Formel-1-Liveticker: Das Rennen in Japan jetzt live
Formel-1-Liveticker: Antonelli siegt und schreibt Geschichte
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Bericht
Liveticker
Feierabend
Fliegender Wechsel bei uns: Im Ticker ist Feierabend für heute, dafür melden sich jetzt Kevin Scheuren und Stefan Ehlen mit ihrer großen Videoanalyse zum Japan-Grand-Prix auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de.
Wir sind morgen noch einmal mit einer neuen Tickerausgabe zurück, um die weiteren Themen aus Suzuka aufzuarbeiten. Habt noch einen schönen Sonntag und bis dann!
Racing Bulls wieder in den Punkten
Die Racing Bulls punkteten bislang in jedem Saisonrennen. Auch heute wurde Liam Lawson wieder Neunter. Er erklärt: "Der erste Teil des Rennens war wirklich hart, aber gegen Ende haben wir das Auto im Stint mit den harten Reifen besser in den richtigen Bereich gebracht."
"Wir hatten auch ein bisschen Glück mit dem Safety-Car, das uns geholfen hat, in die Punkteränge zu fahren", so Lawson. Bei seinem Teamkollegen war genau das Gegenteil der Fall. "Der Zeitpunkt, zu dem das Safety-Car auf die Strecke kam, hat uns heute wahrscheinlich am meisten geschadet", so Arvid Lindblad.
"Bis zu diesem Zeitpunkt lag ich auf P10, danach fiel ich auf Platz 14 zurück", berichtet der Rookie, der sich davon nicht mehr erholte. "Wir hatten einfach nicht das nötige Tempo, um wieder ins Spiel zu kommen", erklärt er.
Antonelli: Erfahrung macht einen Unterschied
Ist Kimi Antonelli mit seinen beiden Siegen in China und Japan der Durchbruch gelungen? Er selbst erklärt, dass er durch seine "Erfahrung" jetzt auf jeden Fall ein besserer Fahrer als in seinem ersten Formel-1-Jahr sei.
"Im letzten Jahr habe ich viel durchgemacht, und das hat mir weit mehr beigebracht, als ich erwartet hatte, und es hilft mir auf jeden Fall auch in diesem Jahr bisher", so der neue WM-Spitzenreiter.
"Natürlich gibt es noch viel zu tun, aber ich habe definitiv das Gefühl, die Situation viel besser im Griff zu haben", betont Antonelli, der in seiner Debütsaison auch mehrfach in der Kritik stand.
Momentan liefert er seinen Kritikern aber immer weniger Argumente.
Stella: Haben vor Unfällen gewarnt
Auch Andrea Stella hat sich inzwischen zum Bearman-Crash geäußert und erklärt: "Wir haben das bereits während der Testfahrten gesagt. Es steht auf der Tagesordnung der FIA, welche Aspekte dieser Regeln für 2026 verbessert werden sollten."
"Wir wollen nicht erst abwarten, bis etwas passiert, um Maßnahmen zu ergreifen. Heute ist etwas passiert. Ich glaube, Oliver ist glücklicherweise mit ein paar blauen Flecken davongekommen, aber nichts Ernstes", so Stella.
Er betont: "Wir tragen die Verantwortung dafür, Maßnahmen zu ergreifen, die insbesondere unter Sicherheitsgesichtspunkten umgesetzt werden sollten." Heißt: Die FIA muss jetzt dringend handeln.
Mekies: Müssen an allen Bereichen arbeiten
Laurent Mekies erklärt nach dem heutigen Rennen: "Heute haben wir viel mehr darüber erfahren, wo die aktuellen Grenzen unseres Autos liegen. Es war wichtig für uns, uns in diese Zweikämpfe einzubringen, und dass sowohl Max als auch Isack die gesamte Renndistanz absolvieren konnten, damit wir weiterhin Daten sammeln konnten."
Der Red-Bull-Teamchef betont: "Im Moment ist es wichtig, an der Leistungslücke zu den vor uns liegenden Teams zu arbeiten. Es gibt nicht nur einen Bereich, den wir als Ursache für unsere Schwierigkeiten ausmachen können, und wir müssen an allen Bereichen arbeiten."
