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Formel-1-Liveticker: Der Super-Samstag in Spa mit Sprint und Qualifying

Spa-Samstag in der Analyse: Macht es Piastri wie Verstappen?

Formel-1-Liveticker: Der Super-Samstag in Spa mit Sprint und Qualifying

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Fliegender Wechsel

Hier an dieser Stelle ist für heute Feierabend und damit übergebe ich direkt an Kevin Scheuren und Christian Nimmervoll, die bereits mit der großen Liveanalyse auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de in den Startlöchern stehen.

Wir melden uns morgen mit einer neuen Tickerausgabe zurück. Rennstart in Spa ist um 15:00 Uhr, aber wir sind natürlich bereits vorher für euch da, um euch angemessen auf den Grand Prix einzustimmen.

Habt noch einen schönen Abend, viel Spaß mit unserer Analyse und bis dann!

Russell: Wir müssen Risiken eingehen

Beim vergangenen Rennen in Silverstone verzockte sich Mercedes im Regen gleich mehrfach. Droht morgen ein ähnliches Szenario? "Ich denke, wir haben in Melbourne die richtigen Entscheidungen getroffen", erinnert George Russell.

In Silverstone sei das nicht gelungen, "und ich denke, so läuft es nun einmal unter diesen schwierigen Bedingungen", gibt er sich ganz entspannt und erklärt zudem: "Wenn man im Auto einen Geschwindigkeitsvorteil hat, kann man es sich leisten, konservativ zu fahren."

"In unserer Position muss man hingegen manchmal etwas mutiger sein. Manchmal funktioniert es, manchmal nicht. Mal sehen, wie es morgen läuft", so der Brite, der morgen von P6 ins Rennen geht.

In Silverstone war er sogar als Vierter gestartet, holte nach mehreren falschen Entscheidungen am Ende als Zehnter aber lediglich einen Punkt.

Tsunoda: Mit Upgrade läuft es plötzlich

Der Japaner bekam nach dem Sprint einen neueren Unterboden - und schaffte es direkt in Q3. Das war ihm zuletzt in Miami im Mai gelungen. "Für Yuki war es ein sehr, sehr guter Schritt nach vorne während des Wochenendes", zeigt sich Laurent Mekies bei F1 TV zufrieden.

"Wir haben sein Auto kurz vor dem Qualifying aufgerüstet, da wir bei der Anzahl unserer Autoteile immer bis an die Grenzen gehen. Aber wir haben uns entschieden, das Risiko einzugehen und sein Auto aufzurüsten", so der neue Teamchef.

Heißt: Die Ersatzteile sind bei Red Bull noch immer knapp. Einen weiteren Crash hätte sich Tsunoda also nicht leisten können. Das Risiko zahlte sich mit P7 am Ende aus, so gut schnitt Tsunoda noch nie in einem Qualifying für Red Bull ab.

"Ich bin sicher, dass ihm das einen guten Schub an Selbstvertrauen geben wird", so Mekies. Vielleicht klappt es morgen dann ja auch mit den ersten WM-Punkten seit Imola vor mehr als zwei Monaten.

Leclerc: Upgrade funktioniert, aber ...

Der Monegasse ist mit dem Update, das Ferrari an diesem Wochenende gebracht hat, grundsätzlich zufrieden. "Aber ich denke, wie immer, besonders für unser Team, wird alles sehr hochgespielt", betont er.

Denn so viel Zeit bringe das Upgrade gar nicht. Es gehe zwar "in die richtige Richtung", aber man dürfe nicht vergessen, dass Ferrari im Qualifying "im Schnitt" drei bis vier Zehntel hinter McLaren liege.

"Wir werden einen Schritt nach vorne machen", so Leclerc. "Ich glaube allerdings nicht, dass wir mit diesem Upgrade diese drei oder vier Zehntel finden werden. Aber es wird uns helfen, näher heranzukommen", erklärt er.

"Je mehr wir es benutzen, desto mehr können wir das Potenzial ausschöpfen und desto mehr können wir gewinnen. Aber ich glaube nicht, dass es ausreicht, um McLaren von nun an konstant herausfordern zu können", so Leclerc.

