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Formel-1-Liveticker: Deutet Marko hier den Ricciardo-Abschied an?

Formel-1-Liveticker: Keine Strafe für Max Verstappen

Status: Verbindung wird aufgebaut...

Feierabend!

In Kanada ist es kurz nach 20:00 Uhr, und damit sind wir auch am Ende unseres Tickertages angekommen. Am Sonntag melden wir uns natürlich mit einer neuen Ausgabe zurück, Rennstart ist dann "schon" um 20:00 Uhr unserer Zeit.

Für euch geht es in der Nacht aber natürlich wie gewohnt noch mit der großen Videoanalyse zum Qualifying weiter. Kevin Scheuren und Christian Nimmervoll melden sich um 03:00 Uhr live auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de.

Pirelli erwartet zwei Stopps

Und schon einmal ein Blick auf die Strategie beim Rennen. Mario Isola von Pirelli erklärt: "Wie erwartet, ist die Strecke, die seit dem letzten Jahr komplett neu asphaltiert wurde, noch sehr grün, so dass wir eine sehr deutliche Entwicklung beobachten konnten."

"Dies führte auch zu erheblichem Graining, insbesondere bei der Medium-Mischung, die von fast allen für die Longruns verwendet wurde. Daher wird es immer wahrscheinlicher, dass bei einem trockenen Rennen die effektivste Strategie ein Zweistopper ist."

Dabei werde dann vermutlich zweimal die harte Mischung zum Einsatz kommen, "was erklärt, warum sieben Teams immer noch zwei Sätze für jeden Fahrer zur Verfügung haben", so Isola.

Doch wenn es morgen regnen sollte, was nach aktuellem Stand nicht unwahrscheinlich ist, dann wird sowieso alles über den Haufen geworfen ...

Nächste Sauber-Pleite: Mehr war nicht drin

Deutlich schlechter als für Williams lief es für Sauber. Valtteri Bottas wurde 17., Teamkollege Guanyu Zhou sogar 20. und Letzter. Teamvertreter Alessandro Alunni Bravi sucht daher auch gar nicht nach Ausreden.

Er gesteht: "Das heutige Qualifying bestätigt, dass es uns an Leistung in der einzelnen Runde fehlt. Wir haben bereits in den letzten Rennen gesehen, dass unsere Hauptkonkurrenten einen Schritt nach vorne gemacht haben."

Dadurch sei man selbst zurückgefallen. "Ich glaube nicht, dass Valtteri heute mehr aus dem Auto hätte herausholen können: Er fuhr eine saubere Runde und ließ nichts liegen", stellt er klar.

Bottas selbst erklärt, dass man für das Rennen zumindest "etwas optimistischer" sei. "Es ist sicherlich eine Strecke, die mehr Möglichkeiten bietet als Monaco", erinnert er. Zudem könne vielleicht das Wetter helfen.

So richtig hat man aber nicht den Eindruck, dass es an diesem Wochenende endlich mit dem ersten WM-Punkt des Jahres für Sauber klappen wird.

Trotz Q3: Williams-Fahrer "frustriert"

Alexander Albon schaffte es in die Top 10, sagt aber trotzdem, dass es "ein frustrierender Samstag" gewesen sei, denn: "Wir haben vor dem Qualifying eine kleine Set-up-Änderung vorgenommen, und das Auto fühlte sich auf Anhieb gut an."

"In Q1 und Q2 hatten wir eine starke Pace, aber in Q3 haben wir einen anderen Plan ausprobiert, der für uns nicht funktioniert hat. Durch den Regenschauer zwischen den Sessions sank die Streckentemperatur und wir hatten Probleme, die Reifen aufzuwärmen", ärgert er sich.

So beendete Albon Q3 schließlich auf dem zehnten und letzten Platz, nachdem er in Q1 und Q2 noch P4 respektive P6 belegt hatte. Teamkollege Logan Sargeant beendete das Qualifying derweil auf P13.

