Zum Hauptinhalt springen

Kostenlos registrieren

  • Direkt zu Deinen Lieblingsartikeln!

  • Benachrichtigungen für Top-News und Lieblingsfahrer verwalten

  • Artikel kommentieren

Liveticker

Formel-1-Liveticker: Der Sprint-Tag in Spielberg

Formel-1-Liveticker: Der Sprint-Tag in Spielberg

Formel-1-Liveticker: Der Sprint-Tag in Spielberg

Liveticker

Sortieren nach

Feierabend

Der Formel-1-Liveticker schließt für heute die Garage, aber direkt morgen früh geht es weiter mit den Vorberichten auf den Großen Preis von Österreich!

Wird Max Verstappen seinen 42. Sieg einfahren oder kann ihm doch ein Ferrari gefährlich werden? Welche Reifen haben die Teams noch? Was erwartet uns im Mittelfeld?

Seid gespannt, ich bin es auch. Vielleicht sehen wir uns ja gleich im Livestream am 22:30 Uhr, würde mich freuen!

Herzlichst
euer Kevin Scheuren

Sprint-Samstag in der Analyse

Um 22:30 Uhr laden Stefan Ehlen (live vor Ort in Spielberg) und ich euch zur großen Analyse des Sprint-Samstags beim Großen Preis von Österreich auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de ein.

Wir freuen uns darüber, dass Sergio Perez einfach mal dagegengehalten hat im Zweikampf mit Max Verstappen und nicht direkt klein beigegeben hat. Es hat ihm vielleicht nicht den Sieg beim Sprintrennen gebracht, aber immerhin hat man mal gemerkt, dass da noch Feuer unterm Dach ist.

Natürlich sprechen wir auch über Nico Hülkenbergs ansehnliche Leistung, die Probleme von Lando Norris, ob Fernando Alonso extra nicht überholt hat und vieles mehr.

Kommt gerne dazu!

Was hat gefehlt, Charles?

Auch Charles Leclerc hat sich nach seinem eher enttäuschenden 12. Platz nach dem Sprintrennen den Medienvertretern gestellt und hat ein Problem bei den wechselhaften Streckenbedingungen festgemacht:

"Im Moment habe ich wie verrückt Probleme, wann immer es halbtrocken und halbnass ist. Mit Slicks habe ich einfach gar keine Pace. Wir müssen das verstehen, denn das sind jetzt drei Rennen hintereinander, dass wir bei solchen Bedingungen nicht zurechtkommen. Ich scheine mit meinem Fahrstil immer irgendwas falsch zu machen, was dem Auto nicht hilft und dazu führt, dass ich das Vertrauen verliere. Schade, aber ich werde härter denn je arbeiten, um bei diesen Bedingungen so schnell wie möglich wieder besser zu werden."

Welche Momente gab es, in denen er das Vertrauen in das Auto verloren hat? "Großteils die Balance am Kurveneingang, besonders in schnellen Kurven. Ich hatte ein paar Schnapper, bei denen ich das Auto fast verloren hätte. Das hat viel Vertrauen gekostet."

Leclerc hatte über einige Runden ein enges und hartes Duell gegen Esteban Ocon, teilweise war es schon sehr nah an einer Berührung und es sah so aus, als ob Ocon die Tür hin und wieder sehr aggressiv geschlossen hätte. Leclerc sah das im Nachhinein entspannt:

"Es war am Limit. Ich mag Rennfahren am Limit, das ist schon okay. Lewis hat mich einmal berührt, als ich ein paar Meter von der Linie weg war. Das war vielleicht eine Spur zu hart. Aber abgesehen davon alles okay. Er hat sich gut verteidigt und sein Auto immer richtig positioniert."

Einen Sieg sieht er morgen trotzdem nicht, "dafür sind Max und Red Bull zu stark."

Aber wer weiß, vielleicht ist der Ferrari ja morgen das perfekte Sonntagsauto!

Esteban Ocon Charles Leclerc Ferrari Ferrari F1Alpine Alpine F1 ~Esteban Ocon (Alpine) und Charles Leclerc (Ferrari) ~

Foto: Motorsport Images

Zuversichtlich trotz altem Material

Oscar Piastri kann zurecht Stolz auf die gezeigte Leistung beim Sprintrennen heute in Spielberg sein.

Zwar reichte es für den McLaren-Piloten nicht für einen Platz in den Punkten, er hat mit sechs Plätzen aber eine Menge gutmachen können, nachdem für ihn schon in SQ1 Schluss war am Mittag.

Er selbst war auch ganz zufrieden und zuversichtlich, dass das alte Paket des MCL60 durchaus mithalten kann:

"Ich konzentriere mich auf mich und das Fahren, versuche das Beste aus mir herauszuholen. Wir sind mit beiden Paketen in der Lage, in Q3 zu sein, wenn man mal Tracklimits rausrechnet. Selbst im Vergleich zu anderen, die am Ende von Q2 ihre Runden gestrichen bekommen haben, waren wir teilweise stärker. Die Pace war die ganze Zeit stark, mit beiden Paketen."

Von Platz 17 zu starten ist eher eine Hypothek, aber Piastri konnte dem Ganzen auch eine Menge Positives abgewinnen:

"Es macht immer Spaß, durchs Feld zu pflügen anstatt durchgereicht zu werden. Von da, wo wir gestartet sind, mussten wir etwas probieren, um alles zu versuchen, noch in die Punkte zu kommen. Ich denke, es war ein guter Moment in die Box zu kommen. George war sehr ambitioniert, als Erster reinzugehen, aber als klar wurde, dass er sich auf der Strecke halten würde und die Pace passt, wollten wir auch aggressiv handeln."