Livestream

Schnell noch ein Hinweis in eigener Sache: Unser heutiger Livestream auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de beginnt bereits um 21:00 Uhr, also in weniger als 50 Minuten. Folgende Themen sind geplant:

-Antonelli unter Druck
-Ergebnis Qualifying
-Norris schlägt zurück
-Tsunoda im Aufwind
-Sprint: Verstappens präziser Move
-Fragen der Kanalmitglieder

Macht es Piastri wie Verstappen?

Im Sprint startete der Australier von der Pole, wurde auf der Kemmel-Geraden aber von Max Verstappen überholt. Morgen startet er nun selbst von P2. Ist das also vielleicht sogar die bessere Ausgangsposition?

"Es ist wahrscheinlich die schwierigste Strecke im Kalender, auf der man beim Start die Führung halten kann", so Piastri, der allerdings einschränkt, dass das in erster Linie im Trockenen gelte.

"Wenn es jedoch nass ist, denke ich, dass die Poleposition ein Vorteil ist. Aber das hängt auch davon ab, wie nass es ist. Ob Eau Rouge mit Vollgas geht oder nicht, macht einen großen Unterschied", erklärt er.

Er dürfte morgen also eher auf ein trockenes Rennen hoffen.

Bearman: Q3 war locker drin

Der Sprint war für Haas mit P5 und P7 sehr erfolgreich. Im Qualifying dagegen scheiterten Oliver Bearman und Esteban Ocon auf P12 und P11 ganz knapp in Q2 - worüber vor allem Bearman sauer ist.

"Ich habe in Kurve 1 drei Zehntel verloren, weil meine Reifen einfach noch nicht bereit waren", ärgert er sich. Hintergrund: Er wurde in seiner Outlap in der letzten Kurve von Yuki Tsunoda überholt.

"Danach gelang es mir, [...] eine sehr gute Runde zu fahren, aber es war sehr schade, denn wir hatten wirklich das Tempo, um in Q3 zu kommen", glaubt der Rookie.

Teamkollege Ocon ergänzt nach P11: "Es ist immer noch eine gute Ausgangsposition, und wir sind nur einen Platz von einem Punkt entfernt, was ziemlich gut ist. Deshalb müssen wir das Potenzial maximal ausschöpfen."

Dem Franzosen fehlten lediglich 0,020 Sekunden zum Einzug in Q3.

Alles offen bei der Strategie

Normalerweise gibt Pirelli vor jedem Rennen eine Empfehlung für die Strategie ab. Damit tut man sich dieses Mal aber schwer, was laut Mario Isola unter anderem am drohenden Regen liegt.

Doch auch davon abgesehen erklärt er: "Da es keinen so großen Unterschied zwischen einem Ein-Stopp- und einem Zwei-Stopp-Rennen gibt, ist jede Kombination aus Soft und Medium möglich."

Und auch der harte Reifen könnte zum Einsatz kommen, ergänzt er. "Man muss auch bedenken, dass Überholen auf dieser Strecke nicht so einfach ist, wie man in allen heutigen Sprintrennen in der F1, F2 und F3 sehen konnte", so Isola.

"Das bedeutet, dass der Start und insbesondere der erste Sektor in der ersten Runde entscheidend sein dürften und Windschattenfahren eine wichtige Rolle spielen könnte", betont der Italiener.

Er ergänzt: "Wenn das Rennen bei trockenen Bedingungen beginnt, aber Regen droht, kann man sich leicht vorstellen, dass die Medium-Reifen die bevorzugte Mischung [beim Start] sein werden, um mehr Flexibilität beim Wechsel auf Regenreifen oder bei der Verlängerung des ersten Stints zu haben."

Beide Racing Bulls in den Top 10

Bereits im Sprint schafften es beide in die Top 10, Isack Hadjar holte als Zehnter sogar einen Punkt. Im Qualifying brachte man erneut beide Autos in Q3 und Hadjar berichtet: "Ich bin sehr zufrieden."

"Aber ich hatte etwas mehr als P8 erwartet, da wir sehr stark in die Session gestartet sind und Alex [Albon] auf P5 nur eine Zehntelsekunde vor uns liegt. Ich habe das Gefühl, dass ich es besser hätte machen können."

