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Erster BMW-Test nach Horrorcrash: So erging es Kelvin van der Linde

Wie die Rückkehr ins BMW-Cockpit für Kelvin van der Linde elf Tage nach dem Norisring-Unglück verlief, wie viele Runden er fuhr und welcher Härtetest bevorsteht

Erster BMW-Test nach Horrorcrash: So erging es Kelvin van der Linde

Kelvin van der Linde spulte beim Test in Oschersleben viele Runden ab

Foto: ADAC Motorsport

Kelvin van der Linde ist am Mittwoch elf Tage nach dem Horrorunfall auf dem Norisring in seinen BMW M4 GT3 Evo zurückgekehrt: Sein Schubert-Team absolvierte mit beiden BMW-Boliden den einzigen erlaubten privaten Testtag der Saison, um sich auf das Heimspiel beim DTM-Wochenende in Oschersleben (alle Infos zu TV-Zeiten, Stream etc.) vorzubereiten. Doch wie erging es dem 30-Jährigen, der sich beim Crash Prellungen zugezogen hatte?

"Ich freue mich wahnsinnig, wieder im Rennauto zu sitzen", gibt Kelvin van der Linde bei ran.de zu Protokoll. "Das Auto wurde innerhalb von einer Woche neu aufgebaut, also nochmal vielen Dank an das ganze Team. Echt mega, was sie die letzten paar Tage geleistet haben."

"Auch ich bin fit, die Pace ist da und ich freue mich auf das Rennen nächste Woche", stellt er nach der Rückkehr ins Rennauto klar, dass einem Einsatz beim kommenden DTM-Wochenende in einer Woche nichts mehr im Wege steht.

Wie viele Runden Kelvin van der Linde absolvierte

Beim Test in Oschersleben, der bei Temperaturen von knapp unter 30 Grad und Sonnenschein stattfand, konnte van der Linde ein umfangreiches Programm abspulen. Neben ihm waren auch Teamkollege Marco Wittmann und die beiden Dörr-McLaren-Piloten Ben Dörr und Timo Glock vor Ort, die ebenfalls ihren einzigen Joker-Testtag neben den offiziellen Tests nutzten.

"Wir haben um die 70 Runden absolviert", sagt van der Linde. "Ich habe mich gut gefühlt im Auto. Das Auto war auch top vorbereitet - keine Probleme am Auto, direkt bei der Musik." Das ist vor allem physisch ein gutes Zeichen, sagt aber wenig darüber aus, ob man auch beim Rennwochenende konkurrenzfähig sein wird.

Denn Oschersleben war bisher nie eine BMW-Strecke - und Kelvin van der Linde, der in der ersten Saisonhälfte immer wieder Technikpech hatte und in der Gesamtwertung bei Halbzeit nur auf Platz zwölf liegt, muss dringend Boden gutmachen.

"Ich bin sehr gespannt auf nächste Woche - Heimrennen für Schubert. Wir hoffen für unsere Zuschauer, Fans, Teammitglieder und Partner, dass wir vorne dabei sein können", blickt er nach vorne. "Nach dem Test haben wir ein sehr gutes Gefühl mit dem Auto. Alles andere müssen wir jetzt erst mal abwarten, wenn die anderen Autos auch auf der Rennstrecke sind."

Härtetest für Kelvin van der Linde in Misano

Kommendes Wochenende wird van der Linde, der sich bereits in Italien befindet, auch erstmals seit dem Crash wieder ein gesamtes Rennwochenende absolvieren: Er wird mit seinem WRT-Team in der Sprintserie der GT-World-Challenge Europe in Misano an den Start gehen und sich den BMW M4 GT3 Evo mit seinem belgischen Teampartner Charles Weerts teilen.

Kelvin van der Linde hatte schon für das Sonntagsrennen auf dem Norisring das Freizeichen der Ärzte erhalten - und ließ sich aus Sicherheitsgründen im Krankenhaus noch einmal durchchecken.

Laut Teamchef Torsten Schubert seien dann aber "die Schwellungen immer mehr" geworden, weshalb man vom ursprünglichen Plan absah und der Pilot das Rennen ausließ. Vergangene Woche bereitete sich van der Linde im Athlete Performance Center in Thalgau in Österreich unter Aufsicht von Red-Bull-Spezialisten auf sein Comeback vor.

Fehlt der zweite Grasser-Lamborghini in Oschersleben?

Während van der Linde also bereits wieder im Rennauto sitzt, muss sich Maximilian Paul nach dem Crash auf eine längere Rekonvaleszenz einstellen. Der 26-jährige Dresdner hat sich beim Unfall einen Schien- und Wadenbeinbruch und einen Lendenwirbelbruch zugezogen und musste operiert werden. Er durfte das Krankenhaus in Nürnberg Ende der vergangenen Woche verlassen.

Ob der zweite Lamborghini Temerario GT3 des Grasser-Teams mit einem Ersatzfahrer im Cockpit in Oschersleben eingesetzt werden kann, ließ Teamchef Gottfried Grasser zuletzt offen. Das Auto ist reparabel, die Verfügbarkeit der Teile sei aber "ein Thema", meinte er vergangene Woche.

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