Formel-1-Liveticker: Sprint und Qualifying in Kanada live!
Kanada-Samstag: Mercedes-Ärger im Sprint, Russell auf Pole
Live-Gesamtwertung
Bericht
Liveticker
Feierabend
Wir ziehen damit auch einen Strich unter unseren Samstagsticker. Zum Abschluss folgt noch einmal der Hinweis auf unsere Liveanalyse auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de. Kevin Scheuren und Kevin Hermann melden sich um 02:00 Uhr MESZ bei euch.
Rennstart am Sonntag ist um 22:00 Uhr MESZ, und wir sind natürlich rechtzeitig wieder mit einem neuen Ticker für euch am Start. Schlaft gut, viel Spaß noch mit unserer Videoanalyse und bis dann!
Keine weiteren Strafen
Und die letzten drei Urteile sind auch da. Hamilton und Stroll werden freigesprochen, Perez kommt mit einer Verwarnung davon. Keine sportlichen Strafen also mehr, damit steht die Startaufstellung für morgen - sofern sich niemand noch für einen Start aus der Boxengasse entscheidet.
Geldstrafe für Aston Martin (Teil 2)
Und es kommen gleich noch einmal 7.500 Euro dazu, weil man das Auto von Lance Stroll in Q1 in einem unsicheren Zustand aus der Box geschickt hat. Der Bolide verlor auf der Strecke einen Teil der Radverkleidung.
Ein teurer Samstag für Aston Martin ...
Geldstrafe für Aston Martin
Es geht los, die Urteile aus Kanada kommen jetzt noch. Den Anfang macht Aston Martin. Das Team muss 5.000 Euro für die unsichere Freigabe von Fernando Alonso in Q1 zahlen. Wir warten auf die weiteren Urteile der Rennkommissare.
Sainz: Werden kein Risiko eingehen
Sollte es morgen regnen, könnte es laut Carlos Sainz viele Runden hinter dem Safety-Car geben - oder sogar eine rote Flagge. "Ich bitte euch von den Medien und vielleicht auch die Fans, nicht zu viel Druck auszuüben", betont er.
Denn es wäre das erste Mal, dass die Formel 1 mit den komplett neuen Autos im Nassen fährt. "Seid nicht überrascht, wenn die FIA morgen auf Nummer sicher geht", erklärt der Spanier daher.
Er betont: "Es gibt eine Menge zu bedenken. Ich glaube, die FIA wird bei ihrem Vorgehen, das meiner Meinung nach derzeit von allen Fahrern unterstützt wird, Vorsicht walten lassen."
F1 Academy: Sieg für Mathilda Paatz
Der Samstag in Kanada endet auf der Strecke mit einem deutschen Erfolg: Mathilda Paatz hat das zweite Rennen der F1 Academy gewonnen. Nach ihrem ersten Podium zuvor folgte nun direkt auch noch der erste Sieg. Herzlichen Glückwunsch!
Russell: Temperaturen das große Problem
Laut Polesitter Russell wäre morgen im Rennen vor allem die niedrige Temperatur ein Problem, wenn es regnen sollte. Er erklärt: "Diese Reifen scheinen nur zu funktionieren, wenn sie auf Temperatur sind."
"Und bei nur 12, 13 Grad Außentemperatur morgen wird es eine echte Herausforderung sein", sagt er, betont aber auch, dass das für alle gleich sei. "Es wird wahrscheinlich nicht besonders angenehm sein, aber das gehört zum Spiel dazu", so Russell.
Isack Hadjar ergänzt, dass die Reifen morgen vermutlich "keinen Grip" haben werden. "Ich habe Pirelli-Tests im Regen absolviert, und [der Reifen] ist nicht für ein Rennen mit 21 anderen Fahrern gemacht", fürchtet er.
Haas: Immer einen Schritt zurück
Für Haas läuft es an diesem Wochenende nicht rund. Teamchef Ayao Komatsu gesteht, dass der Samstag "ein enttäuschender Tag" war. Das Problem sei, dass man das Wochenende mit einem falschen Set-up begonnen habe.
"Das Auto, das wir für Esteban und Ollie im Qualifying auf die Strecke gebracht haben - genau damit hätten wir das Wochenende beginnen sollen", betont Komatsu. Stattdessen laufe man der Konkurrenz nun die ganze Zeit hinterher.
