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Liveticker

Formel-1-Liveticker: Trockener Trainingstag für wichtige Daten

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Formel-1-Liveticker: Trockener Trainingstag für wichtige Daten

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Feierabend

Wir gehen auch gleich ins Debrief des heutigen Tages im Livestream auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de, laden die Batterien für morgen und gehen dann gemeinsam rein in den Quali-Samstag von Silverstone, einverstanden?

Ich bedanke mich herzlich für eure Aufmerksamkeit und wünsche euch noch einen schönen Abend. Wir lesen uns morgen.

Herzlichst
euer Kevin Scheuren

Einladung zum Livestream

Um 21:30 Uhr gehts rein in die Livestream-Analyse mit Christian Nimmervoll, Kevin Hermann und mir auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de.

Wir analysieren, wie die sensationellen Zeiten von Alexander Albon (Willams) in Silverstone wirklich einzuordnen sind und ob Max Verstappen (Red Bull) seiner Favoritenrolle erneut gerecht werden kann.

Das tut, wie immer am Freitag, unser Datenspezialist Kevin Hermann, der dafür Software-Tools unseres Technologiepartners PACETEQ nutzt und die Longruns damit analysieren kann, wie das sonst nur die Profis aus den Formel-1-Teams tun. Ein Alleinstellungsmerkmal unseres YouTube-Kanals.

Außerdem bringen wir euch heiße News, wie es mit Nico Hülkenberg und Haas in der Formel 1 2024 weitergehen wird, und liefern den neuesten Stand über den Gesundheitszustand des dreimaligen Weltmeisters Jackie Stewart, der kürzlich einen Schlaganfall erlitten hat.

Kommt gerne dazu:

Keine Updates bei Hülkenberg

Haas hat ja ein bisschen was dabei an Updates, aber die hat heute nur Kevin Magnussen am Auto gehabt. Der Grund?

"Tatsächlich hatte ich sie selbst gar nicht am Auto, weil wir zwischen den Autos vergleichen wollten. Kevin hatte sie und bei mir werden sie am Abend eingebaut", sagte Hülkenberg in seiner Medienrunde nach FT2.

Übersteuern in den schnellen Kurven, Untersteuern in den langsamen Kurven, der Haas war heute wieder etwas wild unterwegs. Das lag vielleicht daran, dass man in FT1 auch am Set-up versucht hat, ein bisschen was mutigeres zu finden: "Nach FT1 haben wir einen kleinen Reset gemacht und sind zu einem konventionelleren Auto zurückgegangen, das wir kennen. Dadurch schienen die Dinge für FT2 in einem etwas normaleren Fenster zu sein."

Die Pace vom Williams sieht er als realistisch an, geht nicht davon aus, dass sie mit extra wenig Benzin gefahren sind, um beim 800. Grand Prix gut im Klassement zu stehen. Zu seiner eigenen Pace konnte er gar nicht so viel sagen:

"Es ist relativ. In FT2 fährt man meistens alleine, ich hatte keine Autos [vor mir] und keine 'dirty Air'. Das ist aber unser großes Problem. Es ist also nicht das echte Bild wie am Sonntag. Ich sehe das daher mit Vorsicht. Aber wenigstens hatte ich persönlich ein besseres Gefühl als an einigen anderen Freitagen in der Vergangenheit."

Morgen soll es eventuell regnen. Perfekte Bedingungen also für eine weitere Quali-Sensation von Hülkenberg?

Nico Hülkenberg Haas Haas F1 ~Nico Hülkenberg (Haas) ~

Foto: Motorsport Images

Die Bilder des Tages

Das waren zwei schon nicht uninteressante Trainingssessions zum Großen Preis von Großbritannien.

Einige Updates, viel Wind, wenig Grip, starke Williams und einige Sonderhelme und Sonderlackierungen.

Wir haben die Bilder des Tages mal für euch in einer Fotostrecke zusammengefasst.

Fotostrecke: Formel 1 2023 in Silverstone: Das Wichtigste zum Freitag Motorsport Images

Foto: Motorsport Images

Die wichtigsten Fakten zum Formel-1- Freitag in Silverstone: Wer schnell war, wer nicht und wer überrascht hat - alle Infos dazu in dieser Fotostrecke!

Ultimatum für de Vries?

Dr. Helmut Marko hat es wieder getan, er hat wieder Fragen zu Nyck de Vries beantwortet, aber diesmal könnten sie tatsächlich Unruhe stiften.

