Formel-1-Liveticker: Der Sprint in Zandvoort live!
Zandvoort-Samstag in der Analyse: Russell siegt im Sprint, Norris auf Pole
Live-Gesamtwertung
Bericht
Liveticker
Feierabend
Wir sind hier an dieser Stelle am Ende des "Super-Samstags" angekommen. Für euch geht es aber noch weiter, denn wie versprochen analysieren Christian Nimmervoll und Kevin Scheuren den Formel-1-Samstag in Zandvoort gleich noch einmal ausführlich.
Los geht es mit unserer Videoanalyse um 21:00 Uhr auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de. Rennstart morgen ist dann um 15:00 Uhr, und wir sind wie gewohnt rechtzeitig wieder mit einer neuen Tickerausgabe für euch am Start.
Habt noch einen schönen Abend, viel Spaß mit unserer Analyse und bis dann!
McLaren: Zahlen sich die Änderungen aus?
Im Sprint bekam McLaren gegen Ende Probleme, weshalb man das Auto vor dem Qualifying noch einmal umbaute. Andrea Stella erklärt: "Zwischen den beiden Sessions wurde eine angemessene Anzahl an Änderungen vorgenommen."
Diesen hätten das Ziel gehabt, "den Grip in langsamen Kurven zu verbessern und die Belastung der Hinterachse zu verringern, damit wir nicht nur die Gesamtleistung steigern, sondern auch den Reifenverschleiß eindämmen können".
"Es sieht so aus, als hätten wir das erste Ziel erreicht, denn die Änderungen haben uns im Qualifying geholfen und das Auto hat sich sehr gut geschlagen. Die Antwort auf die zweite Frage wird sich morgen zeigen", so der Teamchef.
Denn im Sprint sei die Pace "nicht ganz so konkurrenzfähig" gewesen. Das soll sich morgen ändern.
Antonelli: Zandvoort als "Weckruf"?
Der WM-Leader erlebt für seine Verhältnisse ein etwas schwieriges Wochenende. Er selbst betont zwar, dass er keinen Druck im Hinblick auf die Weltmeisterschaft spüre, die nun in ihre entscheidende Phase geht.
"Aber dieses Wochenende war ein sehr guter Weckruf, der uns gezeigt hat, dass man niemals in seiner Wachsamkeit nachlassen darf", so Antonelli, der gesteht: "Ich habe gestern einen Fehler gemacht, und heute habe ich in Q3 einen Fehler gemacht."
"Es ist nicht so, dass ich angespannter fahre oder so", betont er, "aber ich habe einfach das Gefühl, dass dieses Wochenende ein guter Weckruf ist, um die Dinge wieder zur richtigen Zeit an die richtige Stelle zu bringen."
Es genau darum, "genau dann das Ergebnis zu liefern, wenn es darauf ankommt."
Morgen nur ein Boxenstopp?
Dario Marrafuschi von Pirelli hat sich bereits zur Strategie im Rennen morgen geäußert und erklärt: "Der Sprint hat einmal mehr gezeigt, wie schwierig Überholmanöver in Zandvoort sein können."
"Die schnellste Strategie ist daher ein Einstopper. Man startet auf den Medium-Reifen und fährt damit bis zu Runde 27 bis 33, bevor man für den Rest des Rennens auf die harten Reifen wechselt."
"Eine Alternative, die etwa eine Sekunde langsamer ist, besteht darin, auf den Soft-Reifen zu starten, diese bis zum Zeitfenster zwischen den Runden 26 und 32 zu nutzen und das Rennen dann auf den harten Reifen zu beenden."
Zwei Stopps seien "auf dem Papier" zwar auch möglich, durch die Überholsituation aber schwieriger. Das alles gilt natürlich wie immer nur, wenn es trocken bleibt.
Keine Strafe für Alpine
Gegen Alpine lief noch eine Untersuchung wegen einer möglichen unsicheren Freigabe von Pierre Gasly in Q1. Dafür gab es keine Strafe, doch dafür reichte es heute sportlich nicht für die Top 10. Gasly wurde Elfter, Franco Colapinto ohne die Upgrades 14.
"[Mit dem Sprint] war ich zufrieden, mit dem Qualifying hingegen weniger. Es war eine chaotische Session für mich, und wir schienen im Vergleich zu gestern mit wenig Sprit einfach etwas mehr zu kämpfen zu haben", so Gasly, der im Sprint Achter geworden war.
