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"Hoffe, dass das geregelt wird": Lewis Hamilton mischt sich im Motorenzoff ein

Die Konkurrenz wittert einen Regelverstoß bei Mercedes: Das Verdichtungsverhältnis sorgt für Diskussionen - Ferrari-Pilot Lewis Hamilton fordert die FIA zum Handeln auf

"Hoffe, dass das geregelt wird": Lewis Hamilton mischt sich im Motorenzoff ein

Lewis Hamilton beim Formel-1-Wintertest 2026 in Bahrain

Foto: Getty Getty

Der Zoff um die neue Antriebseinheit von Mercedes geht beim Wintertest in Bahrain weiter: Angeblich, so behauptet die Konkurrenz, haben die Silberpfeile ein Schlupfloch im neuen Formel-1-Reglement entdeckt, das eine Änderung des Verdichtungsverhältnisses bei Betriebstemperatur ermöglicht.

Nun mischt sich auch Ex-Mercedes-Pilot Lewis Hamilton in die anhaltenden Diskussionen ein. "Ich hoffe, dass das geregelt wird", wird der siebenmalige Weltmeister am zweiten Tag der Testfahrten deutlich. "Und dass die FIA sich darum kümmert und sicherstellt, dass wir alle auf einem gleichen Spielfeld starten."

Der Ferrari-Pilot hält sich mit vorschnellen Einschätzungen zum aktuellen Kräfteverhältnis bewusst zurück, allerdings nicht ohne Seitenhieb gegen die Silberpfeile: "Im Moment unmöglich zu sagen", meint Hamilton. "Ich hoffe, wir sind mit dabei. Ich glaube, wir liegen alle ziemlich eng zusammen - außer Mercedes."

Lewis Hamilton: Hat Mercedes-Motor mehr Leistung?

"Aber wir wissen nicht, mit welchen Spritmengen die anderen unterwegs sind", bleibt der 41-Jährige vorsichtig. "Es gibt Gerüchte über bestimmte Benzinladungen bei Mercedes. Es gibt Gerüchte über zusätzliche Leistung, die sie haben und wir nicht - dieses Thema mit dem Verdichtungsverhältnis."

Audi, Ferrari und Honda haben die FIA diesbezüglich in einem gemeinsamen Schreiben bereits um Klarstellung gebeten. Nun mischt sich auch Hamilton in die Diskussionen um die neue Antriebseinheit von Mercedes ein, die nach Ansicht der Konkurrenz gegen das Reglement verstößt. Mercedes-Teamchef Toto Wolff wehrt sich dagegen.

"Wir haben viel Zeit damit verbracht zu diskutieren, wie wir diese Themen lösen, und unsere Absicht ist natürlich, sie bis zum Saisonstart zu klären", sagt FIA-Formelsport-Direktor Nikolas Tombazis dazu. "Wir wollen keine Kontroversen, wir wollen, dass die Leute auf der Strecke gegeneinander antreten - nicht vor Gericht oder im Büro der Sportkommissare. Und genau das versuchen wir zu erreichen."

Wintertest in Bahrain: Kräfteverhältnisse völlig unklar

Ob der Vorsprung von Mercedes tatsächlich so signifikant ist, wie bereits vermutet wird, bleibt indes noch abzuwarten. Denn die aktuellen Zeiten der Testfahrten in Bahrain (hier die Ergebnisse) haben nur wenig Aussagekraft, wie Hamilton sogar selbst betont.

"Im Grunde ist es überall wie Monza-Abtrieb. Man rutscht oben auf den Reifen herum, also fühlt es sich nicht besonders gut an", sagt der Ferrari-Pilot und verweist zudem auf die wechselhaften Windbedingungen, die eine belastbare Vergleichbarkeit am ersten Testtag kaum zuließen.

"In manchen Kurven fühlt es sich gut an. Und wegen des Winds sind einige Kurven gut, weil man Gegenwind hat - aber in den meisten anderen hat man Rücken- oder Seitenwind, und das ist ein bewegliches Ziel. Ich denke, wir sitzen alle im selben Boot."

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