"Im Moment fühlt es sich schlecht an, aber ich habe volles Vertrauen in das Team", betont er und erklärt: "Wir werden bis zum nächsten Rennen nicht alles gelöst haben, aber das Team wird die schwere Arbeit angehen und unseren Schwierigkeiten auf den Grund gehen."
Bottas: Unterschiede zwischen den Autos
Cadillac brachte heute erneut beide Autos ins Ziel, am Ende wurden es P17 und P19. Valtteri Bottas landete dabei hinter Sergio Perez, betont allerdings, dass die beiden Autos auch teilweise nicht identisch seien.
Man müsse das Wochenende analysieren, "denn wir sehen einige Unterschiede zwischen den beiden Autos im Laufe des Wochenendes. Manchmal hat das eine mehr Leistung, manchmal das andere mehr Abtrieb", so Bottas.
Beide Fahrer hoffen zudem darauf, mit einem Update in Zukunft näher an das restliche Feld heranzurücken. "Ich hoffe wirklich, dass wir Miami ein großes Upgrade bringen", so Perez.
Denn aktuell kann Cadillac lediglich gegen Aston Martin kämpfen, der Rest ist zu weit weg. Das soll sich in Zukunft ändern.
Bearman: "Alles ist in Ordnung"
Der Brite hat sich nach seinem Crash inzwischen selbst zu Wort gemeldet. "Zunächst einmal: Alles ist in Ordnung, mir geht es gut", bestätigt er, nachdem er im Anschluss an einen Check aus dem Medical-Center entlassen wurde.
"Es war ein beängstigender Moment, aber zum Glück ist alles gut gegangen. Das Adrenalin lässt etwas nach, daher wird die Heimreise etwas länger, aber mir geht es bestens", betont Bearman.
Mehr Hintergründe zum Unfall findet ihr hier.
P15 für Williams: Mehr war nicht drin
In China wurde Carlos Sainz überraschend (und glücklich) Neunter, heute kam Williams mit P15 und P20 wieder in der Realität an. "Wir haben heute im Rennen absolut alles aus dem Auto herausgeholt, was möglich war", betont Sainz.
Auch James Vowles bestätigt: "Es war eine makellose Fahrt, und er hat alles gegeben, aber das ist nun mal der aktuelle Stand des Autos." Der Teamchef gesteht daher: "Heute war ein schmerzhafter Tag."
Denn unter normalen Umständen ist der Williams einfach zu langsam. Deswegen nutzte man die Schlussphase des Rennens bei Alexander Albon auch als reinen Test, weshalb dieser am Ende zwei Runden Rückstand hatte.
"Ich steckte während des Rennens im Verkehr fest, daher ist eigentlich nichts passiert, und es wurde zu einer Art Test, da wir ein paar Dinge am Frontflügel ausprobieren wollten, um ihn besser zu verstehen und Daten zu sammeln", erklärt Albon.
Vowles betont, dass man die fünf Wochen bis zum nächsten Rennen nun nutzen müsse, um das Auto deutlich zu verbessern.
Alpine auf Augenhöhe mit Red Bull?
Vor einem Jahr hätte das noch verrückt geklungen, heute scheint es Realität zu sein. Pierre Gasly wurde in Suzuka vor Max Verstappen Siebter, und damit zog Alpine in der Weltmeisterschaft an den Bullen vorbei.
Flavio Briatore erklärt dazu: "Es war ein weiteres erfolgreiches Wochenende für das Team, bei dem wir in der Anfangsphase der Saison erneut einen starken Punktplatz erringen konnten."
"Dass wir dies auf einer anderen Streckenkonfiguration wie in Suzuka wiederholen konnten, bestätigt die Fortschritte, die wir in Shanghai gemacht haben, und zeigt, dass wir derzeit mit Red Bull mithalten können", so Briatore.
Auch Gasly selbst erklärt zufrieden: "Es war ein positives Wochenende für das Team, und wir liegen nicht allzu weit hinter einigen der schnelleren Teams zurück."
Antonelli: Denke noch nicht an die WM
Der Italiener führt die Weltmeisterschaft nach seinem zweiten Sieg in Serie an, betont jedoch: "Ich mache mir noch keine allzu großen Gedanken über die Meisterschaft. Natürlich ist das toll, aber es liegt noch ein langer Weg vor uns."
Er müsse sich weiter steigern, "denn George ist sehr schnell und wird sicher wieder zu seiner gewohnten Form zurückfinden, und auch die Konkurrenz wird irgendwann näher herankommen", warnt er.
