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Formel-1-Live-Ticker: Willi Weber feuert gegen Ecclestone

Formel-1-Live-Ticker: Willi Weber feuert gegen Ecclestone

Formel-1-Live-Ticker: Willi Weber feuert gegen Ecclestone

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Das war's!

Christian Nimmervoll hat dich heute ab 17:00 Uhr über die Zielgerade gebracht. Und weil's morgen schon um 1:00 Uhr deutscher Zeit Dienstantritt ist, wird's langsam Zeit, hier zuzudrehen. Wir wünschen einen schönen Abend und freuen uns auf das erste Training. Das gibt's ab 4:00 Uhr deutscher Zeit live im Session-Ticker. Bis dann!

Weber vs. Ecclestone

Bernie Ecclestone hat sich in einem Interview mit der 'Auto Bild motorsport' kritisch gegenüber Michael Schumacher geäußert. "Sein Problem war: Er kannte kein Limit", sagt der ehemalige Formel-1-Boss und spielt auf Kontroversen wie Jerez 1997 oder Monte Carlo 2006 an: "Die Skandale brachten zwar viel Publicity, aber nicht unbedingt die, die wir wollten", so Ecclestone vor dem 1.000. Rennen der Formel-1-Geschichte am Sonntag in Schanghai.

Kritik, die nun Schumachers ehemaligen Manager Willi Weber auf den Plan ruft. Der stuft Ecclestones Aussagen im Kölner 'Express' als "blödes Geschwätz" ein und schießt zurück: "Du musst als Rennfahrer ans Limit gehen und manchmal auch darüber hinaus. Das wusste keiner besser als Michael, der so zum erfolgreichsten Rennfahrer aller Zeiten geworden ist. Und das weiß auch Bernie."

Jahrelang, schreibt der 'Express', habe sich Ecclestone dank Schumachers Ferrari-Erfolgen "die Taschen vollgemacht" und sich in dessen Erfolg gesonnt. Weber findet: "Das ist stillos. Nachtreten macht man grundsätzlich nicht. Die Jahre, wo Michael in der Formel 1 war, hat er sie in eine ganz andere Position gebracht, wo sie nie war und vielleicht nie wieder sein wird."

Michael Schumacher  ~Michael Schumacher ~

Foto: LAT

Hamilton: 1.000. Grand Prix geht mir am A.... vorbei

Um das 1.000. Rennen der Formel-1-Geschichte wird ein Riesen-Hype veranstaltet. Dabei ist Schanghai 2019 ein Grand Prix wie jeder andere. Das sieht zumindest Lewis Hamilton so: "Geburtstage, Jubiläen, auf all diese Dinge gebe ich nichts. Es ist ein Rennen wie jedes andere. Ich bin hier, um meinen Job zu machen, und mein Job heißt gewinnen. Ob das jetzt das 1.000. Rennen ist oder das 2.000. oder das 10.000., ist für mich irrelevant."

Froh ist der Mercedes-Fahrer darüber, dass der Rennkalender nicht so verschoben wurde, dass das 1.000. Rennen in Silverstone steigt: "Das Wetter zu Hause in Großbritannien ist nicht gut. Der Silverstone-Termin passt so, wie er ist. Ich weiß nicht, warum der Termin immer mit Wimbledon kollidiert. Das ist vielleicht schlecht getimt. Aber das Wetter in Silverstone war in den vergangenen Jahren immer gut, und das ist gut für die Fans."

Alle rätseln über Ferraris mörderischen Topspeed

Ist es die Motorleistung, ist es der Luftwiderstand? Im Paddock in Schanghai wird darüber spekuliert, warum der Ferrari in Bahrain auf einmal so mörderisch schnell war, und zwar vor allem auf den Geraden. Mercedes sagt, das hat 0,4 Sekunden pro Runde ausgemacht, und die kommen vor allem vom Motor. Ferrari sagt, der Unterschied beim Motor ist nicht groß, aber der Luftwiderstand macht's aus.

Einer, der es wissen muss, ist Günther Steiner. Das Haas-Team fährt mit Ferrari-Power. Er sagt: "Der Ferrari ist sehr schnell, und viele sagen, das kommt vom Motor. Ich glaube, es ist eine Kombination aus Motor und Luftwiderstand. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Luftwiderstand zu reduzieren, und ich denke, Ferrari hat diesbezüglich ganze Arbeit geleistet."

