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Formel-1-Liveticker: Die große Analyse zum Freitagstraining

Formel-1-Liveticker: Chronologie des Mexiko-Samstags

Formel-1-Liveticker: Die große Analyse zum Freitagstraining

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Das war der Qualifying-Tag

Das war es von unserer Coverage des Samstags im Autodromo Hermanos Rodriguez. Wir schlafen uns jetzt schön aus (haben ja eine Stunde mehr) und freuen uns auf ein hoffentlich spannendes Rennen morgen mit einem weiteren möglichen Wendepunkt in der Weltmeisterschaft.

 ~Formel-1-Fans in Mexiko~

Foto: LAT Images

Zum dritten Mal Q3: Bearman regt sich trotzdem auf

Trotz des dritten Einzugs ins Q3 ist Ollie Bearman alles andere als happy. Nach mehreren 17. Plätzen kam der erneute Q3-Einzug vielleicht überraschend, aber Bearman weiß den Grund: "Es ist eine schwierige Strecke, und ich habe wahrscheinlich unterschätzt, wie wichtig es ist, auch das 1. Freie Training zu absolvieren. Es ist meine Rookie-Saison, aber ich muss das erste Training auslassen."

"Es tut immer weh, egal, wo man es macht. Wenn ich die Saison wiederholen könnte, würde ich es wahrscheinlich auf Strecken tun, die ich viel besser kenne, wie Abu Dhabi oder so. Aber Tatsache ist, dass ich noch ein Rookie bin, dies meine erste komplette Saison ist und ich immer noch auf das erste freie Training verzichten muss. Ich sollte also gar nicht in dieser Situation sein."

Antonelli: So kam es zum Beinahe-Aus in Q1

Andrea Kimi Antonelli schied um ein Haar in Q1 aus, bewerkstelligte aber als 15. gerade noch den Q2-Einzug. Anschließend schaffte er es bis ins Q3 und bewerkstelligte Startplatz sechs. "Q1 war furchtbar", gibt er zu. "Als der Wind auffrischte, hatte ich in Kurve 4 große Probleme. In beiden Runden habe ich dort die Reifen heftig blockiert, was viel Zeit gekostet hat. Nach Q1 hatte ich einfach kein Selbstvertrauen. Deshalb sind mit im ersten Anlauf in Q2 wieder die Räder blockiert. Ich bin geradeaus gefahren und musste dann in einer Runde alles geben."

Der zusätzliche Satz in Q1 sorgte dann dafür, dass er in Q3 nur noch einen Satz frische Reifen hatte. "Es war nicht die beste Session, aber ich bin recht zufrieden mit der Aufholjagd. Wir waren sehr nah an P4. Insgesamt also ganz ordentlich."

Hadjar "angepisst": Nach Q1-Bestzeit mehr erwartet

Platz neun im Qualifying, Startplatz acht in der Startaufstellung: Racing-Bull-Pilot Isack Hadjar hatte zwar Liam Lawson erneut klar im Griff, hätte sich aber wesentlich mehr erwartet, nachdem er in Q1 sogar die Bestzeit gesetzt hat.

"Es ist zwar eine gute Session, aber trotzdem bin ich ein wenig angepisst. Ich war auf einer sehr guten Runde, habe einen kleinen Fehler gemacht und war tatsächlich weiter entfernt als erwartet. Die anderen haben gute Fortschritte im Qualifying gemacht, wir hingegen nicht. Natürlich hatte ich nach Platz eins mehr erwartet, aber die Top-Teams finden immer wieder Leistung im Qualifying zurück, und wir einfach nicht."

George Russell: Mercedes "Best of the Rest"

George Russell hatte am Samstag den dritten Platz gepachtet, im entscheidenden Q3 war es dann Platz vier. Für ihn genau der Platz, wo sein Mercedes an diesem Wochenende hingehört: "Wir waren in jeder Session Dritte, aber aus leicht unterschiedlichen Gründen. Q2 war meine beste Session, in Q1 hatte ich neue Reifen, während andere Fahrer keine hatten. Ferrari war hier in den vergangenen Jahren immer auf Pole, sie sind hier traditionell stark."

