Indy 500 2026 mit Mick Schumacher live: Bereit für die 380-km/h-Show
Indy 500 2026 mit Mick Schumacher: Chronologie des Rennens
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Bericht
Liveticker
Auf Wiedersehen!
Das war unsere Berichterstattung von der 110. Auflage des 500-Meilen-Rennens von Indianapolis. Wir haben ein Stück Motorsportgeschichte erlebt, das engste Finish der Geschichte dürfte eine längere Zeit stehen bleiben. Und aus deutscher Sicht können wir uns über ein ordentliches Rennen von Mick Schumacher freuen. Kein Highlight, aber eine grundsolide Leistung, auf der sich für die Zukunft aufbauen lässt. In der IndyCar-Serie stehen nun wie angesprochen hektische Wochen an. Detroit und St. Louis folgen an den nächsten beiden Wochenenden. Über alles könnt ihr natürlich wieder bei uns lesen. Wir wünschen bis dahin eine gute Zeit und lesen uns hoffentlich bald wieder.
Die Feierlichkeiten starten im Regen
Der große Regen ist schließlich angekommen, zum Glück erst nach Ende der 500 Meilen. Felix Rosenqvist wird nun ein rieseiges Programm diese Woche abspulen, das ihn durch die ganzen USA führen wird. Und schon am kommenden Wochenende geht es in Detroit mit dem nächsten Rennen weiter. IndyCar nutzt die Populrität des Indy 500, um in der Folge schnell Rennen hinereinander zu absolvieren in der Hoffnung, dass einige Zuschauer vom 500 Gefallen an der Sportart gefunden haben. Die nächsten Tage werden für Rosenqvist nicht langweilig.
Erster Deutscher im Ziel seit 103 Jahren
Das beste Ergebnis eines Deutschen bleibt damit der achte Platz von Max Sailer aus dem Jahr 1923. Im selben Jahr sah auch Christian Werner als Elfter die Zielflagge, während Christian Lautenschlager ausschied. Seitdem hat bis 2026 kein Deutscher mehr am Indianapolis 500 teilgenommen. In diesem Rennen das Ziel gesehen zu haben, kann Mick Schumacher als Erfolg verbuchen.
Mick Schumacher - bester Rookie beim Indy 500
Hier Mick Schumachers erste Reaktion:
"Das war ein Kampf ums Überleben, vor allem beim letzten Restart. Uns wurde allen gesagt, dass es fair war, aber die Außenbahn war definitiv nicht sauber. Daher bin ich in die Mauer gekracht."
Damit steht fest, dass Schumacher aus eigener Kraft in der Mauer gelandet ist und nicht nachgeholfen wurde. Allerdings konnte er weiterfahren und wurde 18. Nur löste er damit die letzte Caution aus.
"Ich bin froh, dass sie auf Caution geschaltet haben, aber letztlich waren es diese Cautions, die uns heute sehr geschadet haben. Ohne die wären wir etwas weiter vorne gelandet."
Insgesamt sei er jedoch zufrieden: "Es ging darum, ins Ziel zu kommen, ganz sicher. Ich musste so viel lernen, was das Überholen und alles so angeht. Ich habe bei meinem zweiten Ovalrennen überhaupt so viel gelernt. Also, ja, ich bin wirklich stolz auf alle bei RLL und das ganze Team."
Mick Schumachers Reaktion in wenigen Minuten
Wir haben erste Stimmen von Mick Schumacher. Sie kommen in wenigen Minuten.
Das offizielle Fotofinish
Unbeschreiblich.
Gegenteilige Emotionen - Teil 2
Peak Motorsport.
Ergebnis Indianapolis 500 2026
Lasst die Milch fließen!
Und hier sehen wir die Vollmilch in Action!
Gegenteilige Emotionen
Und hier Felix Rosenqvist
Man könnte meinen, er erstatte gerade Rapport, statt sich über einen Indy-500-sieg zu freuen. Eiskalt zum Sieg!
"Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Was für ein Auto, was für ein Auto. Ein riesiges Dankeschön an das Team. Wir hatten am Ende zwei Autos im Spiel, und das ist für ein Team eine wirklich luxuriöse Situation. Also vielen Dank an alle – ich glaube, wir hatten heute das beste Auto. Ich hatte das Gefühl, dass wir in allen Situationen gut dabei waren.
