Beinahe-Katastrophe am Start: Colapinto mit Mega-Reflex!
Beinahe wäre es zwischen Liam Lawson und Franco Colapinto zu einem schweren Unfall gekommen, der durch einen Wahnsinnsreflex verhindert wurde
Liam Lawson muss das Feld an sich vorbeiziehen lassen
Foto: LAT Images
McLaren-Teamchef Andrea Stella hatte vor der Saison vor einer möglichen Gefahr am Start gewarnt - und tatsächlich wäre es am Start zum Formel-1-Auftakt in Australien 2026 beinahe zu einer Katastrophe gekommen. Nur einer "katzengleichen" Reaktion von Franco Colapinto ist es zu verdanken, dass es keinen schweren Unfall gab.
Denn der Alpine-Pilot wäre im Startgetümmel beinahe auf den Racing Bulls von Liam Lawson aufgefahren, der nur im Schneckentempo von der Linie wegkam. Erst im letzten Moment konnte Colapinto, der vier Reihen hinter Lawson gestartet war, den Neuseeländer sehen und noch blitzschnell rechts um dessen Auto lenken, wobei er sogar leicht die Mauer touchierte.
"Ich hatte ehrlich gesagt wahnsinniges Glück, heil durch diese erste Runde zu kommen - wirklich großes Glück", sagt der Argentinier nach dem Rennen. "Ich glaube, bei diesen neuen Autos kann so etwas passieren, aber es war verdammt gefährlich und eine extrem brenzlige Situation."
"Ich bin froh, dass ich da durchgekommen bin. Ich habe die Mauer zwar ganz leicht mit dem rechten Hinterreifen touchiert, aber ansonsten ist zum Glück nichts passiert", so Colapinto.
Lawson verliert an Leistung
Warum Lawson einen so schlechten Start erwischte, kann er selbst auch nicht sagen: "Ich bin losgefahren, aber kam nicht vom Fleck. Ich hatte plötzlich überhaupt keine Leistung mehr und es hat bestimmt fünf Sekunden gedauert, bis sie wieder da war", hadert Lawson, der dadurch jede Chance auf ein gutes Rennergebnis verlor.
Denn während Teamkollege Arvid Lindblad von Startplatz neun sogar kurzzeitig auf Platz drei nach vorne schoss, sah sich Lawson am Ende des Feldes wieder und wurde im Ziel als 13. gewertet. "Das ist extrem frustrierend", ärgert er sich.
"Ich weiß nicht, was da passiert ist; bei den Tests hatten wir so etwas nie", wundert er sich. "Ich hatte einfach gar keine Power. Ich bin losgefahren und zack - alles weg. Ich stand einfach nur da und habe die Leistung nicht zurückbekommen. Erst ein paar Sekunden später war sie wieder da, und dann hatte ich natürlich massiven Wheelspin."
"Reaktion wie eine Katze"
Auch Lawson hatte natürlich Glück, dass er von keinem Konkurrenten getroffen wurde. Für seine Reaktion erhielt Colapinto dabei großes Lob: "Wahnsinn. Er hat hier Reaktionen wie eine Katze", meint Ex-Pilot und TV-Experte Anthony Davidson bei Sky.
"Ich meine, wenn ich das jetzt in Zeitlupe abspiele - achten Sie mal darauf, was er am Lenkrad macht. Wie um alles in der Welt er das Hinterrad und die Mauer vermieden hat, ist mir ein Rätsel. Es ist unglaublich. Das könnte ich mir tausendmal ansehen, ich komme darüber einfach nicht hinweg."
"Dass es da nicht gekracht hat ... Wir alle haben mit ein paar schlechten Starts gerechnet, aber wow - er war völlig im Blindflug unterwegs bei dem, was da mit dem armen Liam Lawson passiert ist."
Stella: Wir müssen mehr tun!
Der Vorfall war natürlich Wasser auf die Mühlen von Andrea Stella: "Die Sorge bleibt bestehen. Heute sind wir beim Start nur knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt", meint der McLaren-Teamchef und spricht von "enormen Geschwindigkeitsunterschieden" im Feld.
"Wir können jetzt entweder auf das Beste hoffen oder wir unternehmen proaktiv etwas, um sicherzustellen, dass wir diese Differenzen verringern. Das ist eine hochgradig technische Angelegenheit", sagt er.
"Ich denke nicht, dass wir uns jetzt in Details verlieren sollten, ob wir dies oder jenes tun müssen. Mein Appell, mein Aufruf ist schlicht: Wir müssen mehr tun. Wir müssen den Fokus auf die Startprozedur richten, denn irgendwann wird das zu einem ernsthaften Problem werden."
Diese Story teilen oder speichern
Registrieren und Motorsport.com mit Adblocker genießen!
Von Formel 1 bis MotoGP berichten wir direkt aus dem Fahrerlager, denn wir lieben unseren Sport genau wie Du. Damit wir dir unseren Fachjournalismus weiterhin bieten können, verwendet unsere Website Cookies. Dadurch wird Dein Nutzererlebnis optimiert und die Werbung auf Deine Interessen zugeschnitten. Wir wollen dir aber natürlich trotzdem die Möglichkeit geben, eine werbefreie Website zu genießen.