Bei "Viaplay", dem niederländischen Broadcaster der Formel 1, sagte Marko auf die Frage, ob man sich Sorgen machen müsse, dass de Vries nach der Sommerpause beim Heimspiel in Zandvoort nicht mehr dabei ist, dass er ihnen das beantworten kann, "wenn wir in Zandvoort sind."

Auf Nachfrage, ob es denn genug Vertrauen in de Vries und eine potentielle Leistungssteigerung gibt, wurde er dann etwas deutlicher:

"Wir überlegen. Es ist kein Geheimnis, dass er nicht das geliefert hat, was erwartet wurde. Und es ist ein harter Sport. Wir müssen an die Zukunft denken. Wir bewerten seine Leistung, und wenn nötig, wird man Entscheidungen treffen."

Nyck de Vries AlphaTauri AlphaTauri F1 ~Nyck de Vries (AlphaTauri) ~

Foto: Motorsport Images

Russell stimmt ein

Irgendwie konnte auch George Russell dem Trainingstag in Silverstone nichts abgewinnen:

"Definitiv nicht unser bester Freitag. Ich denke, morgen werden die Bedingungen anders sein. Wir müssen herausfinden, was da los war, denn die Pace in FT1 sah auf dem Medium vernünftig aus. Wir dachten, dass es passen würde, wenn wir den Soft nehmen. Aber in FT2 waren wir im Nirgendwo. Das müssen wir verstehen."

Warum war das in FT2 so schwer?

"Wir haben von FT1 zu FT2 auf jeden Fall einige Änderungen vorgenommen. Aber vielleicht war das nicht genug, um die Bedingungen auszugleichen. Es war definitiv ein schwieriger Nachmittag."

Was konnte man denn über das Update jetzt genau lernen?

"Es ist momentan so windig, jeder spricht darüber. Die Bedingungen sind eine echte Herausforderung. Daher kann man nicht viel über das Upgrade als solches sagen. Aber im Qualifying werden wir sicher wissen, wo wir stehen."

George Russell  ~George Russell (Mercedes) ~

Foto: Motorsport Images

Verstappen zufrieden

Weltmeister Max Verstappen ist der Topfavorit auf den Sieg beim Großen Preis von Großbritannien, er war nach dem Trainingstag guter Stimmung:

"Ja, es war ein ziemlich guter Tag für uns, wir sind nur ein wenig der Strecke hinterhergefahren. Ich glaube, am Anfang war es ziemlich rutschig, aber ich denke, das liegt auch an den hohen Reifendrücken, die wir verwenden. Das ist natürlich für alle gleich. Aber das macht die Sache mit der Geschwindigkeit ein bisschen schwieriger. Aber ich denke, dass das Auto insgesamt sehr gut funktioniert. Wir sind sehr zufrieden mit der Leistung, die in beiden Sessions sehr stark war, und wir konnten unser Programm abschließen. Auch die Longruns sehen gut aus. Also durchaus positiv."

Gibts noch irgendwas zu verbessern?

"Mal sehen, wie es morgen aussieht, natürlich auch wegen des Wetters. Außerdem wollen wir das Auto noch ein wenig verbessern, aber insgesamt war es ein starker Tag."

Das muss sie sein, diese Luxusposition, wenn man ganz vorne steht und keiner wirklich gefährlich wird.

Max Verstappen Red Bull Red Bull F1 ~Max Verstappen (Red Bull) ~

Foto: Motorsport Images

Einiges getestet

Fernando Alonso ist relativ entspannt nach dem Trainingstag von Silverstone. Aston Martin landete mit ihm und Lance Stroll auf den Rängen zehn und sechs, man hat aber auch ein bisschen was probiert:

"Wir haben ein paar Dinge in FT1 und FT2 getestet, also ist da noch eine ganze Menge drin. Das Wetter könnte auch eine Rolle spielen, morgen könnte es regnen, die Dinge können sich also noch ändern. Wir sind bereit."

Stroll, der ja einen Stein abbekam, aber für den Rest des Wochenendes keine Probleme haben wird, sagte: "Die Pace des Autos fühlt sich gut an. Ein paar Dinge gibt es, an denen wir arbeiten müssen und die Williams sind eine Überraschung, aber wir werden morgen mal sehen müssen, wie es aussieht, auch mit dem Wetter."

Fernando Alonso Aston Martin Aston Martin F1 ~Fernando Alonso (Aston Martin) ~

Foto: Motorsport Images

Unschlüssig

Bei AlphaTauri beginnt das große Kopfkratzen.

Die Updates sollten dem Team aus Faenza helfen, weiter nach vorne zu rücken, aber irgendwie schlägt sich das nicht aufs Ergebnis nieder. Nyck de Vries wurde im zweiten freien Training 19. hinter seinem Teamkollegen Yuki Tsunoda.