Am Benzin liege es jedenfalls nicht. Bekanntlich hatte Christian Horner erklärt, Ferraris Shell-Benzin rieche nach Grapefruit-Saft. Steiner witzelt: "Ferrari hat uns im Winter gefragt, welche Geschmacksrichtung wir wollen. Unsere Jungs mögen Himbeere, also haben wir Himbeergeschmack bestellt. Im Ernst: Ich habe noch nie erlebt, dass ein Benzin nach Grapefruit riecht. Und mir wäre ein solcher Geruch in unserer Garage nicht aufgefallen."

Perez wechselt Helmausrüster

Max Verstappen ist im Zuge des Homologations-Chaos von Arai zu Schuberth gewechselt. Darüber haben wir bereits berichtet. Sergio Perez hingegen wechselt 2019 von Schuberth zu Bell. "Der Bell ist auch ein fantastischer Helm", sagt er. "Ich habe ihn anprobiert, und China wird mein erstes Rennen damit. Ich habe meine Karriere in der Formel 1 bei Bell begonnen, und jetzt kehre ich zu ihnen zurück."

Die beste erste Rennrunde aller Zeiten?!

Heute vor 26 Jahren beim Europa-Grand-Prix in Donington: Ayrton Senna liegt nach dem Start auf Position fünf, führt auf nasser Strecke aber am Ende der ersten Runde. Ein magischer Moment der Formel-1-Geschichte, hier verewigt in einem Videobeitrag, der auch Zeitzeugen zu Wort kommen lässt!

Unbedingt reinschauen!

Vettel: Der Schnauzer fährt wieder mit

Ferrari-Pilot Sebastian Vettel hält an seiner Gesichtsfrisur fest: Auch in China präsentierte sich der viermalige Weltmeister mit "Schnauzer". Schon in Bahrain hatte, darauf angesprochen, auf Nigel Mansell verwiesen, der einen ähnlichen Bart getragen hatte. Und noch etwas haben Vettel und Mansell gemeinsam: Beide fuhren über Jahre erfolgreich Formel-1-Autos mit der Startnummer 5.

Sebastian Vettel Ferrari Scuderia Ferrari Mission Winnow F1 ~Sebastian Vettel (Ferrari) ~

Foto: LAT

McLaren im Mittelfeld, aber wo dort?

Nach dem überraschend starken Auftritt von Lando Norris und Carlos Sainz in Bahrain stellt sich die Frage, wie gut der McLaren MCL34 wirklich ist. Doch Norris traut sich noch keine Einschätzung zu: "Dafür ist es noch zu früh. Immerhin können wir sagen, wir haben eine ganz ordentliche Grundlage. Ich würde uns aber nicht als Anführer des Mittelfelds bezeichnen, wenngleich wir vor anderen Teams stehen dürften."

Er sehe aber das Potenzial, dass sich McLaren mittelfristig zwischen Haas und Renault einsortieren könne. "Das Auto ist gut genug für eine Q3-Teilnahme [im Qualifying]. Das ist unsere bisherige Erkenntnis. Bis wir in eine Position gelangen, wie sie Red Bull derzeit innehat, das wird noch eine Weile dauern. Aber unser Auto ist jetzt schon nicht schlecht."

Räikkönen: Machen Kinder wirklich langsamer?

Kimi Räikkönen wurde in der Pressekonferenz in China mit der Motorsport-Legende konfrontiert, wonach ein Rennfahrer-Papa mit jedem Kind eine Sekunde langsamer wird. Räikkönen antwortete auf seine typisch trockene Art: "In der Formel 1 gibt es unheimlich viele Geschichten, die keinerlei Substanz haben. Ich glaube nämlich nicht, dass Kinder einen Unterschied machen. Das Leben abseits der Rennstrecke mag sich verändern, aber ohne Auswirkungen auf das Fahren."

Sergio Perez stimmt seinem Formel-1-Kollegen zu und meint seinerseits: "Wir Fahrer denken im Auto nicht an unsere Familien, an unsere Kinder. Wir fahren einfach nur so schnell es geht." Doch wer als Vater nicht gerade im Fahrzeug sitze, der erlebe eine ganz andere Welt, sagt Perez und scherzt: "Hast du Kinder, dann schläfst du automatisch weniger. Und auf einmal wird ein Formel-1-Rennwochenende zum Urlaub!"

