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Andretti-Imperium wächst erneut: Meyer Shank wird Vollzeit-Team
Meyer Shank Racing steigt zum IndyCar-Vollzeit-Team auf und geht eine technische Partnerschaft mit Andretti Autosport ein: Das Imperium wird noch größer
Heiko Stritzke David Malsher
Bearbeitet: 09.11.2019, 16:07
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Als wären fünf eigene Autos für die IndyCar-Saison 2020 noch nicht genug, geht Andretti Autosport über seinen Ableger Andretti Technologies erneut eine Allianz mit einem kleinen Team ein. Nachdem Harding Steinbrenner Racing vom Affiliate zum integrierten Andretti-Bestandteil wurde, heißt der neue Kooperationspartner Meyer Shank Racing. Übersicht: Fahrer und Teams in der IndyCar-Serie 2020
Shank wechselt damit seinen Partner. Seit dem Debüt im Jahre 2017 war das Team von Jim Meyer und Michael Shank mit Schmidt Peterson Motorsports verbandelt. Nach der Übernahme durch McLaren und dem dadurch bedingten Wechsel zu Chevrolet-Motoren musste sich Meyer Shank Racing nach einem neuen Partner umsehen.
Als Bonus gibt es die erste Vollzeit-Saison des Teams mit Fahrer Jack Harvey. Der 26-jährige Brite hat einen Zweijahresvertrag erhalten und ist damit endlich am Ziel seiner Träume: "Das ist der Moment, auf den wir so hart hingearbeitet haben. Ich bin mehr als dankbar für die Gelegenheit, in Vollzeit mit Meyer Shank Racing und unseren Sponsoren anzutreten."
Programm sukzessive ausgebaut
Harvey zeigte immer beeindruckendere Leistungen, je regelmäßiger er im Cockpit saß. Der Durchbruch gelang ihm beim diesjährigen Indianapolis Grand Prix, als er einen sensationellen Podiumsplatz einfuhr. Nach drei Rennen im Jahr 2017, sechs im Jahr 2018 und deren zehn 2019 wird sich MSR nun als Vollzeit-Team in der IndyCar-Serie etablieren.
"Wir haben gezeigt, dass wir konkurrenzfähig sein können. Ich kann es nicht erwarten, darauf aufzubauen und ein mehrjähriges Programm mit dieser Mannschaft in Angriff zu nehmen", so der Indy-Lights-Vizemeister von 2014 und 2015.
"Erstmals in diesen vier Jahren fahre ich nun alle Rennen. Das verdanke ich Mike [Shank], Jim [Meyer], Marc [Cannon vom Sponsor AutoNation], meinem Manager Bob Perona und meiner Familie aufgrund ihrer Unterstützung und ihres Glaubens an mich. Ich habe mich noch nie so sehr auf eine Motorsportsaison gefreut."
Auch für Michael Shank geht ein Traum in Erfüllung. Nach einem Indy-500-Reinfall im Jahr 2012 mit Paul Tracy schien der Traum von IndyCar für das Sportwagen-Team schon ausgeträumt zu sein. Nun wird es eine volle Saison.
Rückkehr zu erstem IndyCar-Partner
"In den vergangenen Jahren haben wir die Saison problemlos weggesteckt und gelernt, ein Programm aufzubauen, mit dem wir alle 17 Rennen absolvieren können", so der 53-Jährige. "2019 war ein großartiges Jahr und Jack hat einige spektakuläre Resultate geholt. Wir als Team sind stolz, an ihm festzuhalten."
"Ich habe mich noch nie so sehr auf eine Motorsportsaison gefreut." - Jack Harvey
‘¿’Ob die IndyCar-Vollzeit-Saison Folgen für das IMSA-Sportwagen-Programm in der GTD-Klasse hat (MSR brachte in den vergangenen Jahren zwei Honda NSX GT3 in der GTD-Klasse an den Start), wurde noch nicht kommuniziert. Derzeit ist nur ein Fahrzeug für 2020 bestätigt, allerdings ist man noch dabei, die Pläne für 2020 zu "finalisieren".
Wichtig war es für Shank, an der langen Partnerschaft mit Honda Performance Development (HPD) festzuhalten: "Wir arbeiten mit HPD und Honda seit vielen Jahren sowohl im Sportwagen- als auch IndyCar-Bereich zusammen. Ich bin sehr dankbar, mit ihnen auch 2020 weiterarbeiten zu können."
Für das Team schließt sich ein Kreis. Beim Indy-500-Debüt im Jahr 2017 arbeitete MSR noch mit Andretti Autosport zusammen, bevor die Kooperation mit Schmidt Peterson Motorsports begann.
Mit Bildmaterial von LAT.
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