"Das Timing des Boxenstopps war gut, ich habe ganz gut die Temperatur in die Reifen bekommen und als dann noch die Streckenbedingungen mit Slicks besser wurden, schienen wir recht schnell zu sein. Es war sehr zufriedenstellend, an ein paar Leuten vorbeizukommen. Leclerc und Albon in zwei Kurven zu überholen, war auf jeden Fall das Highlight. Es war ein unterhaltsamer Nachmittag, an dem es am Ende um nichts ging, aber das ist manchmal auch einfach Teil der Geschichte", setzte Piastri fort.

Morgen startet er das Rennen von Platz 13. Mal sehen, ob er die drei Plätze in die Punkte noch gutmachen kann. Nach der Leistung heute hätte er das allemal verdient.

Oscar Piastri McLaren McLaren F1 ~Oscar Piastri (McLaren) ~

Foto: Motorsport Images

Krack lobt Teamleistung

Für Mike Krack ist die Leistung seiner beiden Fahrer Lance Stoll und Fernando Alonso mit den Plätzen vier und fünf voll im Soll gewesen. Zweifach gepunktet, kein Unfall zwischen den beiden bei ihrem Duell, alles gut, oder?

"Wenn wir die Red Bulls mal wegnehmen, dann waren unsere Gegner in der WM vor dem Rennen Carlos, der vor uns startete, dann ein Ferrari hinter uns - und die Mercedes weit hinter uns. Es war wichtig, mit beiden Autos in die Punkte zu fahren, und zwar so weit vorn wie möglich. Und so sind wir ans Rennen herangegangen", sagte Krack im Gespräch mit unserem Chefredakteur Christian Nimmervoll.

Viele haben sich aber doch die Augen verwundert gerieben, dass Alonso erneut nicht an Stroll vorbeikam. Gab es da eine Teamorder, die das verhinderte?

"Es hat kein Kommando gegeben, die Positionen nicht zu ändern", antwortete Krack klar auf diese Frage.

Ein Lob für die Teamleistung beider Fahrer hatte er dann auch noch dabei:

"Wir sind ein Team, und das ist eine Teamleistung. Man kann die Reife unserer Fahrer sehen. Sie wissen genau, worum's geht. Großes Kompliment an beide Fahrer, wie sie damit umgegangen sind und so die Punkte für das Team maximiert haben. Das ist eine Luxusposition."

Fernando Alonso Aston Martin Aston Martin F1 ~Fernando Alonso (Aston Martin) ~

Foto: circuitpics.de

Wäre früherer Stopp besser gewesen?

George Russell hat sich etwas geärgert nach dem Sprintrennen in Spielberg.

Der Mercedes-Pilot wurde am Ende mit neun Tausendstel Rückstand Achter hinter Esteban Ocon. Seinen Teamkollegen Lewis Hamilton hatte er im Griff, er hatte eine gute Pace und wenn nach ihm geht, wäre sogar noch mehr drin gewesen, aber die Frage war, ob der Zeitpunkt des Stopps richtig gewesen ist:

"Nein, wahrscheinlich ein paar Runden früher, um ehrlich zu sein. Aber unter diesen Bedingungen, wenn man hinter den Autos festsitzt, ist es wirklich schwierig zu erkennen, ob es die Gischt der vorausfahrenden Autos ist oder ob es tatsächlich eine nasse Strecke ist. Es ist also sehr schwer, das zu beurteilen."

"Aber ich war zuversichtlich, dass die Strecke mit Slicks befahrbar ist, aber es waren nur noch 13 Runden zu fahren, also habe ich dem Team gesagt: 'Wenn das das Qualifying ist, nehme ich jetzt Slicks. Ich liebe diese Bedingungen, ich liebe den Übergang. Ich fühle mich in diesen ersten Runden sicher und spüre den Grip. Ein, zwei Runden mehr und ich wäre drei Plätze besser gewesen", sagte Russell nach dem Rennen in einer Medienrunde mit den schreibenden Journalisten vor Ort.

Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man, aber positiv ist sicher, dass Russell gut dabei war, der Mercedes ordentlich performt hat und er sich so ein wenig Selbstvertrauen holen konnte für das morgige Hauptrennen.

George Russell  ~George Russell (Mercedes) ~

Foto: Motorsport Images

Anti-Stall sorgt für downfall

Lando Norris hatte ein bitteres Sprintrennen. Der Brite startete von Platz drei, kam eigentlich super weg und schickte sich an, die Führung zu übernehmen, in Kurve drei endete diese Hoffnung aber jäh.

Es sah so aus, als ob der McLaren in den wilden Kampf zwischen den Red Bull-Piloten Max Verstappen und Sergio Perez eingreifen würde. Doch Norris stellte klar, dass er einen Kontakt mit Verstappen vermieden und stattdessen in Kurve 3 den Anti-Stall ausgelöst hatte, was "mich alles gekostet hat".

Im Gespräch mit Sky Sports erklärte Norris: "Ich geriet ein bisschen ins Rutschen, ging in den Anti-Stall und hatte in Turn 3 einen Drehzahlabfall. Das hat mich also alles gekostet. Ich weiß nicht, warum das passiert ist.