Und Teamchef Toto Wolff stellt bei Sky klar: "Wir müssen ihn davor schützen, dass die Leute über Weltmeisterschaften reden." Denn Antonelli soll einfach ganz in Ruhe weiter seinen Job machen.
Piastri: P2 "ermutigend" für McLaren, aber ...
Der McLaren-Pilot sagt nach seinem zweiten Platz heute: "Dass ich George [im ersten Stint] so lange hinter mir halten konnte, war wirklich ermutigend. Aber wir machen uns keine Illusionen."
"Wir haben an diesem Wochenende alles richtig gemacht und sind trotzdem um 15 Sekunden geschlagen worden, also haben wir noch einen ziemlich großen Rückstand aufzuholen", betont er.
"Ich bin zuversichtlich, dass wir es schaffen können, aber wir haben noch einiges vor uns", so Piastri, der das Japan-Wochenende insgesamt als eines seiner bislang besten in der Formel 1 bezeichnet.
Doch selbst das reicht aktuell nicht, um Mercedes zu schlagen.
FIA-Statement zum Unfall
Nachdem mehrere Fahrer bereits über den Unfall von Oliver Bearman und die Sicherheit in der Formel 1 gesprochen haben, hat nun auch die FIA ein Statement dazu herausgegeben. Im Wortlaut heißt es dort:
"Nach dem Unfall von Oliver Bearman beim Grand Prix von Japan und angesichts der Tatsache, dass hohe Annäherungsgeschwindigkeiten zu diesem Unfall beigetragen haben, möchte die FIA folgende Klarstellungen vornehmen."
"Seit ihrer Einführung waren die Regeln für 2026 Gegenstand laufender Diskussionen zwischen der FIA, den Teams, den Antriebsherstellern, den Fahrern und der FOM. Diese Regeln sehen von vornherein eine Reihe von anpassbaren Parametern vor, insbesondere im Hinblick auf das Energiemanagement, die eine Optimierung auf der Grundlage von Daten aus der Praxis ermöglichen."
"Es war stets die einheitliche Position aller Beteiligten, dass nach der Anfangsphase der Saison eine strukturierte Überprüfung stattfinden sollte, um die Erfassung und Analyse ausreichender Daten zu ermöglichen. Daher sind für April mehrere Treffen geplant, um die Funktionsweise der neuen Regeln zu bewerten und festzustellen, ob Anpassungen erforderlich sind."
"Mögliche Anpassungen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Energiemanagement, erfordern sorgfältige Simulationen und detaillierte Analysen. Die FIA wird weiterhin eng und konstruktiv mit allen Beteiligten zusammenarbeiten, um das bestmögliche Ergebnis für den Sport zu gewährleisten, wobei die Sicherheit stets ein Kernelement der Mission der FIA bleiben wird."
"Zum jetzigen Zeitpunkt wären Spekulationen über die Art möglicher Änderungen verfrüht. Weitere Informationen werden zu gegebener Zeit bekannt gegeben."
Aston Martin erstmals im Ziel
Zumindest ein kleiner Erfolg für Honda beim Heimspiel: Zum ersten Mal in diesem Jahr sah ein Aston Martin bei einem Grand Prix die Zielflagge. Das sei "ein erster guter Schritt in Sachen Zuverlässigkeit" gewesen, so Shintaro Orihara.
"In den letzten Wochen haben wir gemeinsam mit dem Team intensiv daran gearbeitet, diesen Bereich zu verbessern. Darüber hinaus haben wir die Leistung unserer Motoren gesteigert und unsere Energiemanagementstrategie optimiert", betont der Japaner.
Alonso landete am Ende auf P18 und erklärt selbst: "Dass wir das Rennen hier in Suzuka heute zu Ende gefahren sind, zeigt deutliche Fortschritte für das Team, und das ist ein großer Pluspunkt, den wir aus diesem Wochenende mitnehmen sollten."
Teamkollege Lance Stroll schaffte es derweil nicht ins Ziel. "Wir müssen das noch genauer untersuchen, aber es sieht nach einem Problem mit dem Wasserdruck im Verbrennungsmotor aus", erklärt er seinen Ausfall.