Wir hatten es irgendwie im Griff. Die letzte Gelbphase hat uns nicht geholfen, aber es hat sich irgendwie zum Guten gewendet, als ich wieder auf den dritten Platz kam, und dann bin ich einfach eine Runde auf der hohen Linie mit Vollgas gefahren und es hat geklappt. Es war einfach die coolste Art, wie man einen Sieg beim Indy 500 einfahren kann. Ich vermisse meine Frau und mein neugeborenes Kind Stella hier wirklich sehr. Ich wünschte, sie wären hier bei mir, aber meine Schwester ist irgendwo hier, also werde ich für sie feiern."
Wer kann ihm diese Tränen übel nehmen?
Hier noch einmal das angesprochene Interview von David Malukas. Diese Tränen sind allzu verständlich. So nah dran am Sieg.
"Ich weiß nicht, was wir noch hätten tun können. Wir hatten das schnellste Auto während des gesamten Rennens. Ich habe einfach... Ich weiß nicht, ich habe 150 Prozent gegeben. Ich meine, ich hätte dieses verdammte Auto fast in jeder Runde zu Schrott gefahren. Und am Ende landen wir trotzdem auf Platz zwei, man. Ich kann es einfach nicht fassen. Ich weiß nicht, was ich noch mehr hätte geben können..."
Die Reaktion der Zuschauer spricht Bände.
Doppeltes Glück für Rosenqvist
Gerade erst ist er Vater von Tochter Stella geworden, jetzt ist er Indy-500-Sieger. Felix Rosenqvist erlebt die Tage seines Lebens. "Ich weiß gar nicht , was ich sagen soll. Wir hatten noch gescherzt, vielleicht bekommen wir ja ein Baby und gewinnen das Indy 500, haha." Aus dem Scherz wurde nun Realität.
Mick Schumacher 18.
Die "Brush", wie man ein leichtes Streifen der Mauer nennt, hat Mick Schumacher nur eine Position gekostet. 18. im ersten Anlauf, da kann man mit leben. Wir haben noch nicht gesehen, ob jemand anderes mitgeholfen hat. Das Wichtigste aber: Er ist das Rennen durchgefahren und hat keine Dummheiten begangen. Damit hat er einigen anderen Rookies etwas voraus. Takuma Sato wird als bester RLL-Pilot Zehnter, Graham Rahal und Louis Foster landen hinter Schumacher auf den Plätzen 20 und 21.
Malukas kämpft mit den Tränen
Während Felix Rosenqvist den Sieg überraschend professionell mit skandinavischer Kälte kommentiert, brechen bei David Malukas alle Emotionen durch. "Wir hatten das schnellste Auto. Ich weiß nicht, was hätte ich noch tun sollen? Dieser Ort, oh man..." Es gibt einen Riesenapplaus vom Publikum. Zweiter im engsten Finish aller Zeiten, das tut weh.
Das Finish von 1992 ist geschlagen
Al Unser Jr. besiegte 1992 Scott Goodyear um 0,043 Sekunden. Das Finish haben Felix Rosenqvist und David Malukas nun fast halbiert!
Engstes Finish der Geschichte!
Der Abstand ist bestätigt als engstes Finish in der Geschichte des Indy 500. 23 Tausendstelsekunden.
Malukas hat beim finalen Restart die Führung übernommen und Armstrong überholt. Armstrong und Rosenqvist bekämpften sich bis Kurve 3. Der Schwede nutzte den Windschatten, um auf den allerletzten Metern an David Malukas vorbeizuziehen.
Rosenqvist macht's!
Irre letzte Runde! Rosenqvist gewinnt mit 0,023 Sekunden Vorsprung vor David Malukas!
Letzter Restart
Hier kann jetzt alles passieren!
Armstrong führt bei erneuter Caution durch Mick!
Mick berührt die Mauer in Turn 1, kann aber weiterfahren! Es ist wieder Caution.
Marcus Armstrong hat die Spitze übernommen vor Malukas, Rosenqvist auf P3 zurückgefallen. Es gibt nur noch eine fliegende Runde. One-Lap-Shootout!
GREEN GREEN GREEN
Jetzt geht's ab! 5 Runden Hauen und Stechen!
5-Runden-Sprint - sofern es grün bleibt
Fünf Runden bis ins Ziel. Das. Wird. Knallhart. Hier gibt jeder jetzt alles.