"Meine Kurve 3 war, glaube ich, in Ordnung. Es war natürlich ziemlich eng, aber ich bin einfach in den Anti-Stall gegangen, und so habe ich alles verloren. Ich war im Grunde im Leerlauf und sah zu, wie alle vorbeifuhren."

Am Ende reichte es nur für Rang neun, sein Teamkollege Oscar Piastri erwischte es besser und fuhr von Rang 17 auf 11 vor, machte ganze sechs Plätze gut und hatte starke Rad-an-Rad-Duelle, unter anderem mit Alexander Albon im Williams.

Lando Norris McLaren McLaren F1 ~Lando Norris (McLaren) ~

Foto: Motorsport Images

Die Bilder des Tages

An diesem Sprint-Samstag gab es einige geniale Bilder vom Red Bull Ring, die wir euch in unserer Fotostrecke mal zusammengefasst haben.

Fotostrecke: Formel 1 2023 in Österreich: Das Wichtigste zum Samstag Motorsport Images

Foto: Motorsport Images

Die wichtigsten Fakten zum Formel-1-Samstag in Österreich: Wer schnell war, wer nicht und wer überrascht hat - alle Infos dazu in dieser Fotostrecke!

Reaktionen bei Red Bull

Auch die Führungskräfte bei Red Bull Racing haben sich zum Zwischenfall ihrer beiden Fahrer Sergio Perez und Max Verstappen in Runde eins des Sprintrennens geäußert.

Dr. Helmut Marko sagte bei Sky Deutschland dazu: "Perez hatte den besseren Start, das ist alles noch in Ordnung. Aber was jetzt kommt, vor allem unter nassen Verhältnissen, den anderen auf die Wiese schicken, das ist nicht ganz im Sinne von guter Teamarbeit. Aber ich höre mir jetzt mal die Checo-Version an. Dass dann Max natürlich entsprechend aggressiv in diese Kurve [3] reingeht, das war zu erwarten."

"Die Wiese ist nass. Und wenn du da rauskommst ... Dass der das Auto noch gerade halten konnte, das war ... Gott sei dank ist das positiv ausgegangen", setzte er noch nach.

Christian Horner, Teamchef der beiden Piloten, sagte:

"Ich denke, Checo hat Max auf der rechten Seite vermutlich nicht gesehen. Zum Glück haben sie sich nicht gegenseitig abgeräumt. Ein Doppelsieg ist ein tolles Ergebnis für das Team" und weiter, "die Regeln sind sehr fair: Fahrt hart, aber lasst euch gegenseitig Platz", so Horner bei Sky Deutschland.

Aber haben sie sich genug Platz gelassen? Das war die logische Nachfrage. Seine Antwort:

"In 1 und 3 schon. Dazwischen war es etwas haarig. Aber ich denke, Checo hat Max vielleicht nicht gesehen."

Sergio Perez Max Verstappen Red Bull Red Bull F1 ~Sergio Perez (Red Bull) und Max Verstappen (Red Bull) ~

Foto: Motorsport Images

Emotionaler Stroll

Lance Stroll hatte in den letzten Runden ein sehr spannendes Duell gegen seinen Teamkollegen Fernando Alonso, den er letztendlich hinter sich lassen konnte.

Im Sky-UK-Interview war er aber mit Gedanken komplett in Spa-Franchorchamps, wo heute mit Dilano Van 'T Hoff mit 18 Jahren ums Leben gekommen ist bei einem heftigen Unfall oberhalb von Raidillon, Eingangs der Kemmel Straight.

Das Problem sieht Stroll da aber schon in Eau Rouge, die Kombination aus Eau Rouge/Raidillon hat auch Anthoine Hubert vor einigen Jahren das Leben gekostet:

"Es bricht mein Herz, was da heute passiert ist. Ich denke, dass Eau Rouge in Spa dringend unter Beobachtung gehört, weil wir da jetzt zwei Fahrer innerhalb von vier, fünf Jahren verloren haben. Es ist eine sehr gefährliche Kurve, das sagen wir jedes Jahr. Es ist nicht fair, was heute passiert ist."

"Diese Kurve muss sich verändern! Sie ist viel zu gefährlich und jedes Mal, wenn wir da durchfahren, besteht die Gefahr, dass ein Unfall passiert. Heute ist es wieder passiert und wir haben einen jungen Mann verloren. Das ist nicht fair", legte der Kanadier nach.

Beeindruckend, dass es ihm so wichtig war, das mal von der Seele zu reden und er erst dann nochmal kurz über das Duell gegen Alonso gesprochen hat:

"Es war ein aufregendes Rennen. Der Start war gut, wir haben ein paar Positionen gut gemacht und dann waren die Bedingungen sehr knifflig da draußen. Am Ende waren meine Reifen einfach im Eimer, aus denen war nichts mehr rauszuholen. Ich habe einfach versucht, dranzubleiben und Fernando hat es wohl zu Beginn besser geschafft, auf seine Reifen zu achten, weil ich gesehen habe, dass er erst zurückfiel, dann wieder aufholte und Druck auf mich ausübte. Gutes Wheel-to-Wheel-Racing und froh, Platz vier und fünf für das Team eingefahren zu haben."

Fernando Alonso Lance Stroll Aston Martin Aston Martin F1 ~Fernando Alonso (Aston Martin) und Lance Stroll (Aston Martin) ~

Foto: Motorsport Images

Hülkenberg guter Dinge

Nico Hülkenberg hatte insgesamt viel Spaß beim Sprintrennen in Spielberg, auch wenn es fürs Podium nicht gereicht hat. Er hatte eine starke Phase nach dem Start, hat sich nach dem Red-Bull-Geplänkel lange auf Rang zwei gehalten, ging dann an die Box bei abtrocknender Strecke und wurde am Ende Sechster.