Teamkollege Liam Lawson sieht es ähnlich und ergänzt: "Es war eine gute Session für das Team, da beide Autos Q3 erreicht haben. Aber es ist hart, wenn man sieht, dass P5 so nah war."

Beiden Fahrern fehlte auf P8 und P9 nur gut eine Zehntelsekunde auf Albon im Williams.

Bortoleto: Erst raus in Q1, dann Top 10

Wir bleiben eben bei Sauber: Gabriel Bortoleto war eigentlich bereits in Q1 ausgeschieden, rückte dann aber doch noch in Q2, weil Hamiltons Rundenzeit nachträglich gestrichen wurde. Und dann schaffte er es anschließend sogar noch in die Top 10.

Über sein eigentliches Aus in Q1 sagt der Rookie: "In diesem Moment war ich sehr, sehr frustriert, weil ich wusste, dass das Auto das Potenzial hatte." Er selbst habe einfach "viele Fehler" gemacht.

Glücklicherweise schaffte er den Cut aber eben hauchdünn doch noch. In Q3 wurde er dann später Zehnter und Letzter, weil er einfach keine frischen Reifen mehr hatte. "Ich wusste, dass mich alle schlagen würden", betont er.

Denn alle anderen Piloten hatten noch mindestens einen Satz frische Reifen. Und da sei es "unmöglich" gewesen, diese Autos zu schlagen.

Freispruch für Hülkenberg

Das Urteil der Rennkommissare ist da und Nico Hülkenberg bekommt für den Crash mit Lance Stroll in der Boxengasse keine Strafe. Das Team erhält eine Verwarnung, weil sich Hülkenberg auf dessen Anweisung in die Schlange drängelte.

Beim eigentlichen Unfall heißt es aber "No Further Action". Die Rennkommissare begründen das so:

"Auto 27 hätte sich in die Warteschlange einordnen müssen, sobald eine 'geeignete Lücke' vorhanden war. In diesem Fall bestand jedoch keine solche Lücke."

"Der Fahrer von Auto 27 befolgte zu jeder Zeit die Anweisungen des Teams, entweder per Funk oder durch Handzeichen eines Teammitglieds."

"Dementsprechend hat Auto 27 Artikel 34.8 verletzt, und die Strafe wird dem Team auferlegt."

"Bezüglich der darauffolgenden Kollision: Beide Autos bewegten sich offenbar gleichzeitig, jeweils auf Anweisung ihres Teams, und stießen unbeabsichtigt zusammen. Wir kommen zu dem Schluss, dass kein Fahrer vollständig oder überwiegend schuld an dem Vorfall war, und sehen daher von weiteren Maßnahmen im Zusammenhang mit der Kollision ab."

Gasly: Runde nicht schlechter als gestern

Apropos Windschatten: Der fehlte heute laut eigener Aussage auch Pierre Gasly. "Ich bin mit den Runden zufrieden, alle Runden waren gut", stellt er nach P13 klar, obwohl er es gestern noch in SQ3 geschafft hatte.

Das habe aber vor allem daran gelegen, dass er heute keinen Windschatten geschabt habe. Er vermutet, dass das "ein oder zwei Zehntel" gekostet hat. Genau die Zeit also, die zu Q3 fehlte.

"Die Runde war für mich genauso gut wie gestern", stellt er klar. Nur wegen der äußeren Umstände habe es dieses Mal nicht für die Top 10 gereicht. Teamkollege Franco Colapinto schied derweil erneut in Q1 aus.

Es sei heute mit einem anderen Set-up "besser" als gestern gewesen, sagt er zwar. Mehr als P17 war aber eben wieder nicht drin. Er gesteht: "Es ist frustrierend, aber wir müssen weiter für morgen arbeiten."

Antonelli kündigt Start aus der Box an

Wir bleiben eben bei Mercedes, wo Kimi Antonelli sogar nur 18. wurde und erneut in Q1 ausschied. "Seit der Europasaison habe ich Schwierigkeiten, Vertrauen in das Auto zu finden, und ich habe das Gefühl, einen Rückschritt gemacht zu haben", gesteht er.