Kubica: Kein Fitnessproblem in der Formel 1

Die verletzte Hand spielt mit: Robert Kubica sagt vor dem China-Rennen der Formel 1, seine rechter Arm behindere ihn nicht beim Fahren. "Körperlich bin ich in guter Verfassung. Ich hatte während der Rennen keine Probleme [mit der Fitness]. Und das ist etwas, worüber sich die meisten Leute Sorgen gemacht hatten. Doch das Ergebnis ist: Es gibt eben nichts, worüber man sich Sorgen machen müsste. Aber genau so hatte ich das auch erwartet. Besorgniserregend ist nur unser Tempo", meint Kubica und verweist damit auf den chronisch langsamen Williams FW42, das bisher schlechteste Fahrzeug in diesem Jahr. "Das macht uns das Leben nicht gerade einfach", sagt er. "Und da wird es natürlich auch schwierig, positive Ergebnisse zu erzielen. Ich hatte aber bereits für mich persönlich ein paar Erfolgserlebnisse. Deshalb bin ich zufrieden damit, was ich bisher erreicht habe."

Leclerc: Mercedes blufft doch nur!

Ferrari-Pilot Charles Leclerc will vor dem dritten Rennwochenende des Jahres nicht als Favorit gelten. "Es ist immer besser, unter dem Radar zu fliegen", sagt er. Außerdem: "Wir hatten in Bahrain ein gutes Auto, aber das muss nicht bedeuten, dass das im restlichen Saisonverlauf immer der Fall sein wird. Wir müssen einfach weiter daran arbeiten."

Denn, und das betont Leclerc, die Konkurrenz schlafe nicht. "Mercedes ist nahe dran, viel näher, als sie euch allen glauben machen wollen", so Leclerc. "Einfach wird es also nicht."

Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton wird indes nicht müde, seinerseits zu betonen, wie unerwartet die Stärke der Silberpfeile doch komme. "Wir hatten vor dem ersten Rennen nicht mit einer solchen Leistung gerechnet, auch nicht vor dem zweiten Rennen", erklärt Hamilton.

Gemischte Gefühle bei Hülkenberg und Renault

Renault-Fahrer Nico Hülkenberg ist mit gemischten Gefühlen zum dritten Saisonrennen nach China gereist. Denn: "In den ersten beiden Qualifyings ist es uns nicht gelungen, das wahre Tempo des Autos aufzuzeigen. Dennoch haben wir – oder: hätten wir – es geschafft, in den Rennen ordentliche Ergebnisse und Punkte einzufahren."

Ein Doppelausfall technischer Natur verhinderte dies in Bahrain. "Bis dahin waren wir sehr solide unterwegs gewesen", meint Hülkenberg. "Und das ist positiv. Andererseits ist der Abstand zu Mercedes und Ferrari noch immer ziemlich groß. Wir scheinen zwar etwas näher an Red Bull dran zu sein, aber die Siegerautos sind immer noch weit voraus. Und die sind unterm Strich das Ziel, dort willst du hinkommen. Doch die Lücke zwischen ihnen und uns ist noch etwas zu groß."

Gasly gesteht: Bei Toro Rosso fiel's ihm leichter

Pierre Gasly und der Red Bull RB15: Das war bisher keine Liebesbeziehung. Der Franzose räumt auf Nachfrage ein, dass er sich im Toro Rosso STR13 aus dem vergangenen Jahr leichter getan hat. "Ich fühle mich derzeit einfach nicht so wohl. Im Toro Rosso spürte ich, wie das Auto genau das tat, was ich von ihm wollte. Und selbst, wenn es das nicht tat, war es doch vorhersehbar. Und ich selbst hatte einen größeren Einfluss darauf, was vor sich ging." Was diese Aussagen implizieren: Das alles ist bei Red Bull nicht der Fall für Gasly. Er selbst formuliert es so: "Manchmal ist es echt schwierig und unvorhersehbar, ich kann eigentlich auch nicht das tun, was ich im Auto gern tun würde. Daran müssen wir arbeiten, sodass ich meine Leistung abrufen kann."

Seine ersten Punkte des Jahres in Bahrain seien ein Schritt in die richtige Richtung gewesen. "Aber ganz ehrlich: Ich will nicht nur Punkte", sagt Gasly. "Ich will mehr als das. Aber dafür wird es noch Zeit brauchen."

Vettel: Wenn nicht ich, dann wenigstens der Teamkollege!

Ferrari-Pilot Sebastian Vettel betont, er fühle sich durch seinen neuen Teamkollegen Charles Leclerc nicht unter Druck gesetzt. "Ich weiß ja nicht, wie ihr das von außen seht, aber ich hatte noch nie mit einem Fahrer zu tun, der mir die Hölle heißgemacht hätte. Hoffentlich passiert das auch nie. Abgesehen davon habe ich immer Respekt gezollt, wenn andere Leute gut abgeschnitten haben. In Bahrain war ich mit meiner Leistung nicht zufrieden, hatte kein gutes Gefühl im Auto. Ich weiß, ich kann es besser. Es gab viele Rennen, die das beweisen. Aber sagen wir es so: Wenn ich schon nicht in Topform bin, dann ist es doch gut, wenn er es ist."