"Lando hat einen tollen Job gemacht, also sind wir 'Best of the Rest'. Zwischen mir und Oscar auf P8 lag nur ein Zehntel, also bin ich froh, auf der richtigen Seite dieses Zehntels zu sein." Für das Rennen nimmt er sich einen Podiumsplatz vor.

George Russell Mercedes Mercedes F1 ~George Russell (Mercedes) ~

Foto: LAT Images

Hülkenberg: Quali-Schwäche gegen Bortoleto endlich überwunden?

Nach dem dritten Qualifying-Sieg in Folge gegen Gabriel Bortoleto fühlt sich Nico Hülkenberg "in einer etwas besseren Position." Zur Saisonmitte hatte er im Quali große Schwierigkeiten mit seinem jüngeren Teamkollegen, seit Singapur ist jedoch eine Trendwende zu beobachten. Im Duell ist er auf 9:11 an den Brasilianer herangekommen.

"Es ist immer ein Prozess", sagt er. "Natürlich gab es im Sommer viele schwierige Qualifyings, aber man arbeitet weiter und gibt alles. Natürlich habe ich hier und da ein paar Dinge optimiert, einfach etwas härter gearbeitet, und ich fühle mich jetzt wahrscheinlich etwas zufriedener. Ich habe ein besseres Gefühl für das Auto und es läuft etwas besser, auch wenn es immer noch nicht einfach ist."

Verstappen dämpft Hoffnung: Auto wird auch morgen nicht funktionieren

Max Verstappen teilt den Optimismus von Helmut Marko nicht. Nach seinem schlechtesten Qualifying in Mexiko seit seinem Formel-1-Debütjahr 2015 glaubt er nicht an einen sechsten Sieg in Mexiko-Stadt: "Das Auto funktioniert einfach nicht und es wird auch morgen nicht funktionieren." Markos Hoffnung auf ein Podium wischt er ebenfalls beiseite: "Wenn vor mir zwei Autos ausscheiden, dann vielleicht. Es gibt keinen Grund, falsche Hoffnungen zu wecken. Das wird dieses Wochenende nicht passieren, solange nichts Verrücktes passiert."

Red Bull experimentiert mit verschiedenen Set-up-Richtungen. "Ich habe alle Set-up-Richtungen probiert und nichts funktioniert", winkt Verstappen ab. "Eine Richtung fühlt sich vielleicht besser an, aber mit der sind wir einfach zu langsam." Als zusätzliches Problem sieht er ein schnelles Überhitzen der Reifen aufgrund des geringen Abtriebs in der großen Höhe.

Dass Oscar Piastri hinter ihm startet, ist für ihn kein großer Trost: "Wenn er einen guten Start erwischt, wird er mir ziemlich schnell im Heck hängen. Aber das wahre Problem ist Lando ganz vorn. Uns war klar, dass wir bis zum letzten Rennen perfekt sein müssen [um Weltmeister zu werden]. Da ist sowas natürlich nicht ideal."

Waren es die Rutscher in Kurve 9? Verstappen sagt nur: "Schaut euch die Onboard an und hört genau hin, was dort passiert ist."

Max Verstappen Red Bull Red Bull F1 ~Max Verstappen (Red Bull) ~

Foto: Sutton Images

Hamilton: Erstes mal Quali-PK für Ferrari

Lewis Hamilton freut sich, zum ersten Mal im roten Fahreranzug an einer Pressekonferenz nach dem Qualifying teilnehmen zu dürfen: "Ich habe es den Jungs [Norris und Leclerc] gerade schon gesagt, dass ich schon lange nicht mehr hier oben gestanden habe. Daher fühlt es sich ganz neu an. Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass wir diese Erfahrung schon früher im Jahr gemacht hätten, aber Tatsache ist, dass wir uns weiter verbessern und weiterhin positiv bleiben, und deshalb ist es großartig, mit diesen beiden hier oben zu stehen."