In einer kurzen Statement sagte de Vries, dass es schwierig ist, die Updates einzuschätzen: "In FT1 sah es eigentlich ganz in Ordnung aus, FT2 war schon etwas schwieriger. Wir sind nicht die einzigen, die Upgrades mitgebracht haben, wir werden morgen herausfinden, wo wir stehen, wenn alle ihre Sachen fürs Qualifying zusammenbekommen."

Tsunoda war nicht wirklich begeistert nach den Trainings: "Wir hadern mit uns, ja", sagte der Japaner nach dem zweiten freien Training, "wenn ich es morgen ins Q2 schaffe und um Platz 11 herum fahre, werde ich glücklich sein. Natürlich wäre Q3 noch besser, aber wir müssen es erstmal in Q2 schaffen. Das ist mein Ziel für den Moment."

Yuki Tsunoda Lewis Hamilton Nyck de Vries AlphaTauri AlphaTauri F1Mercedes Mercedes F1 ~Yuki Tsunoda (AlphaTauri), Lewis Hamilton (Mercedes) und Nyck de Vries (AlphaTauri) ~

Foto: Motorsport Images

Zwei Hundertstel

Carlos Sainz ist richtig nah dran an Max Verstappen, zumindest auf eine schnelle Runde.

Rund zwei Hundertstel liegen zwischen den Spanier und dem Weltmeister, dahinter hat Alexander Albon im Williams einen Rückstand von rund zwei Zehnteln.

Sergio Perez wurde im zweiten freien Training Vierter, Logan Sargeant sensationeller Fünfter, Stoll auf sechs, Hülkenberg auf sieben.

Den gesamten Trainingsbericht haben wir euch hier zur Verfügung gestellt!

Carlos Sainz Ferrari Ferrari F1 ~Carlos Sainz (Ferrari) ~

Foto: Motorsport Images

Neues Getriebe und Stein am Finger

Lance Stroll hat offensichtlich gerade bei voller Fahrt einen Stein an den Finger bekommen, fühlt sich nicht schön an, aber er fährt weiter, aktuell liegt er auf Platz sechs.

Das tut er übrigens mit einem neuen Getriebe, das wurde mal durchgetauscht bei Aston Martin, er hat nutzt jetzt das dritte für diese Saison.

Aktuell scheinen die meisten Fahrer 15 Minuten vor dem Ende auf der Strecke Longruns auf dem weichen Reifen zu versuchen, es gibt keine wirklichen Positionsveränderungen mehr ganz vorne, Leclerc steht noch immer in der Box und wird da wohl auch nicht mehr rausfahren im zweiten freien Training. Ganz bitter.

Lance Stroll Aston Martin Aston Martin F1 ~Lance Stroll (Aston Martin) ~

Foto: Motorsport Images

Die Zeiten purzeln

Jetzt beginnen die Teams so langsam mal die weichen Reifen auszupacken und ein paar Qualirunden hinzulegen.

Max Verstappen ist im ersten Schwung klar der Schnellste gewesen mit einer 1:28.078 vor Sergio Perez und einem erneut superschnellen Alexander Albon im Williams auf Rang drei. Der Topspeed-Vorteil könnte sich hier für ihn echt bezahlt machen. Sein Teamkollege Logan Sargeant liegt übrigens auf Rang fünf, nur Sergio Perez noch vor ihm.

Nico Hülkenberg liegt mittlerweile auf Rang acht, Fernando Alonso hat sich gerade ein paar Trümmerteile an den linken Vorderreifen gefahren, bei Lance Stroll ist der linke Seitenspiegel kaputtgegangen und Charles Leclerc kann weiterhin nicht fahren.

Noch knapp 30 Minuten zu gehen.

Alexander Albon Williams Williams F1 ~Alexander Albon (Williams) ~

Foto: Motorsport Images

Starker Piastri

Rund 45 Minuten vor dem Ende des zweiten freien Training ist Oscar Piastri eine schöne Überraschung.

Er liegt aktuell auf Rang vier, hinter dem Führenden Sainz, Verstappen und Perez. Hamilton folgt im Mercedes auf Rang fünf.

Nico Hülkenberg im Haas ist auf Rang 18. Charles Leclerc kann derweil mit Schwierigkeiten an der Elektronik noch nicht fahren, bei Ferrari hofft man darauf, das Problem schnell zu lösen.

Oscar Piastri McLaren McLaren F1 ~Oscar Piastri (McLaren) ~

Foto: Motorsport Images

Ein erstes Hosen runterlassen?

