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Vanthoor-Kollision: Dries wurde angeschoben, Rätsel über Strafe

Dries Vanthoor erklärt, was wirklich auf dem Stadtkurs von Detroit vorgefallen ist - GT-Auto verursachte Vanthoor-Kollision - Aber warum bekommt BMW die Strafe?

Vanthoor-Kollision: Dries wurde angeschoben, Rätsel über Strafe

Dries Vanthoor wurde für eine Kollision bestraft, für die er offenbar nichts konnte

Foto: Lumen for IMSA

"Ich konnte nichts anderes machen. Ich war nur Passagier!" - BMW-Werksfahrer Dries Vanthoor erklärt die Kollision mit seinem Bruder Laurens beim IMSA-Rennen in Detroit und zeigt Unverständnis für die Strafe, die gegen den WRT-BMW #24 ausgesprochen wurde, den er sich mit Sheldon van der Linde teilte. Der Kontakt geschah nicht unter Safety-Car- sondern unmittelbar davor - er war der Auslöser.

"Ich bin hinter Laurens gefahren und wir haben Kurve 3 angebremst. Dabei haben wir zwei GT-Autos überholt. Und dann ist kurz vor dem Einlenken der Ford Mustang in mich reingefahren und hat mich in Laurens gedrückt", erklärt der jüngere der beiden Vanthoor-Brüder gegenüber Motorsport-Total.com.

"Natürlich macht man so etwas nicht mit Absicht. Aber er hat mich berührt und dadurch konnte ich das Auto nicht mehr stoppen. Dadurch bin ich erst in Laurens gefahren. Ich konnte nichts anderes machen. Ich war nur Passagier."

Dennoch wurde Vanthoor von der Rennleitung als Schuldiger ausgemacht und mit einer Durchfahrtsstrafe belegt. Im amerikanischen Racing-Jargon heißt das "Incident Responsibility". Diese warf den BMW #24 auf den neunten Platz im Endklassement zurück.

Vanthoor versteht die Welt nicht mehr: "Ich weiß es nicht. Sie haben vielleicht nur meine Onboard angesehen und nicht die Außensicht. Wenn man von außen schaut, dann ist es klar, dass ich von hinten in ihn gedrückt worden bin." Die Szene war auch in der TV-Übertragung nicht von außen zu sehen, womöglich war die Kamera gerade auf eine andere Szene gerichtet.

Generell ist der 28-Jährige nicht gut auf die Rennleitung an diesem Wochenende zu sprechen. Schon zuvor hatte er eine weitere Durchfahrtsstrafe erhalten, weil er mit dem Vasser-Sullivan-Lexus #14 (Hawksworth/Barnicoat) beim Überrunden aneinandergeraten war. Der Lexus schlug dabei in die Mauer ein, konnte aber mit einem geringen Schaden weiterfahren.

"Natürlich war der Kontakt meine schuld, aber er ist weitergefahren, musste nicht an die Box zur Reparatur und hat bis zehn Minuten vor Schluss um den Klassensieg gekämpft. Da finde ich es schon seltsam, dass ich eine Strafe bekomme", so Vanthoor.

Bedingt durch die zwei Strafen und einen frühen Boxenstopp wegen zu geringer Reifendrücke konnte die #24 das Potenzial nicht umsetzen. BMW war hinter dem überlegenen Action-Express-Cadillac #31 (Bamber/Aitken) zweite Kraft an diesem Wochenende. Der WRT-BMW #25 (Eng/Wittmann) maximierte seine Möglichkeiten und wurde Zweiter.

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