Norris: Keine Kontrolle als Fahrer
Der Weltmeister hat sich nach dem heutigen Rennen wieder einmal kritisch über das neue Reglement geäußert und erklärt, dass man als Fahrer teilweise gezwungen sei, das zu machen, was die Batterie wolle.
Er nennt ein Beispiel: "Ich wollte Lewis gar nicht überholen. Es ist nur so, dass meine Batterie Energie abgibt, was ich eigentlich gar nicht will, aber ich kann es nicht kontrollieren."
"Also überhole ich ihn, aber dann ist meine Batterie leer, und er rast einfach wieder an mir vorbei", zuckt er die Schultern und betont: "Zumindest sollte der Fahrer die Kontrolle darüber haben, aber das haben wir nicht."
"Die Rennen sehen im TV zwar toll aus, aber das Fahrerlebnis im Auto ist sicherlich nicht so authentisch, wie es sein müsste", betont er.
Audi wieder ohne Punkte: Starts im Fokus
Nach P11 in China landete Nico Hülkenberg auch heute wieder auf dem undankbaren elften Platz. Er verlor gleich beim Start viele Positionen und erklärt daher: "In den kommenden Wochen müssen wir uns als Team darauf konzentrieren, unsere Starts zu verbessern."
"In der ersten Runde habe ich mehrere Plätze verloren - von Platz 13 auf Platz 19 -, was die Situation von da an erschwerte. Da wir fast das gesamte Rennen über im Verkehr feststeckten, hatten wir kaum Möglichkeiten, weiter nach vorne zu kommen", ärgert er sich.
Denn eigentlich habe man eine "gute Pace und eine realistische Chance auf Punkte" gehabt, glaubt er. Doch am Ende klappte es wieder nicht. Teamkollege Gabriel Bortoleto blieb als 13. ebenfalls ohne Zähler.
"Unsere Startleistung ist noch nicht dort, wo sie sein müsste, und wir haben in der ersten Runde deutlich an Boden verloren, was letztendlich die gute Arbeit von gestern zunichte gemacht und das Rennen für beide Fahrer beeinträchtigt hat", so Mattia Binotto.
Grundsätzlich ist der Italiener aber damit zufrieden, zumindest zum ersten Mal in diesem Jahr beide Autos ins Ziel gebracht zu haben.
Red Bull: Der Motor ist nicht das Problem
P8 und P12 heute für Verstappen und Hadjar. Der Franzose sagt dazu: "Wir haben eine gute Powerunit." Das Problem liege beim Chassis, das "furchtbar" sei. "Wir sind in den Kurven einfach zu langsam", so Hadjar.
Eine Einschätzung, die Verstappen teilt. Der Motor sei "nicht unser größtes Problem", stellt er klar und betont, dass man sich auch dort natürlich noch "verbessern" könne. "Aber was die reine Leistung angeht, ist das nicht unser Schwachpunkt", erklärt er.
Unter anderem müsse man das Suzuka-Update besser verstehen, "denn ich bin mir nicht so sicher, ob das hier wirklich gut funktioniert hat", so Verstappen. Generell habe man noch viel Arbeit am Auto vor sich.
Russell: Eine Runde machte den Unterschied
Der Brite geht davon aus, dass er das Rennen gewonnen hätte, wenn das Safety-Car eine Runde früher gekommen wäre. "Nur eine Runde vorher, und wir hätten das Rennen gewonnen", ärgert er sich.
"Das gehört nun mal irgendwie zum Rennsport dazu, aber danach kam ein Problem nach dem anderen", winkt er ab und erklärt: "Beim Restart nach der Safety-Car-Phase konnte ich meine Batterie nicht aufladen, sodass Lewis einfach an mir vorbeiraste."
Später verlor er dann auch noch eine Position an Leclerc wegen eines Problems. Letztendlich habe heute einfach nur Glück beziehungsweise Pech über den Ausgang entschieden, glaubt er.
"Wenn es keinen Unfall gegeben hätte, hätten wir es vielleicht bereut, zu diesem Zeitpunkt nicht an die Box gefahren zu sein", so Russell, der seinem Team daher auch keinen Vorwurf macht.
Er habe heute nur einfach kein Glück gehabt.
Kritik an Colapinto nach Bearman-Crash
Die Rennleitung sprach keine Strafe aus, doch Experte Timo Glock erklärt bei Sky: "Wenn ich mir das jetzt mal genau von Ollie Bearmans Onboard ansehe, dann wäre das in meinen Augen eine Strafe für Colapinto gewesen."
