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Ferrari-Teamchef Mattia Binotto glaubt: Topspeed-Problem behoben

Ferrari verlor in der Formel-1-Saison 2020 massiv auf den Geraden - Teamchef Mattia Binotto meint: Der Topspeed-Nachteil gehört jetzt der Vergangenheit an

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto glaubt: Topspeed-Problem behoben

Ferrari versprüht nach den Formel-1-Testfahrten in Bahrain Optimismus. Die Talsohle des Jahres 2020 scheint durchschritten, und auch die größte Schwachstelle soll "kein Nachteil mehr" sein, wenn man den Ausführungen von Teamchef Mattia Binotto Glauben schenkt.

Die gesammelten Daten jedenfalls geben Binotto Anlass für Optimismus. "Wir wissen, wie der Motor auf dem Prüfstand läuft. Aber wenn man ihn im Auto verbaut, dann sieht man auch auf der Strecke den Speed, auch im Vergleich zu den anderen", führt der Ferrari-Teamchef auf Nachfrage von 'Motorsport.com' aus.

Ferrari: Daten sehen im Vergleich mit 2020 gut aus

Und genau dieser Vergleich scheint gut ausgefallen zu sein, vor allem wenn man die Performance des Jahres 2020 als Referenz nimmt. "Im Qualifying waren wir da sehr langsam auf den Geraden. Wir sind nicht mal ins Q3 gekommen und waren weit weg von der Pole. Aber wenn man sich jetzt die Daten ansieht, dann ist zumindest der Speed auf den Geraden okay", freut sich Binotto.

In Sachen Weiterentwicklung ist der Formel-1-Zirkus aufgrund der Coronakrise zwar eingeschränkt. Aber diese wenigen Möglichkeiten scheint man bei Ferrari genutzt zu haben, um beide Schwachstellen anzugehen. Einerseits musste man 2020 in Folge des nebulösen Deals mit der FIA mit einer schwachbrüstigen Power Unit auskommen, andererseits hatte das Auto auch einen zu großen Luftwiderstand.

"Wir haben am Heck des Fahrzeugs so viel wie möglich weiterentwickelt", versichert Binotto. "Ich denke, für uns war es wichtig, die Korrelationen zwischen Windkanal und Simulationen zu verstehen. Es ging also um das Daten sammeln und vergleichen."

Rookie Nikita Masepin hilft Ferrari

Daten wurden natürlich auch bei den Testfahrten gesammelt. Ferrari holte sich dabei auch Hilfe von seinen Kundenteams. Unter anderem Haas-Rookie Nikita Masepin wurde dafür eingespannt. Der Russe kennt von früheren Testfahrten immerhin die Charakteristik des Mercedes-Motors.

Ein genaues Urteil will sich Masepin aber nicht erlauben: "Basierend auf dem, was ich gehört habe, und natürlich auf dem, was ich mir erhoffe, ist der Motor ein Schritt nach vorne. Meines Wissens nach wird in diesem Jahr nicht viel am Auto entwickelt, also können wir uns im Prinzip nur den Motor ansehen und der sollte doch hoffentlich gut sein."

Ferrari hat 2020 die schlechteste Formel-1-Saison seit Jahrzehnten abgeliefert. Mit den Piloten Charles Leclerc und Sebastian Vettel erreichte man nur drei Podiumsplätze und wurde am Ende Sechster in der Konstrukteurs-WM. Die Top-4 dort verpasste man zuletzt 1981. In der Saison 2021 soll es wieder aufwärts gehen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Rennserie Formel 1
Fahrer Carlos Sainz Jr. , Charles Leclerc
Teams Ferrari
Urheber Tobias Ebner