Zudem funktioniere das Update nicht wie gewünscht, und man habe einige Probleme identifiziert. "Es ist sehr enttäuschend, dass wir uns an dieser Stelle qualifiziert haben, aber jetzt haben wir einige konkrete Anhaltspunkte", so Komatsu.
Der Teamchef erinnert daran, dass man Anfang 2025 in einer ähnlichen Situation gewesen sei - und damals noch die Wende geschafft habe.
Leclerc: Qualifying wie "auf Eis"
Beim Monegassen ging im Qualifying nicht viel, am Ende wurde er Achter. "Ich hatte unglaubliche Schwierigkeiten, die Reifen auf die richtige Betriebstemperatur zu bringen. Ich bin das ganze Qualifying über auf Eis gefahren", berichtet er.
"Nachdem ich gestern eine ganze Reihe von Problemen mit den Bremsen behoben hatte, hatte ich gehofft, wieder Selbstvertrauen zu tanken. Aber in Q1 und Q2 ist es völlig aus der Bahn geraten."
"Ich bin im Q3 eine ordentliche Runde gefahren, aber P8 ist nicht wirklich akzeptabel", ärgert er sich. Auch bei Teamkollege Hamilton wäre wohl mehr drin gewesen. "Ich hatte auf ein besseres Ergebnis gehofft, aber meine letzte Runde ist mir nicht gelungen", gesteht er.
"Ich glaube ehrlich gesagt, wenn ich die letzte Runde geschafft hätte, wäre ich wahrscheinlich Dritter geworden", so Hamilton. Stattdessen landete er auf P5. Kein gutes Gesamtergebnis für Ferrari also.
Hülkenberg wieder auf P11
"Ich glaube, ich muss mit Checo [Perez] reden. Ich brauche seine Nummer", witzelt der Deutsche bei Sky, nachdem er heute wieder einmal Elfter wurde - wie schon so oft in dieser Saison.
"Am Ende bin ich zufrieden", stellt er dennoch klar und betont: "Die Runden waren sauber. Ich meine, drei Hundertstel sind immer irgendwo drin. Aber es war ein Kampf. Es war letzte Rille."
"Und gefühlt, ehrlich gesagt, habe ich alles rausgequetscht und bin zufrieden mit den Runden und mit dem, was wir da geliefert haben. Von daher natürlich schade irgendwo. Aber so ist es", so Hülkenberg.
Mal schauen, ob es morgen zu den ersten Punkten in dieser Saison reicht - oder ob es am Ende wieder P11 wird ...
F1 Academy: Das zweite Rennen live
Lust auf noch mehr Racing am späten Abend? Dann schaut euch hier jetzt kostenlos das zweite Rennen der F1 Academy an. Wir sind hier im Ticker natürlich mit weiteren Stimmen aus Kanada auch noch etwas für euch da.
Hadjar ärgert sich über Fehler
Wir bleiben gleich einmal bei Red Bull, wo Isack Hadjar in Q2 Bestzeit fuhr - sich in Q3 dann aber quasi nicht mehr steigern konnte. "Ich bin sehr sauer", gesteht er bei Sky.
"Seit Q3 in Miami bringe ich nicht die gewünschte Leistung. Ich mache Fehler und bin in den letzten Runden in Q3 nicht konzentriert genug", ärgert er sich.
"Die Rundenzeit wird immer schlechter, und das ist schade, denn wir haben ein brillantes Auto, und ich sollte ganz vorne mit dabei sein. Ich bin sehr enttäuscht", so Hadjar.
Er wurde am Ende Siebter hinter seinem Teamkollegen.
Verstappen auf P6: Drehen uns im Kreis
Der Niederländer ist heute überhaupt nicht zufrieden. "Man dreht sich einfach im Kreis", berichtet er und erklärt: "Man verbessert die Bodenwellen und die Randsteine, verliert aber dadurch Abtrieb am Auto."
"Dazu kam die sehr verwirrende Geschwindigkeit auf der Geraden", so Verstappen. Wie bei Polesitter Russell sei auch bei ihm die letzte Runde plötzlich gut gewesen, nachdem vorher kaum etwas ging.