"Er kam im letzten Moment, und Ollie Bearman hatte sich bereits committed", betont Glock und erklärt: "Franco Colapinto geht nach rechts, Ollie Bearman nach links. In dem Moment wechselt Colapinto nach links, und Bearman hat schlicht keine Chance."
"Es gehört zur Aufgabe der Fahrer dazu, solche Situationen zu überblicken. Das ist Teil der Komplexität der neuen Formel 1. Man muss eigentlich schon vorher wissen, was auf einen zukommt", fordert Glock.
Colapinto hätte daher wissen müssen, dass er ohne Batterie keine Chance habe, sich zu verteidigen. George Russell habe gegen Charles Leclerc gezeigt, wie man sich in so einer Situation richtig verhalte.
Leclerc: Müssen uns überall verbessern
Der Monegasse stand zwar auf dem Podium und konnte heute sogar einen Mercedes hinter sich lassen. Er betont jedoch bei Sky: "Sie haben immer noch einen großen Vorsprung, und es liegt an uns, zu versuchen, diese Situation zu ändern."
Vor allem beim Motor sei Mercedes vorne, so Leclerc. "Das ist zwar ein Schwerpunkt, aber wir dürfen nicht vergessen, dass auch die Weiterentwicklung des Chassis und der Aerodynamik sowie die optimale Abstimmung der Reifen enorme Vorteile bringen."
"All das macht den Unterschied aus. Den Motor können wir derzeit ohnehin nicht ändern. Aber in der Zwischenzeit müssen wir absolut alles am Auto verbessern", fordert er.
Sainz: Unfall war nur Frage der Zeit
Carlos Sainz ist nicht überrascht davon, dass es heute einen schweren Unfall gegeben hat. "Es war nur eine Frage der Zeit, bis es zum ersten großen Crash kommt", sagt er über das neue Formel-1-Reglement.
"Mit diesen Regeln wird es häufig zu solchen Unfällen kommen", fürchtet er und erklärt: "Das ist das Problem, wenn man nur auf die Teams hört." Denn den Fahrern sei das schon vorher klar gewesen.
"Ich hoffe wirklich, dass sie auf uns hören und sich auf das Feedback konzentrieren, das wir ihnen gegeben haben", sagt er daher in Richtung der FIA.
Hamilton: Hatte einfach keine Power
Der Brite lag nach den Boxenstopps auf Podestkurs, fiel dann dann aber noch hinter Leclerc, Russell und schließlich auch Norris zurück. "Ziemlich furchtbar", fasst er sein Rennen daher bei Sky zusammen.
"Ich muss einfach nur herausfinden, wo mir die Power gefehlt hat", betont Hamilton. Ihm habe "vor allem im zweiten Stint" Leistung gefehlt, doch auch zu Beginn des Rennens sei das bereits ein Problem gewesen.
"Ich verstehe das nicht so ganz. Ich gebe Vollgas und manage genau so, wie es von mir verlangt wird, aber aus irgendeinem Grund fehlte mir heute einfach die Leistung", grübelt der Ferrari-Pilot.
"Ich muss also herausfinden, ob etwas mit dem Auto nicht stimmt", sagt Hamilton daher.
Stella: Russell hatten wir im Griff
Offen bleibt die Frage, ob Oscar Piastri das Rennen ohne Safety-Car gewonnen hätte. McLaren-Teamchef Andrea Stella sagt dazu bei Sky: "Ich glaube, wir hätten heute mit Russell mithalten können."
"Er war zwar offensichtlich etwas schneller als wir, aber Oscar hatte den Vorteil, dass er vor ihm war. Und es sah so aus, als könnte er ihn hinter sich halten, als Oscar erst einmal im Rhythmus war", so Stella.
"Ich glaube also, wir hätten gegen Russell eine Chance gehabt", sagt der Teamchef, der jedoch gesteht: "Es ist unklar, ob wir vor Antonelli hätten bleiben können." Denn der Italiener war schneller als sein Teamkollege.
Wichtiger ist laut Stella aber sowieso, "dass sich der Fortschritt, den wir gestern im Qualifying gesehen haben, im Rennen bestätigt hat."