Mick Schumacher: Erstes Fazit
Aktuell 18. Platz, da werden sicherlich einige Fans enttäuscht sein. Wir müssne aber festhalten: Mick Schumacher hat bislang keine Fehler gemacht und ist drauf und dran, bei seinem ersten Indy 500 die Zielflagge zu sehen. Da hat er richtig viel Erfahrung gesammelt. Und das in einem Auto, das hier absolut nicht die Pace hatte. Er liegt vor Rahal und Foster. Lediglich Sato sticht als Achter bei RLL heraus, kam da aber hin, weil er die richtige Strategie hatte, nämlich die von Rosenqvist.
Da kann man nicht meckern, das hat Mick gut gemacht. Auf all diesen Erfahrungen lässt sich aufbauen. Ein paar kommen jetzt noch hinzu, denn jetzt gibt es ein Hauen und Stechen beim finalen Restart. Regen kein Thema mehr. Das er jetzt noch mitkämpfen kann, hat er seinem Rückrundungsmanöver zu verdanken. Das ist jetzt Gold wert. Er kann noch Plätze gutmachen.
Sortieren wir durch
Das Thema Boxenstopps dürfte sich jetzt erledigt haben, weil wir schon zwei Runden unter Gelb hatten und gleich nochmal zwei bis drei Einführungsrunden. Netto bekommen wir also vier bis fünf Rennrunden. Nicht auszuschließen, dass es erneut Unfälle gibt, denn jetzt wird jeder alles geben.
Reihenfolge: Rosenqvist - O'Ward - Armstrong - Malukas - Grosjean - Palou - Ferrucci - Sato - VeeKay - McLaughlin - Daly - Siegel - Simpson - Lundgaard - Dixon - Ericsson - Kirkwood - Schumacher - Hauger - Castroneves - Rahal - Harvey - Foster - Robb
Rot!
Abbruch des Rennens sieben Runden vor Schluss. Das gibt Pato O'Ward eine Chance, aber auch David Malukas, der frischere Reifen hat und jetzt direkt wieder dran ist.
Caio Collet ist aus dem Fahrzeug raus, wirkt aber etwas benommen. Nicht verwunderlich, das war ein brutaler Einschlag. Er hat das Auto an derselben Stelle wie Ryan Hunter-Reay in Turn 2 verloren, aber schlägt mit dem Gegenpendler ein. Zum Glück gibt es die SAFER Barrier.
Caution! Collet!
Einschlag Caio Collet! Caution acht Runden vor Schluss! Jetzt werden die Karten ganz neu gemischt. War ein schwerer Unfall des Rookies.
Entweder geht es jetzt unter Gelb zu Ende, oder es gibt Rot.
Malukas holt auf
David Malukas, der völlig voll fährt, hat schon einiges aufgeholt: Aus 25 Sekunden Rückstand nach dem Stopp sind jetzt 16 geworden. Aber Rosenqvist hat ja das Spritsparen beendet.
Mick Schumacher hat sich erfolgreich zurückgerundet. Er ist aktuell 19., aber eventuell müssen einige Fahrzeuge vor ihm noch stoppen, sollte es unter Grün zu Ende gehen.
Mick Schumacher im Spitzenkampf
Aber leider eine Runde zurück. Er hätte gerne die Führung zurück. Schumacher ist auf der Vollgas-Strategie, die sich allmählich als die ungünstigere entpuppt. Er ist jetzt bei Rosenqvist und O'Ward gelandet.
Rosenqvist hat die Spitze übernommen. Da gibt es eigentlich kaum mehr was, was ihm den Sieg noch streitig machen kann.
Rosenqvist hat Spritsparen erfolgreich beendet
Ansage für Rosenqvist: Wir sind im Fenster für Vollgas! Er darf O'Ward nun attackieren
Letzte Stopps absolviert
Die Karten liegen auf dem Tisch: Pato O'Ward führt, fährt aber nur 211 mph im Durchschnitt. Er muss Sprit sparen wie verrückt, bleibt aber trotzdem vorn. Rosenqvist spart schön in seinem Windschatten. O'Ward kann hier nur gewinnen, wenn es noch eine Caution gibt. Hinter Rosenqvist kommt noch sein Teamkollege Marcus Armstrong, der war aber eine Runde früher drin als er. Wir haben die folgende Situation:
- O'Ward: Letzter Stopp 36 Runden vor Schluss
- Armstrong: 35 Runden vor Schluss
- Rosenqvist: 34 Runden vor Schluss
Letzte Hoffnung für Malukas und Co.: Frühzeitiger Abbruch
Rosenqvist ist jetzt Topfavorit auf den Sieg, O'Ward hat ebenfalls Chancen, wenn er eine Caution bekommt oder einen Scott Dixon beim Sprisparen macht. Für Malukas, Palou und Co. gibt es nur noch eine Hoffnung: Dass das Rennen abgebrochen wird, bevor ihr letzter Stopp ansteht. Sieht aber nicht nach Regen aus.