"Es ist ein schwieriger Moment für mich, weil ich das Gefühl habe, dass ich kein Selbstvertrauen habe, um zu pushen", berichtet der Rookie und erklärt, als er gestern etwas mehr gepusht habe, habe er sich sofort gedreht.

"Das schwächt das Selbstvertrauen noch mehr", betont er und kündigt an, das Auto für das Rennen noch einmal umbauen zu wollen. "Wir werden das Auto umbauen, sodass wir aus der Boxengasse starten werden", verrät er.

"Hoffentlich verschafft uns das einen Vorteil und wir gewinnen unser Selbstvertrauen zurück", so Antonelli.

Warum fällt Mercedes zurück?

2024 gewann Mercedes in Spa noch, heute gelang George Russell mit P6 bestenfalls Schadensbegrenzung. "Meine Runden fühlten sich wirklich stark an, aber als Team sind wir dieses Wochenende eindeutig nicht bei der Pace", gesteht er.

Sieben Zehntel fehlten am Ende auf die Pole und Russell betont: "Abgesehen von gestern ist dies meine schlechteste Qualifikation des Jahres, ebenso wie für Kimi. Also müssen wir verstehen, was los ist."

"In den ersten sechs Rennen des Jahres standen wir viermal auf dem Podium, jetzt hatten wir nur einmal in den letzten sechs Rennen einen Podiumsplatz und sind damit deutlich in Richtung Mittelfeld zurückgefallen", grübelt er.

Alonso: Einfach nicht schnell genug

P19 und P20 für Aston Martin. Fernando Alonso erklärt nach dem katastrophalen Ergebnis: "Man braucht [in Spa] ein Auto, das in den Kurven Grip hat, aber auch auf den Geraden schnell ist. Und es scheint, dass wir nicht die richtige Abstimmung gefunden haben, um beides zu erreichen."

"Wir haben seit heute Morgen das Set-up geändert, um uns ein wenig auf den Regen morgen vorzubereiten. Aber das ist keine Entschuldigung, wir sollten unter trockenen Bedingungen nicht so viel langsamer sein", stellt Alonso klar.

Es habe sich nichts wirklich falsch am Auto angefühlt, die Balance sei gut gewesen. Man sei eben einfach nur zu langsam gewesen, weshalb er morgen nun auf Regen hofft. Letztendlich müsse man für die Zukunft aber trotzdem verstehen, warum man hier so langsam sei.

Verstappen: "Balance schlechter als gestern"

Helmut Marko glaubt morgen an die Siegchance, Max Verstappen ist da etwas zurückhaltender. "Ich hatte eigentlich mehr erwartet. Der Balance im Auto war eigentlich schlechter als gestern", berichtet er bei Sky.

In Q3 habe er "gar keinen Grip" im ersten Run gehabt. "Und dann auf dem zweiten Satz [habe ich] schon zwei Zehntel verloren in der ersten Kurve. Gar keine Traktion gehabt", zuckt er die Schultern.

Anders als Marko hofft er morgen auch eher auf ein Trockenrennen, "aber ich glaube, das wird nicht passieren", grübelt er und erklärt: "Dieses Jahr im Regen war McLaren noch stärker als im Trockenen."

Sein Ziel es daher erst einmal, überhaupt auf das Podium zu kommen. Sonderlich optimistisch klingt er jedenfalls nicht.

Leclerc: Nicht mit Top 3 gerechnet

Als der Monegasse in Q2 auf P4 lag, funkte er, dass nicht viel mehr drin sei. Nach dem Qualifying erklärt er daher, dass er "sehr happy" mit P3 sei und "nicht wirklich" damit gerechnet habe.

"Wir dachten, wir wären viel weiter hinten", so Leclerc, dem am Ende gut drei Zehntel zur Pole fehlten. Seine Runde sei "wirklich gut" gewesen, sagt er zufrieden, und auch das Auto habe sich gut angefühlt.

"Es ist gut, dass wir alles fürs Quali zusammengebracht haben", betont er. Ob es morgen für ein Podium reiche, das wisse er aber noch nicht. Zumindest im Sprint habe er ja nicht mit den Top 3 mithalten können.

Man müsse daher abwarten, ob sich die Änderungen auszahlen.

