Formel E Berlin 2

Langsamer durch die Boxengasse: Formel E reagiert auf FCY-Trick

Nachdem beim Mittwochsrennen der Formel E einige Fahrer während einer Full-Course-Yellow-Phase durch die Box abgekürzt haben, hat die Rennleitung reagiert

Markus Lüttgens

Markus Lüttgens

Bearbeitet: 06.08.2020, 13:01

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Beim zweiten Rennen des Formel-E-Finales in Berlin gilt in der Boxengasse ein niedrigeres Tempolimit. Waren am Mittwoch noch 50 km/h erlaubt, darf ab Donnerstag dort nur noch 35 km/h gefahren werden. Offiziell gibt die Rennleitung Sicherheitsgründe für die Absenkung an. Inoffiziell will man damit aber ein Schlupfloch schließen, durch welches sich einige Fahrer beim Rennen am Mittwoch während einer Full-Course-Yellow-Phase (FCY) einen Vorteil verschafft hatten.

Jerome d'Ambrosio und Sebastien Buemi hatten während der FCY-Phase nach dem Unfall von Felipe Massa deutlich zu Nyck de Vries aufgeschlossen, wie dem Portal 'e-formel.de' aufgefallen war. Theoretisch ist das unmöglich, da während der FCY-Phase alle Fahrer das Tempolimit von 50 km/h einhalten müssen und die Abstände so eingefroren werden.

Mahindra und Nissan-e.dams hatten jedoch ein Schlupfloch erkannt und ihre Fahrer während der FCY-Phase durch die Boxengasse fahren lassen. Dort galt gestern das gleich Tempolimit wie während der FCY-Phase auf der Strecke, allerdings ist der Weg kürzer als über die Start-Ziel-Gerade.

So konnten d'Ambrosio und Buemi zu de Vries aufschließen. Mercedes protestierte nach dem Rennen gegen diesen Trick der Konkurrenten, allerdings wiesen die Sportkommissare den Protest zurück. Denn sowohl d'Ambrosio als auch Buemi hatten kurz vor ihrer Box angehalten. Zwar wurde dabei nicht am Auto gearbeitet, doch laut Reglement zählt dies als regulärer Boxenstopp und war damit nicht zu beanstanden.

Durch die Senkung des Tempolimits in der Boxengasse soll erreicht werden, dass ein solches Manöver bei den kommenden fünf Rennen in Berlin keinen Vorteil mehr einbringt.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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