DTM-Ausstieg oder bleiben: "Die viele Arbeit hat sich gelohnt"

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DTM-Ausstieg oder bleiben:
Autor: André Wiegold
15.12.2018, 14:24

Mercedes hat die DTM verlassen und sich damit nach 30 Jahren aus der Serie verabschiedet – War die Entscheidung richtig oder ergibt es Sinn, der DTM treu zu bleiben?

Zwei Marken mit zwei verschiedenen Meinungen: Während Mercedes sich für den Ausstieg aus der DTM nach der Saison 2018 entschieden hat, spricht BMW-Motorsportchef Jens Marquart davon, dass "die viele Arbeit sich gelohnt hat" und die DTM für einen Hersteller weiterhin sehr attraktiv ist. Mercedes reizt hingegen die Formel E, da dort Elektromotoren zum Einsatz kommen. Jedoch ist auch BMW in der elektrischen Formelserie aktiv.

"Das wichtigste Thema war: Wie geht es weiter mit der DTM?", so Marquart. "Da haben wir ganz viel Arbeit investiert." Gerhard Berger und die ITR hätten sich mit vollem Einsatz für die Serie eingesetzt. "Der Schlag, der Daimler der Serie versetzt hatte, kam ziemlich aus dem Blauen heraus", so der BMW-Motorsportchef. "Da ging es darum, alles in Bewegung zu setzen. Das haben wir miteinander hingekriegt."

Die DTM vor dem Untergang zu bewahren, sei ein echter "Kraftakt" gewesen, berichtet Marquart. Er stellt klar: "Mit Aston Martin ist jetzt wieder ein dritter Hersteller dabei. Für nächstes Jahr ist es, glaube ich, ein gutes Set-up. Für mich ist die DTM nach wie vor die beste Tourenwagen-Rennserie der Welt. Es hat sich gelohnt, viel Arbeit reinzustecken." BMW ist seit der Saison 2012 in der DTM aktiv und hat seitdem drei Fahrertitel gewonnen.

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Gary Paffett, Mercedes-AMG Team HWA, Mercedes-AMG C63 DTM

Gary Paffett, Mercedes-AMG Team HWA, Mercedes-AMG C63 DTM
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Foto: Alexander Trienitz

Paul Di Resta, Mercedes-AMG Team HWA, Mercedes-AMG C63 DTM

Paul Di Resta, Mercedes-AMG Team HWA, Mercedes-AMG C63 DTM
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Lucas Auer, Mercedes-AMG Team HWA, Mercedes-AMG C63 DTM

Lucas Auer, Mercedes-AMG Team HWA, Mercedes-AMG C63 DTM
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Gary Paffett, Mercedes-AMG Team HWA, Mercedes-AMG C63 DTM

Gary Paffett, Mercedes-AMG Team HWA, Mercedes-AMG C63 DTM
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Gary Paffett, Mercedes-AMG Team HWA, Mercedes-AMG C63 DTM

Gary Paffett, Mercedes-AMG Team HWA, Mercedes-AMG C63 DTM
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BMW M4 DTM, Bruno Spengler, Estoril

BMW M4 DTM, Bruno Spengler, Estoril
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Foto: BMW Motorsport

Nick Yelloly, BMW M4 DTM

Nick Yelloly, BMW M4 DTM
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Nick Catsburg, BMW M4 DTM

Nick Catsburg, BMW M4 DTM
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Nick Yelloly, BMW M4 DTM

Nick Yelloly, BMW M4 DTM
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BMW M4 DTM, Bruno Spengler, Estoril

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Foto: BMW Motorsport

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff verteidigt hingegen die Entscheidung seines Herstellers, aus der DTM auszusteigen. Er sagt: "Wir haben 30 Jahre lang DTM gemacht. Wir lieben den Tourenwagen-Sport. Ich halte die DTM für einen fantastischen Sport. Aber die Zeiten ändern sich. Die Automobilindustrie ebenso. Sie wird immer mehr elektrisch." Deshalb sei der Einstieg in die Formel E der logische Schritt gewesen. Mit der Formel 1 und der Formel E habe Mercedes die perfekten Plattformen im Motorsport gefunden.

"Die Formel E befindet sich im Wachstum und ist spektakulär", erklärt Wolff. "Sie ist inzwischen ein Spielfeld für zahlreiche Automobilhersteller, mit denen wir uns messen wollen. Wir finden, dass die Formel 1 für uns perfekt ist, weil sie ein globaler Sport ist und das Gefühl des Motorsports verkörpert." Die Formel E sieht der Österreicher als "Start-up" an, dessen Zukunft noch nicht ganz klar definiert ist. Der Marke würde die Formel E, wie sie heute ist, aber sehr gefallen.

"Ist die Formel E mehr Motorsport oder eher Event?", fragt sich der Mercedes-Sportchef. "Wir werden sehen, ob wir erfolgreich sein werden oder nicht. Es geht um Elektrifizierung, es geht darum, mitten in großen Städten zu fahren. Die Formel E als Start-up auf der einen Seite und Mercedes-AMG als Speerspitze in der Formel 1 auf der anderen Seite ist eine Kombination, die für uns gut funktioniert." Deshalb scheint die DTM im Mercedes-Programm einfach keinen Platz mehr zu haben.

Mit Informationen von Stefan Ehlen & Dieter Rencken

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Rennserie DTM
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