Formel-1-Liveticker: Das Qualifying in Las Vegas live
Las-Vegas-Samstag in der Analyse: Norris nach Pole weiter auf WM-Kurs
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Bericht
Liveticker
Feierabend
In Las Vegas ist längst die Nacht angebrochen, und auch hier im Ticker lassen wir es für heute gut sein. Für euch geht es um 14:00 Uhr MEZ wie versprochen noch weiter mit unserer großen Videoanalyse zum Qualifying auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de.
Rennstart morgen ist erneut bereits um 05:00 Uhr MEZ, dann sind wir hier auch wieder mit einer neuen Tickerausgabe für euch da. Habt noch einen schönen Sonntag, viel Spaß nachher mit unserer Analyse und bis dann!
Albon: Fast so schlimm wie Türkei 2020
Der Große Preis der Türkei 2020 galt bislang als Maßstab für ein Rennen mit besonders wenig Grip im Nassen. Laut Alexander Albon kam die Erfahrung heute aber ziemlich nah an Istanbul damals heran.
"Ich denke, Türkei 2020 übertrifft es noch, aber es war schlimm", berichtet er. Zudem habe es an mehreren Stellen Aquaplaning gegeben, das scheinbar völlig zufällig aufgetreten sei, so der Williams-Pilot.
"Ich bin ehrlich gesagt in vielerlei Hinsicht überrascht, dass wir gefahren sind. Das Aquaplaning in Kurve 14 war unglaublich. Und es war ein bisschen wie eine Lotterie, ob man es schafft oder nicht", berichtet er.
"Ich denke, es hätte eine rote Flagge gezeigt werden können", so Albon. Auch Oliver Bearman bestätigt: "Das war der schlechteste Grip, den ich je in meinem Leben erlebt habe." Selbst im Kart sei es nie so schlecht gewesen.
Wieder Punkte für Gasly?
In Brasilien holte der Franzose die ersten Alpine-Punkte seit Spa - und heute schaffte er es schon wieder in die Top 10. Ob er sich dort morgen aber auch halten kann, das möchte er nicht prognostizieren.
"Die Realität ist, dass ich zu diesem Zeitpunkt der Saison aufgehört habe, darüber nachzudenken oder irgendwelche Erwartungen zu haben. Ich gehe einfach ins Rennen, versuche alles zu geben und schaue, was dabei herauskommt", erklärt er.
"Aber ich denke, wir sollten dabei sein", hofft er im Hinblick auf den Kampf um die Punkte. Teamkollege Franco Colapinto wurde derweil nur 15. und wird es deutlich schwerer haben, endlich seine ersten Zähler für Alpine zu holen.
Der Argentinier machte auf seiner letzten Q2-Runde einen Fehler, ohne den er es laut eigener Aussage vielleicht auch in Q3 geschafft hätte.
Stella: Haben aus den Vorjahren gelernt
Eigentlich galt Las Vegas als "Angststrecke" für McLaren. Trotzdem holte Lando Norris heute die Pole, und laut Teamchef Andrea Stella hat das nichts mit den nassen Bedingungen zu tun.
Er erklärt: "Wir haben das Auto in mehreren Bereichen verbessert, die wir aus dem letzten Jahr gelernt haben, was die aerodynamische Konfiguration, die Nutzung der Reifen und auch die Balance angeht."
"Ich würde sagen, dass die Balance des Autos die wichtigste Erkenntnis aus dem letzten Stint im letzten Jahr ist", so Stella. Man habe sich bei McLaren "besonders darauf konzentriert, sicherzustellen, dass das Auto in Vegas wettbewerbsfähig ist."
Und das sei "basierend auf dem, was wir 2023 und 2024 gelernt haben", auch gelungen.
Glock: Norris muss nichts riskieren
Angesichts der WM-Situation rät Experte Timo Glock Lando Norris, morgen keine zu großen Risiken einzugehen. "Er kann das natürlich morgen verwalten, wenn er merkt, dass er einen nicht so optimalen Start hat. Und er weiß, dass Max Verstappen reinhalten wird", so Glock bei Sky.
