Zum Hauptinhalt springen

Kostenlos registrieren

  • Direkt zu Deinen Lieblingsartikeln!

  • Benachrichtigungen für Top-News und Lieblingsfahrer verwalten

  • Artikel kommentieren

Für Dich empfohlen

Motor ist Schuld: So erklärt Lance Stroll seinen Unfall in Monaco

Formel 1
Monaco
Motor ist Schuld: So erklärt Lance Stroll seinen Unfall in Monaco

Formel-1-Liveticker: Russell schreibt WM-Titel noch nicht ab

Formel 1
Formel-1-Liveticker: Russell schreibt WM-Titel noch nicht ab

Marini analysiert Top-5-Resultat: "Ohne die Stürze wäre es P9 gewesen"

MotoGP
Balaton Park
Marini analysiert Top-5-Resultat: "Ohne die Stürze wäre es P9 gewesen"

Infos DTM Lausitzring 2026: TV, Livestream, Zeitplan u.v.m.

DTM
Infos DTM Lausitzring 2026: TV, Livestream, Zeitplan u.v.m.

24h Le Mans 2026: Der komplette Zeitplan inklusive Rahmenprogramm

WEC
24h Le Mans
24h Le Mans 2026: Der komplette Zeitplan inklusive Rahmenprogramm

Yamaha in Ungarn: Miller sieht Fortschritt, Quartararo verzweifelt

MotoGP
Balaton Park
Yamaha in Ungarn: Miller sieht Fortschritt, Quartararo verzweifelt

Kimi Antonelli: Monaco-Sieg endet mit ausgelassener Hafenparty

Formel 1
Kimi Antonelli: Monaco-Sieg endet mit ausgelassener Hafenparty

Leclerc frustriert nach Monaco-GP: Ferrari spricht Klartext zur Strategie

Formel 1
Leclerc frustriert nach Monaco-GP: Ferrari spricht Klartext zur Strategie

Nach "großartigem" Wochenende: Hamilton pfeift auf Ferrari-Simulator

Lewis Hamilton feiert in Kanada ohne Simulator-Vorbereitung sein bestes Rennen im Ferrari - das gute Omen im Sinn, plant er jetzt komplett drauf zu verzichten

Nach "großartigem" Wochenende: Hamilton pfeift auf Ferrari-Simulator

Ein zufriedener Lewis Hamilton ist ein starker Lewis Hamilton

Foto: Sutton Images

Lewis Hamilton ist nach 17 turbulenten Monaten bei Ferrari wohl endlich angekommen. Und das ausgerechnet an dem Ort, an dem der Brite seinen allerersten Formel-1-Sieg feierte. (Zur Formel-1-Datenbank) Mit einem 2. Platz in Montreal lieferte der Rekordweltmeister sein bisher bestes Resultat im roten Boliden ab. Dabei verweigerte der Brite den Ferrari-Simulator in der Vorbereitung komplett.

Schon vor dem Wochenende in Kanada hatte der siebenmalige Weltmeister offenbart, dass er die virtuelle Vorbereitung in Maranello schwänzt. Ihm fehle schlichtweg die Übereinstimmung zwischen den Simulator-Daten und der echten Streckenrealität.

Stattdessen vertraute er auf eine tiefgehende, altmodische Datenanalyse. Ein Ansatz, der ihm bereits in China sein bis dato bestes Ferrari-Resultat (Platz 3 und einen Sprint-Sieg) eingebracht hatte.

Radikales Urteil: Simulator als Risiko

Diesen Oldschool-Weg will Hamilton nun konsequent weitergehen. "Ich werde den Simulator sicher irgendwann wieder fahren", räumt er ein, sieht den Nutzen aber eher in der Fehleranalyse für die Ingenieure.

"Es wäre zum Beispiel gut, das Kanada-Wochenende nachträglich abzugleichen, um herauszufinden, wo genau es klemmt. Der Testfahrer wird sich immer reinsetzen und behaupten, es sei alles in Ordnung - aber die Jungs wissen eben nur, was sie virtuell kennen, weil sie das echte Auto nicht auf den Strecken bewegen."

Das wertvolle Feedback könnten nur die Einsatzfahrer liefern: "Nur Charles und ich fahren den echten Boliden. Es ist also extrem positiv, wenn wir ins Auto steigen und danach sagen können: 'So fühlt es sich in Wahrheit an, diese Dinge fehlen uns.' Nur so können wir das System verbessern."

Hamilton besser ohne Simulator?

Sein Urteil für die zukünftige eigene Rennvorbereitung fällt jedoch vernichtend aus: "Ich bin immer da, um dem Team zu helfen und die Entwicklung voranzutreiben. Aber ob ich ihn nutze, um mich auf ein weiteres Rennen vorzubereiten? Wahrscheinlich nicht. Da gibt es einfach zu viele Risiken. Wenn man sich meine beiden besten Rennen ansieht, habe ich keinen Simulator benutzt. Das ist die ehrliche Wahrheit."

Hamilton erinnert sich an seine glorreiche Vergangenheit: "In fast allen meinen Meisterschaftsjahren, außer vielleicht 2008, habe ich den Simulator nicht angerührt. Er ist also keine Notwendigkeit. Er kann ein mächtiges Werkzeug sein, aber ich bin da oldschool. Ohne bin ich wahrscheinlich besser dran."

Dass dieser Ansatz in Montreal goldrichtig war, zeigte der Rennsonntag. Von Startplatz 5 aus pflügte Hamilton durchs Feld, schnappte sich gleich in der ersten Runde den McLaren von Oscar Piastri, überholte in der Schlussphase zudem noch seinen alten WM-Rivalen Max Verstappen im Red Bull, um sich Platz 2 zu sichern. (Zum Rennbericht) Lediglich im Sprint musste er sich seinem Teamkollegen Charles Leclerc geschlagen geben.

Profiteur der Umstände mit starkem Rennen

"Ich hatte an diesem Wochenende einfach wahnsinnig viel Spaß da draußen", strahlte Hamilton nach der Zieldurchfahrt. "In jeder einzelnen Runde. Wir sind mit dem richtigen Fuß aufgestanden, hatten die richtige Einstellung, und das Auto fühlte sich generell fantastisch an. Hier nach Montreal zu kommen, eine Strecke, die ich liebe, und mein erstes zweites Finish mit diesem Team zu holen, war einfach großartig."

Zugegeben: Hamilton profitierte massiv von George Russells Ausfall und dem Strategie-Fauxpas beider McLarens. Dennoch: ein weiteres Podium bedeutet dem 41-Jährigen nach einer extrem zähen Anpassungsphase enorm viel.

"Dafür habe ich so hart gearbeitet. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie tief ich graben musste, um an diesen Punkt zu gelangen. Im Hintergrund mussten wir Berge versetzen, um diese Performance überhaupt erst möglich zu machen. Ich bin dem Team unglaublich dankbar, dass sie mich Woche für Woche unterstützen."

Besonders das Duell mit Verstappen weckte alte Lebensgeister beim siebenmaligen Champion: "Es war absolut genial, wieder mit einem der ganz Großen zu kämpfen. Es war eine gewaltige Herausforderung."

Vorheriger Artikel Schwarzer Sonntag: Russell nach Ausfall auch noch bestraft!
Nächster Artikel Russell adelt neues Reglement - Wolff will mit "Skalpell sezieren"

Aktuelle News