Perfekter Windschatten für Rosenqvist
Felix Rosenqvist kommt wunderbar auf P5 wieder raus, in dem Windschatten kann er jetzt perfekt Sprit sparen! Pato O'Ward ist an ihm vorbeigekommen, muss aber zwei Runden länger fahren. Beide versuchen, durchzufahren.
Derweil verabschiedet sich Dennis Hauger: Boxengassen-Tempolimit-Strafe. Der war Dritter auf der alternativen Strategie.
Alternative Strategie stoppt!
O'Ward: 36 Runden vor Schluss
Hauger: 35 Runden vor Schluss
Rosenqvist: 34 Runden vor Schluss
Das könnte für Rosenqvist ohne weiteren Stopp selbst unter Grün gehen!
Simpson stopp 40 Runden vor Schluss
Kyffin Simpson drin. 40 Runden zu fahren. Der braucht jetzt ordentlich Caution, um es ins Ziel zu schaffen. Andererseits: Wenn er sie kriegt, kann das das goldene Los sein. Es ist so schwer zu prognostizieren...
Unsere Truppe, die auf der alternativen Strategie unterwegs ist, wird als nächsten reinkommen. Und dann werden wir sehen...
Mick Schumacher aktuell 22. vor Helio Castroneves. Was das wert ist, können wir angesichts der unübersichtlichen Strategiesituation auch nicht sagen.
Sollte es grün bleiben...
...und bis zu Ende gehen, wäre die Strategie von Palou, Malukas und Co. besser. Erfarhungsgemäß kommt es aber im letzten Rennviertel vermehrt zu Cautions. Wir sind wirklich in einem Szenario mit so vielen Möglichkeiten... Aber genau das macht das Indy 500 so speziell.
Auf der Primär-Strategie hat sich Malukas andie Spitze gesetzt. Der sieht bockstark hier aus. Frage nur: Passt die Strategie zum Rennen? Aktuell liegt er auf P16.
Wir haben noch eine dritte Strategie
Und die betrifft Kyffin Simpson, der jetzt vor Rosenqvist und O'Ward führt. Der hat ja vorhin in der Regen-Caution gestoppt und fährt deshalb eine Art mittlere Strategie zwischen allen, die gerade gestoppt haben, und der Rosenqvist-/O'Ward-Strategie. Sollte in den nächsten paar Runden abgebrochen werden, könnten wir einen Sensationssieger bekommen. Momentan sieht es aber nicht nach Regen aus.
Boxenstopps!
Der Tank ist leer! Jetzt müssen alle, die vorhin nicht gestoppt haben, reinkommen. Sollte es über die volle Distanz gehen, sind noch 53 Runden zu fahren. Das geht volles Rohr mit einem weiteren Stopp. Aber geht es über die volle Distanz?
Mick weiterhin 13.
Mick Schumacher zeigt, dass er das Tempo jetzt mitgehen kann. Auf P13 liegt er relativ komfortabel und wird nicht attackiert. Aber er muss, wie die Spitze auch, bald an die Box kommen.
Jede Runde kann die letzte sein
Cooler Move von Palou von P3 auf P1, es wechselt jetzt ständig zwischen Palou, McLaughlin und Daly. In jeder Runde könnte die nächste Caution fallen, sei es durch Regen oder einen Vorfall. Und es ist unklar, ob dann wegen des Wetters nochmal neugestartet werden kann. Es ist jetzt ein bisschen ein Glücksspiel, wann das Rennen endgültig zu Ende ist. Einen leichten Vorteil sehen wir bei denen, die gestoppt haben. Sollte aber nach deren letzten Stopp abgebrochen werden, wären diejenigen im Vorteil, die nicht gestoppt haben.
Rosenqvist überholt O'Ward, Arbeit beginnt
Felix Rosenqvist übernimmt die Spitze bei den Fahrern auf der alternativen Strategie. Insgesamt ist er Elfter, vorbei an Pato O'Ward. Mick Schumacher ist 13. und hat sich erstmal recht kommod eingerichtet. Er muss aber bald stoppen.
Von: Heiko Stritzke