Hülkenberg über Stroll-Zwischenfall

Der Deutsche schildert den Unfall in Q1 so: "Ich muss mir das von außen ansehen. Aber ich denke, wenn das Vorderrad die weiße Linie [...] überquert, muss der nächste Fahrer dich reinlassen. Und ich glaube, mein Reifen war dort."

Letztendlich schaffte er es ja trotzdem in Q2, schied dort aber als 14. aus, während es der Teamkollege in Q3 schaffte. Zumindest habe er aber ein "viel besseres Gefühl" als am Freitag gehabt, verrät er.

"Ich denke, wir haben einige gute Verbesserungen erzielt, einen besseren Rhythmus gefunden und mehr Selbstvertrauen gewonnen", so Hülkenberg, der nun eine ähnliche Aufholjagd wie in Silverstone braucht.

Helfen könnte erneut Regen, aber: "Dass man es dort richtig gemacht hat, bedeutet nicht, dass man es hier auch richtig macht", bremst er die Erwartungen etwas.

Hamilton entschuldigt sich für Q1-Aus

Wie auch schon gestern war für den Briten bereits nach Q1 Feierabend. "Das Auto fühlte sich nicht schlecht an", so Hamilton gegenüber Sky. Er schied am Ende nur deshalb aus, weil seine Rundenzeit wegen Tracklimits gestrichen wurde.

Er glaubt zwar nicht, dass er wirklich komplett neben der Strecke war, aber letztendlich sei es sein "Fehler" gewesen, gesteht er und betont: "Ich muss mich bei meinem Team entschuldigen, denn es ist einfach inakzeptabel, in beiden Q1 ausgeschieden zu sein."

"Das ist eine sehr, sehr schlechte Leistung von mir", so Hamilton. Er werde nun einfach schauen, was morgen von P16 aus noch möglich sei.

Red Bull trotz P4 angriffslustig

Max Verstappen landete nur auf P4, doch Helmut Marko erklärt bei Sky: "Wenn die Wettervorhersage stimmt und Regen ist, glaube ich, können wir auch morgen um den Sieg mitfahren."

"Max hatte zwei Fehler, einen schwerwiegenden in Kurve 1, Kurve 5 auch noch einen kleinen Wackler", erklärt er. Heißt: Eigentlich ist das Auto besser, als es auf der Zeitenliste aussieht.

"Ein dritter Platz wäre möglich gewesen", glaubt Marko und verweist auch auf das zweite Auto. "Yuki war erstmals wirklich auch mit bei der Musik dabei. Also wir sind generell zufrieden", betont er.

Hülkenberg droht Ärger

Zu Beginn von Q1 kam es in der Boxengasse zu einem Unfall zwischen Hülkenberg und Stroll. Um 17:30 Uhr müssen die beiden deswegen noch zu den Rennkommissaren. Könnte noch eine Strafe geben. Wir bleiben natürlich dran.

Neuer Unterboden bei Tsunoda

Kleine Randinfo von Red Bull: Dort hat man bei Yuki Tsunoda den Unterboden nach dem Sprint getauscht. Der Japaner hat jetzt eine etwas neuere Spezifikation, die laut Helmut Marko "fast" die gleiche wie bei Max Verstappen ist.

Schauen wir mal, ob ihm das gleich in der Qualifikation hilft, in Q3 zu kommen.

Die größten Qualifying-Abstände

Oscar Piastri hatte gestern im Sprint-Qualifying fast eine halbe Sekunde Vorsprung auf den Rest der Welt. In diese Fotostrecke hätte er es damit aber nicht einmal ansatzweise geschafft:

Fotostrecke: Top 10: Die größten Formel-1-Qualifying-Abstände der letzten 20 Jahre Motorsport Images

Foto: Motorsport Images

10. Ungarn 2005, Michael Schumacher vor Juan Pablo Montoya - 0,897 Sekunden: Erst beim 13. Rennen der Saison holt sich der siebenmalige Weltmeister seine erste Pole - doch die kommt mit Macht. Viele vermuten eine niedrige Spritladung für das Rennen, die damals Teil der Qualifying-Taktik ist. Doch allzu früh kommt er gar nicht in die Box.

