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Von Startplatz vier auf Rang 16: Warum Fabio Quartararo chancenlos war

Ein starkes Qualifying, ein solider Sprint und trotzdem viel Frust: Yamaha war in Brasilien weit von der Spitze entfernt - Quartararo und Rins finden klare Worte

Lichtblick im Sprint, Frust im Rennen: Yamaha bleibt hinterher

Fabio Quartararo konnte im Sprint noch mitkämpfen, am Sonntag fiel er zurück

Foto: Getty Getty

Nach dem Grand Prix von Brasilien herrscht bei Yamaha einmal mehr Ernüchterung. Auf der Strecke war das Werksteam über weite Strecken chancenlos, auch wenn es mit Fabio Quartararos starkem Qualifying auf Startplatz vier und Rang sechs im Sprint zumindest ein kleines Highlight gab.

Im Grand Prix am Sonntag konnte lediglich Alex Rins als 14. zwei WM-Punkte retten. Der Spanier machte deutlich: "Es ist das gleiche Motorrad wie in Thailand." Die Strecke in Brasilien komme ihm mit ihrem flüssigeren Layout zwar etwas mehr entgegen, doch die grundsätzlichen Schwächen blieben bestehen.

Richtungswechsel seien weiterhin schwer umzusetzen, die Anforderungen an das Bike unverändert hoch. Anders gesagt: Nicht Yamaha ist besser geworden, die Strecke kaschierte lediglich einige Defizite, weshalb er etwas besser zurechtkam.

Alex Rins

Alex Rins konnte als einziger Yamaha-Pilot am Sonntag in Brasilien punkten

Foto: Getty Images South America

Noch deutlicher wurde Quartararo in seiner Analyse. Auf die Frage nach den Gründen für den fehlenden Topspeed verwies der Franzose nicht nur auf durchdrehende Reifen, sondern vor allem auf die Motorleistung. "Ich denke, 80 Prozent liegen rein an der Motorleistung", erklärte er und verwies darauf, dass man im Qualifying rund zwölf km/h langsamer gewesen sei als die Spitze um Marc Marquez.

Keine Fortschritte am neuen V4-Bike

Ein Rückstand, der sich vor allem auf den Geraden brutal bemerkbar mache. Dass Quartararo im Sprint dennoch konkurrenzfähig war, lag für ihn weniger am Motorrad als an den äußeren Umständen. Zwar habe sich die Strecke besser angefühlt als noch in Thailand, doch auch er betonte: "Das Bike ist das gleiche."

Vielmehr sei es eine Frage des persönlichen Gefühls auf einer schnellen Runde und der eigenen Leistungsfähigkeit. Der sechste Platz sei deshalb als Erfolg zu werten, insbesondere vor dem Hintergrund, dass er in Thailand noch 14. geworden war.

Für Quartararo ist die Marschroute klar: "Dieses Jahr geht es darum, 100 Prozent zu geben - egal, ob das Platz sechs ist oder weiter hinten." Mit Blick auf kommende Strecken wie Austin oder Jerez zeigte sich der Franzose allerdings wenig optimistisch.

Lange Geraden und harte Beschleunigungsphasen würden Yamaha eher wieder zurückwerfen. Dennoch wolle er nicht zu weit nach vorne schauen: Der Sprint in Brasilien sei "mit Abstand der beste Tag des Jahres" gewesen, und darauf wolle man aufbauen. Im Grand Prix folgte dann jedoch die Rückkehr zur harten Realität.

Weicher Hinterreifen rächt sich im Rennen

Quartararo erwischte keinen guten Start und fiel früh zurück. Im Nachhinein erklärte er, dass neben der fehlenden Power vor allem der Hinterreifen Probleme bereitet habe.

Zudem sei die Reifenwahl ein Risiko gewesen: Er selbst habe unbedingt den weichen Hinterreifen fahren wollen, obwohl die Bedingungen "wirklich grenzwertig" gewesen seien. Am Ende des Rennens stand ein enttäuschender 16. Platz zu Buche.

Rins hingegen konnte etwas Positives berichten: "Für das, was wir machen können, war es ein gutes Rennen", resümierte er. Zwei Punkte seien zwar nicht viel, aber immerhin habe es gute Überholmanöver und Zweikämpfe gegeben. Besonders seinen Start hob der Spanier hervor, den er als "wirklich großartig" bezeichnete.

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