Neuer Teamchef nutzlos? Sky-Experte über Wheatley bei Aston Martin
Glaubt man Karun Chandhok, dann braucht es bei Aston Martin für einen wirklichen Umschwung mehr, als nur die Verpflichtung von Jonathan Wheatley
Jonathan Wheatley soll in Zukunft für Aston Martin als Teamchef fungieren
Foto: LAT Images
Laut Karun Chandhok braucht Aston Martin mehr als nur einen neuen Teamchef in Form von Jonathan Wheatley, um die tiefliegenden Probleme des Rennstalls zu lösen. Über diese Causa hat der ehemalige Formel-1-Pilot und aktuelle TV-Experte gegenüber Sky Sports F1 gesprochen.
"Es klingt so, als liegt da viel im Argen", so Chandhok. Bislang konnte Aston Martin in der Saison 2026 keinen einzigen WM-Punkt einfahren. Stattdessen streitet man sich mit Neueinsteiger Cadillac regelmäßig um die rote Laterne.
Gerade technische Probleme rund um den Honda-Motor und das neue Chassis stehen dem Team im Weg. Um genau diese Probleme schleunigst zu lösen, sei Jonathan Wheatley, so Chandhok, kein Allheilmittel.
Ein Leben für die Formel 1
"Er hat fast sein ganzes Leben im Paddock verbracht. Er ist hier seit den frühen 90ern. Er ist mit der Formel 1 noch nicht fertig. Also dürfte es nicht lange dauern, bis er wieder auftaucht. Aber ich denke, die Herausforderung besteht darin, ob er wieder auftaucht und eine Rolle mit Verantwortung findet, die dem, wie er seine jüngste Vergangenheit einschätzt, gerecht wird, denn jetzt war er Teamchef."
Eben diesen Posten hat Wheatley bei Audi am 20. März 2026 mit sofortiger Wirkung aufgegeben. Seither kursiert das Gerücht, dass der 58-Jährige Adrian Newey als Teamchef bei Aston Martin beerben und den Ingenieur in der Teamführung unterstützen könnte.
Dennoch betont Chandhok: "Ehrlich gesagt hat Aston noch größere Probleme als Teamchef-Posten."
"Ich denke, der Teamchef ist das geringste Problem. Sie brauchen jemanden, um technische Probleme zu lösen, und ich glaube nicht, dass Jonathan dafür unbedingt die richtige Person ist. Sie brauchen Motorenleute, die in Sakura sitzen, um sich wieder aus diesem Loch zu ziehen."
Bislang hatte das Projekt Aston Martin eine Vielzahl illustrer Teamchefs anzubieten. Neben Adrian Newey waren schon Andy Cowell, Otmar Szafnauer oder Mike Krack in dieser Position aktiv. Administrativ hatte man sich zeitweise den ehemaligen McLaren-Manager Martin Whitmarsh eingekauft.
An der Spitze dieses Konstrukts steht weiterhin Teambesitzer Lawrence Stroll, dessen Sohn Lance seit Startschuss des Projekts in einem der beiden Autos sitzt.
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