Er erklärt, dass sein Auto nun "ziemlich identisch" zu dem von Leclerc sei. "Und ich finde endlich heraus, wie man dieses Auto fährt, das Charles in den letzten sieben Jahren mit diesen Eigenschaften fahren durfte. Wir verbessern unsere Prozesse kontinuierlich, und diese Prozesse reichen von dem Moment unserer Ankunft über unsere Nachbesprechungen bis hin zu den Entscheidungen, die wir als Team innerhalb der Technik treffen, wenn wir auf die Strecke gehen, und all diesen verschiedenen Dingen."

Lewis Hamilton Ferrari Ferrari F1 ~Lewis Hamilton (Ferrari) ~

Foto: LAT Images

Charles Leclerc: Ein kleines bisschen Enttäuschung ist schon da

Startplatz zwei hätte Charles Leclerc sicherlich angenommen, aber nach dem ersten Schlagabtausch in Q3 war die Hoffnung auf die Pole plötzlich real. "Ein bisschen schon", antwortet er auf die Frage, ob er doch leicht enttäuscht sei. "Nach der ersten Runde in Q3 dachte ich, dass das eine wirklich gute Runde war, also wusste ich, dass nicht mehr so viel drin war."

"Angesichts der Abstände nach hinten habe ich aber auch auf der zweiten Runde voll attackiert. Die Strecke ist ein bisschen abgekühlt und der Grip war besser. Da hatte ich das Gefühl, dass ich in einigen Kurven eher etwas unter dem Limit war. Aber von Landos Sprung vom ersten zum zweiten Anlauf in Q3 war ich dann doch etwas überrascht."

Lando Norris Charles Leclerc Ferrari Ferrari F1McLaren McLaren F1 ~Lando Norris (McLaren) und Charles Leclerc (Ferrari) ~

Foto: LAT Images

Glock: Norris zeigt enormes Selbstvertrauen

Sky-Experte Timo Glock glaubt nicht, dass Lando Norris an diesem Wochenende anzutasten ist: "Lando Norris war von Runde 1 an hier wirklich in einem sehr, sehr guten Rhythmus und hat ihn auch über das Qualifying in dem entscheidenden Moment nicht verloren. Er hat nochmal nachgelegt, als im dritten Segment Charles Leclerc aus dem Nichts kam und ihn unter Druck gesetzt hat. Dass er da nochmal eine Schippe drauflegen konnte, das zeigt, dass er sehr, sehr viel Selbstvertrauen hier an diesem Wochenende hat."

Lando Norris: Pole mit späterem Bremsen geholt

Wo hat Lando Norris in seiner letzten Runde sechs Zehntel gegenüber dem ersten Anlauf gefunden? "Es war eine unglaubliche Runde", sagt er in der Pressekonferenz. "Ich bin auf der Bremse komplett ans Limit gegangen. Ich habe etwas stärker [und später] gebremst und bin ein paar mehr Risiken eingegangen. Es gab noch ein paar kleine Stellen, an denen ich dachte, ich hätte einen Fehler gemacht und nicht die besten Ausfahrten hingekriegt, wie zum Beispiel aus Kurve 6."

"Aber der Rest fühlte sich ziemlich gut an und ich war zufrieden, aber ich dachte, ich würde eher eine 15,9 oder 15,8 fahren. Als ich dann eine 15,5 auf meinem Armaturenbrett sah, musste ich ziemlich breit grinsen. Es war eine dieser Runden, in denen einfach alles perfekt zusammenpasst. Es war sehr natürlich und ähnlich wie meine Runde in Monaco."

Lando Norris McLaren McLaren F1 ~Rome Flynn mit Lando Norris (McLaren) ~

Foto: LAT Images

Vasseur erklärt Leistungsexplosion in Q3

Die vielleicht größte positive Überraschung des Qualifyings war Ferraris Performance in Q3. Die Plätze zwei und drei sind vielleicht sogar eine kleine Enttäuschung, nachdem Charles Leclerc nach dem ersten Versuch vorne lag.