Bearman-Crash: Colapinto warnt vor Unfällen
Franco Colapinto war unfreiwillig der Auslöser des schweren Unfalls heute. Er erklärt: "Ehrlich gesagt war es wirklich seltsam." Es habe sich fast wie auf einer Outlap angefühlt, so langsam sei er plötzlich im Vergleich zu Bearman gewesen.
"Das ist eine Kurve, die wir mit Vollgas fahren, und er war mehr als 50 km/h schneller als ich. Das ist also sehr seltsam", so Colapinto, der warnt: "Ich glaube, an manchen Stellen wird es wirklich gefährlich."
"Ich bin froh, dass es ihm gut geht. Ich habe ihn im Paddock herumlaufen sehen, und er scheint in Ordnung zu sein", so der Alpine-Pilot. Die hohen Geschwindigkeitsunterschiede sind in der Tat potenziell gefährlich.
Colapinto erinnert in diesem Zusammenhang auch an den Start in Melbourne. Das müsse sich die FIA für die Zukunft ansehen.
Mercedes: "Bug" kostete Russell P3
Auch das hat Toto Wolff bei Sky verraten. "Es handelte sich um einen Bug im elektrischen System, in der Software", so Wolff über die Situation, als Russell plötzlich langsamer wurde und einen Platz an Charles Leclerc verlor.
"Das Ergebnis war ein Super-Clip, der das Auto abbremste, und genau dort verlor er unerwartet seine Position an Leclerc", so Wolff. Am Ferrari kam Russell dann bis zum Rennende nicht mehr vorbei.
Wolff: Set-up hat Russell geschadet
Toto Wolff betont bei Sky, dass George Russell heute mit stumpfen Waffen gekämpft habe. Das falsche Set-up, das sich bereits im Qualifying auswirkte, habe "sicher heute Performance gekostet", so der Teamchef.
Antonelli auf der anderen Seite sei "sehr stark" gewesen, so Wolff, der im Hinblick auf den Start lediglich mit einem Grinsen anmerkt: "Da müssen wir in die Fahrschule gehen, wenn man die Kupplung regelmäßig loslässt."
Davon abgesehen habe der erste Sieg in China Antonelli aber einfach "Selbstvertrauen" gegeben. "Diese Easyness, die damit kommt, ist sicher ein Vorteil", so Wolff.
Antonelli: Starts müssen besser werden
Der Italiener machte sich das Leben heute selbst schwer und erklärt: "Zum Glück habe ich jetzt drei Wochen Zeit, also kann ich etwas mit der Kupplung üben, um ein besseres Gefühl dafür zu bekommen."
"Das war bisher in diesem Jahr definitiv eine Schwachstelle", gesteht er und betont: "Das muss ich verbessern, denn davon kann es leicht abhängen, ob man ein Rennen gewinnt oder verliert."
Als er nach dem Safety-Car freie Fahrt hatte, sei die Pace aber "einfach unglaublich" gewesen. Da hatte dann niemand mehr eine Chance gegen ihn.
Berührung zwischen den Ferraris
Charles Leclerc und Lewis Hamilton lieferten sich auch heute wieder einen harten Kampf. Nun hat der Monegasse verraten, dass es dabei sogar zu einer leichten Berührung kam.
"Wir haben uns berührt. Ich dachte, ich hätte einen Platten", so Leclerc. Letztendlich passierte aber nichts und er holte den dritten Ferrari-Podestplatz im dritten Saisonrennen.
Hätte Piastri ohne Safety-Car gewonnen?
"Es wäre wirklich interessant gewesen, was ohne das [Safety-Car] passiert wäre", sagt der Australier nach P2 und erklärt: "Ich konnte George hinter mir halten, und kurz vor den Boxenstopps konnten wir uns sogar wieder ein wenig absetzen."
"Schade, dass wir nie erfahren werden, wie es ausgegangen wäre. Aber ich denke, dass es für uns im Moment eigentlich gar nicht so schlecht ist, über den zweiten Platz enttäuscht zu sein", so der McLaren-Pilot.
Jetzt Fahrer bewerten
Auch in dieser Saison habt ihr bei uns wieder die Möglichkeit, die Piloten für ihre Leistung zu bewerten. Wer waren eurer Meinung nach die besten Fahrer in Suzuka? Jetzt abstimmen!