Sollte es morgen regnen, wird das Rennen laut ihm kein Spaß. Denn bereits im Trockenen sei es schwierig, die Reifen hier ins richtige Fenster zu bekommen. Im Nassen wäre das eine noch größere Herausforderung.
Gasly versteht die Welt nicht mehr
Der Franzose kann sich nicht erklären, warum heute wieder bereits in Q2 Feierabend war. "Ich weiß nicht, was seit Miami los ist, aber was mich betrifft, stehen wir absolut nirgendwo", ärgert er sich.
Zu Beginn der Saison sei er "locker" in die Top 10 gefahren, "und im Moment kann ich weder bremsen noch einlenken noch beschleunigen, und es gibt keinen Grip", zuckt er die Schultern.
"Wir haben noch viel Arbeit vor uns, und hoffentlich kann das Team dabei helfen, die Antworten zu finden", so Gasly. Teamkollege Colapinto schaffte es dagegen wieder in Q3 und landete auf P10.
Welche Rolle spielt der Regen?
Tatsächlich könnte die Hackordnung morgen komplett über den Haufen geworden werden, wenn es wirklich regnen sollte. Lando Norris erklärt beispielsweise, dass Mercedes in Kanada zwar "etwas schneller" sei.
Er betont aber auch: "Das Wetter wird morgen anders sein. Wir sind gut aufgestellt und genau dort, wo wir sein müssen." Heißt: Bei anderen Bedingungen rechnet er sich womöglich Chancen aus.
Kimi Antonelli sagt über sein Qualifying: "Ich bin ziemlich zufrieden. Es war zwar noch ein bisschen Luft nach oben, aber George ist eine tolle Runde gefahren, und jetzt richten sich alle Augen auf morgen."
Auch er betont, dass man jetzt abwarten müsse, was das Wetter mache.
Keine Strafe für Haas
Haas kommt übrigens für die Untersuchung aus dem Sprint komplett ohne Strafe davon. Kurios: Es lag überhaupt kein Verstoß vor, weil ein Kommissar einfach ein Kabel verwechselt hatte. Hier die Erklärung im Wortlaut:
"Das Videomaterial bewies eindeutig, dass kein Verstoß gegen die Vorschriften vorlag, da es keinen Kontakt mit dem Reifen gab, der zu einem Druckverlust geführt hätte."
"Der eingegangene Bericht basierte auf einer Sichtmeldung des Technischen Kommissars, der beobachtete, wie ein Teammitglied von Auto 31 etwas in der Hand hielt, das wie ein an den Reifen angeschlossener Luftschlauch aussah, tatsächlich aber das Stromkabel für die Reifendecke war. "
Russell: Runde kam "aus dem Nichts"
Der Brite verrät nach seiner vierten Kanada-Pole in Folge: "Wir haben einige Änderungen vorgenommen und müssen nun prüfen, ob das der richtige Weg war."
Man habe das Auto umgebaut, weil es morgen bekanntlich regnen soll. Das könnte aber zumindest heute im Qualifying ein Nachteil gewesen sein, glaubt Russell.
"Diese letzte Runde kam wie aus dem Nichts", betont er und ergänzt: "Kimi war konkurrenzfähiger als ich, und wir hatten keinen so deutlichen Vorsprung vor den anderen wie gestern."
Trotzdem reichte es am Ende wieder.
Mehrere Untersuchungen
Nach dem Qualifying laufen noch mehrere Untersuchungen. Alonso, Stroll, Perez und Hamilton müssen sich bei den Rennkommissaren verantworten.
Bei Alonso geht es um eine unsichere Freigabe, bei den anderen um ein mögliches Blockieren eines anderen Fahrers.
Bei Stroll läuft zudem noch eine zweite Untersuchung, weil Aston Martin das Auto in Q1 in einem unsicheren Zustand auf die Strecke geschickt haben soll.
Übersicht Qualifying
Jetzt Session-Ticker öffnen!
In zehn Minuten beginnt das Qualifying in Kanada und wir verlagern das Geschehen damit erst einmal wieder in unseren Session-Ticker. Hier ist also kurz Pause, nach dem Ende der Qualifikation geht es an dieser Stelle weiter mit den Stimmen zum Samstag.