Das zweite freie Training beginnt und mein Kollege Stefan Ehlen hat die Action für euch jede Sekunde im Blick!

Schaut in den Session-Liveticker vorbei.

Die große Frage wird sein, ob Mercedes die Hosen mal runterlassen wird und wir sehen, was der neue Frontflügel mit weichen Reifen so bringt und ob ein anderes Team vielleicht auch ein bisschen fliegen lässt.

Lewis Hamilton Mercedes Mercedes F1 ~Lewis Hamilton (Mercedes) ~

Foto: Motorsport Images

Entscheidung in einer Woche?

Wie geht es mit dem Projekt von General Motors und Andretti Global in Bezug auf den Einstieg in die Formel 1 mit der Marke Cadillac weiter? Das fragen sich viele Fans, aber auch die beteiligten Parteien selbst.

Dr. Eric Warren ist bei GM Verantwortlich für die Wettbewerbsprojekte des Autoherstellers und hat in Aussicht gestellt, dass es zum 15. Juli, also spätestens morgen in einer Woche, eine erste Entscheidung geben könnte, das sagte er "NBC Sports" in einem Interview.

"Wir haben einige Gespräche mit der Formel-1-Gruppe geführt", sagte Warren. "Aber zum jetzigen Zeitpunkt ist es ein formaler Prozess, also müssen wir ihm Zeit geben, seinen Lauf zu nehmen."

Worum gehts genau? Im Januar hat Andretti bekanntgegeben, dass man gemeinsam mit Cadillac, also GM, ein Formel-1-Projekt starten will. Andretti Cadillac soll der Teamname sein und 2025 möchte man in die Formel 1 einsteigen, so Warren, "für diejenigen, die die Bewerbung gelesen haben, war es wahrscheinlich überraschend, wie stark GM wirklich involviert ist und wo wir die Fahrzeugdynamik aufteilen und wie wir es heute machen, im Gegensatz dazu, wie wir es machen werden, wenn das Team sich weiterentwickelt."

Wie ist die Aufteilung denn genau? Wie geht es mit dem Projekt von General Motors und Andretti Global in Bezug auf den Einstieg in die Formel 1 mit der Marke Cadillac weiter? Das fragen sich viele Fans, aber auch die beteiligten Parteien selbst.

Dr. Eric Warren ist bei GM Verantwortlich für die Wettbewerbsprojekte des Autoherstellers und hat in Aussicht gestellt, dass es zum 15. Juli, also spätestens morgen in einer Woche, eine erste Entscheidung geben könnte, das sagte er "NBC Sports" in einem Interview.

"Wir haben einige Gespräche mit der Formel-1-Gruppe geführt", sagte Warren. "Aber zum jetzigen Zeitpunkt ist es ein formaler Prozess, also müssen wir ihm Zeit geben, seinen Lauf zu nehmen."

Worum gehts genau? Im Januar hat Andretti bekanntgegeben, dass man gemeinsam mit Cadillac, also GM, ein Formel-1-Projekt starten will. Andretti Cadillac soll der Teamname sein und 2025 möchte man in die Formel 1 einsteigen, so Warren, "für diejenigen, die die Bewerbung gelesen haben, war es wahrscheinlich überraschend, wie stark GM wirklich involviert ist und wo wir die Fahrzeugdynamik aufteilen und wie wir es heute machen, im Gegensatz dazu, wie wir es machen werden, wenn das Team sich weiterentwickelt."

Wie ist die Aufteilung denn genau? Das Charlotte Technical Center würde technische Unterstützung und Simulatoren für die Formel 1 bereitstellen, die Arbeit mit NASCAR- und IndyCar-Teams sind sie dort schon gewohnt. GM würde Andretti auch in den Bereichen Aerodynamik, Fahrwerk und Verbrennung unterstützen.

Toto Wolff, Teamchef von Mercedes, wünscht sich ja neue Teilnehmer mit einem echten Mehrwert in der Formel 1, diesen will GM bieten, so Warren weiter: "Unser gesamtes Unternehmen ist, seit ich das erste Mal an der Vorstandssitzung teilgenommen habe, als das Thema aufkam, wirklich in der gesamten Führungsriege engagiert. Ich bin sicher, dass jeder Hersteller in der Formel 1 das angesichts der Größe der Aufgabe haben muss. Aber es ist wirklich beeindruckend, wie sehr General Motors den Rennsport lebt. Das ist ein Teil des Erfolgs und der DNA. Das wird für die Formel 1 von großem Wert sein."

Wir dürfen gespannt sein, was die FIA entscheidet, ob man die Bewerbung von General Motors und Andretti Global in den nächsten Schritten zulässt. Wenn es stimmt, was Warren sagt, dann dürfte es in der nächsten Woche soweit sein, dass wir was erfahren.

