AO Racing will in die GTP: "Rexy" bald ein Hypercar?
Das Team, das die beliebten Charaktere "Rexy" und "Spike" in der IMSA SportsCar Championship einsetzt, hegt Ambitionen zu einem Aufstieg in die GTP-Klasse
Wird der Dino-Porsche "Rexy" bald ein Hypercar?
Foto: IMSA
AO Racing könnte in Zukunft in der GTP-Klasse der IMSA WeatherTech SportsCar Championship antreten. Teamchef Gunnar Jeannette bestätigt entsprechende Überlegungen, dämpft aber zugleich die Erwartungen an eine schnelle Umsetzung: "Die Nennfrist für 2026 beginnt in wenigen Tagen, daher ist die Wahrscheinlichkeit - ich will nicht sagen null, aber sie ist sehr gering."
Gleichwohl laufen intensive Gespräche mit potenziellen Herstellerpartnern. "Wir reden mit vielen Leuten", sagt Jeannette. "Wir wollen es auf die richtige Art und Weise machen. Nicht einfach ein Kundenauto kaufen und dann alles allein stemmen - das wäre nicht unser Ansatz."
Stattdessen strebt das Team eine tragfähige Partnerschaft an, idealerweise mit werksseitiger Unterstützung oder zumindest einer engen Zusammenarbeit mit einem Hersteller.
In den kommenden zwei Jahren treten drei Hersteller der Le-Mans-Szene bei, wobei zumindest im Falle Ford eine IMSA-Teilnahme noch nicht final kommuniziert ist. Bei Porsche, das in eine wirtschaftliche Krise gestürzt ist, stehen ebenfalls Zukunftsentscheidungen an.
AO Racing wurde 2022 von Jeannette und PJ Hyett gegründet und hat sich seitdem rasch im US-Sportwagensport etabliert. 2023 stieg das Team in die GTD-Klasse der IMSA ein, 2024 folgte der Schritt in die GTD-Pro-Kategorie mit einem Porsche 911 GT3 R.
In diesem Jahr kämpfen Laurin Heinrich und Klaus Bachler dort um die Titelverteidigung, während Hyett gemeinsam mit Ex-Werksfahrer Dane Cameron zuletzt in der LMP2-Klasse siegte und ebenfalls auf Titelkurs liegt.

AO Racing ist bereits mit "Spike" mit einem Prototyp in der IMSA vertreten
Foto: Motorsport Images
Jeannette betont, dass der langfristige Plan von Beginn an den Einstieg in die Topklasse vorgesehen habe. Man wolle den nächsten Schritt aber nicht überstürzen. "Wenn wir nicht einmal in GTD Pro um Top-5-Plätze kämpfen könnten, wäre es sinnlos, noch mehr Geld auszugeben, nur um in der GTP-Klasse schlecht auszusehen", so der Teamchef.
Ein zentraler Punkt ist dabei der Erhalt der eigenen Identität. AO Racing ist nicht zuletzt durch die auffälligen Designs seiner Autos bekannt geworden - darunter der dinosaurierähnliche Porsche "Rexy", Schwesterauto "Roxy" oder der feuerspeiende LMP2-Drache "Spike".
Jeannette stellt klar: "Wie wir die Dinge machen, ist uns genauso wichtig wie dass wir sie machen. Wir wollen nicht in einem Werksteam aufgehen und plötzlich auf alles verzichten, was uns ausmacht."
Auch deshalb sei die Auswahl des passenden Partners entscheidend - ein Grund, warum die Entscheidung Zeit braucht. Ein Einstieg in der zweiten Jahreshälfte 2026 oder zur Saison 2027 erscheint aus aktueller Sicht realistischer. "Wir hoffen, dass wir gegen Jahresende eine Entscheidung treffen können", sagt Jeannette.
Eine Möglichkeit eröffnet auch die asiatische Le-Mans-Serie, die ihre Topklasse ab der Saison 2026/27 für private Hypercars öffnen wird.
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