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Opel-Einstieg in die Formel E: Flörsch übernimmt die Entwicklungsarbeit

Sophia Flörsch steigt als Test- und Entwicklungsfahrerin bei Opel in der Formel E ein - Die Münchnerin soll wichtigen Input liefern

Opel-Einstieg in die Formel E: Flörsch übernimmt die Entwicklungsarbeit

Sophia Flörsch wird in der Formel E bei Opel agieren

Foto: Opel

Opel macht ernst mit der Rückkehr in den Werksmotorsport und besetzt eine Position für das neue Formel-E-Projekt mit einer deutschen Personalie. Sophia Flörsch wechselt als Test- und Entwicklungsfahrerin zum Rüsselsheimer Werksteam, um die Vorbereitungen auf den Einstieg in die Formel-E-Weltmeisterschaft voranzutreiben.

Die 25-jährige Münchnerin wird bereits am 21. und 22. April in Le Castellet erstmals öffentlich für Opel in Erscheinung treten, wenn die neue Gen4-Ära der Elektro-Serie offiziell eingeläutet wird. Dort übernimmt Flörsch die Aufgabe, das neue Fahrzeugkonzept auf der Strecke zu präsentieren und erste Daten für die Ingenieure zu sammeln.

Hinter den Kulissen geht es für das Team primär darum, den massiven technologischen Sprung der neuen Fahrzeuggeneration zu bewältigen. Teamchef Jörg Schrott setzt dabei auf die analytischen Fähigkeiten der Münchnerin, die sich bereits durch verschiedene Formel-Klassen und Langstrecken-Meisterschaften gekämpft hat.

Opel setzt auf Flörschs Erfahrung

"Ihr präzises technisches Feedback sowie ihre analytische Arbeitsweise im Simulator und auf der Strecke werden eine wesentliche Rolle bei der Weiterentwicklung unseres Gen4-Pakets spielen", gibt Schrott die Marschrichtung vor. Der Fokus liegt klar auf der technischen Validierung, um den Anschluss an die etablierte Konkurrenz in der Elektro-WM nicht zu verpassen.

Flörsch selbst ordnet die Formel E als das aktuell schwierigste Pflaster im internationalen Rennsport ein. Der Wechsel zum Opel-Werksteam ist für sie eine Rückkehr zu ihren Wurzeln im Formelsport, allerdings unter völlig neuen technischen Vorzeichen.

Opel in der Formel E

Opel wird werksseitig in der Formel E starten

Foto: Opel

"Die Formel E ist im Moment die härteste Rennserie der Welt - und genau dort gehen Opel und ich jetzt gemeinsam an den Start", erklärt Flörsch ihre Motivation für den Wechsel in die Elektro-Serie. Für sie sei es mehr als ein Privileg, die Entwicklung eines deutschen Herstellers von der ersten Stunde an zu begleiten.

Neue Gen4-Generation

Die technischen Daten der kommenden Gen4-Generation markieren eine Zäsur, die auch erfahrene Piloten vor neue Herausforderungen stellt. Mit einer Leistung von über 800 Pferdestärken und Allradantrieb verlässt die Serie das Stadium der Stadtkurs-Spezialisten und dringt in Performance-Regionen vor, die klassische Rennsport-Tugenden fordern.

"Das Gen4-Auto ist ein absoluter Vollblut-Rennwagen", so das Urteil von Flörsch nach den ersten Eindrücken. Sie wolle nun gemeinsam mit den Ingenieuren "in die Tiefe gehen", um das komplexe System zu verstehen und die Grenzen des Machbaren auszuloten.

In Rüsselsheim ist die Integration der Fahrerin bereits voll angelaufen, wobei der Schwerpunkt vorerst auf der virtuellen Abstimmung liegt. Flörsch hat die ersten Kilometer im Simulator bereits hinter sich gebracht, um die Software-Mappings und die Energie-Management-Strategien für den Realbetrieb vorzubereiten.

Erfahrung trifft neue Philosophie

Neben der Arbeit im Labor wird sie fest in das reale Testprogramm eingebunden und soll in den speziellen Rookie-Sessions des Automobil-Weltverbandes FIA weitere Fahrpraxis sammeln. Das Ziel ist eine Verzahnung von Prüfstandsläufen und Rennstreckeneinsätzen, um das Opel-Paket bis zum ersten Rennen der Marke konkurrenzfähig zu machen.

Für die deutsche Rennfahrerin, die in ihrer Karriere bereits in Le Mans und der DTM am Start war, bedeutet der Job bei Opel eine Rückkehr in ein reinrassiges Formel-Umfeld. Dass sie dabei Punkte in der FIA Formel 3 sammelte, dient als Empfehlung für die technische Kleinarbeit, die nun in der Formel E gefordert ist.

Opel nutzt die Erfahrung der Münchnerin, um den Entwicklungsrückstand auf die bereits aktiven Hersteller durch intensive Testarbeit zu verkürzen. In Frankreich wird sich nun erstmals zeigen, wie gut das Zusammenspiel zwischen der Pilotin und der neuen Technik auf dem Asphalt funktioniert.

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