Michael Andretti  ~Michael Andretti ~

Foto: Motorsport Images

Stewart mit Schlaganfall

Schreckliche Neuigkeiten haben uns von Sir Jackie Stewart, Formel-1-Weltmeister von 1969, 1971 und 1973, erreicht.

Vor rund fünf Wochen war Stewart zu Gast auf der Hochzeit von Kronprinz Hussein von Jordanien eingeladen, musste aber in der Nacht vorher ins Krankenhaus eingeliefert werden, weil er einfach umgekippt ist "und dann kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich war eine ganze Weile bewusstlos", sagte der dreifache Weltmeister der "Daily Mail".

Sein Sohn Paul war mit seiner Ehefrau ebenfalls eingeladen, hatte das Zimmer aber auf einer anderen Etage. Als Stewart wieder zu sich kam, hat er dieses Zimmer aufgesucht, woraufhin der Krankenwagen gerufen wurde. "Seine Majestät hat die besten Ärzte für mich besorgt", bedankte sich Stewart beim König von Jordanien.

Die Ärzte haben ihm dann einen leichten Schlaganfall attestiert, der womöglich aufgrund der vielen Reisen ausgelöst wurde, die der 84-Jährige noch immer unternimmt, ist er doch bei fast allen Rennen der Formel 1 vor Ort, um zum Beispiel Touren durchs Fahrerlager zu leiten oder als Botschafter für verschiedene Marken zu fungieren.

Stewart hatte nach der Rückkehr nach Europa, die ihm der Kronprinz von Bahrain ermöglichte, Schwierigkeiten zu laufen, wie er der "Daily Mail" mitteilte, aber das ist er sofort angegangen:

"Ich mache jetzt viel Physiotherapie und kann fast perfekt laufen. Alles läuft gut - ich werde dieses Wochenende für zwei Tage nach Silverstone fahren."

Frontotemporale Demenz ist die Krankheit, an der seine Frau Lady Helen Stewart im Jahr 2016 erkrankt ist, weshalb Jackie Stewart im Jahr 2018 die Initiative "Race against Dementia" ins Leben gerufen hat, die Menschen mit Demenz ein normales Leben ermöglichen will, da es noch immer kein medizinisches Mittel gegen Demenz gibt.

Jackie Stewart  ~Jackie Stewart ~

Foto: circuitpics.de

Kostendeckel erschwert Konzeptwechsel

In der Teamchef-Pressekonferenz wurden Wolff und Vasseur auch danach gefragt, wie gut die Umsetzbarkeit eines Konzeptwechsels ist in Anbetracht des Kostendeckels, an den sich die Teams halten müssen.

Wolff hatte das Wort "Budget Cap" direkt noch in der Frage des Journalisten reingeworfen, Vasseur stimmte ihm zu: "Toto hat recht, der Kostendeckel ist der treibende Faktor in dieser Hinsicht. Du kannst nicht, wie in vorherigen Jahren der Fall, mal eben so ein neues Projekt aufstellen. Du musst dein Projekt an die Begebenheiten anpassen, die du vorliegen hast. Unter diesen Bedingungen haben wir einen vernünftigen Schritt nach vorne gemacht."

"Man muss auch bedenken, dass die Regeln viel enger sind als vorher. Es ist ziemlich schwierig, große Schritte während einer laufenden Saison zu machen. Wie alle anderen arbeiten wir auch schon am Auto für nächstes Jahr und wollen versuchen, die Richtung zu verändern", setzte Vasseur fort.

Ferrari Ferrari F1 ~~

Foto: circuitpics.de

US-Sportfranchises als Vorbild

In der Teamchef-Pressekonferenz haben sich Frederic Vasseur und Toto Wolff auch erneut zum Thema des potentiellen elften Teams geäußert, da das Filmteam ja im Grunde ein elftes, wenn auch fiktives, Team an diesem Wochenende ist.

Wolff hat sich deutlich dafür ausgesprochen, dass man das Franchisesystem der NFL als Vorbild nimmt, denn wenn einfach ein elftes oder zwölftes Team dazukommt, wäre es einfach nicht fair: "Nur wenn die gesamte Liga zustimmt, weil der Eigentümer der Richtige ist oder der Mehrwert da ist, wird das neue Franchise in den Ligabetrieb zugelassen."

