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"Jesus Christus!": Irres Duell zwischen Maro Engel und Thomas Preining

Die DTM-Erzrivalen Maro Engel und Thomas Preining liefern sich am Lausitzring ein knallhartes Duell: Der AMG-Pilot "wäre ihm fast ins Heck gekracht" und ärgert sich

"Jesus Christus!": Irres Duell zwischen Maro Engel und Thomas Preining

Maro Engel und Thomas Preining haben sich ein hartes Duell geliefert

Foto: ADAC Motorsport

Der schwelende Konflikt zwischen AMG-Werksfahrer Maro Engel und Manthey-Pilot Thomas Preining geht in die nächste Runde: Im ersten DTM-Rennen auf dem Lausitzring lieferten sich die beiden Dauerrivalen der DTM, die abseits der Piste schon seit Jahren kein Wort mehr miteinander wechseln, ein knallhartes Duell.

Der Zweikampf um den 14. Rang entwickelte sich am Samstag zu einer hitzigen Angelegenheit: Engel und Preining gerieten mehrfach aneinander, wobei der Winward-Mercedes und der "Grello"-Porsche sogar wiederholt Feindkontakt hatten. Der AMG-Pilot zeigte sich von der aggressiven Gangart seines Rivalen alles andere als begeistert.

"Wie oft wechselt er die Linie, Jesus Christus?", schimpfte Engel noch während des Rennens am Funk. "Ich wäre ihm fast ins Heck gekracht, komm' schon!" Die Stewards bewerteten die harte Gangart zwischen den beiden langjährigen Streithähnen offenbar anders.

Zunächst ordneten sie wegen eines unsauberen Überholmanövers einen Platztausch an, sodass Engel seinen Kontrahenten wieder vorbeilassen musste. Dann kassierte er für eine weitere Aktion zudem eine Verwarnung (alle DTM-Verwarnungen 2026 im Überblick), weil er Preining nach Ansicht der Kommissare von der Strecke gedrängt hatte.

"Ich war ein bisschen überrascht, dass ich die Position zurückgeben musste", erklärt Engel nach dem Rennen im Gespräch mit Motorsport-Total.com. "Aus meiner Sicht, aus der Konfliktperspektive, war ich mit der Front schon weit neben der Tür. Der Kontakt war irgendwo in der Mitte des Autos."

Der Winward-Mercedes-Pilot ist überzeugt, dass ihm Preining in dieser Situation schlichtweg zu wenig Raum gelassen habe. "Dadurch kommt es dann zum Kontakt", betonte der Deutsche, der den Vorfall aus seinem Cockpit "anders gesehen" habe.

Preining: Engel "hat zweimal den Bremspunkt verpasst"

Und wie reagierte Preining auf das Duell? "Mit Maro ist es nie einfach im Zweikampf, denn er fährt immer gerne auf Kontakt", konstatiert der Manthey-Porsche-Pilot trocken. "Das ist auch ok so, denn in der DTM soll man ja auch auf Kontakt fahren dürfen. Das gehört dazu und das finde ich auch richtig."

"Ich selber bin ja auch niemand, der sich davor fürchtet", ergänzt der Österreicher, der die Schuldfrage in diesem spezifischen Fall allerdings glasklar bei seinem Kontrahenten verortet: "Maro hat zweimal seinen Bremspunkt verpasst und ist in mich reingefahren."

"Das kann immer passieren und wurde dann geahndet", zeigt sich Preining zufrieden und stellt sich vollumfänglich hinter die Entscheidung der Sportkommissare. "Er hat dafür dann eine Verwarnung bekommen und musste eine Position hergeben."

Maro Engel: "Er ist ein Gegner wie jeder andere"

Engel wollte diese Vorwürfe jedoch nicht unkommentiert auf sich sitzen lassen. "Nachdem ich ihn wieder durchgelassen habe, waren das vier Spurwechsel", ärgert sich der AMG-Routinier über das harte Verteidigungsmanöver seines Widersachers. "Ich wäre ihm fast hinten reingedonnert und muss dann ausweichen und innen rein."

Maro Engel

Maro Engel kann die Entscheidung der Stewards nicht verstehen

Foto: Gruppe C Photography

Erst bei diesem Manöver sei es schließlich zur Kollision gekommen. "Das waren aus meiner Sicht drei Spurwechsel mehr, als wir erlaubt sind zu machen", sieht Engel die Schuldfrage keineswegs einseitig geklärt. "Das war in dem Moment für mich sehr gefährlich. Deswegen war ich da auch etwas emotional am Funk."

Dass Engel und Preining nicht die allerbesten Freunde sind, habe keine Rolle gespielt. "Nein", betont der AMG-Pilot auf Nachfrage. "Er ist ein Gegner wie jeder andere." Dass der Mercedes-Pilot, der in der Anfangsphase noch aussichtsreich in den Top 3 gelegen hatte, überhaupt im hinteren Mittelfeld landete, hatte jedoch eine andere Ursache.

Nach einer Full-Course-Yellow-Phase war der erfahrene GT3-Pilot unfreiwillig durch das Kiesbett gerodelt. "Ich hatte in dem Moment nicht die Verzögerung, die ich erwartet habe", räumt Engel seinen Fahrfehler offen ein. "Das war natürlich ärgerlich und hat unser Rennen wirklich stark beeinträchtigt."

"Das nehme ich auf meine Kappe. Ich werde daraus lernen, abhaken und nach vorne schauen." Eine parallel laufende Untersuchung der Sportkommissare, ob Engel unter Full-Course-Yellow möglicherweise unerlaubt überholt haben könnte, wurde nach dem Rennen ohne Konsequenzen eingestellt.

Ganz straffrei kam der Winward-Mercedes-Pilot am Ende dennoch nicht davon: Wegen einer kurzzeitigen Tempoüberschreitung (85 statt der erlaubten 80 km/h) bekam er nachträglich eine 15-Sekunden-Zeitstrafe aufgebrummt. Am Endergebnis änderte das nichts mehr: Engel beendete das Rennen auf dem 15. Platz, sammelt lediglich ein mickriges Pünktchen und verliert infolgedessen die Führung in der DTM-Gesamtwertung.

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