Daher müsse Norris "clever vorgehen, zur Not Max ziehen lassen", erklärt er. Denn Oscar Piastri müsse für seine eigenen WM-Chancen hoffen, dass die beiden in der ersten Reihe sich gegenseitig abräumen. "Aber das glaube ich weniger", betont Glock.
"Ich glaube, Lando Norris weiß genau, was er zu tun hat, und wird das dann dementsprechend clever angehen", prophezeit er. Heißt: Im Zweifel wird der WM-Leader im Duell mit Verstappen morgen eher zurückstecken.
Hülkenberg am Ende ohne das "I-Tüpfelchen"
"Bis Kurve 14 war ich gut dabei, aber dann ist es uns leider durch die Finger gerutscht", berichtet der Deutsche nach P11 in der Qualifikation. "Das I-Tüpfelchen hat am Ende ein bisschen gefehlt", so Hülkenberg.
Teamkollege Gabriel Bortoleto schied bereits in Q1 aus, habe aber "angesichts der Bedingungen", so Teamchef Jonathan Wheatley, "einen ordentlichen Job gemacht, seinen Rhythmus sauber aufgebaut, aber letztlich keine komplett fehlerfreie Runde zusammenbekommen."
Mehr zur Sauber-Qualifikation könnt ihr hier nachlesen.
Racing Bulls trotz Top 8 nicht zufrieden
P8 für Isack Hadjar und P6 für Liam Lawson - und trotzdem sind beide Fahrer nicht ganz zufrieden. Lawson erklärt: "Ich denke, es war eine starke Session. Wir hatten ein schnelles Auto und diese Bedingungen helfen uns normalerweise."
"Ehrlich gesagt habe ich das Gefühl, dass wir heute sogar noch mehr zu bieten hatten. Wir haben die letzte Runde um ein oder zwei Sekunden verpasst. Und angesichts des bisherigen Verlaufs der Session war ich ziemlich zuversichtlich, dass wir uns noch weiter verbessern könnten", so Lawson.
"Ein paar Zehntel" wären noch drin gewesen, glaubt er. Und die hätten ihn dann sogar bis auf P4 noch vorne bringen können. Teamkollege Hadjar ergänzt nach P8: "Es hätte viel besser sein müssen."
Es hätte "Minimum P5" drin sein müssen, ärgert sich der Rookie. Denn wegen einer gelben Flagge am Ende habe er seine schnellste Runde nicht beenden können.
Alonso: Hat doch Spaß gemacht
Bereits am Medientag sagte der Spanier, dass Las Vegas im Regen keinen Spaß machen werde. Nach dem Qualifying hat er seine Meinung allerdings geändert. "Wir hatten eine gute Session, es hat Spaß gemacht zu fahren, und ich habe es wirklich genossen", so Alonso nach P7.
"Ich dachte, es könnte eine extrem schwierige Session werden, da wir selbst mit Trockenreifen auf dieser Strecke nicht viel Grip haben. Und ich dachte, es würde ein langer Abend werden, voller roter Flaggen, Zwischenfälle und ähnlicher Dinge."
"Aber es ist nichts passiert. Die Streckenbedingungen und die Reifen haben also wirklich gut funktioniert, besser als erwartet", betont er. Sportlich ist er ebenfalls zufrieden. "P7 war vor dem Qualifying noch undenkbar. Heute bin ich sehr glücklich und auch stolz auf das Team", betont er.
Wolff: Wird im Rennen "viele Chancen geben"
Der Mercedes-Teamchef sagt nach P4 und P17: "Wir sind mit großen Hoffnungen in die Qualifikation gegangen, konnten diese aber leider nicht in ein entsprechend starkes Ergebnis umsetzen, wie es unsere Pace zuvor hatte vermuten lassen."
"Es sah so aus, als könnten wir um die Pole kämpfen. Leider hatte George, als er zu den entscheidenden letzten Runden auf den Intermediates ansetzte, ein Problem mit der Servolenkung. Dadurch verlor er die Chance auf die Poleposition."
Trotzdem werde es im Rennen "viele Chancen geben", hofft er, denn: "Es gibt viele Unbekannte: Die harten Reifen kamen bisher nur sehr wenig zum Einsatz, niemand hatte die Möglichkeit, viele Longruns zu fahren, und die Strecke wird sich über Nacht erneut verändern."