Und wenn ihr wissen wollt, wie ihr das Rennen am Wochenende im Livestream sehen könnt, dann erfahrt ihr das hier!
Wolff: Verstappen hätte auch keinen Platz gelassen
Der Mercedes-Teamchef hat sich bei Sky noch einmal zur Situation im Sprint geäußert und erklärt: "Hätte Max Verstappen Platz gelassen? Nein. Hätte Max die Tür geöffnet? Das hätte er nicht."
Von daher könne man nicht erwarten, dass ein Fahrer einfach nachgibt, nur weil es gegen den Teamkollegen geht. Gleichzeitig stellt Wolff auch klar, dass man sich natürlich nicht selbst schaden wolle.
Wäre Antonelli gegen ein anderes Auto gefahren, hätte man die Rennleitung wohl aufgefordert, sich das noch einmal anzusehen. "Aber natürlich wollen wir nicht gegen das Auto des anderen protestieren", betont Wolff.
Keine Strafe für Ocon
Die FIA hat eben das finale Sprintergebnis veröffentlicht. Esteban Ocon wird dort weiterhin auf P13 geführt, was bedeutet, dass es für den Vorfall in der Startaufstellung keine sportliche Strafe mehr gab.
Ein Urteil der Rennkommissare ist aber noch nicht da. Für Haas könnte also noch eine finanzielle Strafe folgen. Am Sprintergebnis ändert sich aber auf jeden Fall nichts mehr.
Norris: Mercedes eigentlich weit vorne
Im Sprint kam Lando Norris unmittelbar hinter George Russell und vor Kimi Antonelli ins Ziel. Er selbst stellt bei Sky allerdings klar, dass er lediglich durch das interne Duell der beiden Mercedes-Piloten so nah dran gewesen sei.
"Ich glaube, wenn sie nicht gekämpft hätten, wäre ich zehn Sekunden hinten gewesen", so Norris, der betont: "Sie waren viel schneller als wir. Wir hatten Glück, dass sie sich gegenseitig bekämpften. Das haben wir natürlich ausgenutzt."
Eigentlich sei Mercedes aber auch im Sprint wieder auf einem "anderen Level" gewesen, stellt der Weltmeister klar. Mal schauen, wie es gleich im Qualifying aussieht.
Formel-2-Sprint: Sieg für Leon
In einer Stunde steht das Qualifying in Montreal an, und zwischen Sprint und Qualifikation hat eben die Formel 2 ihr Sprintrennen in Kanada absolviert. Der Sieg ging am Ende an Noel Leon vor Alpine-Junior Gabriele Mini.
Aus deutscher Sicht blieb Oliver Goethe als Zehnter ohne Punkte. Er hatte gestern im Qualifying einen Crash und war nur von P20 gestartet.
Livestream
Ein Hinweis in eigener Sache: Nachdem unser gestriger Livestream leider ausfallen musste, sind wir heute wieder für euch am Start. Um 02:00 Uhr MESZ melden sich Kevin Scheuren und Kevin Hermann live auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de bei euch.
Warum Hülkenberg bestraft wurde
Der andere Vorfall, auf den die Kommissare im Hamilton-Urteil Bezug nehmen, war eine Szene zwischen Nico Hülkenberg und Liam Lawson.
Anders als Hamilton erhielt der Deutsche eine Zehn-Sekunden-Strafe und landete am Ende auf P15. Auch hier die Erklärung der Rennkommissare im Wortlaut:
"Auto 27 verließ in Kurve 13 die Strecke, während es sich gegen Auto 30 verteidigte, und verschaffte sich dadurch einen dauerhaften Vorteil gegenüber Auto 30, indem es seine Position behielt. Der Fahrer kehrte vor Auto 30 auf die Strecke zurück und gab die Position nicht wieder ab."
"In Übereinstimmung mit den Richtlinien für Fahrstandards wird dies als Verstoß gewertet und die Basisstrafe von zehn Sekunden verhängt."
Keine Strafe für Hamilton
Das Urteil ist da und Lewis Hamilton hat keine nachträglich Strafe mehr bekommen. Hier die Erklärung der Rennkommissare im Wortlaut:
"Auto 44 befand sich bei der Anfahrt auf Kurve 13 vor Auto 81, kam von der Strecke ab, fuhr durch die Schikane und kehrte vor Auto 81 auf die Strecke zurück."