"Wir haben nur einen Satz in Q1 und einen Satz in Q2 eingesetzt. Alle anderen, bis auf Lando, haben mehr Sätze eingesetzt", sagt Teamchef Frederic Vasseur gegenüber Sky. "Wir wollten einen Satz für morgen aufsparen, das war von Anfang an das Ziel." Er sagt aber auch, dass die Fahrer in Q3 "gute Runden" gehabt hätten.

Für das Rennen setzt er auf die zahlenmäßige Überlegenheit gegen Norris beim Start: "Am wichtigsten wird es sein, freie Fahrt zu haben, denn sobald man hinter jemandem festhängt, kann man nach ein paar runden nicht mehr dran bleiben. Deshalb wird der Start entscheidend."

Charles Leclerc Ferrari Ferrari F1 ~Charles Leclerc (Ferrari) ~

Foto: LAT Images

Piastri: Fehlende Pace ein "Mysterium"

Völliges Rätselraten bei Oscar Piastri, dem der WM-Titel zu entgleiten droht. Zeit, ihn selbst reden zu lassen, aber auch das klingt nicht optimistischer: "Alles fühlt sich normal an. Aber der Abstand war in dieser Session groß und er war das ganze Wochenende über groß. Ich denke, im Qualifying habe ich einen vernünftigen Job gemacht und das Auto fühlte sich auch vernünftig an. Also, ja, die fehlende Rundenzeit ist ein kleines Rätsel."

Er bestätigt, dass die Probleme ähnlich zu Austin sind: "In gewisser Weise sind sie nicht allzu unterschiedlich. Was mich hier etwas überrascht hat, ist, dass der Abstand in jeder Session ziemlich gleich geblieben ist. Ich habe das Gefühl, dass ich über das Wochenende hinweg anständige Runden gefahren bin, aber alles scheint etwa vier oder fünf Zehntel zu langsam zu sein."

Er sagt, "nur ein bisschen frustriert" zu sein. "Es gibt viele Dinge, über die ich mir Sorgen machen könnte, aber letztendlich ist es schwierig, so weit abgeschlagen zu sein, wenn man das Gefühl hat, einen vernünftigen Job gemacht zu haben. Das ist im Moment meine größte Sorge. Ich habe meinen Fahrstil seit Beginn der Saison und gegenüber den Rennen, als alles wirklich gut lief, nicht wirklich verändert. Daher ist es schwierig, genau zu sagen, wo die Rundenzeit dieses Wochenende gefehlt hat."

Oscar Piastri McLaren McLaren F1 ~Oscar Piastri (McLaren) ~

Foto: LAT Images

Stella: Piastris Probleme dieselben wie in Austin

Oscar Piastri ist der ganz große Verlierer des Qualifyings, obwohl sich die Sache schon abgezeichnet hatte. Andreas Stella spricht bei Sky von einem üblen Problem. Dass es dieselben Probleme wie in Austin sind, spricht dafür, dass Piastri ein systematisches Problem hat, das sich durch die letzten Rennen ziehen könnte: "Während des gesamten Wochenendes fühlte er sich nicht unbedingt wohl dabei, das Auto unter diesen rutschigen Bedingungen zu fahren, ähnlich wie in Austin. Wir müssen mit Oscar arbeiten, dass wir morgen Plätze gutmachen."

Dass es am Druck als WM-Führender liegen könnte, verneint Stella: "Der Druck steigt für alle gleichermaßen. Oscar ist ein sehr entspannter Typ. Ich bin mir sicher, dass er aus dieser Sicht in einer guten Position ist. Ich sehe kein Überfahren. Er spricht nicht davon, zu überfahren. Ich glaube, er versteht eher, wie man das Beste aus dem Auto herausholt, wenn man rutscht, und versucht, ein bisschen mehr herauszuholen, ohne es zu übertreiben."

Noch schlechtere Nachrichten: "Die Runde enthielt keinen Fehler. Es geht eher darum, diese kleine Millisekunde für jede Kurve zu finden, weil er pro Kurve ein paar Millisekunden verliert. Es gibt auch kein Problem mit nur einer Kurve." Das heißt schlicht und einfach: Piastri ist überall ein wenig zu langsam. Wo das auf einmal herkommt? Das ist das große Rätsel.