Und noch ein weiterer Hinweis in eigener Sache: Um 14:00 Uhr MESZ melden sich Kevin Scheuren und Stefan Ehlen live auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de mit ihrer großen Videoanalyse zum Japan-GP.
Antonelli schreibt Geschichte
Der 19-Jährige ist nach seinem Sieg der erste Teenager, der die Formel-1-Weltmeisterschaft anführt. Der bisherige Rekordhalter war Lewis Hamilton, der 2007 aber "schon" 22 Jahre alt war.
Diesen Rekord hat Antonelli heute mehr als deutlich unterboten.
Übersicht
Jetzt Session-Ticker öffnen!
In zehn Minuten beginnt mit etwas Verzögerung das Rennen in Japan und wir verlagern das Geschehen damit erst einmal in unseren Session-Ticker. Hier ist also kurz Pause, nach der Zieldurchfahrt geht es an dieser Stelle weiter mit den Stimmen zum Grand Prix.
Und wenn ihr wissen wollt, wie ihr die Formel 1 an diesem Wochenende im Livestream sehen könnt, dann erfahrt ihr das hier.
Es bleibt trocken
In Japan gab es bereits einige legendäre Regenrennen. Heute wird es in Suzuka allerdings trocken bleiben, die offizielle Regenwahrscheinlichkeit für das Rennen liegt bei null Prozent.
Auch davon abgesehen sind die Bedingungen ganz ähnlich wie an den Vortagen. Hier sollte es also keine bösen Überraschungen geben.
Russell: Problem aus Qualifying nicht gelöst
Mercedes verzockte sich gestern beim Set-up des Briten. Weil die Autos anschließend nicht mehr umgebaut werden durften, nimmt Russell dieses Problem nun auch mit uns Rennen.
Auf die Frage, ob es behoben sei, antwortet er daher bei Sky: "Gelöst ist es nicht, aber ich glaube, wir haben Möglichkeiten, wie ich das Problem umfahren kann."
Wichtig sei es nun erst einmal, beim Start nicht wieder hinter die Ferraris zurückfallen.
Alle in der Startaufstellung
Tatsächlich haben es zum ersten Mal in diesem Jahr alle 22 Autos in die Startaufstellung geschafft. Hoffen wir mal, dass jetzt keine weiteren Probleme mehr auftreten. In einer halben Stunde geht es los!
Boxengasse offen
Die Reparaturen sind abgeschlossen und die Boxengasse ist offen. Zehn Minuten haben die Fahrer nun, um sich auf den Weg in die Startaufstellung zu machen. Drücken wir mal die Daumen, dass es alle schaffen.
Start um 07:10 Uhr
Die FIA teilt mit, dass es um 14:10 Uhr Ortszeit losgehen soll - also um 07:10 Uhr MESZ. Damit verschiebt sich demnach alles um zehn Minuten nach hinten. Die Boxengasse sollte also um 06:30 Uhr öffnen.
Start verzögert sich
Vor der Formel 1 ist heute bereits der Porsche Carrera Cup Japan in Suzuka gefahren - und bei dem Rennen gab es einen schweren Unfall. Nun muss die Streckenbegrenzung repariert werden, weshalb sich der Start verzögert. Die FIA teilt mit:
"Der Start der Einführungsrunde wird sich verzögern, da nach einem Zwischenfall in einer Rahmenserie derzeit Reparaturen an der Leitplanke in Kurve 12 durchgeführt werden."
"Auch die Öffnungszeiten der Boxengasse für die Erkundungsrunden werden sich verzögern", heißt es.
Alle 22 Autos am Start?
Bislang gab es in dieser Saison noch keinen Start mit allen 22 Autos. Ändert sich das heute? Zumindest hat bislang niemand einen Start aus der Boxengasse angekündigt.
Das muss aber nichts heißen, denn selbst wenn die Fahrer ganz regulär starten wollen, müssen die Autos das ja erst einmal schaffen. Man denke nur an McLaren in China.
Schauen wir also mal, ob es nachher wirklich eine volle Startaufstellung gibt. In weniger als zehn Minuten öffnet erst einmal die Boxengasse.
Direktvergleich
Auch beim dritten Saisonrennen starten die beiden Mercedes-Piloten wieder aus der ersten Reihe. Aber wo hat Kimi Antonelli die entscheidende Zeit gegenüber George Russell im Qualifying gewonnen? Die Antwort gibt es hier im Direktvergleich:
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