"Dieser Vorfall unterscheidet sich jedoch von dem vorherigen Vorfall in dieser Session, an dem die Fahrzeuge 27 und 30 beteiligt waren, da sich das Fahrzeug 81 nicht in einer Überholposition gegenüber dem Fahrzeug 44 befand. "
"Dementsprechend wurde das Fahrzeug 44 von den Rennkommissaren nicht als 'seine Position verteidigend' angesehen und somit wurde nicht angenommen, dass es sich einen dauerhaften Vorteil verschafft habe, im Einklang mit den Richtlinien für Fahrstandards."
Was war bei Hamilton los?
Der Rekordweltmeister lag lange auf P4, verlor kurz vor Schluss aber noch zwei Positionen. Bei Sky erklärt er: "Piastri kam in der letzten Kurve neben mich, überholte mich und dadurch verlor ich eine weitere Position an Charles [Leclerc]."
Der Monegasse hatte gestern mit Bremsproblemen zu kämpfen und verrät, dass es heute "besser" gewesen sei. "Hoffentlich finde ich dieses Gefühl im Qualifying wieder und wir können unter die Top 3 kommen oder zumindest ganz nah dran sein", so Leclerc.
Denn er glaubt, dass heute bei einer besseren Startposition mehr als P5 möglich gewesen wäre. Daher ist es für morgen das Ziel, von weiter vorne zu starten.
Das Mercedes-Duell ...
... könnt ihr euch hier noch einmal im Video anschauen. Antonelli selbst hat in der Pressekonferenz nach dem Sprint erklärt, dass es wichtig sei, intern klare Regeln für solche Fälle aufzustellen.
"Und wenn das erst einmal geklärt ist, ist alles gut, denke ich", so der WM-Leader, der weiß: "Das Wichtigste für das Team ist, dass es keinen Kontakt gibt, dass wir nicht miteinander zusammenstoßen."
Und heute sei es "ziemlich eng" gewesen. "Ich will ehrlich sein: In dem Moment kam es mir ein bisschen unfair vor, aber die Emotionen kochen hoch, und es fällt uns schwer, ganz ruhig zu bleiben", gesteht er bei Sky.
Ocon droht Strafe
Haas droht Ärger. Am Auto von Ocon wurde kurz vor dem Start Luft aus dem linken Hinterreifen abgelassen, während dieser am Auto montiert war. Das ist nicht erlaubt, deshalb liegt die Sache jetzt bei den Rennkommissaren.
Spielt fürs Endergebnis aber keine Rolle, denn als 13. landete Ocon sowieso klar außerhalb der Punkte.
Russell: Habe niemals "böse Absichten"
Der Brite hat sich bei Sky auch selbst noch einmal geäußert und erklärt: "In der Vergangenheit wurde schon oft darüber gesprochen, dass man hart, aber fair gegeneinander kämpft, und von meiner Seite aus gibt es niemals böse Absichten."
"Gleichzeitig werde ich aber auch niemanden einfach so vorbeilassen. Wir kämpfen beide um unsere Meisterschaft", erinnert er und betont: "Das Team steht immer an erster Stelle, und wir werden danach darüber sprechen."
"Wenn die FIA der Meinung ist, dass es in Ordnung ist, reicht das", so Russell. Die Rennleitung griff bei dem Duell nicht ein.
Schumacher: Antonelli-Funk "gehört dazu"
Experte Ralf Schumacher erklärt derweil bei Sky: "Ist ja immer schön, wenn sich zwei Teamkollegen dann auch streiten. Das ist ja das, was man sehen möchte. Zumindest mal von außen."
Über den Funk von Antonelli sagt er: "Das gehört dazu. [...] Aber ich finde, er macht das mit Maß und Ziel. Wenn man auch mal überlegt, wie jung er immer noch ist. Also da ist der Teamkollege manchmal viel, viel lauter."
"Er ist halt noch sehr, sehr jung. Die Emotionen kommen durch", so Schumacher, laut dem aber "alles gut" sei. "Und ich glaube, die werden sich heute Abend dann mal kurz in den Arm nehmen. Und dann ist gut."