Helmut Marko: Alles in zwei Kurven verloren

Max Verstappen kann an diesem Wochenende nur Schadensbegrenzung betreiben. Dabei hilft ihm, dass Oscar Piastri noch größere Probleme hat, aber zufrieden kann Red Bull mit P5 nicht sein, wenn Lando Norris das Wochenende dominiert.

Helmut Marko sagt bei Sky: "Wir haben uns zwar verbessert, aber in Sektor 2 haben wir immer noch zwei Zehntel verloren und das in relativ nur zwei Kurven. Das wird morgen sehr schwierig werden und entscheidend wird der Reifenabbau sein." Damit meint er vor allem Kurve 9, in der beide Red Bull zu Snap Oversteer, also einem plötzlichen Ausbrechen des hecks tendiert haben. Er erwartet jedoch, dass es im Rennen mit vollen Tanks im Mittelsektor einfach werden wird.

"Lando Norris, glaube ich, ist hier unantastbar, aber der Rest ist möglich. Das Maximum für uns wäre ein Podium", sagt Marko über Verstappens Chancen. Und Tsunoda, der in Q2 ausgeschieden ist? "Der Aufwärtstrend hält an, aber im Qualifying fällt er immer in der Relation weiter zurück als im normalen Betrieb. Das muss er noch irgendwie in den Griff kriegen."

Hülkenberg: Einfach keine Rundenzeit mehr gefunden

Nico Hülkenberg musste bereits in Q2 Feierabend machen, obwohl es nach dem ersten Anlauf wirklich gut ausgesehen hat. "Irgendwie war nicht mehr drin im Q2. Der erste Run war extrem sauber, extrem gut. Der zweite ehrlich gesagt auch, aber ich habe einfach keine Rundenzeiten mehr finden können. Wir haben ein Plateau gefunden", sagt er und beklagt sich über eine leicht nervöse Hinterachse im zweiten Sektor. Sind Punkte von Startplatz 13 drin? "Hoffe ich doch!", entgegnet Hülkenberg.

Nico Hülkenberg Sauber Sauber F1 ~Nico Hülkenberg (Sauber) ~

Foto: LAT Images

Auf geht's!

Das Qualifying geht los. Wir machen hier wieder Pause, ihr könnt uns die nächsten gut 60 Minuten im Session-Ticker lesen.

Isack ist nicht happy mit Pierre

Da dürften noch ein paar nicht ganz so freundliche französische Worte gefallen sein: Isack Hadjar musste sich im dritten Freien Training eine komplette Runde hinter Pierre Gasly anstellen. Als der Alpine-Pilot am Ende der Runde in die Box abbiegt, rastet der Red-Bull-Junior aus:

"Pierre, geh mir aus dem gottverdammten Weg! Ist dieser Typ verf***t blind?

Mexiko-Promoter: Nicht eine Refund-Anfrage ohne "Checo"

Alejandro Soberon, einer der Promoter des Grand Prix von Mexiko, stellt klar, dass es nicht eine Anfrage auf Geld zurück gegeben habe. "Mexikanische Fans sind sehr direkt. Wenn sie nicht kommen wollen, lassen sie es einen wissen. Sie würden versuchen, ihr Ticket erstattet zu bekommen. [Wir hatten] nicht eine einzige Anfrage. Die Mexikaner lieben die Formel 1, wissen viel über die Formel 1 und das Rennen ist tief in ihren Herzen verankert. Und so haben wir wieder volles Haus."

Lewis Hamilton Ferrari Ferrari F1 ~Lewis Hamilton (Ferrari) ~

Foto: LAT Images

Racing Bulls mit neuem Set-up

Racing-Bull-Geschäftsführer Peter Bayer lässt im Sky-Interview durchblicken, dass Racing Bulls über Nacht das Auto umgebaut hat: "Gestern hatten wir uns unglaublich schwer getan. Wir waren wohl ein bisschen zu hart, vor allem auf der Vorderachse. Das Räubern über die Randsteine hier ist sehr wichtig. Dann hat Alan [Permane, Teamchef] das Kommando ausgegeben: all in, Risiko, wir bauen das Auto um. Und das hat sich, also momentan von den Daten her, ganz gut ausgezahlt."