"Unsere Pace auf dem Mini-Longrun, den wir am Donnerstag im ersten Training absolviert haben, sah jedoch konkurrenzfähig aus. Wir können also hoffen, uns zu verbessern und um gute Punkte sowie ein ordentliches Ergebnis zu kämpfen", so Wolff.
Haas: Q3 wäre drin gewesen
Auch bei Haas ärgert man sich heute über eine verpasste Chance nach P13 und P14. Esteban Ocon erklärt: "Ich glaube nicht, dass wir wirklich das Beste daraus gemacht haben, was natürlich enttäuschend ist, da wir viel mehr Tempo hatten."
"Ich musste in der vorletzten Runde vom Gas gehen, und als ich wieder pushen wollte, verlor ich Reifentemperatur und blockierte in Kurve 1 die Reifen. In meinen letzten beiden Runden konnte ich mich nicht verbessern, aber wir hatten eindeutig das Tempo für Q3", glaubt er.
Teamkollege Oliver Bearman sieht es ähnlich. "Ich bin enttäuscht über unsere Qualifikation, da wir mehr hätten herausholen können. Aber ich freue mich trotzdem auf das Rennen, da morgen alle Möglichkeiten für ein gutes Ergebnis offenstehen", hofft er.
Und Teamchef Ayao Komatsu ergänzt: "Bei trockenen Bedingungen auf dieser Rennstrecke haben wir noch eine Chance. Wir werden unser Bestes geben, um beide Autos in die Punkte zu bringen."
Antonelli: Runde hätte für Top 5 gereicht
Kein Crash zwar, aber der Rookie schied ebenfalls in Q1 aus. Er ärgert sich: "Die letzte Runde hätte für einen Platz unter den Top 5 gereicht." Er sei daher sogar am Ende extra vorsichtig gefahren - habe aber trotzdem die Reifen blockiert und damit die Runde verloren.
"Zwei Runden zuvor war ich noch auf Platz 5, glaube ich, und dann ist es natürlich sehr frustrierend, am Ende auf Platz 17 zu landen", so Antonelli, der die Verhältnisse nicht als Ausrede nutzen will, weil es für alle Fahrer "sehr schwierig" gewesen sei.
Jetzt müsse man sehen, was im Rennen noch möglich sei. "Wir waren das ganze Wochenende über stark", betont er und ergänzt: "Das schadet also nicht meinem Selbstvertrauen." Er hoffe noch immer auf ein "gutes Rennen" morgen.
Albon: Crash war mein Fehler
Obwohl die Bedingungen heute extrem schwierig, gab es lediglich einen echten Unfall, als Alexander Albon am Ende von Q1 in der Mauer landete. "Es war meine einzige saubere Runde, daher hatte ich überhaupt keinen Rhythmus", erklärt er.
"Ich habe einen Fehler gemacht, und das war's", ärgert er sich und berichtet, dass er zuvor immer wieder hinter anderen Autos festgesteckt und deshalb keine wirklich freie Runde gehabt habe.
"Es ist frustrierend, denn wir hätten heute eigentlich auch in Q3 sein sollen. Hoffentlich bleibt es morgen trocken, aber ich bin zuversichtlich, dass wir ein gutes Auto haben und uns im Rennen zurückkämpfen können", so Albon.
Neben Albon landete im Qualifying nur Oliver Bearman einmal frontal in der Mauer, konnte danach aber weiterfahren.
Ein oder zwei Stopps?
Sollte es im Rennen trocken bleiben, wonach es bekanntlich aussieht, ist laut Pirelli eine Ein- und eine Zweistoppstrategie möglich. Laut Mario Isola werden morgen vor allem die Mediums und die harten Reifen zum Einsatz kommen.
Er erklärt: "Angesichts des Ausmaßes an Graining, das bei den Soft-Reifen zu beobachten ist, scheint diese Mischung für eine effektive Rennstrategie morgen kaum geeignet zu sein."