"Wir werden nicht allzu streng mit uns selbst sein, da das Tempo für Q3 da war. Es fehlte weniger als eine Zehntelsekunde, also werden wir die Situation analysieren und schauen, was wir beim nächsten Mal besser machen können", betont er.
Teamkollege Colapinto ergänzt, dass er das "Maximum" herausgeholt habe. Denn ohne die neuen Teile ist der Alpine an diesem Wochenende wohl kein Q3-Auto. Er soll das Update dann in Monza bekommen.
Verstappen krank
Eine Randnotiz noch: Max Verstappen ist an diesem Wochenende nicht ganz fit. "Ich fühle mich ein bisschen wie bei einer Grippe und habe einfach nicht so viel Energie wie sonst", berichtet der Niederländer.
Er stellt jedoch klar, dass das keine Auswirkung auf seine Performance habe. "Nein, das glaube ich nicht. Ich denke, sobald man im Auto sitzt, ist eigentlich alles in Ordnung", betont er.
Trotzdem ist es natürlich schade, dass er sein vorerst letztes Heimspiel so nicht wirklich genießen kann. "Natürlich freue ich mich nach wie vor über all die Fans auf den Tribünen."
"Aber abgesehen davon freue ich mich vor allem darauf, etwas Schlaf zu bekommen", so Verstappen.
Cadillac: Letzter Platz das realistische Bild
P21 und P22 heute für Valtteri Bottas und Sergio Perez. Und bei Cadillac gesteht man ganz offen, dass das das aktuelle Leistungsniveau widerspiegelt. "Das ist zwar kein schöner Anblick, aber so ist nun mal die Lage", betont Bottas.
Es gehe für das Team jetzt darum, "wie wir da wieder herauskommen", so der Finne. Auch Perez gesteht, dass Cadillac ganz hinten sei, "sobald alle ihren Rhythmus gefunden haben. Das ist ein bisschen schade."
Mehr als seine halbe Sekunde fehlte dem Team im Qualifying auf P20 und damit auf den Rest des Feldes.
Aston Martin: Fahrbarkeit bleibt das große Thema
Lance Stroll berichtet nach P19: "Wir hatten heute mit ähnlichen Problemen zu kämpfen wie gestern. Wir müssen noch Verbesserungen hinsichtlich der Fahrbarkeit und der Balance des Autos vornehmen, und genau darauf müssen wir uns konzentrieren."
Adrian Newey hebt derweil wie auch Fernando Alonso die Fortschritte hervor und erklärt: "Beide Fahrer berichten von deutlichen Fortschritten beim Chassis und bei der Aerodynamik."
Auch er weiß aber: "Die wichtigste Erkenntnis ist, dass wir die Fahrbarkeit verbessern müssen. Dadurch werden wir auch mehr Leistung herausholen können. Unser Tempo hat sich im Vergleich zu den letzten paar Rennen deutlich verbessert."
"Aber wir wissen, dass in diesem Paket noch mehr Potenzial steckt", so Newey.
Williams: Mehr war nicht drin
Auch bei Williams wieder das gleiche Bild wie gestern: Alexander Albon schaffte es in Q2, für Carlos Sainz war bereits in Q1 Feierabend. "Das war eine großartige Runde von Alex in Q2. Mehr war heute aus dem Auto nicht herauszuholen", betont James Vowles.
"Es war auch erfreulich zu sehen, dass wir den Rückstand auf die Spitze des Feldes verkürzen konnten. Er ist zwar immer noch viel größer, als wir ihn gerne hätten, aber insgesamt geht es in die richtige Richtung", so der Teamchef.
Auch Albon selbst ist "happy" mit seiner Q2-Runde, obwohl er dort Letzter wurde. "Wir haben zwischen Sprint und Qualifying ein paar Änderungen vorgenommen, die sich positiv ausgewirkt haben, sodass die Balance besser war."
"Aber wir haben immer noch Probleme mit dem reinen Abtrieb", erklärt er. Teamkollege Sainz ergänzt derweil, dass sich das Auto für ihn heute zwar "besser" angefühlt habe. Trotzdem landete er wieder hinter Albon.
Tsunoda "sehr zufrieden" mit Comeback
Wir bleiben im Mittelfeld, wo Yuki Tsunoda P12 belegte - wie auch gestern im Sprint-Qualifying schon. "Ich bin wirklich sehr zufrieden mit dem heutigen Ergebnis. Es war das erste Mal seit acht Monaten, dass ich wieder richtig im Auto saß", erinnert er.