"Es ist ein bisschen frustrierend, weil ich auf meiner besten Runde aufgehalten wurde. Eigentlich habe ich eineinhalb Zehntel auf mich selbst gutgemacht. Hätte ich diese Zeit gehabt, wäre ich direkt in Q3 gekommen", ärgert auch er sich.

Immerhin sei man aber in einer Position, aus der heraus man morgen "kämpfen" könne, so der US-Amerikaner.

Keine Strafe für Verstappen

Die Entscheidung ist da: Max Verstappen bekommt für sein "Vordrängeln" in der Boxengasse keine Strafe. Die Rennkommissare begründen das kurz gesagt damit, dass es erlaubt sei, sich in die Schlange zu schieben, wenn es dort eine passende Lücke gebe.

Das sei bei Verstappen der Fall gewesen. Zudem seien auch keine anderen Autos dadurch behindert worden, daher keine Strafe. Hier die etwas umfangreichere Begründung im Wortlaut:

"The team stated in the hearing that they assumed Car 1 had crossed the solid white line separating the fast lane from the working lane when it was released from the garage and therefore followed the procedure outlined in Article 34.8 to leave the pit lane in the order the cars arrived there. The Stewards determine that this assumption was inaccurate as no wheel of Car 1 had crossed the solid white line separating the fast lane from the working lane. It is noted that the fast lane is demarcated as the lane (marked by two solid white lines) closest to the pit wall. Any other white lines and/or painted areas have no relevance in this context."

"Given the fact that Car 1 was not in the fast lane at the start of the session, the regulations and the Race Director’s Event Notes (item 11, document 29) only required the driver to blend into the fast lane as soon as it is safe to do so, meaning that if there is a suitable gap in a queue of cars in the fast lane, and without unnecessarily impeding cars already in the fast lane. The Steward contend that these requirements were fulfilled and take no further action."

Alonso: Keiner ist eine perfekte Runde gefahren

Der Spanier hat nach P6 gemischte Gefühlte und erklärt: "Es ist auf jeden Fall eine gute Ausgangsposition. In den letzten beiden Events sind wir in Q1 ausgeschieden, so dass das Rennen im Grunde genommen gelaufen war."

Dieses Mal sei die Ausgangslage also viel besser, doch es sei wegen der Bedingungen trotzdem "ein schwieriges Qualifying" gewesen. "Ich glaube, niemand hat heute eine perfekte Runde gedreht. Das war auch bei mir der Fall", so Alonso.

"Ich habe in Q3 nicht alles richtig gemacht. Wenn man dann sieht, dass man nur zwei Zehntel von der Poleposition entfernt ist, tut das schon ein bisschen weh. Aber ich denke, es ist für jeden das Gleiche", so der Spanier.

Er selbst glaubt, alleine in Kurve 2 so viel Zeit verloren zu haben, dass er andernfalls auf Pole hätte stehen können. "Ich habe darüber nachgedacht, die Runde einfach abzubrechen", so Alonso.

Stattdessen sei er aber "sehr aggressiv" gefahren und habe die Runde so noch gerettet. Aber mit einem besseren Start wäre laut eigener Aussage eventuell sogar die Pole möglich gewesen ...

Ricciardo: Klare Ansage an Villeneuve

Ihr habt sicher die harte Kritik von Jacques Villeneuve an Daniel Ricciardo am Freitag mitbekommen. Der Australier hat heute mit P5 wohl genau die richtige Antworte darauf geliefert.

Auf Villeneuves Aussagen angesprochen erklärt er zudem: "Ich habe gehört, dass er Scheiße erzählt hat. Aber das tut er immer. Ich glaube, er hat sich ein paar Mal zu oft den Kopf gestoßen."

"Ich weiß nicht, ob er Eishockey spielt oder so. Ich werde ihm keine Zeit widmen, all diese Leute können mich mal am Arsch lecken", so Ricciardo. Klare Ansage.

Hülkenberg: Das ganze Wochenende schon Probleme

Der Deutsche zählte nach seinem Aus in Q1 ebenfalls zu den Enttäuschungen. Er berichtet: "Wir haben den Heckflügel vor dem Qualifying gewechselt, weil ich mit dem Auto das ganze Wochenende über nicht zufrieden war."