Damit bleibt er bei seiner klaren Meinung, dass ein weiteres Team in der Formel 1 einen deutlichen Mehrwert leisten muss und es in keiner anderen Profisportliga so ist, dass einfach neue Teams dazukommen können. Diese müssen durch die verschiedenen unteren Ligen gehen und sich ihren Platz verdienen. Da das in der Formel 1 so nicht möglich ist, nimmt man eben dieses US-Sport-Beispiel.

Vasseur selbst empfiehlt ebenfalls, sich in ein bestehendes Team einzukaufen und einen der aktuellen Franchises zu übernehmen.

Mit Heizdecken oder ohne?

Ist die Formel 1 bereit für Reifennutzung ohne Heizdecken?

Darüber wird es nach dem Pirelli-Reifentest in der nächsten Woche etwas mehr zu sagen geben, denn danach wird der Reifenlieferant der Formel 1 einen Bericht an die F1-Kommission richten, wie die anvisierten Reifenmischungen für die Saison 2024 ohne Heizdecken sich verhalten haben. Die Kommission wird dann entscheiden, ob es mit dem Plan vorangeht, dass die Formel 1 ab nächster Saison ohne Heizdecken klarkommen muss oder nicht.

Das Problem ist, dass man die Reifen nicht unter kühleren Bedingungen testen kann, bevor die Entscheidung fällt. Das sehen auch die Ferrari- und Mercedes-Teamchefs Frederic Vasseur und Toto Wolff als kritischen Punkt an.

Es gab einen Test in Bahrain bei kühleren Temperaturen, allerdings war die Reifenmischung nicht mit der vergleichbar, die 2024 genutzt werden soll, sagte auch Pirelli-Sportchef Mario Isola, der mit Vasseur und Wolff gerade in der Teamchef-Pressekonferenz sitzt.

Einzig de Vries im Kies

Nyck de Vries sorgte für den einzigen kleinen Aufreger im ersten freien Training, als er seinen schwer aktualisierten AlphaTauri in Luffield zu weit nach außen hat treiben lassen und das Kies besuchte.

Er konnte aber weiterfahren und wurde am Ende immerhin Elfter.

Nyck de Vries AlphaTauri AlphaTauri F1 ~Nyck de Vries (AlphaTauri) ~

Foto: Motorsport Images

Keine Nebenrolle

Günther Steiner und die Kameras, das passt insbesondere bei Netflix sehr gut, aber bislang wurde ihm nix für den kommenden Formel-1-Film angeboten:

"Ich werde in dem Film nicht auftreten. Ich weiß es nicht. Ich meine, ich weiß nicht, was ich tun werde oder was nicht. Und im Moment gibt es keine Pläne für mich, irgendetwas zu machen. Ich denke, es ist eine gute Sache für die Formel 1, was hier passiert, wie wir bei Netflix gesehen haben, eine Menge demographischer Gruppen sind über Netflix zur Formel 1 gekommen. Ich denke also, dass ein Hollywood-Film etwas Ähnliches bewirken wird, also gibt es nichts Negatives daran."

Wird das Haas-Team eigentlich auf irgendeine Weise eingebunden und haben sie mit der Produktionsfirma Kontakt?

"In Austin haben wir uns getroffen, die ganze Firma war da. Wir haben uns mit ihnen getroffen. Und dieses Jahr haben wir uns zweimal mit ihnen getroffen, aber nichts Besonderes. Ich denke, dass sie Lewis als Produzent, Regisseur oder wie auch immer man es nennen will, haben. Sie brauchen also keine Ratschläge von uns, natürlich halten sie uns auf dem Laufenden, was sie tun, um zusammenzuarbeiten, damit wir nicht im Weg stehen, wenn sie etwas drehen, aber es ist nicht so, dass wir aktiv an einer gescripteten Szene teilnehmen, alles, was sie mit uns machen, ist ungescriptet. Ich weiß nicht, was die anderen Teams machen, wenn jemand etwas macht, ich habe keine Ahnung. Und ich frage auch nicht nach."

Ich bin sehr gespannt, ob wir ihn da nicht doch im Film sehen. Es würde jedenfalls passen.

Haas Haas F1 ~~

Foto: circuitpics.de

Neue Motoren- und Getriebeteile

Die FIA hat gerade die Liste der Fahrer rausgegeben, die an diesem Wochenende neue Motoren- und Getriebeteile bekommen.

Verbrennereinheit: Verstappen, Perez, Russell, de Vries (jeweils die 3.), Hülkenberg (4.)

Turbolader: Verstappen, Perez, Russell, de Vries (jeweils die 3.), Hülkenberg (4.)

MGU-H: Verstappen, Perez, Russell, de Vries (jeweils die 3.), Hülkenberg (4.)

MGU-K: Verstappen, Perez, Russell, de Vries (jeweils die 3.)