"Während der gesamten Session habe ich mich ganz auf mich selbst und die Bereiche konzentriert, in denen ich mich verbessern kann. Es hat mir großen Spaß gemacht, meine Grenzen auszuloten und herauszufinden, wie weit ich gehen kann", so Tsunoda.
Für Teamkollege Arvid Lindblad lief es mit P10 sogar noch etwas besser. Der Rookie erklärt: "Es ist wirklich toll, einen weiteren Samstag in Q3 zu beenden. [...] Das Qualifying verlief insgesamt solide, auch wenn mich Q3 ein wenig enttäuscht hat."
"Wir haben beim ersten Run auf den gebrauchten Soft-Reifen in der Aufwärmsrunde etwas herausgefunden, konnten es aber leider in der letzten Runde nicht umsetzen, da es zu regnen begann. Dennoch ist es eine gute Ausgangsposition für morgen", so Lindblad.
Wieder Fragezeichen bei Haas
Schon die ganze Saison scheint man bei Haas das eigene Auto nicht so recht zu verstehen. Das hat sich heute fortgesetzt. "Der Sprint hat sich ehrlich gesagt ziemlich gut angefühlt, ich war ziemlich zufrieden", berichtet Oliver Bearman.
Allerdings: "Nach dem Qualifying bin ich jetzt wirklich verwirrt, denn das Gefühl war viel besser und im Auto habe ich mich etwas wohler gefühlt als gestern und sogar als heute Morgen. Ich hatte das Gefühl, selbstbewusster zu sein."
"Aber die Rundenzeit war noch schwerer zu erreichen", wundert er sich. Am Ende wurde es nur P20. Teamkollege Esteban Ocon schaffte es zwar in Q2, war dort als 15. aber auch chancenlos.
"Ich bin eine sehr gute Runde gefahren, gut optimiert, und wir hätten eigentlich nichts besser machen können", so Ocon. Mehr sei aktuell eben nicht drin. Im Gegensatz zum Teamkollegen erlebte er aber zumindest keine böse Überraschung.
Alonso trotz Q1-Aus nicht unzufrieden
P18 und P19 heute nur für Aston Martin. Doch wenn man dieses Ergebnis im größeren Kontext betrachtet, ist Fernando Alonso gar nicht so unglücklich. Denn das Team habe in den vergangenen beiden Rennen "drei Sekunden", gewonnen, betont er.
Tatsächlich lag Aston Martin vorher noch chancenlos am Ende des Feldes "Das ist unglaublich", sagt er daher über die Fortschritte und betont: "Alles funktioniert wie erwartet. Aber das ist ein harter Sport."
"Normalerweise sind wir im Renntempo besser unterwegs", erinnert Alonso zudem. "Aber gleichzeitig können wir auf der Geraden nicht überholen. Wir befinden uns also in einer schwierigen Lage, aber wir geben unser Bestes", kündigt er im Hinblick auf morgen an.
Leclerc: Pole war nicht drin
Wir bleiben direkt einmal bei Ferrari, wo Charles Leclerc nach P6 bei Sky sagt: "Ich glaube, wir haben die Power-Strategien während des Qualifyings und auf dem Weg ins Q3 ein bisschen zu stark verändert."
"Es gab ein paar seltsame Vorkommnisse, wodurch wir dort etwas an Leistung eingebüßt haben. Aber zu keinem Zeitpunkt während des Qualifyings bestand die Chance auf die Poleposition", betont er.
Er hoffe zwar, morgen noch in Richtung Podium zu fahren, "aber realistisch gesehen glaube ich, dass es auf der Rennstrecke sehr schwierig sein wird, zu überholen", stellt er auch klar.
"Natürlich macht es uns der Start von P6 nicht gerade leicht, daher wird es ein hartes Rennen. Aber das Tempo stimmt, und ich hoffe, dass wir mit unserer Strategie etwas erreichen", so Leclerc.
Ferrari hatte "etwas Besseres" erwartet
Auch bei Ferrari ist man mit P5 und P6 natürlich nicht wirklich zufrieden. "Wir hatten uns ehrlich gesagt etwas Besseres erhofft. Das Tempo gestern war besser", gesteht Frederic Vasseur bei Sky.