Red Bull hat sich in Bahrain beim Set-up vertan

Warum war Red Bull beim Rennen in Bahrain nur eine Randerscheinung? Weil sich das Team beim Set-up verrannt hat, wie Max Verstappen erklärt. "Gleich bei den Tests [an gleicher Stelle] haben wir viele Daten gesammelt und auch unseren Fehler bei der Abstimmung erkannt. Leider hatten wir den Fehler das gesamte Wochenende über gemacht. Aber so ist es jetzt. Immerhin haben wir ihn gefunden."

Was genau Red Bull vermasselt hatte, wollte Verstappen nicht sagen. Es soll sich aber um einen "mechanischen Fehler" gehandelt haben, der "groß genug" gewesen sei, massiven Einfluss auf die Leistung zu nehmen – an beiden Autos des Teams. "Wenn alles perfekt gelaufen wäre, hätten wir Platz drei erreichen können. So aber war ich nie zufrieden mit der Balance."

In China müsse Red Bull daher eine andere Strategie fahren. "Es geht darum, dass wir das bestmöglich umsetzen, was in unserer Hand liegt. Und dann schauen wir mal, wie konkurrenzfähig wir sein können. Leider sind wir aber im Augenblick noch nicht schnell genug."

Das neue Formel-1-Mittelfeld

Ferrari, Mercedes und Red Bull sind vorne, aber wer folgt an vierter Stelle? Das ist nach zwei Rennen in der Saison 2019 nicht klar. Denn laut Haas-Teamchef Günther Steiner geht es im breiten Mittelfeld sogar noch munterer zur Sache als in der Vergangenheit. "Ich würde nicht sagen, dass es enger ist, es sind jetzt einfach mehr Teams bei der Musik", sagt Steiner. "Wahrscheinlich kann jeder mal [im Mittelfeld] mitmischen. Das Spitzenteam könnte sich von Strecke zu Strecke unterscheiden. Es gibt nicht das eine Team, das das Mittelfeld anführen würde. Das könnte wirklich sehr interessant werden."

Ein Blick auf den aktuellen WM-Zwischenstand bestätigt diesen Eindruck, zumindest bisher: Die Rennställe auf den Rängen vier bis sieben liegen alle innerhalb von nur vier Punkten.

Neues Qualifying: Skepsis bei den Teams

Mein Kollege Adam Cooper hat sich im Fahrerlager in Schanghai umgehört und interessante Stimmen eingeholt zum möglichen neuen Formel-1-Qualifyingformat mit vier statt drei Einzelsessions. Tenor: Kaum jemand spricht sich für einen Wechsel aus, jeder hält es für einen falschen Schritt. Einige Teams haben sogar bereits Simulationen erstellt – und kamen dabei zu der Erkenntnis, dass vermutlich viel Zeit in der Box zugebracht wird. Das viertschnellste Team im finalen Q4 etwa könnte komplett auf schnelle Runden verzichten. Und damit wäre genau das Gegenteil dessen erreicht, was die Formel 1 eigentlich vorhat: für mehr Fahrbetrieb im Qualifying zu sorgen.

Noch ist aber keine Entscheidung gefallen, ob das vierteilige Qualifying 2020 eingeführt wird oder nicht.

Bis 2002 nutzte die Formel 1 ein einstündiges Qualifying mit einer Beschränkung auf zwölf Runden pro Fahrer. Von 2003 bis 2005 wurde jeweils ein Einzelzeitfahren abgehalten. Das jetzige System mit Q1, Q2 und Q3 existiert seit 2006.

Hamilton: WM-Titelkampf 2019 alles, aber kein Duell

Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton will den Titelkampf in der Fahrerwertung 2019 nicht auf einen Zweikampf reduziert wissen. "Im Augenblick ist es ganz klar, dass nicht nur ich und Sebastian [Vettel] zu den Anwärtern zählen. Das wird sich auch so schnell nicht ändern", meint Hamilton. Er habe alle Ferrari- und Mercedes-Fahrern auf der Rechnung. "Es sind mindestens wir vier und auch die Red-Bull-Piloten. Man darf sie nicht unterschätzen", so der fünfmalige Titelträger.

Bezogen auf Red Bull fügt er hinzu: "Sie sind ein bisschen schwächer in die Saison gestartet. Aber vergangenes Jahr haben sie in China gewonnen und waren auch am Saisonende stark. Ich erwarte dieses Jahr etwas Ähnliches."