Auspuffeinheit: Verstappen, Perez, Russell, de Vries (jeweils die 4.), Hülkenberg (5.)

Getriebe (innen und außen): Perez (3.), Hülkenberg (4.)

Bislang sind alle getauschten Elemente straffrei.

FT1 im Session-Liveticker

Mein Kollege Stefan Ehlen versorgt euch im Session-Liveticker mit allen wichtigen Momenten des ersten freien Trainings.

Wer kann mit den neuen Pirelli-Reifen am besten umgehen, wie machen sich die Updates bemerkbar, sehen wir jemanden anders vorne als Max Verstappen?

Das alles gibts hier!

 ~Mercedes W14~

Foto: Motorsport Network

Nur eine Verwarnung

Die Stewards haben ihre Entscheidung bzgl. Lewis Hamiltons Verspätung bekanntgegeben.

Mercedes bekommt eine Verwarnung, keine Geldstrafe.

Für Lewis Hamilton wurde ein sehr eng getakteter Terminplan zusammengestellt, der bei seinem Heimrennen besonders intensiv ist. Gleichzeitig ist seine Bewegungsfreiheit im Fahrerlager auch sehr eingeschränkt. Die Stewards verstehen dies zwar, es ist aber auch unerlässlich, dass er die Pressetermine wahrnimmt, da die Medienvertreter nur sehr wenig Zugang zu ihm haben.

Da das Team diesen Plan erstellt, erhält das Team auch die Verwarnung.

Ausgang Kurve 18 beachten

Gerade sind auch die neuen Event Notes der Rennleitung reingeflattert. Thema Tracklimits, die natürlich überall gelten, aber es gibt noch ein kleines Extra:

"Darüber hinaus wird während des Qualifyings und des Rennens jedes Mal, wenn ein Fahrer den Ausgang von Kurve 18 (Club) nicht richtig erwischt, diese Rundenzeit und die unmittelbar folgende Rundenzeit von den Stewards für ungültig erklärt."

Wir werden ein Auge drauf haben müssen, wie die Fahrer die letzte Kurve vor Start-und-Ziel am Ausgang erwischen. Aiaiai.

Kiesbett in Spielberg

Die Stewards hatten ja bekanntermaßen vergangene Woche in Spielberg beim Großen Preis von Österreich eine Menge zu tun wegen der Tracklimits in den Kurven neun und zehn.

Medienberichten zufolge soll es 2024 endlich das langersehnte Kiesbett in den beiden Kurven geben. Christian Nimmervoll hat das nochmal aufgearbeitet.

Sergio Perez Red Bull Red Bull F1 ~Sergio Perez (Red Bull) ~

Foto: Motorsport Images

Ärger für Lewis?

Einige von euch werden es mitbekommen haben, dass Lewis Hamilton gestern zu spät zur offiziellen FIA-Pressekonferenz gekommen ist.

Das hat denen gar nicht geschmeckt und deshalb muss ein Teamvertreter um 12:15 Uhr deutscher Zeit mal bei den Stewards antanzen und das erklären.

Der Hintergrund: es gibt festgelegte Protokolle bei offiziellen FIA-Terminen, an die muss sich jeder Fahrer halten. Wenn es aber einen triftigen Grund gibt, warum Hamilton gestern zu spät kam, wird man sicher eine Lösung finden. Als Strafe droht vermutlich sowieso nur eine Geldstrafe.

Ich halte euch auf dem Laufenden.

Lewis Hamilton Mercedes Mercedes F1 ~Lewis Hamilton (Mercedes) ~

Foto: Motorsport Images

Die Updates sind da!

Freitag ist Update-Tag bei der Formel 1 und die FIA hat uns soeben die Liste geschickt mit all dem, was neu an den Autos ist.

Red Bull: Veränderungen an der Bremsbelüftung vorne
Ferrari: -
Mercedes: Frontflügel & Frontflügelendplatte
Alpine: Frontflügel
McLaren: Frontflügel, Nase, Veränderungen an der Bremsbelüftung hinten, Hinterradaufhängung
Alfa Romeo: Unterboden, Unterbodenaußenkanten, Diffusor, Veränderungen an der Bremsbelüftung hinten, Hinterradaufhängung
Aston Martin: Frontflügel, Veränderungen an der Bremsbelüftung hinten
Haas: Vorderradaufhängung, Veränderungen an Bremsbelüftung und "Reifenspoiler" vorne, Beam Wing
AlphaTauri: Unterboden, Unterbodenaußenkanten, Unterbodenkanten hinten, Diffusor, Motorabdeckung, Hinterradaufhängung, Heckflügel, Beam Wing
Williams: Frontflügel, Heckflügel

Die weitreichendsten Veränderungen hat AlphaTauri vorgenommen, dieses Update war aber auch dringend nötig. Ansonsten viele Flügel, bei einigen was am Unterboden. Könnte gleich interessant werden im ersten freien Training ab 13:30 Uhr.