Trotzdem will der Teamchef das Rennen noch nicht abschreiben. "Das Renntempo war heute Morgen gut. Das bedeutet, dass wir morgen noch einen Gang zulegen und versuchen können, uns zu verbessern", so Vasseur.
Denn im Sprint habe man ja auch gesehen, dass das Überholen nicht komplett unmöglich sei. Lewis Hamilton selbst sagt nach P5 zudem, dass er "viel glücklicher" mit dem Auto als gestern gewesen sei.
"Ich glaube, unser Renntempo war heute besser. Meines war nicht besonders gut, aber vor allem das von Charles war gut. Ich finde, das Auto fährt sich viel besser. Ich denke, morgen wird es noch besser laufen", hofft er.
P13: Hülkenberg wieder geschlagen
Wie auch schon gestern schaffte es Gabriel Bortoleto im Audi in Q3, Nico Hülkenberg dagegen nicht. Bei Sky erklärt der Deutsche, dass er "nicht super zufrieden", aber auch "nicht super enttäuscht" ist.
"Nicht das einfachste und rundeste Wochenende bis hierhin", resümiert er und berichtet: "Gestern im SQ ist immer etwas ganz Unerklärliches oder Komisches passiert. Es sind manchmal solche mysteriösen Geschichten, die man nicht wirklich aufklären kann."
"Heute Morgen natürlich nicht wirklich viel am Rennen teilgenommen. Zumindest war das Gefühl im Auto jetzt im Quali wieder besser", betont er. "Aber einfach nicht ganz rund, nicht die perfekte Runde zusammenbekommen."
"Ausgangs Kurve 1 hatte ich leider einen kleinen Zacker drin. Da ist recht viel Rückenwind und der hat mir ein bisschen das Leben schwer gemacht", so Hülkenberg, der Q3 damit verpasste.
Lawson zufrieden mit Red-Bull-Comeback
Der Neuseeländer landete nur eine Position und 0,115 Sekunden hinter Verstappen - und ist damit natürlich happy. "Es war eine anspruchsvolle Woche", betont er und erklärt, dass der Red Bull "sehr, sehr schwer zu fahren" sei.
Im Cockpit sei "alles" anders als beim Racing-Bulls-Boliden, den er eigentlich pilotiert. "Aber ich denke, ich bin mit dem heutigen Tag ziemlich zufrieden", sagt er.
"Ich persönlich wusste - unter den richtigen Umständen und mit mehr Zeit -, wozu ich in einem Rennwagen fähig bin. Und es war schön, das heute zumindest zu Papier zu bringen", so Lawson.
Verstappen: Änderungen haben nicht viel gebracht
Weniger zufrieden ist Max Verstappen nach P7. Damit landete er noch einmal eine Position weiter hinten als gestern. "Die Balance im Auto war nicht da", erklärt er gegenüber ServusTV.
"Wir haben schon viel geändert, aber es hat sich eigentlich gleich angefühlt", zuckt er die Schultern und stellt klar, dass Red Bull an diesem Wochenende einfach "zu langsam" sei.
"In den Longruns waren wir, glaube ich, ein bisschen besser", sagt er zwar. "Aber schwierig zu sagen, ob wir da [im Rennen] eine Chance haben", so Verstappen.
Piastri: Einfach nicht schnell genug
Der Australier war mit einem Rückstand von 0,142 Sekunden auch nicht furchtbar weit weg - landete am Ende aber drei Plätze hinter seinem Teamkollegen. "Ich finde, meine letzte Runde war ziemlich gut, nur einfach nicht schnell genug", erklärt er bei Sky.
Er betont zudem: "Insgesamt hat sich dieses Wochenende im Qualifying viel besser angefühlt, auch wenn die Ergebnisse nicht ganz so gut ausgefallen sind. Ich war viel zufriedener und alles lief einfach etwas natürlicher ab."
"Auch wenn das Ergebnis nicht ganz meinen Vorstellungen entspricht, war ich dieses Wochenende wirklich glücklich", stellt er klar. Mal schauen, was morgen im Rennen für ihn noch drin ist.
Russell "ziemlich zufrieden" mit P2
Gestern holte er noch die Pole für den Sprint, heute kann er aber auch mit P2 leben. "Ich dachte, wir hätten das Zeug dazu, um die Pole zu kämpfen, aber ich bin mit P2 ziemlich zufrieden", betont er.