Den aktuellen WM-Zwischenstand findest Du hier!

Hülkenberg im dritten Rennen mit zweitem Motor

Renault-Fahrer Nico Hülkenberg schied in Bahrain nach einem Motorenproblem aus. Und das hat Konsequenzen: "Wir mussten jetzt den zweiten Motor hernehmen", erklärt der Deutsche. Bitter ist das vor allem so früh in der Saison, weil pro Fahrer insgesamt nur drei Verbrennungsmotoren vorgesehen sind, mit denen er das komplette Jahr bestreiten muss. Gelingt das nicht, folgen Startplatzstrafen.

Doch bei Renault läuft es auf der Antriebsseite einfach nicht rund. "Wir hatten seit Saisonbeginn diverse Probleme mit der kinetischen Motor-Generator-Einheit" – in der Kurzform: MGU-K – " und bei den Motoren. Jetzt nutzen wir eine modifizierte MGU-K, was unsere Probleme lösen sollte." Die Weiterentwicklung der Komponenten laufe aber weiter, versichert Hülkenberg.

Frontflügel-Update bei Mercedes

Es tut sich was in der Mercedes-Box: Der W10-Silberpfeil wurde in Schanghai mit einer neuen Frontflügel-Endplatte gesichtet. Was es damit genau auf sich hat, kannst Du in diesem Technik-Bericht nachlesen!

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Foto: Giorgio Piola

Gasly fühlt sich nicht unter Druck gesetzt

Laut Red-Bull-Designer steht Pierre Gasly nach zwei Zwischenfällen bei den Testfahrten und bisher durchschnittlichen Leistungen in den Rennen unter Zugzwang. Gasly selbst aber gibt sich gelassen und meint: "Ich habe nicht den Eindruck, unter besonderem Druck zu stehen." Allerdings räumt er einen gewissen "Stress" ein und sagt: "Die Tests liefen nicht ganz reibungslos, ja. Ich fühle mich aber entspannt. Und natürlich ist es ärgerlich, wenn ich nicht das Ergebnis erreiche, das ich haben will. Dazu bin ich zu sehr ein Wettbewerbstyp. Aber so kriege ich nur noch mehr Verlangen danach, gut abzuschneiden und härter zu arbeiten, damit es besser läuft."

Teamintern steht Gasly 2019 bisher klar im Schatten von Max Verstappen, was auch ein Blick auf den WM-Zwischenstand gut dokumentiert.

Verstappen dementiert Mercedes-Gerüchte

Helmut Marko hatte gegenüber 'Auto Bild' erklärt, Mercedes-Sportchef Toto Wolff sei hinter Max Verstappen her und rufe den Formel-1-Piloten und dessen Vater Jos Verstappen häufig an. Doch das will Max Verstappen so nicht stehen lassen: "Ich war überrascht, als ich davon gelesen habe. Erstens spreche ich nie mit Toto. Er ruft nie an, er hat nicht mal meine Nummer. Ich finde das ziemlich witzig." Wolff spreche aber durchaus gelegentlich mit Jos Verstappen, "aber hauptsächlich über Babies und Karts", sagt Verstappen.

Zu einer möglichen Ausstiegsklausel, die Verstappen in seinem Red-Bull-Vertrag haben könnte, wollte er sich nicht äußern. "Über meinen Vertrag darf ich nicht sprechen und das tue ich auch nicht. Es ist doch normal, dass ich dazu keinen Kommentar abgebe", so der Niederländer. 'Auto Bild' hatte spekuliert, Vettel könnte schon 2020 zu Mercedes wechseln, sofern seitens Red Bull 2019 eine Leistungsklausel nicht erfüllt würde. Verstappen steht aber eigentlich bis einschließlich 2020 bei Red Bull unter Vertrag.

Mercedes sieht "ungewöhnliche" Fortschritte bei Ferrari

Für Valtteri Bottas und Lewis Hamilton von Mercedes ist die wahre Ferrari-Stärke noch schwer einzuschätzen. Allerdings ist den Silberpfeil-Piloten in den ersten beiden Saisonrennen etwas aufgefallen: "Ferrari hat zwischen dem ersten und dem zweiten Grand Prix einen ungewöhnlichen Schritt gemacht", wie es Bottas ausdrückt. Sprich: In Australien war der Ferrari noch im Nirgendwo, in Bahrain klar die Nummer eins. "Offensichtlich hatten sie in Melbourne etwas falsch gemacht und Sachir entspricht eher der Realität", meint Bottas. "Ob sich das jetzt so fortsetzt, wissen wir nicht."