Was macht McLaren jetzt mit dem Set-up?

Hat Red Bull McLaren in Spa mit dem Sieg im Sprint geknackt? Noch nicht. Zwar hat Verstappen vorhin gewonnen, doch die Vorzeichen sind für das Rennen andere. Denn alle Teams können vor dem Qualifying noch einmal an ihren Autos arbeiten und das Set-up ändern.

Außerdem: Mit dieser Taktik konnte Red Bull zwar in Sprint siegen, das Rennen wäre unter gleichen Voraussetzungen aber eine andere Sache. "Ich erwarte, dass es für Max Verstappen deutlich schwieriger werden wird, die McLaren zu schlagen", sagt Nico Rosberg.

"Wenn sie anfangen können, Boxenstopps zu machen und ihre Strategie splitten, dann wird es sehr, sehr schwierig", erklärt er.

Die komplette Story findet ihr hier.

Wolff: "Noch kein definitives Nein" von Verstappen

Toto Wolff hat bei Sky eben noch einmal klargestellt, 2026 mit seiner aktuellen Fahrerpaarung weitermachen zu wollen. Gleichzeitig hat er aber auch noch einmal gesagt, dass die Option Max Verstappen noch nicht endgültig vom Tisch sei.

Darauf angesprochen, dass es "noch nicht ein definitives Nein in Richtung Mercedes" von Verstappen gegeben habe, antwortet Wolff: "Ja, ganz genau so ist es."

"Es gibt noch kein definitives Nein", so der Österreicher, der die Chance, mit Kimi Antonelli und George Russell weiterzumachen, aber auf "90 Prozent, 95 Prozent" beziffert.

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Auch 2026 wird es leider keinen Grand Prix in Deutschland geben. Aber Belgien ist ja zum Glück nicht weit weg! Passend zum Rennen in Spa an diesem Wochenende läuft seit heute der Vorverkauf für die Tickets zum Großen Preis von Belgien 2026.

Oscar Piastri McLaren McLaren F1 ~Oscar Piastri (McLaren) ~

Foto: LAT Images

Leclerc: Sind zu weit weg

Der Monegasse wurde im Sprint Vierter - und glaubt auch nicht, dass am weiteren Wochenende viel mehr drin sein wird. "Aus einem Rennen wie diesem kann man sicherlich einiges lernen", sagt er zwar.

"Allerdings habe ich nicht das Gefühl, dass wir weit vom maximalen Potenzial des Autos entfernt sind", so Leclerc. Heißt: Selbst mit einem anderen Set-up wird man nicht mehr groß zulegen können.

"Ich glaube leider nicht, dass es irgendetwas im Auto gibt, das uns hoffen lässt, dass wir mit Red Bull oder McLaren mithalten können", betont er daher.

Teamkollege Lewis Hamilton nimmt seinen 15. Platz mit Humor und erklärt: "Das Positive ist, dass ich mich nicht gedreht habe. Und ich bin etwas nach vorne gekommen."

Im Qualifying später hofft er natürlich auf ein "besseres Ergebnis" als gestern.

Wolff kündigt Umbau an

Für Mercedes war der Sprint mit P12 und P17 ein Reinfall. Toto Wolff erklärt bei Sky: "Das Rennen kann man schwer einschätzen, weil man überhaupt nicht überholen kann in dem DRS-Zug."

Für das Rennen müsse man nun wahrscheinlich "auf einen größeren Flügel gehen, weil die Chance morgen 80 Prozent ist, dass es regnet", so der Teamchef.

Zudem habe man heute selbst mit einem kleineren Flügel "auch nicht überholen" können, betont er. Und auch davon abgesehen sei das Auto gestern im Qualifying "nicht gut genug" gewesen.

Klingt also sehr danach, dass Mercedes den Boliden vor der Qualifikation fürs Rennen noch einmal umfangreicher umbauen wird.

Stella: Red Bull hat den Sieg verdient

McLaren-Teamchef Andrea Stella erklärt bei Sky: "Es war ein Sprint, bei dem außer der Situation am Start, die für Spa typisch ist, nicht viel passiert ist."