Bei Sky Deutschland sagte der Emmericher danach:

"War dynamisch, war viel drin. Ich glaube, de Inter und die nasse Strecke sind uns definitiv entgegengekommen. Die abtrocknende Strecke hat dann aber ganz schön Reifen gefressen - ich meine bei allen, aber gefühlt bei uns und bei mir nen Ticken mehr als bei anderen. Da war dann irgendwann ziemlich deutlich und klar, dass ich den Slick brauche. Ich habe gehofft, dass es nicht mehr regnet."

Hülkenberg konnte auch genau benennen, wann es anfing mit dem großen Abbau der Reifen:

"Ich glaube knapp bei Runde zehn irgendwo, wo es dann wirklich abgetrocknet ist. Als es richtig nass war, war es okay. Wenn es dann abtrocknet, das geht so schnell, dass du den Reifen einfach einen Ticken überhitzt, und er zahlt es dir dann heim. Ich habe dann auch eine Menge Untersteuern bekommen, weil der Reifen vorne abgerubbelt war, und da habe ich dann Zeit verloren."

Hülkenberg wechselte dann auf Medium, etwas, was er mit seinem Renningenieur Gary Gannon besprochen hatte. Er zeigte auch nochmal deutlich, dass er mit ihm sehr zufrieden ist und sie einen Plan verfolgt haben:

"Ich fühle mich absolut wohl. Gary ist ein Topmann, wir haben eine Bomben-Kommunikation. Das ist natürlich daher geschuldet: Ich bin gestern alle Softs durchgefahren. Ich habe die alle verheizt und hatte dann keine neuen mehr. In Q2 heute Morgen mit dem gebrauchten weichen hat es sich nicht gut angefühlt, und dann habe ich in Q3 dann gesagt: Leute, gebt mir mal lieber einmal den neuen Medium. Wir haben ja eh zwei Versuche. Der hat sich dann sehr gut angefühlt, und dann sind wir dabei geblieben. Es ist schön aufgegangen."

Am Ende kann man festhalten, dass Hülkenberg mit Rang sechs am Ende noch drei Punkte einsacken konnte, es morgen bei trockenen Bedingungen aber wohl sehr schwer für ihn wird, Rang acht zu halten.


Nico Hülkenberg Haas Haas F1 ~Nico Hülkenberg (Haas) ~

Foto: Motorsport Images

Beginn des Wandels

Carlos Sainz wünscht sich, dass der Turnaround bei Ferrari gerade beginnt und das Sprintrennen ein guter Schritt in die richtige Richtung ist.

"Es ist der Beginn des Turnarounds, noch nicht der Gesamte, wenn man sieht, wieviel Abstand Max am Ende hatte, aber ich bin guter Dinge, dass es der Beginn des Turnarounds ist", sagte der Spanier in der FIA-Pressekonferenz nach dem Sprint.

Heute wurde bekannt, dass das Update am Ferrari eigentlich erst in Ungarn kommen sollte, das Team arbeitete aber wesentlich schneller und jetzt kann man die Zeit nutzen, um mehr und mehr zu lernen, was man tun muss, um das Auto besser zu verstehen und noch erfolgreicher zu sein.

Chefredakteur Verstappen

Max Verstappen hat in der Pressekonferenz nach dem Rennen ein bisschen die Chefredakteursrolle übernommen.

Auf eine Frage aus dem Plenum hin, wie die Situation zwischen den beiden einzuschätzen ist, wenn man bedenkt, dass da noch andere Autos drumherum waren und es böse hätte enden können, sagte Verstappen erst "es hätte böse enden können, hat es aber nicht" und legte dann nach.

Man klärt die Sache, indem man miteinander spricht und dann gehts auch weiter. "Man muss daraus keine große Sache machen, keinen eigenen Artikel darüber schreiben. Oder man kann ihn für die Klicks schreiben", so der Weltmeister.

Max Verstappen Sergio Perez Nico Hülkenberg Lando Norris Red Bull Red Bull F1Haas Haas F1McLaren McLaren F1 ~Max Verstappen (Red Bull), Sergio Perez (Red Bull), Nico Hülkenberg (Haas) und Lando Norris (McLaren) ~

Foto: Motorsport Images

Der F1-Sprint im Session-Liveticker

Es geht rund am Red Bull Ring, der Formel-1-Sprint läuft und Stefan Ehlen hält euch im Session-Liveticker auf dem Stand, was gerade auf der Strecke passiert.

Es regnet, könnte aber abtrocknen, dann sollte es Stopps geben, oder auch nicht? Eine Chance für die Konkurrenz von Red Bull Racing und Max Verstappen?

Hier geht es zum Liveticker!

Max Verstappen Red Bull Red Bull F1 ~Max Verstappen (Red Bull) ~

Foto: circuitpics.de

Regenschirme draußen

Wie ist das Wetter so kurz vor dem Start in den Formel-1-Sprint?

Unser Kollege Sven Haidinger sitzt kurz hinter Kurve drei auf der Tribüne und hat aufgespannte Regenschirme vor sich. Der Regen nimmt wieder zu, noch ist es aber zu früh, als dass es sich für Regenreifen komplett lohnen würde.

Sehr interessant, weil es durchaus weiterregnet und sich das alles über das Rennen verteilt noch einregnen kann.