Am schnellsten gehe es mit einem Einstopper auf Medium und Hard, so Isola, der jedoch ergänzt: "Teams, die zwei Sätze Hards behalten haben, könnten einen Zweistopper wagen: Medium-Hard-Hard."
Medium-Medium-Hard sei ebenfalls möglich, und wenn man die weichen Reifen im Rennen verwenden wolle, dann müsse man auf jeden Fall zwei Stopps einlegen.
Sainz: Auf Vollregenreifen noch besser
Der Spanier ist happy mit P3 und erklärt, dass er "eine sehr gute Runde" in Q3 gefahren sei. Er betont jedoch auch: "Ich denke, wir waren in Q1 und Q2 auf den Vollregenreifen konkurrenzfähiger."
"Ich hätte mir gewünscht, dass es dabei geblieben wäre, denn mit diesen Reifen hatte ich das beste Gefühl und das größte Vertrauen. Jedes Mal, wenn ich eine Zeit setze, stand ich auf P1", so Sainz.
Doch in Q3 fuhren Norris und Verstappen eben nach ihm jeweils noch eine Runde. Trotzdem reichte es zu P3 und Sainz stellt klar: "Ich glaube nicht, dass das bei trockener Strecke möglich gewesen wäre."
"Und ich gehe nicht davon aus, dass wir morgen bei trockener Strecke den dritten Platz halten können", fürchtet er. Denn am Sonntag soll es keinen weiteren Regen geben.
Mekies erklärt Tsunodas Q1-Aus
Der Japaner wurde heute 19. und damit Vorletzter. Er selbst wunderte sich nach seinem Q1-Aus: "Plötzlich war ich sehr langsam und hatte keinen Grip mehr. Also muss ich herausfinden, warum."
Teamchef Laurent Mekies hat inzwischen erklärt: "Wir haben ziemlich große Fehler bei seinem Reifendruck gemacht. So etwas darf natürlich nicht passieren." Das Team entschuldige sich daher bei Tsunoda.
"Er war das ganze Wochenende über in einem guten Rhythmus und es tut mir wirklich leid, ihm diese Chance genommen zu haben", so Mekies. Morgen droht dem Japaner nun wieder einmal ein schwieriges Rennen.
Piastri: Nächster Rückschlag im Titelkampf
"Ja, das tut es", antwortet der Australier ganz ehrlich auf die Frage, ob das heutige Ergebnis seinen Titelkampf verkompliziere. Denn während er nur auf P5 landete, stellte Lando Norris den McLaren auf die Poleposition.
"Aber es ist Las Vegas, da kann viel passieren. Wir haben hier in den letzten Jahren ziemlich unterhaltsame Rennen gesehen, mit viel Action, also hoffe ich, dass ich auf der richtigen Seite dieser Action sein und morgen etwas Boden gutmachen kann", so Piastri.
Auf Nachfrage betont er zudem, dass ein Podestplatz durchaus noch drin sei. "Ich denke, das Auto war unter allen Bedingungen ziemlich schnell", sagt er und ergänzt: "Ich denke, wir haben ein gutes Tempo und können das hoffentlich morgen nutzen, um weiter nach vorne zu kommen."
Aktuell liegt er in der WM 24 Punkte hinter seinem Teamkollegen. Sollte es morgen beim Ergebnis aus dem Qualifying bleiben, würde er dann sogar mit 39 Zählern Rückstand zum nächsten Rennen in Katar reisen.
Dort hätte Norris dann am Sonntag seinen ersten WM-Matchball.
Geldstrafe für Alpine
Und auch das letzte Urteil ist schon da. Alpine muss 5.000 Euro zahlen, eine sportliche Strafe gibt es aber ebenfalls nicht. Auch hier die (sehr kurze) Begründung im Wortlaut:
"Obwohl die Reifen physisch zurückgegeben wurden, besteht weiterhin die Verpflichtung, ihre Rückgabe auch elektronisch bei der FIA zu melden, und dies wurde nicht erledigt."
Keine Strafe für Sainz
Auch der Williams-Pilot kommt ohne Strafe davon und darf P3 damit behalten. Auch hier die Begründung der Rennkommissare im Wortlaut:
"Der Teamvertreter von Fahrzeug 18 erklärte, dass das Zurückfahren auf die Strecke von Fahrzeug 55 für den Fahrer von Fahrzeug 18 kein Problem darstellte und sein Fahrer das Manöver des Fahrers von Fahrzeug 55 nicht als unsicher ansah."