Heftigste Kritik von Brundle an Piastri

Sky-Experte Martin Brundle übt heftige Kritik an Oscar Piastris jüngster Form. "Er schwächelt gerade richtig. Baku war ein kompletter Schock, Singapur recht enttäuschend. Er hat Norris in der Qualifikation geschlagen, aber im Renntrimm war er nie in der Lage, mit Lando mitzuhalten. Und dann in Austin hatte er wieder einmal das ganze Wochenende über große Probleme mit dem Tempo."

Zwar sieht er durchaus Pech im Spiel, vor allem beim Sprintunfall. "Aber das Grundproblem ist, dass das Tempo weg ist, das er so regelmäßig zeigt, um Druck auf Norris auszuüben. Wobei Norris momentan einen guten Job macht, wie man sagen muss."

Oscar Piastri McLaren McLaren F1 ~Oscar Piastri (McLaren) ~

Foto: LAT Images

Das dritte Training jetzt im Session-Ticker!

Wir machen hier jetzt einmal kurz Pause und melden uns hier nach dem dritten Freien Training wieder. Das Training könnt ihr wie üblich in unserem Session-Ticker verfolgen.

McLaren verteidigt Verzicht auf Updates

Die kritischen Fragen an Andrea Stella sind nach dem Austin-Desaster nicht weniger geworden, gerade weil Red Bull noch einmal ein Update nach Mexiko gebracht hat. Der McLaren-Teamchef beharrt aber weiterhin darauf, dass die Strategie, sich voll auf 2026 zu konzentrieren, richtig sei:

"Das Projekt für 2026 würde zu stark beeinträchtigt werden. Wir haben den Zeitpunkt für die Umstellung unserer gesamten Ressourcen auf 2026 sehr sorgfältig gewählt. Unser Auto ist aus aerodynamischer Sicht bereits recht ausgereift. Und um einen Punkt an aerodynamischer Effizienz hinzuzufügen, wie wir es bei den Updates in Österreich, Kanada und so weiter getan haben, brauchen wir mittlerweile Wochen, weil wir uns in unserer aerodynamischen Entwicklung auf einem Plateau befinden. Beim Auto für 2026 fügen wir jede Woche richtig viel Abtrieb hinzu. An diesem Punkt muss man also mit den besten verfügbaren Informationen eine Entscheidung treffen. Wir dürfen auch nicht vergessen, dass wir als Champions durch die Vorschriften in Bezug auf den Windkanal und die CFD-Zulassung am stärksten eingeschränkt sind. Es ist also nicht so, dass wir über unbegrenzte Ressourcen verfügen."

Volksfeststimmung

Formel 1 in Mexiko bedeutet immer pracht- und farbenfrohe Fans auf den Rängen. Auch dieses Jahr enttäuschen die leidenschaftlichen Latinos und Latinas nicht. Gleich gibt es die erste Track-Action des Tages zu sehen.

Verstappen: Nicht mein Problem, wenn sie crashen

Nicht nur Lando Norris, auch Max Verstappen hatte in Austin Grund, sich zu amüsieren. Schließlich wurden Norris und Oscar Piastri im Sprint in einen Unfall verwickelt. Überhaupt muss sich McLaren derzeit ständig wegen der "Papaya-Regeln" erklären, was vom WM-Kampf ablenkt. Darauf angesprochen reagiert Verstappen auf seine ganz eigene Art: "Das ist nicht wirklich mein Problem, oder? Ich denke, als Team entscheiden sie, was sie mit den Regeln machen wollen. Ich konzentriere mich einfach auf mich selbst."

Die Gladiatoren marschieren ein

Das Fahrerlager in Mexiko füllt sich. Bis zur Zeitumstellung heute Nacht beträgt der Zeitunterschied noch acht Stunden, ab morgen sieben. Den stilvollsten Einmarsch legt definitiv Charles Leclerc mit seiner Freundin Alexandra Saint Mleux and Leo mit ihrem Vierbeiner hin. Leclerc ist nach dem starken Rennen in Austin und den Plätzen eins und zwei in den Freitagstrainings heute auf jeden Fall zu beachten.