 ~~

Foto: Sven Haidinger

Glück im Unglück

Nico Hülkenberg erhält für das unsafe release seines Haas-Teams keine Startplatzstrafe im anstehenden Formel-1-Sprintrennen.

Die Stewards haben sich die Szene in SQ2 nochmal angesehen, als Hülkenberg nach einem Boxenstopp mit dem linken Hinterrad über das gewechselte linke Vorderrad gefahren ist und dabei leicht abhob. Es bestand in dem Moment keine Gefahr für ein anderes Auto. Allerdings erklärten die Stewards die Situation folgendermaßen:

"Der Vertreter des Teams legte einen umfassenden Bericht über die Untersuchungen des Teams zu diesem Vorfall vor. Es war klar, dass es sich um einen unglücklichen und außergewöhnlichen Vorfall handelte, bei dem das entfernte linke Vorderrad zu nah am Auto war und der Fahrer außerdem einen schärferen Abfahrtswinkel wählte, weil der Wagen des nächsten Teams in der Boxengasse sich weiter draußen auf der Fahrspur befunden hatte als üblich."

Zwar bekommt Hülkenberg keine Startplatzstrafe, sein Haas-Team allerdings eine Geldstrafe von 5000 Euro auf Bewährung, wenn bis zum Ende der laufenden Saison ein solches Missgeschick nicht nochmal vorkommt.

Nico Hülkenberg Haas Haas F1 ~Nico Hülkenberg (Haas) ~

Foto: Motorsport Images

Wilde 13

Im Sprint-Shootout wurden übrigens 13 Rundenzeiten gestrichen, das haben die Stewards im Dokument 40 bekanntgegeben.

Die meisten erwische es in Kurve zehn, Max Verstappen sammelte alleine drei und damit die meisten Verstöße aller Fahrer ein.

Wenn man die 47 Verstöße in der Qualifikation gestern hinzurechnet, sind es also insgesamt 60 gestrichene Runden gewesen, immerhin nur elf Runden weniger als die 71, die der Große Preis von Österreich dauert.

Leclerc mit Strafe im Sprint

Charles Leclerc hat für das Behindern von Oscar Piastri für den Sprint eine Startplatzstrafe von drei Plätzen kassiert.

Der Monegasse hat den McLaren-Piloten in SQ1 bei seiner schnellen Runde behindert, dieser hatte sich darüber beschwert und die Stewards kamen zur Entscheidung, dass die Kommunikation zwischen Leclerc und seinem Renningenieur nicht gut gelaufen ist, die Situation aber hätte vermieden werden können:

"Der Teamvertreter von Wagen 16 [Leclerc] erklärte, dass das Team bei der Kommunikation über die schnelle Annäherung von Wagen 81 [Piastri] "besser hätte sein können". Die Fahrer erklärten: "Wenn ich früher gewarnt worden wäre, hätte ich früher etwas tun können".

Dementsprechend stellen wir fest, dass dies zwar nicht ausschließlich die Schuld des Fahrers war, und dass die mangelnde Kommunikation des Teams der Hauptfaktor war, der dazu beitrug, eine Startplatzstrafe verhängt werden muss, da Wagen 81 "unnötig behindert" wurde, denn
es keinen Zweifel daran gibt, dass die Situation hätte vermieden werden können."

Die Strafe ist nur im Sprint abzusitzen, nicht im Grand Prix am Sonntag. Sollte Leclerc nicht am Sprint teilnehmen können, würde die Strafe beim nächsten Sprint aufgerechnet werden.

Charles Leclerc Ferrari Ferrari F1 ~Charles Leclerc (Ferrari) ~

Foto: Motorsport Images

Norris bleibt bodenständig

Gestern Platz vier, heute Platz drei, für Lando Norris und McLaren waren es zwei sehr gute Qualifikationen mit Updates am Auto und einer neuen Energie im Team. Norris selbst war nach dem Sprint Shootout gewohnt vorsichtig mit zu viel Euphorie:

"Ich bleibe erst einmal ganz ruhig und freue mich nicht zu sehr über den Verlauf des Wochenendes, denn wir fahren hier immer gut. Ich werde abwarten, bis wir einige der anderen Rennen erleben, bei denen wir mehr Probleme haben, und sehen, wie wir das Auto für diese bestimmten Rennen entwickelt haben. Ich bin immer derjenige, der alle im Team ein wenig zügelt, denn manchmal wird jeder ein wenig übermütig, was ja auch völlig normal ist. Aber normalerweise bin ich immer derjenige, der sie ein wenig zurückhält und ein wenig bremst."

"Wir machen Fortschritte. Ich stimme voll und ganz zu, und das Team leistet hervorragende Arbeit. Der Windkanal macht Fortschritte, und die Dinge fangen an, ein bisschen mehr nach Plan zu laufen. Aber es braucht immer noch mehr Zeit", drückt der Brite etwas auf die Euphoriebremse.

Aber er ist schon sehr motiviert und freut sich über die Energie, die derzeit im McLaren-Team herrscht, seit Andreas Seidl durch Andrea Stella ersetzt wurde und auch James Key Woking den Rücken kehren musste:

"Die Geschwindigkeit, mit der wir seitdem Fortschritte gemacht haben, war definitiv ein großer Schritt nach vorn. Wir denken also nicht nur an jetzt, sondern auch an die nächsten Wochenenden oder an das, was im Laufe der Saison und vor allem im nächsten Jahr auf uns zukommen wird. Dann kommen ein paar der größeren Namen und einige der wichtigeren Leute zu uns, aber so wie es jetzt ist, ist jeder freier und bereit, neue Dinge auszuprobieren, und das ist genau das, was wir wollen."

