ADAC GT Masters Hockenheim: Notizen vom Sonntag

VIP-Gäste ohne Ende, zwei neue Sieger und gesellschaftliches Engagement - Kurznachrichten aus dem Fahrerlager vom Sonntag des ADAC GT Masters

ADAC GT Masters Hockenheim: Notizen vom Sonntag

Lamborghini besserte seine bisher dürftige Bilanz am Hockenheimring mit dem Doppelschlag ordentlich auf. Aus bisher drei wurden fünf Siege. GRT Grasser zeigt sich für vier dieser Siege verantwortlich. Im Jahr 2010 gewannen Peter Kox und Albert von Thurn und Taxis auf einem Lamborghini Gallardo LP560 GT3 von Reiter Engineering.

- Für Mirko Bortolotti (2019) und Rolf Ineichen (2017) war es der jeweils zweite Sieg am Hockenheimring in der Deutschen GT-Meisterschaft. Bemerkenswert: Beide Fahrer holten ihren ersten Sieg gemeinsam mit Christian Engelhart. Franck Perera und Marco Mapelli durften zum ersten Mal die Siegertrophäe in Baden-Württemberg stemmen.

- Maro Engel wird dieses Jahr keinen Rallyeeinsatz fahren. Er hatte 2020 die Monza-Rallye in Angriff genommen, das Finale der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC). "Es war eine nette einmalige Sache. Momentan gibt es keine weiteren Pläne", sagt der Mercedes-AMG-Pilot.

- Thomas Laudenbach, neuer Leiter von Porsche Motorsport, gab in Hockenheim seinen Antrittsbesuch beim ADAC GT Masters. Der Diplom-Ingenieur leitet seit dem 1. Oktober die Rennsportabteilung. Auch Alexander Pollich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Porsche Deutschland GmbH, besuchte die Deutsche GT-Meisterschaft in Hockenheim und verfolgte das Finale des Porsche-Carrera-Cups.

- Apropos Porsche-Carrera-Cup: Deutschlands traditionsreichster Markenpokal startet auch in der kommenden Saison überwiegend auf der Plattform des ADAC GT Masters. An sechs Rennwochenenden (Red Bull Ring, Zandvoort, Nürburgring, Lausitzring, Sachsenring und Hockenheim) treten die Cup-Elfer als Partnerserie der Deutschen GT-Meisterschaft an.

- Gleich mehrere Motorsportgrößen verfolgten vor Ort den vorletzten Saisonlauf der Deutschen GT-Meisterschaft. Der langjährige Mercedes-Sportchef Norbert Haug war ebenso in Hockenheim vor Ort wie sein ehemaliger Kollege bei BMW Motorsport, Mario Theissen.

Ebenfalls an der Rennstrecke war Norbert Singer, langjähriger Renningenieur bei Porsche. Der inzwischen 81-Jährige war von 1970 bis 1998 an den 16 Siegen bei den 24 Stunden von Le Mans beteiligt. Auch Norbert Vettel, Vater des vierfachen Formel-1-Weltmeisters Sebastian und von GT4-Germany-Fahrer Fabian, ließ sich die Rennen in Hockenheim nicht entgehen.

- Sim-Racing-Star Moritz Löhner wurde in Hockenheim von ADAC-Sportchef Thomas Voss für seinen Titelgewinn in der Esport-Serie des ADAC GT Masters ausgezeichnet. Der Dörr-eSports-Pilot erhielt für seinen Titelhattrick einen Scheck in Höhe von 10.000 Euro.

- In Gedenken an Kurt Gewinnus zierte an diesem Wochenende der Schriftzug "We miss you KUG" das Podium der ADAC Formel 4. Gewinnus, seit Jahrzehnten im Motorsport aktiv und Förderer zahlreicher Spitzenfahrer, war im August verstorben. Der Gründer des Rennteams KUG Motorsport ist vor allem durch seine Rolle als Teamchef ein großer Name im Motorsport.

Gegründet wurde sein Team im Jahr 1975. Gewinnus stieg mit seinem Rennstall als eines der ersten Teams in die 1991 gegründete Formel Junior ein und blieb den Formelnachwuchsserien bis in die jetzige Ära der Formel 4 treu. Unter seiner Leitung absolvierten Rennfahrer wie der spätere Formel-1-Pilot Ralf Schumacher ihre ersten Erfahrungen im Formelsport.

- Der ehemalige deutsche Fußballnationalspieler Cacau besuchte am Samstag die Deutsche GT-Meisterschaft in Hockenheim. Der 40-Jährige, der 2007 mit dem VfB Stuttgart Deutscher Meister geworden war, gab vor dem ersten Rennen dem Starterfeld des ADAC GT Masters das Signal zum Starten der Motoren. Anschließend überreichte er bei der Siegerehrung die Pokale.

- Das ADAC GT Masters als VIP zu besuchen, hat schon einigen Sportlern Glück gebracht. Der Ringer Frank Stäbler, 2020 in Hockenheim zu Gast, hat 2021 in seinem letzten Kampf mit Bronze die ersehnte Olympiamedaille geholt. Boxer Dominic Bösel, 2020 VIP am Sachsenring, erlitt zwar eine Woche später zunächst eine Niederlage gegen Robin Krasniqi, revanchierte sich jedoch Anfang Oktober dieses Jahres nach Punkten und ist somit amtierender Weltmeister der IBO.

- Gleich mehrere Studentengruppen, darunter der Studentische Automobilverband und die Duale Hochschule Baden-Württemberg, besuchten mit rund 90 Teilnehmern das Rennwochenende. Die Nachwuchsingenieure blickten hinter die Kulissen der Deutschen GT-Meisterschaft.

- Mehrere Teams, darunter auch die neu ins ADAC GT Masters gestoßene Prosport-Mannschaft, weisen weiterhin auf die Aktion #wirfuerdieeifel hin. Weiteres soziales Engagement gibt es von Timo Bernhard, der diverse Motorsport-Ausrüstung vom Helm bis zum beschädigten Heckflügel versteigert. Die Landgraf-Gruppe wiederum spendierte einem Sportverein eine Sanierung der Kunstrasenfläche.

Mit Bildmaterial von ADAC Motorsport.

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