllers Aufgabe war klar: Er sollte Evans und den Rest des Feldes auf dem Indoor-Outdoor-Kurs einbremsen, wobei ihm die enge Streckencharakteristik half, die Attacken des Jaguar-Fahrers abzuwehren.

Das rief den Unmut von Evans hervor, der Müllers Taktik als "grenzwertig" bezeichnete. Nicht hilfreich für seine Aufholjagd war zudem, dass die Runden sieben und acht unter Full-Course-Yellow absolviert wurden.

Auslöser war eine Kollision zwischen Zane Maloney (Lola) und Edoardo Mortara (Mahindra), bei der sich Maloney seinen Renner beschädigte und das Rennen frühzeitig aufgeben musste.

Evans mit mutiger Strategie

Als das Rennen wieder freigegeben wurde, ging das Prozessionsfahren zunächst weiter, bis die Piloten ab Runde 17 begannen, ihren Attack-Mode und den Boxenstopp-Boost zu nutzen. Evans bog direkt ab.

Das verschaffte ihm die freie Fahrt, die er brauchte, um in Runde 18 den Attack-Mode zu holen. In der darauffolgenden Runde zog er an Müller vorbei und übernahm die virtuelle zweite Position, da Wehrlein noch nicht an der Box gewesen war.

Zunächst sah es so aus, als hätte der nun extrem schnelle Evans die beste Strategie erwischt. Zeitweise schien es sogar so, als könnte er an seinem Titelrivalen vorbeiziehen, sobald Porsche den Champion von 2025 an die Box holen würde.

Unfall von di Grassi sorgt für die Vorentscheidung

Die Renngötter hatten jedoch andere Pläne: Ein Ausritt von Lucas di Grassi in die Begrenzung von Kurve 9 in Runde 21 ermöglichte Wehrlein - und vielen anderen - einen günstigen Boxenstopp unter Gelber Flagge.

Dadurch behauptete er mühelos seine Führung. Dem frustrierten Evans war sofort klar, dass seine Chance dahin war - statt um das Podium zu kämpfen, musste er nun um einen Platz in den Top 10 zittern.

Es kam noch schlimmer für ihn: Er wurde von Müller überholt, der ebenfalls unter der unglücklich getimten FCY-Phase gelitten hatte. Wehrlein lag zu diesem Zeitpunkt bereits beruhigende acht Sekunden vor dem zweitplatzierten Ticktum.

Felix da Costa schiebt sich an Ticktum vorbei

Dahinter ging es jedoch eng zu: Ticktum, Felix da Costa und Dennis lieferten sich einen harten Kampf um die verbleibenden Podestplätze, bei dem sich der Andretti-Pilot in Runde 28 durchsetzte und Rang drei übernahm.

Wenig später schnappte sich der bisherige Tabellenführer auch noch den zweiten Platz von Ticktum und fuhr zügig drei Sekunden heraus, während auch da Costa bald am Briten vorbeizog.

Damit waren die Podestplätze vergeben, doch für Ticktum ging es weiter bergab. In einem umkämpften Vierkampf um Platz vier auf den letzten Runden durchgereicht, fiel er hinter Sebastien Buemi, Mortara und Taylor Barnard auf Rang sieben zurück.

Nach dem Rennen rückte er jedoch auf den sechsten Platz vor, nachdem Mortara aufgrund einer Strafe für seine späte Kollision mit Ticktum in Kurve 1 auf den siebten Platz zurückgefallen war, während Evans, Nick Cassidy und Rowland die Top 10 vervollständigten.

Wir wollen Deine Meinung!

Was würdest Du gerne auf Motorsport.com sehen?

An unserer 5-Minuten-Umfrage teilnehmen

- Das Motorsport.com-Team

Weiterlesen :

Diese Story teilen oder speichern

Link kopieren

Auf Facebook teilen

Auf Twitter teilen

Auf WhatsApp teilen

Auf Linkedin teilen

Auf Pinterest teilen

Auf Viber teilen

Vorheriger Artikel Vor dem Formel-E-Finale: Pascal Wehrlein fürchtet "Manipulation" durch Stallregien

Nächster Artikel Formel E London 1: Starke Aufholjagd von DS-Penske

Mehr von

Edward Hardy



Red Bull siegt trotz ADUO - fordert aber weiterhin Anpassungen

Formel 1

Formel 1 7 T.

Red Bull siegt trotz ADUO - fordert aber weiterhin Anpassungen



Mercedes reagiert auf Pole-Flaute: Großes Upgrade für Malaysia angekündigt

Formel 1

Formel 1

Sepang

25 T.

Mercedes reagiert auf Pole-Flaute: Großes Upgrade für Malaysia angekündigt



Rauswürfe gefordert? Lewis Hamilton weist Vorwürfe zurück

Formel 1

Formel 1 27 T.

Rauswürfe gefordert? Lewis Hamilton weist Vorwürfe zurück

Aktuelle News



Christian Horner verrät: So schnappte er Mercedes die besten Mitarbeiter weg

Formel 1

F1 Formel 1 4 h

Christian Horner verrät: So schnappte er Mercedes die besten Mitarbeiter weg



Red-Bull-Zukunft in der F1: Mekies verlängert um fünf Jahre als Teamchef

Formel 1

F1 Formel 1 5 h

Red-Bull-Zukunft in der F1: Mekies verlängert um fünf Jahre als Teamchef



F1-Weltmeister Lando Norris: Millionen-Investment in Hospitality-Plattform

Formel 1

F1 Formel 1 6 h

F1-Weltmeister Lando Norris: Millionen-Investment in Hospitality-Plattform



Infos WEC Barcelona 2026: Der komplette Zeitplan, Livestream, TV und Starterliste

WEC

WEC WEC

6h Barcelona

7 h

Infos WEC Barcelona 2026: Der komplette Zeitplan, Livestream, TV und Starterliste

Registrieren und Motorsport.com mit Adblocker genießen!

Von Formel 1 bis MotoGP berichten wir direkt aus dem Fahrerlager, denn wir lieben unseren Sport genau wie Du. Damit wir dir unseren Fachjournalismus weiterhin bieten können, verwendet unsere Website Cookies. Dadurch wird Dein Nutzererlebnis optimiert und die Werbung auf Deine Interessen zugeschnitten. Wir wollen dir aber natürlich trotzdem die Möglichkeit geben, eine werbefreie Website zu genießen.

Du hast 2 Optionen:

Jetzt registrieren Schon registriert? Dann hier einloggen!

Adblocker deaktiviert?
Dann versuche es mit Seite neu laden

Benachrichtigungs-Einstellungen

Registrieren