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Jolyon Palmer warnt: Russell hat eine "eiskalte" Seite gegen Antonelli

Das Mercedes-Duell zwischen George Russell und Andrea Kimi Antonelli spitzt sich weiter zu - Jolyon Palmer sieht eine Seite an Russell, die entscheidend werden kann

Jolyon Palmer warnt: Russell hat eine "eiskalte" Seite gegen Antonelli

George Russell: Versteckt sich hinter dem Lächeln ein echter Kämpfer?

Foto: Formel 1

Der ehemalige Formel-1-Fahrer Jolyon Palmer ist überzeugt, dass George Russell eine "knallharte Facette" besitzt. Diese Eigenschaft könnte sich im internen Mercedes-Duell gegen Kimi Antonelli als entscheidend erweisen. Aktuell herrscht bei Mercedes nach dem Großen Preis von Japan Gleichstand bei den Saisonsiegen, wenn der Sprint aus China berücksichtigt wird.

Doch während Russell ein etablierter Sieger ist, schrieb der junge Italiener Antonelli in Suzuka Geschichte, als er sich mit 19 Jahren zum jüngsten WM-Spitzenreiter aller Zeiten krönte. Angesichts der aktuellen Dominanz des Silberpfeil-Pakets gelten beide Piloten bereits jetzt als die Top-Favoriten auf den Weltmeistertitel 2026.

Im Podcast F1 Nation diskutierte Palmer mit James Hinchcliffe und Tom Clarkson darüber, ob 2026 eine teaminterne Eskalation droht, die an die legendäre Rivalität zwischen Nico Rosberg und Lewis Hamilton erinnert.

Palmer: "Russell wird nicht den netten Onkel spielen"

"Ich bin der Meinung, dass George momentan noch die Oberhand hat", stellt Palmer klar. Dass Russell nicht das nötige Feuer für ein Duell vom Kaliber Rosberg gegen Hamilton besitze, lässt der Brite nicht gelten: "Da widerspreche ich. Ich habe George schon in den Nachwuchskategorien beobachtet. Ich weiß, dass dieser Kerl eine unheimliche Härte besitzt."

Laut Palmer werde Russell sein Revier markieren, sobald es um die WM-Krone geht: "Wenn der Druck steigt und der Titel in Reichweite ist, hat er definitiv das Zeug dazu, alles in die Waagschale zu werfen, um am Ende oben zu stehen. Ich glaube nicht, dass er gegenüber Kimi die ganze Zeit den 'netten Onkel‘ spielen wird. Dann hängt es davon ab, wie Kimi reagiert - und davon haben wir bisher noch nicht genug gesehen, oder?"

Hinchcliffe skeptisch: Ist Antonelli zu grün für den Psychokrieg?

James Hinchcliffe pflichtet Palmer bei, was die Einschätzung von Russell angeht, äußert jedoch Zweifel an Antonellis Rolle in diesem potenziellen Psychokrieg: "Was George betrifft, stimme ich dir zu. Aber zum Tanzen gehören immer zwei."

Der Kanadier glaubt nicht, dass der Youngster schon bereit für einen Frontalangriff auf den Teamleader ist: "Kimi ist 19 Jahre alt, bestreitet sein zweites Jahr und steht unter extremer Beobachtung. Es würde mich schockieren, wenn er glaubt, dort sofort die Kontrolle übernehmen zu können."

"Ich weiß nicht mal, ob er vom Typ her so gestrickt ist", so Hinchcliffe weiter. "Er wirkt wie der netteste Kerl der Welt. Ich habe bei ihm bisher nicht diese Ansätze gesehen, die du bei George in den Nachwuchsserien erkannt hast. Selbst wenn sie vorhanden wären: In seiner jetzigen Situation George Russell teamintern anzugreifen, wäre verdammt riskant. Ich glaube einfach nicht, dass er das in sich hat. Das sind zwei völlig unterschiedliche Persönlichkeiten."

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