Beide Mercedes-Fahrer befürchten, der starke Ferrari-Antrieb könnte Mercedes auf den langen Geraden in Schanghai ins Hintertreffen geraten lassen. "Das könnte Ferrari hier sehr entgegen kommen", sagt Hamilton. "Ich hoffe nur, dass wir uns nicht auf unsere Zuverlässigkeit verlassen müssen, sondern dass es insgesamt enger zugeht."

Ferrari hat Zuverlässigkeit jetzt "im Griff"

Ferrari-Pilot Sebastian Vettel betont vor dem dritten Saisonlauf in China, dass man sich vorab ausgiebig mit der Haltbarkeit von Auto und Antrieb befasst habe, nachdem ein Motorenproblem Charles Leclerc in Bahrain den möglichen Sieg gekostet hatte. "Den Defekt […] haben wir verstanden", sagt Vettel. "Das sollten wir im Griff haben." Leclerc äußert sich ähnlich: "Wir haben den Fehler gefunden. Ich bin mir ziemlich sicher, er wird nicht erneut auftreten. Ich bin zuversichtlich, dass wir diese Scharte in den nächsten Rennen auswetzen können."

Leclerc: So schnelllebig ist die Formel 1

Ob er sich bereits zum Kreise der Titelanwärter in diesem Jahr zählt, wird Ferrari-Neuzugang Charles Leclerc vor dem dritten Saisonrennen gefragt. Seine Antwort spricht Bände für die Schnelllebigkeit in der Formel 1: "Nach dem ersten Rennen hat mich keiner für einen WM-Kandidaten gehalten, aber nach dem zweiten Rennen bin ich das plötzlich für jedermann. In der Formel 1 kann es ganz schnell gehen", meint Leclerc. Sein Rezept, um einen klaren Kopf zu behalten: "Einfach meine Arbeit machen. Dann werden die Ergebnisse schon kommen. Und dann werden wir sehen. Es ist ja noch sehr früh in der Saison."

Er sei "eigentlich nicht" überrascht, wie gut er sich bei Ferrari eingelebt habe. Es gehe ihm "natürlich" von der Hand. "Und von Anfang an lief alles prima", sagt Leclerc. Auch sein Verhältnis zu Sebastian Vettel habe unter den Ergebnissen der ersten Rennen "gar nicht" gelitten. "Natürlich willst du deinen Teamkollegen schlagen. Aber außerhalb des Autos arbeiten wir zusammen. Wir haben da den richtigen Kompromiss gefunden. Und nein, daran hat sich nichts geändert."

Ricciardo und Renault: Von Frust wirklich keine Spur?

Noch läuft es nicht rund für Daniel Ricciardo bei Renault. Doch der frühere Red-Bull-Fahrer betont: Die vielen Probleme lassen ihn (noch) nicht verzweifeln. "Ich hatte – ich will es nicht Schwierigkeiten nennen – einen gewissen Prozess erwartet", sagt Ricciardo. "Natürlich ist es enttäuschend, die Zielflagge [in diesem Jahr] noch nicht gesehen zu haben. Der Rennfahrer in mir lässt sich sicher mal frustrieren. Aber es ist noch sehr früh in der Saison, meine Zusammenarbeit mit dem Team ist noch viel zu jung, als dass man Negativität ausstrahlen sollte. Das wäre jetzt nicht hilfreich. Daher bleibe ich positiv gestimmt."

Es gelinge ihm allmählich, einen Wunschzettel an Renault für die Weiterentwicklung des Fahrzeugs zu entwickeln. "Je mehr ich das Auto fahre, umso mehr kriege ich es in den Griff. Ich sage nicht, dass ich mich im Nirgendwo befinde, aber im Red Bull ging es besser. Auf dieses Fahrgefühl will ich wieder kommen. Und noch habe ich es nicht erreicht."

Vettel hat nicht alle Antworten aus Bahrain

Warum lief's nicht für Sebastian Vettel in Bahrain, für seinen Ferrari-Teamkollegen Charles Leclerc aber schon? Der fehlende Speed im Vergleich zum Teamkollegen im Rennen gibt dem Deutschen immer noch Rätsel auf, obwohl er im Anschluss an den Grand Prix an Ort und Stelle getestet hat. "Wir hatten ja die Möglichkeit, mit dem Test noch ein paar Sachen aufzuarbeiten. Eine genaue Antwort in dem Sinn wird man [aber] nie bekommen, weil man das Ganze nicht unter den gleichen Bedingungen bestätigen kann", sagt Vettel.

