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Formel-1-Liveticker: Die Trainings zum Belgien-GP in Spa live!

Liveticker

Feierabend

Wir sind damit auch am Ende unseres Freitagstickers angekommen. FT3 steht morgen um 12:30 Uhr, das Qualifying im 16:00 Uhr, und wir sind rechtzeitig wieder mit einem neuen Ticker für euch am Start.

Habt noch einen schönen Abend, kommt gut ins Wochenende uns bis dann!

Mercedes: Russell deutlich näher dran

Der Brite landete heute nur auf P8 und es fehlten fast 1,3 Sekunden auf den Teamkollegen. Andrew Shovlin von Mercedes stellt jedoch klar: "Ich glaube nicht, dass dieser Rückstand repräsentativ dafür ist, wozu George fähig ist."

Russell habe keine gute Runde erwischt, so Shovlin, der sich daher sicher ist, dass der WM-Zweite morgen deutlich weiter vorne landen wird. "Es gibt vieles, was wir erkennen können, das für ihn anhand der Daten relativ leicht zu lösen sein wird", betont er.

"Ich bin mir ziemlich sicher, dass er morgen viel näher dran sein wird, wenn er nicht sogar eine Bedrohung [für die Spitze] darstellt", so Shovlin.

Gasly: Habe das Auto verloren

Der Franzose sagt über seinen Crash in FT2: "Ich habe die Kontrolle über das Auto verloren." Der Alpine sei etwas ausgebrochen, und es habe zu lange gedauert, ihn wieder zu kontrollieren.

"Als ich es wieder unter Kontrolle hatte, war ich bereits von der Strecke abgekommen", so Gasly. Davon abgesehen lief es für Alpine mit P7 für Teamkollege Franco Colapinto aber ziemlich gut.

Er sei "glücklicher" mit dem Auto als zuletzt, berichtet der Argentinier und erklärt: "Wir haben an diesem Wochenende ein wenig an Leistung gewonnen." Zwar müsse man noch "etwas mehr Pace" finden.

Aber insgesamt sei der Tag "positiv" gewesen, so Colapinto.

Hamilton: Noch Probleme im Mittelsektor

Der Rekordweltmeister berichtet nach P4 heute: "Das Auto fühlt sich insgesamt gut an, aber im mittleren Sektor fehlt uns noch ein bisschen. Deshalb versuchen wir gerade herauszufinden, woran das liegt."

"Es scheint ein wenig mit dem Abtrieb zusammenzuhängen", sagt Hamilton. Zwar könnte man mehr Downforce ans Auto packen, aber dadurch würde man auf den Geraden Zeit verlieren.

Davon abgesehen betont er zudem noch: "Mercedes ist immer das Team, das es zu schlagen gilt. Das war schon das ganze Jahr über so." Und daran ändere sich wohl auch in Spa nichts.

Pirelli rechnet mit einem Stopp

Sollte es am Sonntag nicht regnen, geht Pirelli nur von einem Boxenstopp aus. Simone Berra erklärt, dass ein Einstopprennen aktuell "sehr wahrscheinlich" sei. Davon abgesehen verrät er, dass der Regen für kleinere Überraschungen gesorgt habe.

"Der Regen, der über Nacht und den ganzen Tag über fiel, hat den Grip auf der Strecke erheblich verringert, wodurch die Rundenzeiten im Vergleich zu unseren Erwartungen und denen der Teams gestiegen sind", so Berra.

Er stellt aber auch klar: "Sofern es nicht zu weiteren Niederschlägen kommt, wird sich die Strecke allmählich mit Gummi bedecken und wieder das erwartete Niveau erreichen."

Haas: Noch immer zu weit weg

P12 und P14 heute für das US-Team. "Im Großen und Ganzen bin ich ziemlich zufrieden, denn das Auto hat sich heute stark angefühlt", berichtet Oliver Bearman, der jedoch weiß, dass Haas noch immer Performance fehlt.

"Mit dem neuen [Front-]Flügel haben sich die Eigenschaften, unter denen wir bei den letzten Rennen zu leiden hatten, leicht verbessert, daher bin ich ziemlich zufrieden", sagt der Brite zwar.