"Angesichts der oben genannten Punkte sowie der schlechten Sichtverhältnisse aufgrund der widrigen Wetterbedingungen und der gelben Flaggen wird entschieden, keine weiteren Maßnahmen zu ergreifen."
Hamilton nach Ampel-Panne Letzter
Mit 3,971 Sekunden Rückstand auf die Spitze war der siebenmalige Weltmeister heute der Langsamste aller Piloten. Allerdings hätte Hamilton in Q1 eigentlich noch einmal einen letzten Versuch gehabt.
Doch weil er dachte, dass er erst nach Ablauf der Zeit über die Ziellinie gekommen war, ging er nicht noch einmal auf eine fliegende Runde. "Als ich über die Linie gekommen bin, war rot", erklärt Hamilton gegenüber Sky.
Aus den Onboard-Aufnahmen lässt sich erkennen, dass die Ampel für Hamilton tatsächlich eindeutig rot angezeigt hat - und trotzdem hätte der Ferrari-Pilot noch einen Schuss gehabt.
Denn die Linie für die Zeitnahme ist in Las Vegas deutlich früher, nämlich genau nach dem letzten Linksknick. Und dort war Hamilton in letzter Sekunde noch rechtzeitig drübergefahren.
Die komplette Story findet ihr hier.
Russell: Problem mit der Lenkung in Q3
Auch für den Mercedes-Fahrer wäre wohl mehr als P4 möglich gewesen. Er berichtet: "Ich hatte in Q3 ein Problem mit der Lenkung. Ich weiß nicht, was es war. Es war wie ein Problem mit der Servolenkung."
"Das war natürlich sehr schade. Ich war der Schnellste im dritten Training, der Schnellste in Q1 und der Schnellste in Q2. Und in meiner zweiten [Q3-]Runde dachte ich, ich müsste das Auto auf der Strecke anhalten, weil ich nicht richtig lenken konnte."
"Ich weiß nicht, was es war. Angesichts der Umstände bin ich froh, dass ich mich auf P4 qualifiziert habe. Aber natürlich habe ich das Gefühl, eine Chance verpasst zu haben", so der Vorjahressieger.
Stroll: Intermediates waren "dumm"
Der Kanadier setzte in Q2 als einziger Pilot auf Intermediates - und schied damit aus. Diese Entscheidung sei "letztendlich einfach nur dumm" gewesen, ärgert er sich und betont: "Nicht die Schuld des Teams, es war eine Gruppenentscheidung."
"Aber mir wurde gesagt, ich würde drei Push-Runden bekommen. Ich habe aber nur zwei bekommen. Da ist es schiefgelaufen", so Stroll. Heißt: Mit einer weiteren schnellen Runden hätte er den Cut womöglich noch geschafft.
Denn zu Beginn von Q3 fuhren dann alle Fahrer auf Intermediates raus. "Wir haben heute eine gute Gelegenheit verspielt, um vielleicht um die Top 3 oder Top 4 zu kämpfen", glaubt er.
Keine Strafe für Mercedes
Das erste Urteil ist schon da und Mercedes kommt ohne Strafe davon. Hier das kurze Urteil der Rennkommissare im Wortlaut:
"Obwohl die FIA das Set-up-Blatt nicht innerhalb der vorgeschriebenen Frist elektronisch erhielt, konnte das Team zur Zufriedenheit der Sportkommissare anhand von E-Mail-Kopien nachweisen, dass das Blatt ordnungsgemäß an die zuständige FIA-Abteilung gesendet wurde. Aufgrund eines IT-Sicherheitsproblems wurde es jedoch nicht rechtzeitig zugestellt."
Damit laufen nur noch die Untersuchungen gegen Sainz und Colapinto beziehungsweise Alpine.
Leclerc: Ferrari im Regen immer schlecht
Der Monegasse erklärt nach P9 heute: "Unser Auto hat leider, seit ich bei Ferrari bin, massive Probleme bei Nässe. Wir finden einfach keine Lösung dafür." Bislang habe kein Versuch funktioniert, um das zu beheben.
