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Gounon über Styropor-Flugeinlage: "Dachte, wird ein schlimmer Unfall"

Jules Gounon erlebte beim zweiten DTM-Rennen in Zandvoort eine echte Schrecksekunde, als er neben der Strecke mit einer Werbebande kollidierte

Gounon über Styropor-Flugeinlage: "Dachte, wird ein schlimmer Unfall"

Jules Gounon und Arjun Maini lieferten sich in Zandvoort ein hartes Duell

Foto: ADAC Motorsport

Jules Gounon erlebte beim zweiten DTM-Rennen in Zandvoort einen äußerst chaotischen Nachmittag. Gerade seine Kollision mit einer BWT-Werbebande am Ausgang der Scheivlak-Kurve, bei der sein Winward-Mercedes wild durch die Luft flog und er die "Mamba" gerade noch abfangen konnte, sorgte für bange Momente.

"Nun, sie wollten mich ja dieses Jahr nicht sponsern, also hatte ich keine Wahl", scherzt der Winward-Pilot nach dem Rennen, das er auf Platz zwölf beendete.

"Spaß beiseite, ich war in einer echt schwierigen Kurve Rad an Rad mit Maini. Ich wusste: Wenn ich den Ford nicht überholen kann, dann bin ich tot. Die sind auf der Geraden wirklich schnell, also musste ich etwas versuchen. Ich habe draufgehalten, das war echt ein mutiges Manöver. Vermutlich bin ich mit dem Auto auch ein wenig gehüpft."

Dabei gibt Gounon zu: "Ich dachte, das wird ein schlimmer Unfall, aber irgendwie konnte ich das Auto retten. Naja, dann war mein Rennen sowieso vorbei."

Nach diesem kleinen Schockmoment meldete Gounon per Funk, dass er sich einen Plattfuß zugezogen habe. Trotzdem fuhr der Mercedes-Werksfahrer weiter und legte keinen Not-Stopp ein.

Das Verhalten von Gounon wurde auch von den Sportkommissaren untersucht. Schließlich zog sich der beinharte Zweikampf zwischen ihm und Maini durch den gesamten ersten Sektor. Gerade ein kleiner Kontakt in der Steilkurve wurde unter die Lupe genommen, doch man kam zu dem Schluss, dass keine eindeutige Schuld nachgewiesen werden konnte. Dementsprechend: No further action.

Der Grund, warum Gounon sich überhaupt mit dem Ford-Piloten duellieren musste, liegt am vermasselten Boxenstopp. Der dauerte 13,8 Sekunden lang, weshalb der in Andorra lebende Franzose ins hintere Mittelfeld zurückgespült wurde. Davor hatte sich Gounon bereits auf Position acht vorgearbeitet.

Durch diesen Zwischenfall kam es nach dem ersten Boxenstopp-Fenster zu einer kurzen Safety-Car-Phase. So hatten Gounon und sein Teamkollege Maro Engel die Chance, wieder zum Feld aufzuschließen. Bizarrerweise hatte auch Engel durch einen Fehler der Winward-Crew wertvolle Sekunden an der Box verloren - bei ihm dauerte der Stopp sogar 14,5 Sekunden lang.

Dennoch konnte sich der Sieger der 24 Stunden vom Nürburgring die Führung in der DTM-Meisterschaft mit einem vierten Platz zurückholen. Maini beendete das Rennen derweil auf dem 16. Platz und erhält damit keine Punkte.

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