Red Bull verrät: Das war das Problem mit dem "Macarena"-Heckflügel
Red Bull fährt beim Großen Preis von Belgien ohne den "Macarena"-Heckflügel, der für Probleme gesorgt hatte: Technikchef Pierre Wache erklärt die Hintergründe dazu
Red Bull fährt in Belgien wieder ohne den "Macarena"-Heckflügel
Foto: LAT Images
Max Verstappen hatte bereits am Donnerstag vor dem Großen Preis von Belgien (alle Sessions im Liveticker!) verraten, dass Red Bull an diesem Wochenende auf den "Macarena"-Heckflügel verzichten wird. Das rotierende System hatte sowohl in Spielberg als auch in Silverstone für einen Abflug des Niederländers gesorgt.
Nun erklärt Technikchef Pierre Wache, warum der drehbare Heckflügel für diese Schwierigkeiten gesorgt hatte. "Es ist ein mechanisches Problem, das wir nach dem Unfall in Silverstone festgestellt haben", sagt der Franzose. "Nach Silverstone ist es jetzt klar."
Damit widerspricht der Ingenieur den Vermutungen, dass es sich um ein aerodynamisches Problem gehandelt haben könnte. Denn möglich war auch, dass sich der Luftstrom nach dem Zurückdrehen des Flügels nicht direkt wieder anlegte und der notwendige Abtrieb dadurch nicht schnell genug aufgebaut werden konnte.
"Wir haben uns den Flügel angesehen und wissen, was passiert ist und wie wir ihn reparieren können", ergänzt Wache. Auf die Frage, ob das Problem mit dem Mechanismus der Betätigung zusammenhängt, hält sich der Technikchef allerdings zurück: "Ja, das spielt eine Rolle."
Red Bull hält sich mit Details zum Heckflügel zurück
"Ich möchte nicht zu sehr ins Detail gehen, was wir tun, denn es ist ein Teil des Vorteils dieses Flügels, er bringt einen Leistungsvorteil." Red Bull nimmt das Problem, das Verstappen in Silverstone als "super gefährlich" bezeichnet hatte, allerdings ernst.

Verstappen war in Spielberg und Silverstone wegen des Heckflügels abgeflogen
Foto: circuitpics.de
"Wir besprechen das intern mit der FIA, denn es ist unsere Pflicht, das Auto sicher zu machen", betont der technische Direktor, der erklärt, warum der Heckflügel in Belgien nicht zum Einsatz kommt. "Wir wollen einfach sichergehen, dass er einsatzbereit und absolut zuverlässig ist."
"Es liegt in unserem Interesse, jetzt vorsichtig zu sein. Wir wollen kein Risiko eingehen und absolut sichergehen." Schon kurz nach dem Vorfall in Großbritannien hatte Teamchef Laurent Mekies bestätigt, dass sein Team "alle Optionen prüfen" werde und der Heckflügel in Spa möglicherweise nicht zum Einsatz kommt.
"Macarena"-Flügel könnte in Ungarn sein Comeback feiern
Dennoch sicherte sich Verstappen im ersten Training die Bestzeit. "Es ist ein guter Ausgangspunkt, aber ich bin mir nicht sicher, ob er zufrieden ist - nach dem, was ich gehört habe", sagt Wache. "Aber wir müssen bei der Fahrzeugbalance noch einiges verbessern, vor allem bei den kurzen Runs und sicherlich auch im Hinblick auf den Reifenverschleiß."
Und wie sieht der weitere Plan mit dem "Macarena"-Flügel von Red Bull jetzt aus? "Wir beheben [das Problem] und versuchen, sicherzustellen, dass alles einwandfrei funktioniert, bevor wir den Flügel wieder am Auto montieren", ergänzt der Franzose. "Wir verstärken die Teile, und Sie werden den Flügel bald wieder sehen."
"Er sollte dann für Budapest bereit sein", deutet der Red-Bull-Technikchef an, dass der Heckflügel schon am kommenden Wochenende (hier der komplette Zeitplan) wieder am RB22 von Max Verstappen und Isack Hadjar zu finden sein könnte. "Ja, versuchen wir es."
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