Lando Norris McLaren McLaren F1 ~Lando Norris (McLaren) ~

Foto: Motorsport Images

Sainz lobt "heroische Runde", Leclerc hadert

Carlos Sainz hatte einen sehr guten Samstagvormittag in Spielberg. Auch wenn die beiden Ferraris von ihm und seinem Teamkollegen Charles Leclerc nur auf die Plätze fünf und sechs gelandet sind, war Sainz mit seiner eigenen Leistung, insbesondere in SQ1, sehr zufrieden:

"Es war ein sehr stressiges [S]Q1 unter diesen Bedingungen", lächelte Sainz.

"Natürlich ist es nicht ideal, in [S]Q1 nur eine Runde zu fahren, aber es auf P1 zu schaffen, war eine ziemlich heroische Runde. Ohne zu wissen, wie die Strecke zu diesem Zeitpunkt beschaffen war, ohne zu wissen, wie viel Grip wir finden würden, war es ein ziemlich gutes Gefühl, es mit nur einer Runde zu schaffen."

Charles Leclerc haderte nach dem Sprint-Shootout mit den Reifen, sich selbst und auch dem Auto:

"Ich habe in [S]Q3 wahrscheinlich keinen guten Job gemacht", gab Leclerc zu, nachdem er sich mit acht Zehnteln Rückstand auf den dominierenden Pole-Mann Max Verstappen qualifiziert hatte, während er im Freitag-Qualifying für den Grand Prix nur eine halbe Zehntel zurücklag.

"Ich habe um einen Push-Cool-Push gebeten, wo vielleicht ein Push-Cool-Cool-Push besser gewesen wäre. Eine Abkühlrunde war nicht ausreichend, meine Reifen waren extrem heiß, so dass ich in der zweiten Runde einfach nicht genug Grip hatte, was schade ist, aber so ist es nun mal."

"Ehrlich gesagt war die Pace heute Morgen bei diesen Bedingungen nicht besonders gut. Das Auto war im Vergleich zu gestern viel schwieriger", so Leclerc.

Wer weiß, ob die Ferraris durch die potentielle Strafe gegen Nico Hülkenberg nicht noch vorrücken und bei wechselnden Bedingungen aufs Podium fahren.

Carlos Sainz Ferrari Ferrari F1 ~Carlos Sainz (Ferrari) ~

Foto: Motorsport Images

Alonso übt Kritik an Reifenwahl

Fernando Alonso konnte im Sprint-Shootout seinen Teamkollegen Lance Stroll, anders als gestern in der Qualifikation für Sonntag, schlagen. Alonso startet das Sprintrennen gleich von Rang sieben, Stroll von acht.

Trotzdem war der Spanier nicht wirklich begeistert, weil die Rennleitung die Reifenwahl freigestellt hat, da die Strecke zu Beginn der Session noch zu nass war. Das Resultat war, dass die meisten Teams mit den weichen Reifen unterwegs waren, ein Graus für alle, die es gestern in den letzten Qualiabschnitt geschafft haben:

"Unter diesen [regnerischen] Bedingungen erlauben die Regeln den Einsatz von allen Reifen. Das ist ein großer Nachteil für all diejenigen, die gestern in Q3 gekommen sind. Denn wir haben alle Reifensätze [der Soft-Mischung] aufgebraucht. Mit diesen Regeln kann man also nicht sehr zufrieden sein. Hoffentlich optimieren wir das Sprintformat noch. Dieses Jahr ist es nur ein Test, wir wollen uns steigern. Wir kämpfen um große Dinge in der Weltmeisterschaft. Wir sollten nicht in die Position geraten, mit alten Reifen in ein Qualifying gehen zu müssen - zumal, wenn man am Vortag gut gewesen ist. Dann haben wir andere Vorzeichen als die Leute, die gestern nicht in Q3 gekommen sind."

Für den Sprint gleich hat er nur eine Hoffnung: "Hoffentlich haben dann alle die gleichen Reifen. Das wäre spannender."

Fernando Alonso Aston Martin Aston Martin F1 ~Fernando Alonso (Aston Martin) ~

Foto: Motorsport Images

Dr. Marko hochzufrieden

Große Freude bei Red Bull. Auf den Plätzen eins und zwei geht es in den Sprint um 16:30 Uhr und bei den Kollegen von Sky Deutschland hat sich Red-Bull-Motorsportkonsulent Dr. Helmut Marko sehr glücklich darüber gezeigt, wie alles gelaufen ist.

"Wir haben hier unser Auto sukzessive abgestimmt und die Verhältnisse waren etwas schwierig. Dass Max gleich eine halbe Sekunde vorne ist, ist schon etwas überraschend. Man muss auch sagen: Er hatte als einziger zwei neue Reifensätze. Aber: Man hat heute wieder gesehen, welche Klasse in ihm steckt."

Auch mit Sergio Perez war Marko etwas zufriedener als gestern:

"Gestern haben wir gesagt, der Speed war da. Das mit den Tracklimits und der Irritation in der letzten Kurve, das war halt unglücklich. Aber das passt, und ich hoffe es ist eine richtig gute Motivation für ihn, in der ersten Startreihe zu stehen."