Er betont jedoch auch: "Wir sind immer noch weit davon entfernt, wo wir eigentlich sein müssten. Wir sind noch lange nicht auf dem Niveau von VCARB, wir sind noch lange nicht auf dem Niveau von Alpine."

"Wir haben einen kleinen Schritt gemacht, aber wir brauchen noch vier- oder fünfmal so viele Schritte, um aus eigener Kraft um die Punkte kämpfen zu können", stellt er klar.

Geldstrafe für Ferrari

Ferrari muss für die Fehler bei der Reifenrückgabe jeweils 5.000 Euro zahlen. Macht also 10.000 Euro insgesamt. Im sehr kurzen Urteil der Rennkommissare heißt es, dass es sich laut Angaben des Teams um ein "Versehen" gehandelt habe.

Vasseur: Freitag ohne Wert

Der Ferrari-Teamchef hat auch über die sportliche Situation gesprochen und betont: "Wenn man sich die letzten drei oder vier Freitage ansieht, ist das nicht immer repräsentativ für die Qualifikation."

"Ich glaube, wir fahren alle mit unterschiedlichen Modi, unterschiedlichen Benzinmengen und so weiter", erinnert er. Daher müsse man abwarten, wie es morgen aussehe.

Ferrari landete heute nur auf P4 und P11. Lewis Hamilton fehlten 0,747 Sekunden auf die Tagesbestzeit von Antonelli, Leclercs schnellste Rundenzeit wurde wegen Tracklimits gestrichen.

Was machen die neuen Regeln mit Spa?

Bereits im Vorfeld von Spa wurde viel über das neue Reglement in diesem Jahr gesprochen. Lando Norris erklärt wenig begeistert: "Es mangelt einfach überall am Deployment."

"Um ehrlich zu sein, fehlt es uns auf jeder einzelnen Geraden an Deployment. Ich glaube, am schlimmsten ist es durch Blanchimont. Wir fallen von fast 320 auf 270 km/h zurück, weil wir einfach keine Batterie mehr haben", so der Brite.

Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur ergänzt: "Spa ist auf jeden Fall eine Herausforderung. Das war schon immer so, aber angesichts des Energiebedarfs ist es jetzt eine noch größere Herausforderung."

Auf einer Geraden sei man "20 km/h langsamer" als ein anderes Auto, auf der nächsten dann plötzlich "zehn bis 15 km/h schneller", so Vasseur. Das Rennen erfordere daher eine gute Vorbereitung im Hinblick auf die Batterie.

Norris noch nicht zufrieden

Trotz P2 heute ist der Weltmeister nicht ganz glücklich. Er berichtet: "FT1 war nicht besonders gut. FT2 lief schon etwas besser, ich bin aber immer noch nicht ganz zufrieden mit dem Auto."

"Es lässt sich nach wie vor sehr, sehr schwer fahren", betont er, "aber wir scheinen ein Stück näher dran zu sein". Allerdings dürfe man das an einem Freitag nicht überbewerten.

"Am Freitag sind wir im Training immer ziemlich nah dran. Ich glaube, wir zeigen einfach mehr Tempo als einige unserer Konkurrenten", erklärt Norris.

Trotzdem sei man "relativ konkurrenzfähig", sagt er vorsichtig optimistisch. "Aber wir wollen auf keinen Fall voreilig sein. Ich denke, wir sollten nichts anderes als das Übliche erwarten", so der Weltmeister.

Verwarnung für Hülkenberg

Das Urteil im Fall Hülkenberg ist da. Er bekommt eine Verwarnung für das missachten einer gelben Flagge in FT1. Hier das lange Urteil im Wortlaut:

"Während der Session wurde am rechten Rand der Fahrbahn an der Einfahrt in Kurve 5 ein Fahrzeug angehalten, was eine doppelte gelbe Flagge auslöste. Die Beweislage ergab, dass die doppelte gelbe Flagge erst ausgerufen wurde, nachdem Fahrzeug 27 bereits in den betreffenden Marshaling-Sektor eingefahren war und nachdem Fahrzeug 27 das angehaltene Fahrzeug bereits passiert hatte."