Es habe ein Problem mit dem Flügel gegeben, "der nicht so funktionierte, wie er sollte. Also beschlossen wir, ihn vor dem Qualifying zu wechseln. Das bedeutete, dass unser gesamter Plan ein wenig durcheinander geriet", erklärt er.

Am Ende sei es dann "hektisch" geworden, verrät Hülkenberg und ergänzt, dass er dann auch noch in Verkehr geraten sei. "Das ganze Wochenende war irgendwie schwierig und es war kein sauberes Wochenende", zuckt er die Schultern.

Er sei daher nicht überrascht über das schlechte Qualifyingergebnis.

Wolff: Endlich ist es mal für uns gelaufen!

Wir bleiben bei Mercedes, wo Toto Wolff zur Abwechselung einmal "sehr happy" ist. Bei ServusTV erklärt er: "Ein paar Mal in dieser Saison waren wir ein Tausendstel weg von der Position davor, aber jetzt hat es halt mal zu unseren Gunsten ausgeschlagen."

Russell sei "eine tolle Runde gefahren", lobt er und erklärt: "Wir haben viele Kleinigkeiten jetzt aufs Auto getan die letzten Rennen, und das kommt jetzt zusammen. Aber Montreal ist eine ganz andere Strecke."

Er wisse daher noch nicht, ob der Aufschwung wirklich an den neuen Teilen liege, oder ob die Strecke einfach generell besser zum Mercedes passe. "In Barcelona wird's dann ein bisschen klarer sein", vermutet er.

Doch davor gibt es ja erst einmal noch ein Rennen zu fahren.

Hamilton: Hatte keinen Grip mehr

Was war beim Rekordweltmeister los, der in FT3 noch der klar schnellste Mann war? "Das Auto hat sich das ganze Wochenende über großartig angefühlt", betont er. Doch ausgerechnet im Qualifying habe er dann keinen Grip mehr gehabt.

Auf das Wetter will er das nicht schieben. "Die Bedingungen waren großartig. Die Bedingungen waren perfekt, aber aus irgendeinem Grund funktionierten die Reifen während der gesamten Session nicht für mich", so Hamilton.

"Ich hatte in FT3 locker einen Vorsprung von einer halben Sekunde. Und der war weg", zuckt er die Schultern. Immerhin habe der Teamkollege ein gutes Ergebnis geholt. "Hoffentlich erledigt er den Job morgen", so Hamilton.

Verstappen: Vorher nicht mit P2 gerechnet

"Es war kein schlechtes Qualifying", sagt auch der Weltmeister selbst und betont: "Q3 war für Mercedes die schwächste Session. [...] Wenn man sich ihre reine Pace betrachtet, dann nehme ich den zweiten Platz gerne."

"Als ich nach Q2 ihre Rundenzeit gesehen habe, dachte ich: Keine Chance, dass ich sowas bewerkstelligen kann", gesteht er und erinnert: "Generell war das Wochenende von unserer Seite aus etwas schwierig."

"Wir hatten zu viele kleine Probleme. Wir haben natürlich versucht, die bestmögliche Balance mit dem Auto zu bekommen. Ich denke, wir hatten im Qualifying eine ordentliche Balance, ich war zufrieden damit".

"Aber wir brauchen einfach sauberere Wochenenden ohne Probleme", so Verstappen. Und das war Kanada erneut nicht. Der zweite Platz sei am Ende aber "in Ordnung" für ihn.

Marko: "Aufwärmrunde zu schnell war"

Wir bleiben bei Red Bull, wo Helmut Marko mit dem Ergebnis gar nicht so unzufrieden ist. "In Anbetracht was gestern passiert ist, sind wir eigentlich gut unterwegs. Wir haben aufgeholt", betont er bei ServusTV.

"Ich glaube, dass unsere Aufwärmrunde zu schnell war", verrät er und erklärt, Verstappen seien in Sektor 3 "die Reifen eingegangen. So gesehen passt es. [...] Ich glaube, im Renntrimm, dass wir da das bessere Paket haben", so Marko.