Auf die Frage von Sky-Experte Timo Glock hin, ob wir derzeit den besten Max Verstappen aller Zeiten sehen, hatte Marko eine klare Antwort:

"Ganz sicher. Wir nennen es die Leichtigkeit, mit der er es liefert. Da gibt es keine Hektik. Es wird alles abgesprochen, man kann planen und geht raus auf die letzten zehn Sekunden. Es ist einfach angenehmst, auch zu sehen, mit welcher Präzision und Kontrolle das abgeht."

Kann sich Verstappen aktuell nur selbst schlagen? Es sieht fast so aus!

Max Verstappen Red Bull Red Bull F1 ~Max Verstappen (Red Bull) ~

Foto: Motorsport Images

Ein Abend mit Toto Wolff

Was passiert, wenn österreichische Journalisten von Mercedes-Teamchef Toto Wolff zu einem Grillabend eingeladen werden?

Das erzählt euch unser Chefredakteur Christian Nimmervoll im neusten Paddockvideo auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de.

Es gab leckeres Essen, ein bisschen Wein und viele Geschichten, von denen einige schon bekannt waren und andere zu heiß für die Öffentlichkeit sind. Eine hat Nimmervoll aber dabei, versprochen!

Zusätzlich wird auch nochmal ein Thema angesprochen, das in den letzten Wochen für ordentlich Wirbel gesorgt hat: wurde Mick Schumacher Red Bull angeboten?

Jetzt anschauen.

Mercedes-Teamchef Toto Wolff hat am Freitagabend in Spielberg ausgewählte Journalisten zu einem Barbecue eingeladen.

Hülkenberg vor den Ferraris

Eine sehr interessante SQ3-Session ist da gerade beendet worden.

Klar, an Max Verstappen führte kein Weg vorbei, aber dahinter war es durchaus interessant. Lando Norris wurde starker Dritter, Nico Hülkenberg auf dem Medium-Reifen sogar Vierter. Allerdings wird gegen ihn wegen unsafe release in SQ2 ermittelt, er könnte nachträglich diesen Platz noch verlieren.

Bitter für Ferrari, Leclerc und Sainz sind mit den Plätzen fünf und sechs jeweils hinter dem Ferrari-Kundenteam reingekommen.

Wir behalten die Situation um Hülkenberg für euch im Auge!

Nico Hülkenberg Haas Haas F1 ~Nico Hülkenberg (Haas) ~

Foto: Motorsport Images

Auch Russell ist raus!

Bereits am Ende von SQ1 meldete George Russell an den Mercedes-Kommandostand, dass seine Hydraulik aufgegeben hat. Das bestätigte sich auch, Russell konnte nicht an SQ2 teilnehmen, weil die Lenkstange dafür gewechselt werden muss.

Eine Schrecksekunde hatte Nico Hülkenberg, der beim Rausfahren aus der Box hinten links über seinen abgenommenen Reifen gefahren ist und kurz abhob. Unsafe release ist notiert und wird nach dem Shootout ermittelt.

Tracklimits waren auch in dieser Session wieder ein Thema. Diesmal hat es Yuki Tsunoda erwischt, der aufgrund der Tracklimits in Kurve zehn seine Runde aberkannt bekam.

Raus sind Alex Albon, Pierre Gasly, Yuki Tsunoda, Nyck de Vries und George Russell.

Wer holt sich die Pole für den Sprint?

George Russell  ~George Russell (Mercedes) ~

Foto: Motorsport Images

Tracklimits, Tracklimits, Tracklimits

Und erneut sind die Tracklimits in den Kurven neun und zehn ein großes Problem. Erstes Opfer: Lewis Hamilton!

Sein Mercedes liegt gewohnt unruhig, er verliert das Heck in Kurve zehn leicht und missachtet damit die Tracklimits. Das Ergebnis: raus in SQ1 und Start von Platz 18.

Ebenfalls raus: Zhou, Piastri, Sargeant und Bottas.

Das Sprint-Shootout im Session-Liveticker

Kurz und knackig wird jetzt die Qualifikation für den Formel-1-Sprint ausgetragen.

Stefan Ehlen hält euch im Session-Liveticker auf dem Laufenden, wer es in SQ2 und SQ3 schafft, wer nachher ganz vorne stehen wird und ob es vielleicht sogar eine faustdicke Überraschung bei abtrocknender Strecke gibt.

Hier geht es zum Session-Liveticker!

Nico Hülkenberg Haas Haas F1 ~Nico Hülkenberg (Haas) ~

Foto: Motorsport Images

Keine Strafe für Sainz

Einem aufmerksamen Kanalmitglied des YouTube-Kanals von Formel1.de ist gestern im Analyse-Video aufgefallen, dass Carlos Sainz gestern nach der Qualifikation im Top-3-Cooldown-Bereich bereits am Wasser genippt hat, bevor er auf der Waage stand.

Er hat sich an den Fall Markus Ekström erinnert, der 2013 in der DTM am Norisring disqualifiziert wurde, weil ihm zwei Flaschen Mineralwasser von seinem Vater und seinem Betreuer in die Taschen gekippt worden sind, um das Mindestgewicht nicht zu unterschreiten. Gleiches sah das Kanalmitglied hier auch, war nicht in der Art und Weise, aber zumindest ähnlich.

Stefan Ehlen hat daraufhin das sportliche Reglement gewälzt und für euch in einem Artikel zusammengefasst, warum es in Ordnung war, dass Carlos Sainz gestern einen Schluck aus der Pulle genommen hat, bevor er sich auf die Waage gestellt hat.