Das "Rätsel" aus Bahrain bleibe teilweise ungelöst. "Passt mir auch nicht so, ich hätte lieber eine genaue Antwort", sagt Vettel. "Unterschiede zwischen den Autos gab's eigentlich keine großen, aber man hat ja gesehen, dass ich deutlich mehr zu kämpfen hatte im Rennen als Charles. Wir haben [allerdings] ein paar Ideen und Ansätze. Jetzt schauen wir mal, wie die nächsten Rennen laufen."

Warum ein Telemetrie-Verbot kontraproduktiv wäre

Die Formel 1 wäre besser, wenn es keine Telemetriedaten der fahrenden Autos gäbe. So lautet eine These im Fahrerlager der Rennserie. Doch Haas-Pilot Kevin Magnussen ist nicht überzeugt davon, dass das Racing davon profitieren würde. "Dann müsste man auch sämtliche Simulationen verbieten, die von den Teams bereits vor den Rennwochenenden angestellt werden. Ansonsten haben die großen Teams einen gewaltigen Vorteil. Die kleinen Teams hätten sonst am Freitag keine Chance, anhand ihrer Daten etwas für Samstag und Sonntag zu lernen. Die großen Teams aber wären von Anfang an schneller. [Ein Verbot] würde also bedeuten, die kleinen Teams könnten sich im Wochenendverlauf kaum steigern und auch nicht aufholen."

Eine plausible Analyse der Situation. Genau deshalb wird die Telemetrie wohl auch erlaubt bleiben ...

Hamilton: Kräfteverhältnis bleibt ein Fragezeichen

Wer ist eigentlich die tonangebende Marke in der Formel 1 2019? Ferrari glänzte in Bahrain zwar mit überragendem Speed, doch nach zwei Doppelsiegen in zwei Rennen strahlt vor allem der Mercedes-Stern. Deshalb gibt sich Lewis Hamilton, angesprochen auf das aktuelle Kräfteverhältnis, betont ratlos: "Ich weiß es einfach nicht. Das lässt sich bei den ersten Saisonrennen meist sehr schwer einschätzen. Jetzt kommt gerade mal das dritte Rennen."

So oder so: Mercedes müsse Ferrari weiterhin auf der Rechnung haben. "Sie haben ein sehr gutes Paket", meint Hamilton. "Vielleicht ist es sogar stärker als im vergangenen Jahr. Ich glaube aber nicht, dass wir schlechter dastehen [als 2018]. Auch wir haben ein richtig gutes Paket. Es ist nur so, dass Ferrari dieses Jahr definitiv einen Schritt nach vorne gemacht hat."

Bottas: Was es bedeutet, WM-Spitzenreiter zu sein

Valtteri Bottas führt erstmals in seiner Formel-1-Karriere die Fahrerwertung an. "Aber das ist eigentlich nichts, worüber man nachdenkt", sagt der Mercedes-Fahrer. Offenbar hat er sich allerdings sehr wohl Gedanken dazu gemacht, denn er führt weiter aus: "Ich bin der Spitzenreiter. So steht es Schwarz auf Weiß geschrieben. Natürlich will ich diese Position halten und meinen Vorsprung ausbauen." Er wolle sich von den WM-Aussichten aber nicht ablenken lassen. "Denn dann kann ich nicht bestmöglich auftreten", sagt Bottas. "Ich will die Führung verteidigen. Das geht aber nur, indem ich mich auf meine Arbeit konzentriere."

Ecclestone: Vettel hat ein psychologisches Hamilton-Problem

Wenn er im Rennen auf Lewis Hamilton trifft, dann brennen bei Sebastian Vettel die Sicherungen durch. Diese These vertritt zumindest der langjährige Formel-1-Chef Bernie Ecclestone, wie er gegenüber 'Sport Bild' erklärte. "[Sebastian] macht oft dumme Fehler, wenn er mit Lewis kämpft. Es ist, als hätte er da eine mentale Sperre", sagt Ecclestone.

Schon vergangenes Jahr hatte sich Vettel im Zweikampf mit Hamilton (und anderen Piloten) mehrfach von der Strecke gedreht, Gleiches geschah beim Bahrain-Grand-Prix vor wenigen Tagen.

Das liege vielleicht daran, mutmaßt der Brite, dass Vettel unbedingt besser sein wolle als Hamilton. "Er will auch unbedingt einen weiteren WM-Titel gewinnen", sagt Ecclestone. "Ich bin mir aber nicht sicher, ob ihm [sein Ferrari-Teamkollege] Charles Leclerc dabei helfen wird."