"Das ist sehr, sehr frustrierend, denn es war wahrscheinlich meine größte Stärke in den Nachwuchskategorien. Und wir haben einfach riesige Probleme, wenn es nass ist", zuckt er die Schultern.
"Die Reifen greifen nicht richtig, und wir haben einfach nur sehr, sehr schlechte Haftung", so Leclerc. Ärgerlich, denn in den Trainings zuvor machte Ferrari noch einen besseren Eindruck.
Piastri: Gelbe Flagge war schuld
Der Australier landete nur auf P5, was auch an einer gelben Flagge am Ende lag. "Ich weiß nicht, wie viel Zeit letztendlich noch drin war. Es waren noch drei oder vier Kurven zu fahren, daher ist das schwer zu sagen", gesteht Piastri bei Sky.
"Aber ich kann sagen, dass wir noch mehr Potenzial hatten, das wir nicht ausschöpfen konnten", ärgert er sich und ergänzt: "Ich denke, wir können morgen ein starkes Rennen fahren und hoffentlich einige Plätze gutmachen."
Teamchef Andrea Stella ergänzt: "Beim letzten Versuch hatte er eine gelbe Flagge. Es wäre seine schnellste Runde gewesen, die ihn ebenfalls auf die ersten Startplätze gebracht hätte."
"Ich denke, dass P3 mit Oscar möglich war", so Stella.
Verstappen: Hat keinen Spaß gemacht
Der Niederländer selbst erklärt nach dem Qualifying: "Es war wirklich sehr, sehr rutschig da draußen. Schon bei trockener Fahrbahn ist es rutschig, und bei Nässe macht es keinen Spaß."
"Ich fahre gerne bei Nässe. Aber das hier fühlte sich eher an wie Fahren auf Eis", berichtet er und erklärt: "Es hat lange gedauert, bis die Reifen richtig funktionierten."
Auf den Vollregenreifen habe Red Bull noch besser ausgesehen, "aber die Strecke hat sich verbessert, also mussten wir auf die Intermediates wechseln", erklärt er.
"Wir hatten Mühe, überhaupt Grip zu finden. In der letzten Runde riskiert man etwas mehr, aber es reichte bei weitem nicht aus, um um den ersten Platz zu kämpfen", betont er.
Daher sei es "gut", am Ende trotzdem in der ersten Reihe zu stehen.
Red Bull: Pole wäre möglich gewesen
Helmut Marko erklärt nach dem Qualifying bei Sky: "Nach Q1 und Q2 haben wir uns eigentlich die Poleposition erwartet, aber vom Timing her hat das nicht geklappt. Wir haben die letzte Runde, so wie es Lando geschafft hat, versäumt."
Die Pole "wäre drinnen gewesen", sagt er nach P2 von Max Verstappen und erklärt: "Es ist der Verkehr, der das Ganze durcheinander bringt. Du musst ja schauen, dass du eine halbwegs freie Runde hast. Vielleicht sind wir auch eine Spur zu früh hinausgegangen."
Trotzdem sei morgen noch alles möglich. "Es hat niemand einen Longrun gemacht", erinnert Marko und erklärt: "Man weiß also nicht, wie es bei trockenen [Bedingungen] ausschauen wird."
"Es wird spannend, auch von der Reifenwahl. Aber wir haben nichts zu verlieren", so Marko.
Mehrere Untersuchungen
Es könnte noch ein langer Abend in Las Vegas werden, denn nach dem Qualifying gibt es gleich mehrere Untersuchungen. Einmal muss sich Carlos Sainz vor den Rennkommissaren verantworten, weil er in einer Situation in Kurve 5 unsicher zurück auf die Strecke gefahren sein soll.
Außerdem gibt es eine Untersuchung gegen Mercedes, weil man das Set-up der Autos nicht wie vorgeschrieben zu Beginn der Qualifikation bei der FIA eingereicht hat. Und schließlich hat Alpine nach FT3 einen Reifensatz von Franco Colapinto nicht ordnungsgemäß an Pirelli zurückgegeben.