"Fairerweise muss man sagen, dass es schwierig war, die Position zurückzugewinnen - nicht nur wegen [Verstappens] Topspeed, sondern auch, weil wir im zweiten Sektor nicht nah genug dranbleiben konnten."

"Das ist eine Besonderheit der ausgereiften Aerodynamik der heutigen Autos", erklärt Stella und betont: "Hut ab vor Red Bull und Verstappen. Sie haben den Sieg letztendlich verdient."

Rosberg lobt Verstappen

Experte Nico Rosberg betont, dass der Sieg von Verstappen nicht so leicht gewesen sei, wie er womöglich ausgesehen habe. "Wir müssen anerkennen, was für eine unglaublich brillante Fahrt das von Max Verstappen war", betont er bei Sky.

"Von außen betrachtet sieht es manchmal etwas einfacher aus, aber [...] er hat ein langsameres Auto als die McLarens und steht unter maximalem Druck. Oscar lag die ganze Zeit nur 0,6 bis 0,7 Sekunden zurück."

Der Druck sei daher "wahnsinnig hoch" gewesen, so der Weltmeister von 2016. "Ein kleiner Fehler und der Sieg ist weg. Für den Verfolger ist es viel einfacher", so Rosberg.

McLaren: Keine Chance auf den Geraden

Auch bei McLaren räumt man ein, dass der Red Bull auf den Geraden heute einfach zu schnell gewesen sei. Er habe Verstappen beim Start daher nicht zu viel Windschatten geben wollen, erklärt Piastri.

Doch Verstappen kam trotzdem vorbei. "Ich hatte nicht genug Geschwindigkeit auf den Geraden, und dann offensichtlich auch nicht genug Geschwindigkeit in den nächsten 15 Runden", so Piastri.

"Trotzdem ein gutes Ergebnis, trotzdem gute Punkte. Es ist nur ein Sprint, die wichtigsten Punkte gibt es morgen, daher bin ich ziemlich zufrieden, aber auch ein bisschen frustriert, dass ich nicht vorbeikommen konnte", betont der WM-Leader.

Auch Teamkollege Lando Norris erklärt: "Ich hatte auf ein Duell [zwischen Piastri und Verstappen] gehofft, aber der Red Bull war auf der Geraden einfach zu schnell, als dass wir ihn hätten einholen können."

Verstappen: Bin 15 Qualifikationsrunden gefahren

Der Niederländer selbst bestätigt die Aussage von Marko und verrät: "Ich bin 15 Qualifikationsrunden gefahren, um sie auf einer Strecke, auf der das Reifenmanagement wichtig ist, hinter mir zu halten."

"Es war nicht einfach, aber wir haben es geschafft, und ich bin sehr zufrieden damit", so Verstappen, der betont: "Der Start war unsere einzige Chance gegen sie, und wir haben sie in Kurve 5 genutzt."

"Ab da wusste ich, dass es sehr schwer werden würde, sie hinter mir zu halten, also spielte ich Katz und Maus mit DRS und dem Einsatz der Batterie", berichtet er und erklärt, er habe sich keine großen Fehler leisten können.

"Ich hatte in der letzten Kurve einen kleinen Verbremser, aber abgesehen davon war es für uns ein großartiges Ergebnis, sie hinter uns zu halten", jubelt er.

Marko: Verstappen ist "absolut der Meister"

Helmut Marko verrät bei Sky nach dem Sieg: "Wir haben bewusst auf weniger Downforce gesetzt, und die Überlegung war, wenn wir nach Eau Rouge hinter Piastri sind, dass wir mit dem Topspeed-Überschuss überholen können und dann eigentlich vorne bleiben."

Genau so kam es auch. "Max hatte zweimal ein kleines Schlenker, da ist [Piastri] auf vier Zehntel herangekommen. Aber sonst souverän gefahren, Reifen geschont", lobt Marko und ergänzt: "Unglaubliche Leistung vom gesamten Team, richtiges Set-up und mit relativ vielen Neuerungen trotzdem gleich ein Sieg im Sprint. Das freut uns sehr."

"[Max] ist absolut am Limit gefahren, aber hat gleichzeitig reifenschonend dieses Limit erreicht. Und da ist er absolut der Meister", freut sich Marko.

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