"Ich fühle mich gut und bin wieder ganz ich selbst, was wirklich wichtig ist. Es war wirklich schön, hier zu fahren, und durch die kühleren Temperaturen kam mir die Strecke richtig schnell vor", so Russell.
Jetzt freue er sich auf das Rennen, betont er. Ihm fehlten am Ende sogar nur 0,102 Sekunden zur Pole.
Antonelli: Chance auf Pole war da
Der Italiener hatte nicht das beste Qualifying - wäre laut eigener Aussage aber trotzdem fast auf der Pole gelandet. "Insgesamt war es für mich eine schwierige Session", bestätigt der WM-Leader.
"Ich war ständig im Hintertreffen, und in der letzten Runde habe ich in Kurve 1 einen Fehler gemacht", ärgert er sich und erklärt: "Dadurch habe ich ein paar Zehntel verloren. Das war mein Fehler."
"Das ist schade, denn wir hatten eine echte Chance auf die Pole", glaubt er. Am Ende fehlten nur 0,133 Sekunden.
Norris: Mehr Selbstvertrauen nach Änderungen
Der Weltmeister gesteht, dass er "etwas überrascht" von der Pole ist. Über die Änderungen nach dem Sprint sagt er: "Wir mussten etwas ausprobieren, denn das, was wir zuvor hatten, hätte nicht gereicht."
"Also haben wir ein paar kleine Änderungen vorgenommen - nichts, was uns zwei Zehntel oder auch nur ein Zehntel eingebracht hätte. Aber genug, um mir vielleicht etwas mehr Selbstvertrauen zu geben", verrät er.
"Ich hatte das Gefühl, dass ich das heute besser umsetzen konnte, und es hat sich ausgezahlt", so Norris, der gestern im Sprint-Qualifying "nur" Zweiter geworden war.
Übersicht Qualifying
Jetzt Session-Ticker öffnen!
In zehn Minuten beginnt das Qualifying in Zandvoort und wir verlagern das Geschehen damit erst einmal wieder in unseren Session-Ticker. Hier ist also kurz Pause, nach dem Ende der Qualifikation geht es an dieser Stelle weiter mit den Stimmen zum Samstag.
Und wenn ihr wissen wollt, wie ihr die Formel 1 am Wochenende im Livestream sehen könnt, dann erfahrt ihr das hier!
F1 Academy: Sieg für Mercedes
Bislang räumt Mercedes an diesem Wochenende ab. Pole und Sieg im Sprint, und jetzt hat die von Mercedes unterstützte Payton Westcott auch noch das erste Rennen der F1 Academy gewonnen. Für sie war es der erste Sieg in der Serie.
Weniger gut lief es aus deutscher Sicht. Mathilda Paatz belegte nur P15 von 16 Fahrerinnen, die ins Ziel kamen. Die Österreicherin Emma Felbermayr sah die Zielflagge auf P13.
Pole = Sieg
Im Prinzip kann man sich das Rennen morgen fast sparen. Denn seit Zandvoort 2021 in den Formel-1-Kalender zurückkehrte, wurde das Rennen immer(!) von der Poleposition aus gewonnen.
2021, 2022 und 2023 gelang das Max Verstappen, 2024 Lando Norris, 2025 Oscar Piastri und 2026 beim Sprint jetzt George Russell. Das zeigt, wie wichtig das Qualifying gleich wird.
Das Überholmanöver ...
... von Leclerc gegen Norris gibt es hier noch einmal im Video. Etwas böse könnte man sagen, dass man nach diesen 14 Sekunden auch alles gesehen hat, was man über den Sprint wissen muss ...
In gut einer Stunde geht es weiter mit dem Qualifying.
Verwarnung für Audi
Auch das Bortoleto-Urteil nach dem Sprint ist jetzt da. Audi bekommt für die unsichere Freigabe vor dem Start eine Verwarnung. Hier das Urteil im Wortlaut:
"Auto 5 wurde kurz nach Auto 87 aus der Box freigegeben und hinderte Auto 87 daran, auf der 'Fast Lane' bis zum Ende der Boxengasse vorzufahren. Dies stellt eine unsichere Freigabe dar, war jedoch nicht gefährlich."
"Aufgrund der Nähe beider Boxen und der sehr kurzen Zeitspanne zwischen den beiden Freigaben war die Reaktionszeit des Teams, um die unsichere Freigabe zu verhindern, extrem kurz."