Drei Untersuchungen also, die sich auch noch auf die Startaufstellung auswirken könnten. Behalten wir selbstverständlich im Auge.
Übersicht Qualifying
Jetzt Session-Ticker öffnen!
In zehn Minuten beginnt dann auch das Qualifying in Las Vegas und wir verlagern das Geschehen damit erst einmal wieder in unseren Session-Ticker. Hier ist also kurz Pause, nach dem Ende der Qualifikation geht es an dieser Stelle weiter mit den Stimmen zum Samstag.
Und wenn ihr wissen wollt, wie ihr die Formel 1 am Wochenende im Livestream sehen könnt, dann erfahrt ihr das hier!
Es regnet weiter
Das Qualifying rückt mit großen Schritten näher und an der Strecke regnet es noch immer. Damit ist jetzt klar, dass es nachher in Q1 mindestens mal auf Intermediates losgehen wird. Dann wird es darum gehen, wie lange es hier noch regnet, und wie schnell die Strecke danach abtrocknet. In FT3 hat das ja etwas gedauert.
Livestream
Ein Hinweis in eigener Sache: Auch nach dem heutigen Qualifying wird es natürlich wieder einen Livestream auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de geben. Kevin Scheuren und Stefan Ehlen melden sich um 14:00 Uhr MEZ mit der Analyse zu Qualifikation.
Unsere gestrige Analyse zum Freitag in Las Vegas könnt ihr euch hier noch einmal anschauen:
Neben dem Regen ...
... könnte auch der Verkehr im Qualifying wieder ein Thema werden. Max Verstappen konnte seine schnellste Runde in FT3 deswegen bereits nicht beenden. Hier noch einmal ein Video von der Szene:
Wetter-Update
Nur noch eine Stunde bis zum Start von Q1 und in Las Vegas regnet es noch immer. Sieht aktuell also danach aus, dass wir ganz ähnliche Bedingungen wie vorhin in FT3 bekommen könnten.
Geht die Pole-Serie weiter?
Nimmt man die vergangenen sieben Rennen als Maßstab, dann erfahren wir in wenigen Stunden bereits, wer den Großen Preis von Las Vegas gewinnt. Denn seit Zandvoort hat der Pole-Setter am Ende immer auch den Grand Prix am folgenden Tag gewonnen.
Das letzte Mal, dass der Pole-Mann nicht siegreich war, war in Ungarn. Da startete Charles Leclerc von P1, am Ende gewann aber Lando Norris. Das war Anfang August und ist inzwischen fast vier Monate her ...
Geldstrafe für Ferrari
Ferrari muss nach FT3 eine Geldstrafe in Höhe von 100 Euro zahlen. Lewis Hamilton wurde in der Boxengasse mit 80,1 km/h geblitzt, erlaubt sind lediglich glatt 80. Ein minimaler Verstoß also, daher auch die minimale Strafe. Erwähnen wollen wir es hier trotzdem kurz.
Neuer Regen
Am Ende von FT3 war die Strecke wieder trocken - doch nun hat es in Las Vegas erneut geregnet. Gerade läuft dort das Rennen der F1-Academy, und da sind alle Fahrerinnen auf Regenreifen unterwegs.
Hier könnt ihr euch selbst einen Eindruck von den Bedingungen machen:
Guten Morgen
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe unseres Formel-1-Livetickers. Bei uns in Europa ist es noch mitten in der Nacht, doch in Las Vegas ist der heutige Qualifyingtag schon voll im Gang.
Das dritte Training ist bereits gefahren und ab 05:00 Uhr MEZ steht die Qualifikation zum Großen Preis von Las Vegas an. Hier im Ticker liefern wir euch auch an diesem Samstag wie gewohnt alle wichtigen Informationen zum Geschehen an der Strecke.
Ruben Zimmermann begleitet euch an dieser Stelle durch den Tag und bei Fragen, Anregungen oder Beschwerden könnt ihr unser Kontaktformular verwenden. Außerdem findet ihr uns auf Facebook, X, Instagram und YouTube.
Hier gibt es unseren gestrigen Liveticker noch einmal zum Nachlesen.
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