"Der Fahrer hatte daher keine Möglichkeit, vor dem Einfahren in den Sektor zu reagieren. Der Fahrer gab an, dass er weder gelbe Flaggen an der Strecke noch eine gelbe Leuchtanzeige gesehen habe und ihm daher nicht bewusst gewesen sei, dass in diesem Sektor eine doppelte gelbe Flagge galt."

"Die Beweislage zeigte jedoch, dass, als sich der Fahrer dem Scheitelpunkt von Kurve 6 näherte, eine Warnung in Form einer gelben Flagge am Lenkrad von Auto 27 angezeigt wurde und in Kurve 7 eine grüne Leuchtanzeige zu sehen war."

"Aufgrund der Anzeige auf dem Armaturenbrett nahm der Fahrer den Fuß vom Gas. Er sagte, er habe dies getan, weil er die Leuchte an seinem Lenkrad bemerkt und die grüne Leuchttafel gesehen habe, die das Ende eines gelben Abschnitts anzeigte."

"Er sagte, er habe nicht gewusst, dass er sich in einem doppelt gelben Abschnitt befand, habe aber anhand der Leuchte am Lenkrad und der grünen Leuchttafel erkannt, dass der Abschnitt gelb war. Er sagte, dass sich vor ihm auf der Strecke nichts befand, was auf eine Gefahr hingedeutet hätte."

"Die Warnleuchte am Lenkrad blinkte. Das Team räumte ein, dass dies wahrscheinlich auf einen doppelten gelben Sektor hindeutete, während ein einzelner gelber Sektor durch eine dauerhaft leuchtende Warnleuchte angezeigt wird."

"Die Rennkommissare räumen jedoch ein, dass der Fahrer beim Durchfahren der Richtungswechsel in den Kurven 5 und 6 und bevor er die grüne Ampelanlage passierte, nur sehr begrenzte Möglichkeiten hatte, zu erkennen, dass die Leuchte am Lenkrad blinkte, um einen doppelten gelben Sektor anzuzeigen."

"Angesichts der Umstände waren die Rennkommissare der Ansicht, dass dem Fahrer verzeiht werden könne, nicht gewusst zu haben, dass er sich in einem doppelten gelben Sektor befand, und akzeptierten die Aussage des Fahrers, dass er dies nicht gewusst habe."

"Er wusste jedoch, dass er sich zumindest in einem einfachen gelben Sektor befand. Außerdem konnte er nicht wissen, dass es sich definitiv nicht um einen doppelten gelben Sektor handelte."

"Die Reaktion des Fahrers, den Fuß vom Gaspedal zu nehmen und die Geschwindigkeit etwas zu verringern, war unzureichend, um den Erwartungen an einen Fahrer in einem doppelten gelben Bereich gerecht zu werden."

"Daher hat der Fahrer die Vorschriften nicht eingehalten. Unter Berücksichtigung der beschriebenen außergewöhnlichen Umstände kamen die Rennkommissare jedoch zu dem Schluss, dass eine Verwarnung des Fahrers die angemessene Strafe sei."

Audi weiter hinten als zuletzt

Nur P13 und P17 heute und Nico Hülkenberg gesteht: "Die Top 10 sind vielleicht etwas weiter entfernt als bei den letzten beiden Malen, aber mal sehen, was wir morgen erreichen können."

Er erklärt: "Die Sektoren 1 und 3 sind Hochgeschwindigkeitssektoren, und Sektor 2 ist dann der Sektor, in dem es auf Grip ankommt. Ich glaube, dieses Wochenende wird es hier wahrscheinlich etwas anspruchsvoller", so Hülkenberg.

Der Deutsche wartet noch immer auf seinen ersten WM-Punkt in diesem Jahr.

Antonelli: "Große Schwierigkeiten" in FT1

Der WM-Leader ist trotz P1 nur bedingt happy mit dem Freitag. "Im ersten Training hatten wir große Schwierigkeiten, viel größere als erwartet", berichtet er und erklärt, dass der Mercedes stark gerutscht sei.

"Ich kann nicht allzu sehr ins Detail gehen, aber insgesamt rutschte das Auto ziemlich stark, und ich hatte einfach Schwierigkeiten, das Vertrauen in das Auto zu finden", so Antonelli.