Das gute Ergebnis der Silberpfeile habe sich allerdings in FT3 bereits "abgezeichnet", gesteht er und betont: "Die haben einen Schritt vorwärts gemacht und sie sind vor allem in allen drei Geschwindigkeitsmessungen zwei, drei km/h vor uns."

"Das zeigt also, dass sie aerodynamisch auch gut unterwegs sind", so Marko, der zudem über das Q1-Aus von Perez sagt: "Am Auto liegt es nicht, das sieht man an Max. Ich glaube, das ist eher psychologisch."

"Es war knapp, und wenn die Bedingungen sich ändern, dann tut er sich deutlich schwerer. Aber dass es jetzt schon das dritte Mal ist, ist schmerzlich", so Marko.

Da kann Perez froh sein, dass er seinen neuen Vertrag bereits in der Tasche hat ...

Kleines Update

Verstappen muss sich für den Vorfall in Q2 um 18:15 Uhr Ortszeit bei den Rennkommissaren verantworten. Das entspricht 00:15 Uhr unserer Zeit. Dürfte also dementsprechend noch etwas dauern, bis wir eine Entscheidung bekommen.

Die knappsten F1-Qualifyings seit 2000 ...

... findet ihr in dieser Fotostrecke. Seit heute mit einem neuen Platz 1!

Fotostrecke: Top 10: Die knappsten Formel-1-Qualifyings seit 2000 Motorsport Images

Foto: Motorsport Images

10. Japan 2000, Michael Schumacher vor Mika Häkkinen - 0,009 Sekunden: Im Duell der beiden Erzrivalen hat Schumacher 2000 die besseren Karten. Nach der engen Poleposition am Samstag siegt er auch im Rennen vor dem McLaren-Piloten und krönt sich damit erstmals für Ferrari zum Weltmeister.

Perez: Keine Temperatur in den Reifen

Weil wir sowieso gerade bei den Enttäuschungen sind: Sergio Perez sagt über sein Q1-Aus, dass er "massiv" frustriert sei. "Wir konnten einfach nicht alles zum Laufen bringen, vor allem nicht die Hinterachse", berichtet er.

Jetzt müsse man verstehen, woran das gelegen habe, denn es sei "eine sehr seltsame Session" gewesen. Er habe Schwierigkeiten gehabt, Temperatur in die Reifen zu bekommen, erklärt er. Das sei das Hauptproblem gewesen.

Zumindest im Rennen seien aber auch von so weit hinten noch "einige Punkte" möglich, hofft er. Dafür müsse man allerdings verstehen, was heute schiefgelaufen sei.

Leclerc: Sind einfach nicht schnell genug

Die vielleicht größte Enttäuschung des Qualifyings (neben Sergio Perez) war Ferrari. Charles Leclerc sucht auch nicht nach Ausreden und betont: "Wir sind einfach nicht schnell genug."

"In FT3 waren wir im Trockenen nicht schnell genug, und im Qualifying waren wir auch nicht schnell genug im Trockenen", zuckt er die Schultern und gesteht: "Ich habe jetzt noch keine Erklärung."

"Schon in FT3 hatten wir das Gefühl, dass etwas nicht stimmte. Aber wir konnten nicht sehen, was es war, und im Qualifying war es genau dasselbe: Es fühlte sich definitiv so an, als ob etwas nicht stimmte."

Doch was genau das sei, das wisse man einfach nicht. Der Grip sei einfach "vor allem im ersten Sektor" extrem schlecht gewesen, berichtet Leclerc, der gesteht, dass er diese Probleme nicht erwartet hatte.

"Es ist natürlich enttäuschend, aber wir haben morgen noch ein Rennen", erinnert er und hofft, dass die Probleme dort nicht ganz so sehr zum Tragen kommen.

Untersuchung gegen Verstappen

Dem Weltmeister droht nach dem Qualifying noch Ärger, weil er sich in Q2 beim Rausfahren aus der Boxengasse vorgedrängelt hat. Das ist nicht erlaubt und könnte noch eine Strafe geben. Eine Untersuchung wurde gegen ihn eingeleitet.