"Unter Berücksichtigung all dieser mildernden Umstände kommen die Rennkommissare zu dem Schluss, dass eine Verwarnung des Teams angemessen ist."
F1 Academy
Bevor die Formel 1 wieder auf die Strecke geht, findet in Zandvoort jetzt erst einmal das erste Rennen der F1 Academy statt. Das könnt ihr euch hier live und kostenlos ansehen:
Alpine: Punkt gibt Selbstvertrauen
Mit den Updates an diesem Wochenende fuhr Pierre Gasly im Sprint auf P8. Bei Sky erklärt er: "Es war ein gutes Rennen. [...] Mit der Arbeit, die wir leisten, gibt es dem gesamten Team einen ordentlichen Selbstvertrauensschub."
"Ich fühle mich im Auto wohler, fahre gut, es passt besser zu meinem Fahrstil und hat mehr Potenzial. Es gibt also noch einiges zu tun und zu finden, aber insgesamt war das ein dringend benötigter Schritt, der sich ausgezahlt hat", so Gasly.
Der Sprint sei daher "sehr positiv" gewesen.
Hätte es diesen Sprint wirklich gebraucht?
Vermutlich nicht. Rookie Arvid Lindblad erklärt: "Ich glaube, wir wussten alle, dass ein Sprintrennen in Zandvoort wahrscheinlich nicht gerade das spannendste Rennen sein würde." So kam es dann auch.
Auch Liam Lawson berichtet: "Der Start lief ganz gut und die erste Runde war auch ganz ordentlich, aber ehrlich gesagt sind einfach alle auf ihren Positionen geblieben - es kam mir so vor, als wären wir alle dort geblieben, wo wir waren."
Das war mehr oder weniger auch so - und kam ein bisschen mit Ansage. Letztendlich war dieses Rennen ein guter Beleg dafür, warum Sprints eben nicht auf jeder Strecke wirklich sinnvoll sind.
Keine nachträglichen Strafen
Die vier Fahrer, die vor dem Start eine Anweisung des Rennleiters missachtet haben, kommen alle ohne Strafe davon. Hier das Urteil im Fall Hamilton, stellvertretend für alle betroffenen Piloten:
"Fahrzeug 44 hielt an, bevor es die Safety-Car-Linie 1 erreichte, und gelangte daher nicht aus eigener Kraft an die Startaufstellung (gemäß Punkt 24 der Wettbewerbshinweise des Rennleiters)."
"Da es jedoch am Ende der Startaufstellung äußerst eng war, als das Fahrzeug die Startaufstellung erreichte, kommen die Rennkommissare zu dem Schluss, dass der Fahrer angemessen gehandelt und das Fahrzeug an einer sicheren Stelle so nah wie möglich an der Startaufstellung angehalten hat."
"Daher wird keine Strafe verhängt."
Hamilton plant Rückbau
Auch bei Ferrari wird man das Auto vor der Qualifikation noch einmal umbauen - beziehungsweise zurückbauen im Fall von Lewis Hamilton. "Das Auto fühlte sich im ersten Training ziemlich gut an", erinnert er.
"Doch dann hat die kleine Änderung im Qualifying das Auto in eine ganz andere Richtung gelenkt, die wir dann auch ins Rennen mitgenommen haben", erklärt er nach P7.
"Ich hoffe also, dass wir diese Änderung wieder rückgängig machen und zu einer Einstellung zurückkehren können, die der im ersten Training ähnelt", so Hamilton.
Verstappen kündigt Umbau an
Der Niederländer erklärt bei Sky: "Beim Sprint ging es im Grunde nur darum, die Runden zu absolvieren und jetzt die notwendigen Änderungen am Auto vorzunehmen. [...] Es war ziemlich klar, dass ich in den ersten Runden nicht mithalten konnte."
"Aber als der Reifenverschleiß einsetzte, lief es meiner Meinung nach etwas besser. Im Vergleich zu den Spitzenautos war ich wahrscheinlich etwas konkurrenzfähiger. Das war also vielversprechend", betont Verstappen.
Trotzdem werde man für das Qualifying "einige Änderungen vornehmen", kündigt er an und erklärt: "Ich hoffe, dass das der Gesamtleistung des Autos zugutekommt. Und dann werden wir sehen, ob wir den Rückstand ein wenig verkürzen können."
Wieder alles gut bei Hülkenberg?