In FT2 sei es dann besser gelaufen. Trotzdem habe man aber noch "eine Menge Arbeit" vor sich, weil auch die Konkurrenten schnell seien.

Verstappen ohne "größere Probleme"

Der Niederländer war schon einmal unzufriedener an einem Freitag. Er erklärt nach P3: "Für mich lief es ganz gut, ich hatte eigentlich keine größeren Probleme. Das Auto war in einem ziemlich guten Fenster."

"Wahrscheinlich wird in FT2 der tatsächliche Abstand noch etwas deutlicher, aber das ist nichts Schockierendes oder Unerwartetes", so Verstappen, dem am Ende 0,472 Sekunden auf die Bestzeit fehlten.

"Es ist auch in puncto Energiemanagement eine ziemlich anspruchsvolle Strecke. Es scheint, als wären wir auf den Geraden etwas langsamer als einige unserer Konkurrenten, aber was die Balance angeht, läuft es ganz gut", betont er.

Untersuchung gegen Ferrari

Nicht nur Nico Hülkenberg droht noch Ärger, auch Ferrari hat sich eine Untersuchung eingehandelt. Bei der Scuderia geht es darum, dass bei Hamilton und Leclerc jeweils zwei Reifensätze nach FT1 nicht korrekt an Pirelli zurückgegeben wurden.

Der Fall liegt jetzt bei den Rennkommissaren.

Morgen alles anders?

Experte Karun Chandhok glaubt, dass sich das Kräfteverhältnis morgen noch einmal komplett umkehren könnte. Bei Sky erklärt er, dass die Abstände an der Spitze teilweise ungewöhnlich groß seien.

"Die Teams werden sich intensiv mit den Berechnungen zum Energie-Deployment beschäftigen und versuchen, die beste Lösung zu finden", erklärt er.

"In den Fabriken wird über Nacht viel gearbeitet werden. Ich glaube nicht, dass es selbstverständlich ist, dass wir morgen das gleiche Bild sehen werden", sagt er daher.

Er wäre beispielsweise "überrascht, wenn Verstappen so weit hinter Antonelli zurückliegen würde". Dem Niederländer fehlte am Ende des Tages fast eine halbe Sekunde.

Geldstrafe und Verwarnung

Zwei Sachen aus FT1 wollen wir noch nachreichen: Carlos Sainz hat für das Überfahren der weißen Linie am Boxeneingang eine Verwarnung erhalten. Zudem muss Aston Martin 100 Euro zahlen, weil Jak Crawford in der Boxengasse mit 80,1 km/h geblitzt wurde. Erlaubt sind lediglich glatt 80.

Jetzt Session-Ticker öffnen!

In zehn Minuten beginnt dann auch das zweite Training in Spa und wir verlagern das Geschehen damit erst einmal wieder in unseren Session-Ticker. Hier ist also kurz Pause, nach dem Ende des Trainings geht es an dieser Stelle wie üblich weiter mit den Stimmen zum Freitag.

Und wenn ihr wissen wollt, wie ihr die Formel 1 am Belgien-Wochenende im Livestream sehen könnt, dann erfahrt ihr das hier!

Feierabend

Ihr habt es schon gemerkt, die ganz großen Themen gab es heute in der Pressekonferenz nicht. Schauen wir mal, was die Action auf der Strecke noch bringt. Die PK ist durch und in einer Stunde geht es weiter mit FT2.

Keine Details zu 2027

In der PK geht es jetzt um das neue Auto für 2027. Alle Teamvertreter verraten, dass man natürlich schon an diesem arbeite. Allerdings möchte keiner konkret verraten, zu welchem Prozentsatz man den Fokus bereits auf 2027 gelegt hat.

Permane: Tsolov wird kommen

Wir haben ja vorhin schon über Nikola Tsolov gesprochen, der aktuell die Formel 2 anführt. Racing-Bulls-Teamchef Alan Permane sagt über ihn, dass er es sicher früher oder später in die Formel 1 schaffen wird.

Wann es passieren wird, das kann er allerdings nicht sagen. Noch haben die Racing Bulls keinen Fahrer für 2027 offiziell bestätigt.

