Kritik am Qualifying: Muss die FIA hier eingreifen?
Die Teamchefs der Formel 1 bewerten die ersten Saisonrennen positiv - Im Fokus der Analyse steht jedoch das Qualifying
Formel-1-Regeln 2026: Das sagen die Teams nach zwei Rennen
Foto: AFP
Die Teamchefs der Formel 1 sind zusammengekommen, um die Erkenntnisse der Rennwochenenden in Australien und China zu analysieren, während das neue Reglement der Weltmeisterschaft weiterhin genau unter die Lupe genommen wird.
Berichten zufolge herrschte Einigkeit darüber, dass die Rennen in puncto Action auf der Strecke einen hohen Standard boten. Die Resonanz der Öffentlichkeit und der Fans sei positiv, weshalb es in diesem Bereich aktuell keinen Grund zur Sorge gebe.
Eventuelle Anpassungen sollen ohne Hast geprüft werden, um das Risiko von Schnellschüssen zu vermeiden, die neue Probleme schaffen könnten. Das Qualifying wurde jedoch als Priorität für eine Überprüfung ausgemacht.
Qualifying im Fokus
Sowohl in Melbourne als auch in Shanghai gab es reichlich Kritik, da die Fahrer derzeit gezwungen sind, selbst auf ihrer schnellen Runde die Lift-and-Coast-Technik anzuwenden - also genau in dem Moment, in dem Autos und Fahrer ihr maximales Potenzial abrufen sollten.
Das Ziel ist es, Maßnahmen zu evaluieren, die eine Rückkehr zu echten Vollgas-Runden ermöglichen, ohne dass Management-Eingriffe nötig sind. Die Teams und Fahrer werden in die Lösungsfindung einbezogen, wobei vor allem die Piloten einen wesentlichen Beitrag leisten sollen. Der Ball liegt anschließend beim Automobil-Weltverband (FIA), der Lösungen erarbeiten muss, um diese zurück an den Verhandlungstisch zu bringen.
Vor dem Rennwochenende in Suzuka wird sich daher nichts ändern. Die Lücke im Kalender, die durch die Absagen der Grands Prix von Bahrain und Saudi-Arabien entstanden ist, bietet die nötige Zeit, um Anpassungen ohne Zeitdruck zu bewerten, bevor die Formel 1 am ersten Mai-Wochenende in Miami wieder auf die Strecke geht.
Sofortmaßnahmen nicht nötig
Dem Vernehmen nach wird es sich nicht um radikale Änderungen handeln, sondern um gezielte Maßnahmen, um die an den ersten drei Rennwochenenden identifizierten Probleme zu beseitigen oder abzumildern. Von einer Krise könne daher keine Rede sein.
Die Ergebnisse aus Melbourne und Shanghai haben viel dazu beigetragen, die im Vorfeld der Saison geäußerten Bedenken zu zerstreuen. Alle Teilnehmer des heutigen Treffens waren sich einig, dass kein akuter Handlungsbedarf für Sofortmaßnahmen besteht.
Einige kritische Punkte, die während der Testfahrten in Bahrain aufgetaucht waren, haben sich im Laufe des ersten Saisonmonats bis hin zum Großen Preis von China bereits erledigt oder wurden abgemildert - ganz ohne korrigierendes Eingreifen der FIA.
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