Der Deutsche musste den Sprint mit einem Problem am Motor aufgeben - fuhr ganz am Ende dann aber doch noch einmal raus. Gegenüber Sky erklärt er: "Ich bin am Ende nochmal eine Runde rausgefahren und es hat sich wieder gut und normal angefühlt."
"Von daher gehe ich mal davon aus, dass wieder alles passt und funktioniert", so Hülkenberg. Denn in weniger als drei Stunden steht ja bereits das Qualifying an, und da sollte das Auto natürlich wieder laufen.
Stella widerspricht Norris
Laut Norris gab es kein Problem mit den Reifen. Das sieht Teamchef Andrea Stella etwas anders. Er erklärt bei Sky: "Heute im Sprint haben wir gesehen, dass der Reifenverschleiß hoch war, besonders an der Hinterachse."
"Das bedeutete, dass wir das nötige Tempo nicht mitgehen konnten, um Russell anzugreifen, und an einem gewissen Punkt stellten wir bei Lando fest, dass wir der Gefahr ausgesetzt waren, von Leclerc überholt zu werden."
"Wir haben also definitiv Arbeit vor uns, was die Pace über mehrere aufeinanderfolgende Runden und die Reduzierung des Verschleißes der Hinterreifen angeht", so der Teamchef.
Russell: Regen zum Glück erst am Ende
Unmittelbar am Rennende setzte der Regen ein. Sieger George Russell erklärt daher: "Hätte es noch eine Runde gegeben, hätte das Rennen möglicherweise ganz anders geendet."
"Daher war ich froh, dass der Regen erst zu diesem Zeitpunkt einsetzte", so Russell, der davon abgesehen berichtet: "Ich wusste, dass es, wenn es überhaupt Überholmanöver geben würde, erst gegen Ende des Rennens dazu kommen würde."
"Deshalb wollte ich meine Reifen in den Hochgeschwindigkeitskurven einfach ein bisschen schonen, um gegen Ende des Rennens noch etwas mehr in der Reserve zu haben", erklärt er.
"Ich wusste, wenn Charles es überhaupt schaffen würde, an Lando vorbeizukommen, dann wäre er schnell. Sobald ich Charles hinter mir sah, habe ich noch einmal richtig Gas gegeben, und wir beide haben uns abgesetzt", so Russell.
Norris: Waren nicht die Reifen
Der Brite lag lange auf P2, wurde aber in der zweiten Hälfte des Sprints noch von Charles Leclerc überholt. Er resümiert: "Kein schlechtes Ergebnis, aber auch nicht das beste."
"Es wäre schön gewesen, heute ein bisschen schneller zu sein, aber Charles war einfach zu schnell", so Norris, der klarstellt, dass ihm nicht die Reifen eingebrochen seien.
"Ich glaube nicht, dass es an den Reifen lag, sondern einfach daran, dass uns die Pace gefehlt hat. Wir sind nicht schnell genug und müssen noch einiges tun", so der Weltmeister.
"Wir sind bei hohen Geschwindigkeiten sehr gut, aber das Auto bringt in den langsamen Kurven einfach nicht die Leistung, die es braucht", erklärt er.
"Es ist trotzdem ein gutes Ergebnis. Wir müssen mit den Fortschritten, die wir gemacht haben, zufrieden sein. Aber wir brauchen noch mehr", so Norris.
Mehrere Untersuchungen
Insgesamt fünf Fahrer haben sich bereits vor dem Sprint eine Untersuchung eingehandelt. Hamilton, Verstappen, Bottas und Rückkehrer Tsunoda sollen auf dem Weg in die Startaufstellung jeweils gegen eine Anweisung des Rennleiters verstoßen haben.
Dazu wird noch die bereits angesprochene unsichere Freigabe von Bortoleto untersucht. Wir rechnen hier zwar nirgendwo mit harten Strafen, behalten das aber natürlich im Auge.
Jetzt Session-Ticker öffnen!
Die Fahrer sind im Grid und in zehn Minuten beginnt der Sprint in Zandvoort. Wir verlagern das Geschehen damit erst einmal in unseren Session-Ticker. Hier ist also kurz Pause, nach der Zieldurchfahrt geht es an dieser Stelle ganz regulär weiter.
Und wenn ihr wissen wollt, wie ihr die Formel 1 am Wochenende im Livestream sehen könnt, dann erfahrt ihr das hier!
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