Untersuchung gegen Hülkenberg

Dem Deutschen droht Ärger, weil er in FT1 eine gelbe Flagge missachtet haben soll. Dafür muss er sich jetzt bei den Rennkommissaren verantworten. Hoffen wir mal, dass es kein schlimmerer Verstoß war, denn das könnte sonst eine härtere Strafe geben ...

PK

In fünf Minuten beginnt in Spa die Pressekonferenz der Teamvertreter. Folgende Teilnehmer sind heute dabei:

Allan McNish (Audi)
Graeme Lowdon (Cadillac)
Alan Permane (Racing Bulls)

Sollte es dort spannende Aussagen geben, liefern wir euch die wie üblich hier.

Vowles: Schlechte Kommunikation

Gegen Carlos Sainz läuft eine Untersuchung, weil er in FT1 einmal die weiße Linie am Boxeneingang überfahren hat. James Vowles hat bei Sky inzwischen erklärt, wie es dazu gekommen ist.

"Das geht auf uns", gesteht der Teamchef und erklärt: "Carlos hatte beschlossen, an die Box zukommen. Der Batteriestand war jedoch sehr niedrig. Er lag tatsächlich bei null."

"Deshalb mussten wir noch eine Runde fahren, um sie aufzuladen", erklärt Vowles. Diese Anweisung habe Sainz aber erst zu spät bekommen. Nun droht vermutlich eine Verwarnung.

Neuer Motor für Antonelli

Der WM-Leader hat für dieses Wochenende einen neuen Motor bekommen. Eine Strafe gibt es dafür allerdings nicht, weil er sich noch innerhalb des erlaubten Kontingents bewegt.

Startplatzstrafen gibt es dagegen wie bereits angekündigt für Isack Hadjar und Lando Norris und auch für Lance Stroll im Aston Martin.

Die komplette Liste mit allen neuen Motorenteilen findet ihr hier.

Jetzt Session-Ticker öffnen!

In zehn Minuten beginnt das erste Training in Spa. Wir verlagern das Geschehen damit erst einmal in unseren Session-Ticker. Hier ist also kurz Pause, nach dem Ende des Trainings geht es an dieser Stelle ganz regulär weiter.

Und wenn ihr wissen wollt, wie ihr die Formel 1 am Belgien-Wochenende im Livestream sehen könnt, dann erfahrt ihr das hier!

Wolff nimmt Team in die Pflicht

Mercedes führt noch immer beide WM-Wertungen an, allerdings gingen zwei der vergangenen drei Grand-Prix-Siege an Ferrari. Teamchef Toto Wolff nimmt sein Team daher vor dem Spa-Wochenende in die Pflicht.

Er betont: "Wir haben ein Auto, mit dem wir an der Spitze mitkämpfen und viele Punkte holen können. Dieses Potenzial haben wir jedoch nicht in die bestmöglichen Ergebnisse umsetzen können."

"Zuverlässigkeitsprobleme haben uns Punkte gekostet, und das können wir uns in einer so hart umkämpften Weltmeisterschaft nicht leisten. Es nützt nichts, die Pace zu haben, wenn wir keine zählbaren Ergebnisse erzielen."

Ziel in Spa sei es, "ein sauberes Wochenende abzuliefern, die nötige Zuverlässigkeit zu gewährleisten und die vorhandene Performance des Autos in Punkte umzuwandeln. In letzter Zeit haben wir zu viel liegen lassen."

"Das darf ab diesem Wochenende nicht mehr passieren", fordert er.

Geldstrafe für Haas

Die erste Entscheidung des Tages ist da: Haas muss 5.000 Euro zahlen, weil Esteban Ocon gestern zu spät zur Pressekonferenz der Fahrer erschienen ist. Allerdings ist die Strafe ein Jahr lang zur Bewährung ausgesetzt. Hier das Urteil im Wortlaut:

"Auto 31 sollte laut dem offiziellen FIA-Medienplan um 14:30 Uhr an der FIA-Fahrerpressekonferenz teilnehmen, kam jedoch etwa eine Minute zu spät."

"Der Fahrer erklärte, dass er unerwartet kurz aufgehalten wurde, als er von einer Teambesprechung zur Pressekonferenz eilte, und die Zeit unterschätzt hatte, die er für den Weg dorthin benötigen würde. Er räumte ein, dass er zu spät kam, verpasste jedoch nur einen Teil der Einführung und war bei allen Fragen der Medienvertreter anwesend."