AlphaTauri AlphaTauri F1 ~~

Foto: Motorsport Images

Wer fährt den APXGP?

Fragt ihr euch auch, wer jetzt genau zwischen den Sessions den Renner von APXGP für den Formel-1-Film bewegt?

Gut, ich auch und deshalb habe ich mal versucht das rauszubekommen und eine Antwort von der FOM bekommen:

es gibt einen Pool an professionellen Fahrern, die den Boliden über die Strecke bewegen werden und es kann sein, dass irgendwann tatsächlich auch Brad Pitt und Damson Idris selbst das Lenkrad in die Hand nehmen werden. Namen der professionellen Fahrer sind nicht bekannt, auch nicht, ob es ehemalige oder aktuelle Formel-1-Piloten sein werden.

Ebenfalls gab es die Info, dass wir dem Film ein bisschen vorschnell den Titel "Apex" gegeben haben. Es gibt noch gar keinen Namen für das Apple-TV-Projekt, auch keinen Arbeitstitel. Wie der Film genau heißen wird, wird man aber zu einem bestimmten Zeitpunkt mitteilen.

 ~Das Auto für den neuen Formel-1-Film~

Foto: Scott Garfield, Apple Studios, Formula 1

Mercedes hat geholfen

Habt ihr schon den APXGP-Renner gesehen? Es ist ein umgemodelter Formel-2-Bolide, der mithilfe von Mercedes zu einem Formel-1-ähnlichen Renner umgestaltet wurde.

Es gibt einige spannende Details, zum Beispiel den ein oder anderen bekannten Sponsor, den man auch am Mercedes sieht. Zusätzlich erinnert die Lackierung deutlich an die alte JPS-Lackierung am Lotus oder auch den Rich-Energy-Haas.

Fotostrecke: Das Auto für den neuen Formel-1-Film mit Brad Pitt Scott Garfield, Apple Studios, Formula 1

Foto: Scott Garfield, Apple Studios, Formula 1

Erste Bilder des Rennautos, das im neuen Formel-1-Film von Brad Pitt verwendet und vom fiktiven Team "APX Grand Prix" eingesetzt wird. Das Fahrzeug ...

Bestes Wetter, beste Stimmung

Am heutigen Trainingsfreitag erwarten uns in Silverstone freundliche Aussichten. Die Temperaturen erreichen rund 23 Grad Celsius zum ersten Freien Training und bis 25 Grad zum zweiten Freien Training. Obwohl es am Freitagnachmittag einige Wolken über dem Silverstone Circuit gibt, ist mit Regen nicht zu rechnen. Es soll ganztags trocken bleiben.

Bereits gestern war beste Stimmung auf der Start-Ziel-Geraden, denn Sky UK hat zum alljährlichen Spaßwettbewerb gebeten, offensichtlich eine Art Pirellireifenweitrollen oder sowas.

George Russell hat das Ding für sich entschieden, vielleicht bleibt es der einzige Pokal für den Mercedes-Fahrer an diesem Wochenende?

George Russell  ~George Russell (Mercedes) ~

Foto: Motorsport Images

Medientag im Rückblick

Gestern Abend haben unser Chefredakteur Christian Nimmervoll und ich wie immer am Donnerstag auf dem YouTube-Kanal von Formel.1.de den Medientag nochmal Revue passieren lassen.

In Silverstone steht in diesem Jahr Hollywood auf der Matte. Brad Pitt, Damson Idris, Jo Kosinski und Jerry Bruckheimer sind die Stars an der Strecke, denn die Dreharbeiten zum Formel-1-Film "Apex" beginnen beziehungsweise werden an der Strecke stattfinden an diesem Wochenende.

Es gibt eine eigene Garage für das APXGP-Team, viel Aufhebens und die Fahrer freuen sich mehrheitlich, dass die Königsklasse dadurch mehr Aufmerksamkeit bekommt. Weniger freuen sich einige über 24 Rennwochenenden in der Saison 2024, Red Bull Powertrains freut sich aber über 60 neue Mitarbeiter auf einen Schlag und wir freuen uns, wenn ihr mal reinschaut.

Viel Spaß!

Der Medientag in Silverstone: Warum Brad Pitt das größere Thema war als Lewis Hamilton.

Von: Kevin Scheuren

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