Hamilton sieht Hockenheim als WM-Wendepunkt

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Hamilton sieht Hockenheim als WM-Wendepunkt
Autor: André Wiegold
Co-Autor: Edd Straw
02.08.2018, 15:40

Hamilton geht mit einem Vorsprung von 24 Punkten in der Formel-1-Gesamtwertung in die Sommerpause – Das Rennen in Hockenheim sei sehr wichtig gewesen

Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W09
Lewis Hamilton, Mercedes-AMG F1 and Kimi Raikkonen, Ferrari celebrate on the podium with the champagne
Lewis Hamilton, Mercedes-AMG F1 W09
Race winner Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 in Parc Ferme
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W09
Race winner Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1, celebrates in Parc Ferme with his team
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W09
Lewis Hamilton, Mercedes-AMG F1 W09
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W09

Fünf Saisonsiege haben Lewis Hamilton vor der Sommerpause die Führung in der Weltmeisterschaft beschert. Aktuell führt der Mercedes-Pilot mit 24 Punkten vor Sebastian Vettel, der bei seinem Heim-Grand-Prix in Deutschland viele Punkte liegen gelassen hat. Der Deutsche war in Führung liegend im Motodrom in die Mauer gekracht, weil die Strecke wegen des Regens sehr rutschig war. Laut Hamilton war das ein wichtiger Moment in der Formel-1-Saison 2018.

"Dieses Rennen hat mich definitiv in eine bestimmte Richtung gelenkt", erklärt der Brite, der in Deutschland auf Platz eins ins Ziel kam. "Ob es der eine Wendepunkt in der Saison gewesen ist, weiß ich aber noch nicht. In den vergangenen Rennen gab es eine Menge Wendepunkte für uns." Jetzt ginge es darum, herauszufinden, wie Mercedes die Position in der Gesamtwertung verteidigen kann, denn Ferrari sei noch nicht geschlagen. Hamilton warnt: "Es könnte noch einen Wendepunkt geben, an dem wir wieder die Verfolger sind." Ferrari hat im Jahr 2018 mehrmals bewiesen, Mercedes dominieren zu können, weshalb die Meisterschaft noch völlig offen ist.

Toto Wolff sagte, Ferrari sei der Favorit in der Weltmeisterschaft. Das sieht Hamilton aber ganz anders: "Aus meiner Perspektive sind sie nicht die Favoriten. Mein Team ist es! Im Moment haben sie aber etwas die Überhand." Jedoch würden die Leistungen von Mercedes beweisen, in welcher guten Form das Team zurzeit sei. Der Rennstall habe alle Werkzeuge in seinem Repertoire, um Ferrari zu schlagen und die Meisterschaft zu gewinnen. "Wir verbessern uns immer weiter", so Hamilton. "Jeder muss aber alles geben, damit wir an der Spitze bleiben." Hamilton überzeugt vor allem mit Konstanz: Nur dreimal landete der Spitzenreiter im Jahr 2018 nicht auf dem Podium.

Bildergalerie: Lewis Hamilton in Hockenheim

Mercedes habe es aber noch nicht geschafft, wieder das beste Team in der Königsklasse zu sein, meint Hamilton. Er sagt: "Wir haben nicht jedes Wochenende 100 Prozent geben können. Es gibt immer noch Bereiche, in denen wir uns verbessern können." Ferrari habe einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht und sei insbesondere im Qualifying sehr stark. Mercedes dürfe die Entwicklung nicht schleifen lassen, da die Italiener sonst davonziehen könnten. Mit vier Siegen ist Vettel dem Briten dicht auf den Fersen. Der Ausfall des Deutschen schlägt sich aber im Rückstand von 24 Punkten wieder, obwohl auch Hamilton bereits einmal ein Rennen nicht beendet hat.

Die Stärke von Mercedes sei der Kampfgeist der Mannschaft. Es gebe keine "Beschwerden" und keine "schlechte Stimmung", erklärt der Weltmeister. Die Crew würde alles daran setzen, die Probleme zu lösen. Meist würden es die Ingenieure und Mechaniker schaffen, ein Problem innerhalb nur weniger Tage auszumerzen, was Hamilton beeindruckend findet. Er meint: "Es arbeiten so intelligente Menschen bei uns im Werk. Das fasziniert mich sehr. Außerdem ist jeder mit Leidenschaft bei der Sache."

Um seine Mannschaft zu motivieren, versuche Hamilton immer, seine positive Energie an die Mitarbeiter von Mercedes weiterzugeben. "Ich bin ein energiegeladener Mensch", so der Brite. "Ich versuche, mein Team immer positiv zu beeinflussen." Hamilton sei für seine Mannschaft da, sollte am Wochenende etwas schief gehen. In der Saison 2018 sei es enorm wichtig, positiv zu denken, meint der aktuelle Formel-1-Weltmeister. "Wir müssen konzentriert und konstant sein", erklärt er. "Ansonsten werden wir nicht die Resultate einfahren, die wir uns wünschen."

 

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