"Der Teamvertreter entschuldigte sich und versprach, dafür zu sorgen, dass der Zeitplan des Teams in Zukunft ausreichend Zeit vorsieht, damit die Fahrer pünktlich zu ihren Medienterminen erscheinen können."

"Die Rennkommissare stellen fest, dass die Teilnahme an FIA-Presseveranstaltungen ein wichtiger Bestandteil der Meisterschaft ist und dass die Fahrer verpflichtet sind, den veröffentlichten Zeitplan einzuhalten, sofern sie nicht durch außergewöhnliche Umstände daran gehindert werden."

"Die Rennkommissare berücksichtigten die Erklärung des Fahrers und erkannten, dass die Umstände zwar nicht als außergewöhnlich einzustufen waren, jedoch mildernde Umstände darstellten."

"In Übereinstimmung mit früheren Verstößen ähnlicher Art beschlossen die Rennkommissare, eine Geldstrafe zu verhängen. Unter Hinweis darauf, dass gemäß Artikel 9.15.1 des Internationalen Sportreglements der FIA das Team für die Handlungen seines Fahrers verantwortlich ist, wird die Geldstrafe gegen das Team verhängt."

"Da es sich um den ersten Verstoß dieser Art des Teilnehmers in dieser Saison handelt und unter Berücksichtigung der Erklärung des Fahrers wird die Geldstrafe für einen Zeitraum von 12 Monaten ausgesetzt, sofern kein weiterer Verstoß ähnlicher Art vorliegt."

Updates

Die FIA hat eben die offizielle Liste mit allen Upgrades aller Teams an diesem Wochenende veröffentlicht. Dieses Mal haben neun der elf Rennställe etwas mitgebracht, lediglich Ferrari und Aston Martin verzichten auf neue Teile.

Wirklich große Pakete sehen wir allerdings nirgendwo. In der Regel handelt es sich um kleinere Updates, zum Beispiel am Heck- oder Frontflügel.

Die komplette Liste findet ihr hier.

Freitagsfahrer

FT1 wird gleich ohne Fernando Alonso stattfinden. Der Spanier überlässt Aston-Martin-Nachwuchsfahrer Jak Crawford seinen Boliden. Sonderlich traurig wird Alonso darüber angesichts der aktuellen Probleme mit dem AMR26 wohl nicht sein ...

Red Bull verzichtet auf rotierenden Flügel

Red Bull hat entschieden, was in Spa mit dem rotierenden Heckflügel passiert, der sowohl im Österreich-Qualifying als auch beim Rennen in Silverstone für Probleme gesorgt und jeweils einen Abflug von Max Verstappen verursacht hatte.

Der sogenannte "Macarena-Flügel" wird auf der belgischen Ardennen-Achterbahn nicht zum Einsatz kommen. "Wir werden zur alten Version zurückkehren und schauen, wann die neueste wieder einsatzbereit ist", bestätigte Verstappen am Donnerstag.

Alle Hintergründe könnt ihr hier nachlesen.

Die verrücktesten Strafen

Beim Thema Strafen in der Formel 1 fällt mir direkt diese Fotostrecke ein. Da sind schon ein paar kuriose Dinger dabei ...

Fotostrecke: Die verrücktesten Strafen in der Formel 1 Motorsport Images

Foto: Motorsport Images

2002: Nach der kontroversen Ferrari-Stallregie gegen Rubens Barrichello zieht Sieger Michael Schumacher seinen Teamkollegen auf das oberste Podest. Nur dafür wird eine Geldstrafe in Höhe von einer Million US-Dollar verhängt - die Hälfte zur Bewährung.

Untersuchung gegen Ocon

Kleine Randnotiz aus Spa: Gegen Esteban Ocon wurde eine Untersuchung eingeleitet, weil er gestern zu spät zur Pressekonferenz der Fahrer erschienen ist.

Für so etwas gibt es natürlich keine sportliche Strafe, ein Fall für die Rennkommissare ist es aber trotzdem. Er muss sich um 12:00 Uhr nachher bei den Stewards erklären.

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Von: Ruben Zimmermann

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