Wolff: "In Zukunft diese Situationen vermeiden"
Der Mercedes-Teamchef hat sich bei Sky ebenfalls zum Vorfall zwischen seinen beiden Fahrern geäußert und erklärt, dass es "gutes Kino" für die Zuschauer gewesen sei - aber auch "eine sehr gute Lerngeschichte" für Mercedes.
"Man sieht, wie schnell man einen Vorsprung aufgibt, wenn man einfach miteinander hart fightet. Und da gehören immer zwei dazu", so der Teamchef. Daher müsse man nun schauen, was man daraus lernen könne, "damit wir in Zukunft einfach diese Situationen vermeiden."
"Ich glaube auch, wenn es nicht George ist, sondern ein anderer, dann wirst du von dem auch nicht erwarten, dass er dort neben dir herfährt und dich einlädt", so Wolff, der Verständnis für Russell zeigt.
Über Antonelli sagt er auf der anderen Seite: "Du kannst nicht erwarten, einen Löwen im Auto zu haben und einen Welpen außerhalb." Auch den Funk des Italieners kann er also nachvollziehen.
Chandhok: Verstehe Antonellis Ärger
Experte Karun Chandhok erklärt bei Sky: "Ich glaube, wenn es zwei verschiedene Teams wären, hätte Mercedes über Funk gesagt, dass Kimi von der Strecke gedrängt wurde."
"Kimi hat allen Grund, verärgert zu sein", sagt er daher. Martin Brundle sieht es etwas anders. "Man sieht, wie George Russells Auto den inneren Randstein trifft und nach rechts abprallt", erklärt er.
"Ich würde George Russell keine Strafe geben", erklärt er daher.
Antonelli bleibt dabei: Wurde abgedrängt
Am Funk war der Italiener ziemlich sauer, und obwohl sich die Emotionen inzwischen etwas beruhigt haben, bleibt er im Interview nach dem Sprint dabei, dass sein Teamkollege ihm nicht genug Platz gelassen habe.
"Ich habe mein Manöver versucht, aber das muss ich mir noch einmal ansehen, denn ich war klar neben ihm und wurde dann abgedrängt", so Antonelli.
Die Situation in Kurve 8 sei dagegen sein eigener Fehler gewesen. Er habe eine Bodenwelle getroffen und dann die Reifen blockiert, berichtet er.
"Aber es war ein guter Kampf", so Antonelli. So bezeichnet übrigens auch Russell das Duell. Es wäre jetzt natürlich spannend, zu erfahren, wie die Szene intern aufgearbeitet wird ...
Untersuchung gegen Hamilton
Final ist das Sprint-Ergebnis noch nicht. Gegen Lewis Hamilton läuft noch eine Untersuchung, weil er sich neben der Strecke einen Vorteil verschafft haben soll.
Im Ziel lag er 5,3 Sekunden vor Max Verstappen. Bei einer Zehn-Sekunden-Strafe würde er also noch eine Position verlieren. Behalten wir natürlich im Auge.
Jetzt Session-Ticker öffnen!
In zehn Minuten beginnt der Sprint in Montreal. Wir verlagern das Geschehen damit erst einmal in unseren Session-Ticker. Hier ist also kurz Pause, nach der Zieldurchfahrt geht es an dieser Stelle ganz regulär weiter.
Und wenn ihr wissen wollt, wie ihr die Formel 1 am Kanada-Wochenende im Livestream sehen könnt, dann erfahrt ihr das hier!
Arbeit bei Stroll
Am Aston Martin von Lance Stroll wird in der Startaufstellung vorne rechts noch gearbeitet. Gibt es da ein Problem? Davon abgesehen ist hier alles angerichtet für den ersten Sprint in Kanada.
Boxengasse offen
Noch 30 Minuten bis zum Start und damit öffnet jetzt die Boxengasse in Montreal. In einem Sprint haben die Fahrer lediglich fünf Minuten, um sich ab jetzt auf den Weg in die Startaufstellung zu machen.
Mit knapp 20 Grad Luft- und rund 30 Grad Asphalttemperatur haben wir übrigens ganz ähnliche Bedingungen wie gestern. Regen ist wie bereits erwähnt nicht in Sicht.
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