Charles Leclerc Ferrari Ferrari F1 ~Charles Leclerc (Ferrari) ~

Foto: Sutton Images

Norris lacht über Red-Bull-Spielchen

Am vergangenen Wochenende wurde Red Bull in Austin mit einer Geldstrafe belegt, weil ein Mechaniker noch einmal die Startaufstellung betreten wollte, um einen Klebestreifen zu entfernen, der McLaren-Pilot Lando Norris als Orientierungshilfe beim Einparken auf dem Startplatz diente.

Lando Norris lacht sich darüber kaputt: "Es war egal, weil ich den Klebestreifen ohnehin nicht verwendet habe. Wir haben nur für einen Notfall angebracht. Das ist besonders lustig, weil sie dafür eine Strafe bekommen haben und ich es gar nicht gebraucht habe. Und sie haben es nicht einmal geschafft, ihn zu entfernen, weil wir ihn so speziell befestigt haben, dass sie ihn nicht ab bekommen konnten."

Nur eine schnelle Runde drin

Außerdem erwartet Berra, dass nur eine schnelle Runde mit einem Reifen drin sein wird. "Im Qualifying wird C5 höchstwahrscheinlich nur eine einzige Push-Runde", sagt er. "Der Reifen kann durch eine Abkühlprozedur etwas Performance zurückgewinnen, aber nicht das volle Potenzial. Der Reifen verschleißt bereits am Ende der einzigen Push-Runde, in Richtung Kurve 12, also im Grunde genommen nach Sektor 2. Einige Teams dürften Probleme bekommen, den Reifen thermisch über die ganze Runde im Fenster zu halten."

Yuki Tsunoda Red Bull Red Bull F1 ~Yuki Tsunoda (Red Bull) ~

Foto: LAT Images

Pirelli: Outlap im Qualifying entscheidend

Pirelli-Chefingenieur Simone Berra glaubt, dass der Outlap im Autodromo Hermanos Rodriguez eine größere Bedeutung zukommt als auf anderen Strecken. "Die Strecke ist mit vier Kilometern ziemlich kurz. In Q1 wird es viel Verkehr geben, und der wichtigste Teil wird die Vorbereitung auf der Outlap sein." Die Temperaturen von Vorder- und Hinterachse müssen beim Start der schnellen Runde perfekt ausbalanciert sein. "Das größte Risiko besteht darin, dass beispielsweise die Hinterreifen auf Temperatur ist, die Vorderachse jedoch noch nicht. Bis zur ersten Kurve gibt es eine lange Gerade, und dann blockiert man in der ersten Kurve die Räder und verliert viel Zeit."

Übersicht: Der Fahrplan für den Samstag

Los geht's heute um 19:30 Uhr mit dem dritten Freien Training. Ernst wird es um 23 Uhr mit dem Qualifying mit anschließender Pressekonferenz der ersten Drei. Morgen früh gibt es dann unseren traditionellen Livestream mit der Qualifying-Analyse um 10 Uhr auf YouTube.

Zusammengefasst:
19:30 - 20:30 Uhr: 3. Freies Training
23:00 - 00:00 Uhr Qualifying
Anschließend: Pressekonferenz
10:00 - ca. 10:45 Uhr: Livestream mit Qualifying-Analyse auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de

Russell undercover

Zum Einstieg heute eine lustige Szene von gestern: Wie sich herausstellte, hat sich George Russell während des ersten Freien Trainings unter die Zuschauer im Stadion gemischt, mit einer Maske verkleidet. Und tatsächlich begegnete er zwei weiblichen Fans in seiner Fan-Kleidung, die er mit hochgerecktem Daumen und den Worten "Er ist ein guter Fahrer" begrüßte. Die beiden Damen wussten offenbar nichts von ihrem Glück. Anschließend gönnte sich Russell inkognito das Freie Training aus dem Station heraus.

Von: Stefan Ehlen

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