McLaren lobt Alonso für Testarbeit

Fernando Alonso kehrte bei den Formel-1-Tests in Bahrain zurück ins McLaren-Cockpit. Und der zweimalige Weltmeister hat dem Traditionsteam mit seinen Kommentaren offenbar weitergeholfen. "Fernando hat viele Themen auf den Tisch gebracht", sagt etwa McLaren-Stammpilot Lando Norris. Dabei hat Alonso in Bahrain hauptsächlich Reifentests für Pirelli absolviert. Doch das reichte natürlich aus, um auch einen Eindruck vom MCL34 zu gewinnen.

Russell: Helm-Hommage an Juan Pablo Montoya

Formel-1-Rennsieger Juan Pablo Montoya ist mit seinen Farben im 1.000 Rennen der Weltmeisterschaft vertreten, nämlich auf dem Helm von Williams-Fahrer George Russell. Er fährt in Schanghai halbseitig mit dem eigenen Design, halbseitig mit dem Montoya-Look. Letzteren hatte Russell bereits zu Beginn seiner Karriere verwendet.

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Foto: George Russell

Williams-Wende "keine Frage von Wochen", sagt Kubica

Williams-Fahrer Robert Kubica glaubt nicht an eine kurzfristige Trendwende bei Williams, dem aktuell klar schlechtesten Team der Formel 1. Allerdings sieht er es positiv, dass der langjährige Technikchef Patrick Head inzwischen reaktiviert wurde, um dem Traditionsteam wieder auf die Sprünge zu helfen. "Das ist der richtige Weg. Hoffentlich kann er uns helfen", sagt Kubica. "Doch es bleibt dabei: Es ist keine Frage von Wochen, sondern eine Frage von Monaten."

Head ist in Schanghai erstmals seit Jahren wieder in offizieller Funktion vor Ort. "Das ist gut für das Team", meint George Russell. "Das sollte allen ein Ansporn sein. In so schwierigen Zeiten ist es gut, jemanden wie Patrick dabei zu haben."

Formel-1-Technik: Ganz nah dran in Schanghai

Die besten Nahaufnahmen der Formel-1-Technik, jetzt in unserer Fotostrecke! Schau Dir hier die Details der aktuellen Boliden an, auf den Fotos von Motorsport Images und Giorgio Piola.

Fotostrecke: Formel-1-Technik: Detailfotos beim GP China Giorgio Piola

Foto: Giorgio Piola

Die besten Technik-Detailfotos von der Formel 1 beim China-Grand-Prix in Schanghai!

Wie Haas vom Bahrain-Test profitiert hat

Im Qualifying top, im Rennen ein Flop: Haas hat bei den Testfahrten in Bahrain wichtige Rückschlüsse erhalten, warum es beim Grand Prix wenige Tage zuvor nur rückwärts statt vorwärts ging. "Wir hatten das Auto nicht im idealen Einsatzfenster", erklärt Kevin Magnussen. Dies sei auf die Abstimmung des Haas VF-19 zurückzuführen. "Wir hatten einfach kein Paket für mittleren Abtrieb. Das war [noch] nicht vorhanden. Wir haben es erst hier [in Schanghai]. Und ich hatte ja keine Ahnung, wie sehr wir darauf angewiesen sein würden", so der dänische Rennfahrer.

Grundsätzlich verfüge Haas aber über ein solides Fahrzeug, meint Romain Grosjean: "Du qualifizierst dich nicht zwei Mal in den Top 10, wenn dein Auto nicht schnell ist."

In jedem Fall habe Haas sehr vom Bahrain-Test profitiert. "Es lief schon glücklich, dass wir direkt im Anschluss an ein schlechtes Wochenende ein paar Probefahrten unternehmen konnten", sagt Magnussen.

Formel 1 für Räikkönen jetzt "eher ein Hobby"

Weltmeister war er schon, ausgesorgt hat er eh: Kimi Räikkönen fährt scheinbar nur noch zum Spaß in der Formel 1. Oder wie er es in Schanghai selbst ausdrückte: "Ich mache keine speziellen Dinge, um mich selbst zu motivieren. Es ist für mich zuletzt eher ein Hobby geworden als alles andere." Und an dieser Stelle muss der "Iceman" doch tatsächlich auch mal Grinsen!

Weil er es bei Alfa Romeo lockerer angehen lassen kann als zuletzt bei Ferrari habe er "vielleicht wieder mehr Spaß" an der Formel 1 gewonnen, wenngleich die Ergebnisse bei Alfa Romeo weniger gut ausfallen. Doch daraus macht er sich nichts: "Ich versuche einfach, mein Bestes zu geben", sagt Räikkönen. "An manchen Tagen klappt es besser als an anderen, aber so läuft es eben."

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