Carlos Sainz Ferrari Ferrari F1 ~Carlos Sainz (Ferrari) ~

Foto: circuitpics.de

McLaren-Verhandlung am Sonntag

Gestern habe ich euch hier im Formel-1-Liveticker ja schon darüber informiert, dass McLaren aufgrund der Fünf-Sekunden-Strafe gegen Lando Norris beim Großen Preis von Kanada das "Right to Review" anstrebt, also einer potentiellen Anhörung für eine Neuverhandlung und Aberkennung dieser Strafe.

Die Stewards haben jetzt den Termin für die erste Anhörung bekanntgegeben. Morgen früh, am Sonntag, um 9:30 Uhr wird ein Teamverantwortlicher von McLaren bei den Stewards antreten müssen, um im ersten Schritt die notwendigen, neuen und stichhaltigen Beweise vorzubringen, die das "Right to Review" überhaupt erst auslösen würden.

Sollten diese Beweise ausreichen und die Stewards sich entscheiden, dass dieser Einspruch zulässig ist, würde es eine "Review"-Anhörung geben, in der gegebenenfalls die Strafe nochmal zurückgenommen wird. Dafür muss aber im ersten Teil der Anhörung genügend belastbares Material vorliegen, damit es überhaupt zu der zweiten Anhörung kommen kann. Wann diese Anhörung sein würde, ist nicht bekannt und müsste noch festgesetzt werden.

Morgen früh wird es also schon spannend für McLaren und Lando Norris, bevor das Rennen überhaupt gestartet wurde. Ihr werdet hier natürlich direkt informiert, wenn es ein Ergebnis gibt und die Stewards dem "Right to Review" stattgeben.

Verstappen und Hamilton im Superteam?

Gestern sorgte unser Chefredakteur Christian Nimmervoll in der Teamchef-Pressekonferenz mit einer sehr spannenden Frage für ein schönes Gedankenspiel:

Wie wäre es, wenn Lewis Hamilton zu Red Bull geht und mit Max Verstappen das Superteam schlechthin bildet?

Red-Bull-Teamchef Christian Horner hat das aber sehr gewitzt beantwortet. In einem Artikel hat Nimmervoll aber auch noch weitere Stimmen zu dieser Idee eingesammelt, unter anderem von Dr. Helmut Marko (Red-Bull-Motorsportkonsulent) und Toto Wolff (Mercedes-Teamchef).

Ist das Superteam möglich? Lest selbst!

ANZEIGE: Als VIP zur DTM nach Hockenheim? Geht!

Bevor es in der Formel 1 richtig rund geht, habe ich für alle Motorsport-Fans, die ein exklusives Erlebnis haben wollen, eine Empfehlung für die DTM am Hockenheimring vom 20.10. bis 22.10.2023 für euch.

Schon für 240 Euro kommt ihr am Sonntag in den Genuss des "Viplight Race Salon" im Hotel Motodrom. Es gibt einen Sonderparkplatz, Tickets aus der Haupttribüne inkl. Fahrerlagerzugang, eine reichhaltige Auswahl an Getränken und Speisen und einen reservierten Sitzplatz im Salon.

Aber es geht noch exklusiver.

Denn schon ab 360 Euro erhaltet ihr die komplette VIP-Experience auf dem Oberrang der Südtribüne. Einen besseren Blick auf die Action gibt es fast nicht. Das ist aber nicht alles, denn ihr erhaltet einen VIP-Parkplatz, Fahrerlagerzugang, erstklassiges Catering und wenn ihr es ganz exquisit wollt, sogar eine Einzelloge für eure Freunde und euch.

Alle Angebote findet ihr hier!

 ~~

Foto: Hockenheim-Ring GmbH

Der Modus am Samstag

Seit dieser Saison hat man sich entschlossen, den Sprint mitsamt einer eigenen Qualifikation, dem sogenannten Sprint-Shootout, komplett vom Rest des Wochenendes abzukoppeln und den Samstag zum Sprint-Tag zu machen, so auch in Spielberg.

Ab 12 Uhr geht es rein in den Sprint-Shootout und so sieht der Modus aus:

SQ1, 12 Minuten, Reifenvorgabe: Medium (neu)
SQ2, 10 Minuten, Reifenvorgabe: Medium (neu)
SQ3: 8 Minuten, Reifenvorgabe: Soft (muss aber kein neuer Satz mehr sein, das wurde nach der beinahe-Farce in Baku geändert!)

Sollte es wie erwartet regnen, werden die Teams freie Reifenwahl Intermediate/Full Wet bekommen. Ebenso wurde bereits für den Sprint am Nachmittag ein weiterer Satz Intermediates von der Rennleitung freigegeben.

Es scheiden jeweils die letzten fünf Fahrer einer jeweiligen Session aus, am Ende bleiben wie gewohnt die Top 10, die die Pole für den Sprint unter sich ausmachen. Diese Pole gilt nicht als Pole Position in der Statistik, das bleibt die, die am Freitag eingefahren wurde.

Um 16:30 Uhr geht es dann mit dem F1 Sprint weiter, das verkürzte Rennen über 24 Runden oder 60 Minuten. Die Renndistanz beträgt ungefähr 100 Kilometer, die realistische Rennzeit rund 30 Minuten, es geht also wirklich sehr schnell. Die Punkte werden für die ersten Acht vergeben: 8-7-6-5-4-3-2-1.

Wer holt sich den Sieg bei diesem aufregenden Format und wie wird das im Regen werden? Ich hab mächtig Bock drauf!

Von:

Veröffentlicht: