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Formel-1-Liveticker: Das große WM-Finale in Abu Dhabi

Abu Dhabi in der Analyse: Verstappen gewinnt, aber Norris ist Weltmeister

Formel-1-Liveticker: Das große WM-Finale in Abu Dhabi

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Feierabend

Wir wechseln einmal durch. Hier ist Feierabend für heute, weiter geht es in unserem Livestream auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de mit Kevin Scheuren und Kevin Hermann.

Morgen sind wir dann mit einer neuen Tickerausgabe zurück, um die restlichen Themen aus Abu Dhabi aufzuarbeiten. Und am Dienstag steht dann ja auch noch der letzte Test des Jahres auf dem Yas Marina Circuit an.

Viel Spaß jetzt aber erst einmal mit unserer Analyse, habt noch einen schönen Abend und bis dann!

Ferrari: Erst zu spät in Fahrt gekommen

Sowohl Charles Leclerc als auch Lewis Hamilton hatten laut Frederic Vasseur heute ein gutes Rennen. "Insgesamt war es für uns kein schlechtes Wochenende, was die reine Leistung angeht", stellt er daher klar.

"Aber es kam etwas zu spät nach einem sehr schwierigen Start am Freitag", ärgert sich der Teamchef. Man habe sich zwar gut erholt, doch um ganz vorne anzugreifen reichte es eben nicht mehr.

Vasseur betont daher: "Wenn wir bessere Ergebnisse erzielen wollen, müssen wir als gesamtes Team daran arbeiten, schon ab Beginn des Trainings bessere Wochenenden zu haben."

Renault-Abschied auf dem Tiefpunkt

Abu Dhabi war das letzte Rennen für Renault als Motorenhersteller in der Formel 1. Und leider wurde es ein Abschied, der zur gesamten Saison passt: Pierre Gasly und Franco Colapinto landeten auf P19 und P20.

Bereits zuvor stand fest, dass Alpine die Saison auf dem letzten WM-Platz beenden würde. "Es war sicherlich ein sehr emotionales Wochenende für alle in der Garage", so Gasly über den Renault-Abschied.

Er berichtet: "Wir haben gestern ein Abschiedsfoto mit allen Jungs gemacht. Man sieht Tränen in ihren Augen. Man sieht einfach, wie viel es ihnen allen bedeutet hat." Nur ein gutes Ergebnis gab es zum Abschied eben nicht.

"Es war hart. Es war ein langes Rennen. Wir hatten nicht wirklich das Tempo", fasst Colapinto den Tag zusammen. Nach dem Start sei einfach nicht mehr viel passiert.

Auch Racing Bulls punktlos

Die Racing Bulls sammelten heute ebenfalls keine Zähler - retteten P6 in der WM aber mit drei Pünktchen vor Aston Martin ins Ziel. Isack Hadjar war von P9 losgefahren, wurde am Ende aber lediglich 17. in seinem Abschiedsrennen für das Team.

"Es war ein sehr harter Sonntag", sagt er und erklärt: "Wir hatten das ganze Wochenende über nicht genug Tempo, um um unsere üblichen Positionen zu kämpfen, und gestern war es für mich eine Überraschung, dass ich das Auto auf P9 bringen konnte."

"Wir sind in den Punkten gestartet, aber wir wussten, dass es für uns schwierig werden würde, diesen Platz zu halten", so Hadjar, der das letztendlich auch nicht schaffte. Teamkollege Liam Lawson landete sogar noch eine Position dahinter.

Williams steckt im DRS-Zug fest

In der WM ging es für Williams am letzten Wochenende um nichts mehr. Daher kann man die Nullnummer mit P13 und P16 wohl verschmerzen. "Wir waren das ganze Wochenende über nicht besonders stark", erklärt Carlos Sainz.

"Heute war es ein normales Rennen, in dem nicht viel passiert ist. Wir haben uns für eine Einstoppstrategie entschieden und sind dann in einem DRS-Zug stecken geblieben, sodass wir mit unserem Tempo nicht viel ausrichten konnten", so der Spanier.

Alexander Albon bestätigt: "Für uns war es heute ein schwieriges Rennen. Wir hatten einen großartigen Start, aber wir waren nie in einer Position, in der wir einen Reifenvorteil hatten, was bedeutete, dass wir ein wenig im Pulk feststeckten."

Trotzdem sei es insgesamt "eine großartige Saison" gewesen, betont er. Williams beendete die WM auf P5, und bei den Fahrern war Albon persönlich mit P8 am Ende ebenfalls der beste Pilot aus dem Mittelfeld.

Warum stoppte Verstappen nicht noch einmal?

Nach dem Stopp von Piastri hätte Verstappen selbst noch einen zweiten Stopp einlegen können, ohne die Führung abzugeben. "Es war möglich, dies zu tun", bestätigt Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies.

Dann hätte Verstappen womöglich Piastri und den Rest des Feldes einbremsen können. Doch Mekies betont: "Wir hielten das nicht für die richtige Option für uns. Wir hätten dadurch einen ziemlich großen Vorsprung aufgegeben."

Denn Verstappen lag mit mehr als 20 Sekunden in Führung. "Und wir dachten nicht, dass taktische Spielchen uns heute in der Situation, in der wir uns befanden, einen Vorteil verschaffen würden", ergänzt Mekies.

"Also entschieden wir uns, draußen zu bleiben, um unseren Vorsprung zu maximieren und uns darauf zu konzentrieren, das Rennen zu gewinnen. Und wie gesagt: Wir können nicht kontrollieren, was hinter uns passiert", erklärt er.

Stella: Red Bull am Ende besser

McLaren hatte in der ersten Saisonhälfte das schnellste Auto. Andrea Stella glaubt allerdings nicht, dass das am Ende des Jahres noch immer so war. Auch heute habe Red Bull "wieder das schnellste Auto" gehabt, sagt er.

"Ich denke, sie haben bei der Performance eindeutig sehr gute Arbeit geleistet, um einige Schwierigkeiten zu überwinden. Mitte der Saison stellten sie uns vor die enorme Herausforderung, sie auf der Rennstrecke zu schlagen", so der Teamchef.

"Oft ist uns das nicht gelungen, aber es ist wichtig, dass wir es in der Meisterschaft mit Lando geschafft haben. Ich bin in keiner Weise überrascht, nicht einmal darüber, dass sie die Saison wahrscheinlich mit dem besten Auto beenden", erklärt Stella.

Verstappen: Ich bereue nichts

Der Niederländer hat sich natürlich auch selbst nach dem Rennen geäußert und betont: "Ich bereue nichts in dieser Saison. Ich denke, die Performance war stark." Denn natürlich könnte man sehr leicht Situationen finden, in denen er die zwei fehlenden Punkte hätte holen können.

Das spielt für Verstappen selbst aber keine Rolle. "Ich habe dieses Auto manchmal gehasst, aber ich habe es auch manchmal geliebt, und ich versuche immer, das Beste aus ihm herauszuholen, selbst an den schwierigen Wochenenden, die wir hatten", betont er.

Zudem erklärt er: "Innerhalb des Teams herrscht derzeit eine großartige Stimmung, wir sind wirklich gut in Form, voller positiver Energie, Überzeugung und Selbstvertrauen - und genau das ist es, was man sich auch für das nächste Jahr wünscht."

Piastri: Keine Angst vor Weltmeister Norris

Wir haben ja schon die These gehört, dass Lando Norris nach seinem ersten WM-Titel noch besser wird. Oscar Piastri hat davor aber keine Angst. "Ich glaube nicht, dass sich dadurch etwas ändern wird", betont er.

"Er hat dieses Jahr offensichtlich eine großartige Saison hingelegt und ist ein verdienter Champion. Aber er ist immer noch Lando Norris. Es ist nicht so, als wäre er plötzlich Superman geworden", so Piastri.

Die interne Dynamik werde sich nicht verändern, glaubt er. "Ich erwarte natürlich vom Team absolute Fairness und Gleichberechtigung in Zukunft, und ich habe keinerlei Bedenken, dass sich daran etwas ändern könnte", betont er.

"Best of the Rest": Alonso-Highlight zum Abschluss

Der Spanier wurde Sechster und führte damit heute das Mittelfeld an. Ich bin glücklich mit dem Rennen", resümiert er nach der Zieldurchfahrt und erklärt: "Manchmal sind wir am Samstag schnell und am Sonntag nicht so sehr."

"Deshalb war es gut, die Position aus dem Qualifying zu sichern und Sechster zu werden", so Alonso, der acht wichtige Punkte holte. In der WM konnte man damit P7 gegen Haas verteidigen. Die Saison beendet man zehn Punkte vor dem US-Team.

Nach dem siebten Platz in Katar in der Vorwoche sei es ein "starker Abschluss" für das Team gewesen, so Alonso, der erklärt: "Ich freue mich für das Team. Und jetzt heißt es: Endlich voller Fokus auf das nächste Jahr."

Seine kompletten Aussagen findet ihr hier.

Antonelli: Mercedes einfach zu langsam

Die WM beendet Hamilton auf P6 - und damit eine Position und lediglich sechs Zähler vor Kimi Antonelli, seinem Nachfolger bei Mercedes. Der verpasste heute als 15. die Punkte und damit die Chance, Hamilton in der WM noch zu überholen.

"Ich hatte heute Abend Probleme mit der Balance des Autos und leider nicht die Pace, um wieder in die Punkte zu kommen. Es war ein harter Abend und ein schwieriges Rennen", berichtet der Rookie.

Andrew Shovlin von Mercedes ergänzt: "Kimi hätte einen guten Start und ein starkes Auto gebraucht, um sich von der schlechten Qualifikation zu erholen, aber leider hatte er beides nicht."

Auch insgesamt habe Mercedes heute einfach "nicht die nötige Pace" gehabt.

Rosberg: Hamilton kann nicht zurücktreten

Während Ralf Schumacher Lewis Hamilton bereits zum Rücktritt geraten hat, sieht Nico Rosberg das etwas anders. "Ich denke, er muss weitermachen. Jetzt aufzuhören ist nicht cool", sagt er bei Sky.

"Er hat dieses Ferrari-Projekt gerade erst begonnen. Nach nur einer Saison aufzugeben, funktioniert nicht", so Rosberg, der daher betont: "Er muss weitermachen, es noch einmal versuchen und hoffen, dass er sich in dem Auto des nächsten Jahres wohlfühlt."

"Seine größte Herausforderung in diesem Jahr war das Qualifying-Tempo. Im Rennen gab es immer wieder brillante Momente, die wir immer wieder gesehen haben", so Hamiltons langjähriger Teamkollege.

"Es geht nur um das Qualifying-Tempo, und da das Auto nächstes Jahr ganz anders sein wird, kann er vielleicht etwas von seiner alten Magie im Qualifying wiederfinden", erklärt er.

Hülkenberg überraschend in den Punkten

Der Deutsche fuhr lediglich auf P11 über die Ziellinie - wurde am Ende aber auf P9 gewertet, weil Lance Stroll und Oliver Bearman jeweils noch eine Strafe bekamen. Ein "versöhnliches Ende", sagt er selbst bei Sky.

Nach dem schlechten Qualifying und seinem Aus in Q1 sei das wohl das bestmögliche Ergebnis gewesen, betont er und erklärt: "Ein gelungenes Ende von da hinten. War ein harter Kampf."

Letztendlich sei die Zweistoppstrategie aufgegangen und er habe "hinten raus noch ein bisschen Feuerwerk gezündet", so Hülkenberg, der betont: "Hat Spaß gemacht."

Sauber brachte damit beim Formel-1-Abschied zumindest ein Auto in die Punkte. Gabriel Bortoleto verpasste diese auf P11 ganz knapp. "Ich will ehrlich sein: Es ist schon ein bisschen enttäuschend", gesteht der Rookie.

"Leider hatten wir von der ersten Runde an mit Bouncing zu kämpfen, und ich glaube nicht, dass wir unser Potenzial im Rennen voll ausgeschöpft haben", erklärt er.

Stella: Piastri wird noch viele Titel gewinnen

13 Punkte trennen die beiden McLaren-Piloten am Ende des Jahres lediglich. Auch Oscar Piastri wäre daher "ein würdiger Champion" gewesen, stellt Teamchef Andrea Stella bei Sky klar.

Zudem erinnert er daran, dass es gerade einmal Piastris dritte Saison in der Formel 1 war. "Er hat so schnell gelernt", betont Stella und ergänzt: "Seine Entwicklung ist phänomenal."

Auch wenn es heute nicht geklappt hat, steht für ihn daher fest: "Mit Oscar haben wir definitiv einen zukünftigen mehrfachen Weltmeister."

Piastri: Mehr war heute nicht drin

Der Australier hat den Titel nicht heute verloren. Er betont bei Sky: "Wir haben alles gegeben. Wir sind [mit den harten Reifen] ein kleines strategisches Risiko eingegangen. Wir haben absolut alles versucht, um das Rennen zu gewinnen."

"Aber letztendlich hat uns heute das Tempo gefehlt", gesteht er. Insgesamt habe er in diesem Jahr "eine Menge Dinge" gelernt, sagt er und erklärt: "Es werden noch viele Jahre mit intensiven Wochenenden und spannenden Kämpfen vor uns liegen."

Dieses Jahr habe ihn und auch Lando Norris "zu besseren Fahrern gemacht", betont er.

Hamilton historisch schlecht

Lewis Hamilton hat zum ersten Mal in seiner Karriere eine Formel-1-Saison ohne Podium beendet. Er selbst sagt nach dem heutigen Rennen, dass er aber nicht "erleichtert" sei, dass die Saison vorbei sei.

"Mir geht es gut. Ich fühle mich ziemlich frisch. Ich freue mich nur auf die Pause", stellt er klar - und verweigert danach ein Saisonfazit. "Ich habe bereits alles gesagt, was ich zu dieser Saison zu sagen habe", betont er.

Es gebe "nicht mehr viel hinzuzufügen", so Hamilton. Auf die Frage, ob er sich auf die neue Saison freue, antwortet er: "Im Moment freue ich mich nur auf die Pause."

Er werde sein Telefon im Winter abschalten und mit niemandem sprechen, kündigt er an und erklärt, es seien vor allem die Termine abseits der Rennstrecke, von denen er eine Pause brauche.

Das Racing liebe er noch immer, stellt er klar.

Livestream

Ein Hinweis noch schnell in eigener Sache: Am Abend melden wir uns natürlich auch heute wieder mit einem Livestream auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de. Kevin Scheuren und Kevin Hermann sind ab 20:00 Uhr mit ihrer großen Analyse zum Saisonfinale für euch da.

Rosberg: Norris 2026 noch besser?

Der erste WM-Titel ist häufig der schwierigste. Experte Nico Rosberg erklärt bei Sky: "Es beeinflusst das Leben schon sehr. [...] Und ich glaube, es gibt dir dann auch nochmal diesen nächsten Schritt an Selbstvertrauen."

"Weil du hast bewiesen, du hast das Zeug zum Weltmeister. Das kann dir niemals jemand mehr nehmen", so Rosberg, der daher erklärt: "Vielleicht sehen wir dann einen noch stärkeren Lando Norris im nächsten Jahr."

Der Brite sei ein "wohlverdienter Weltmeister", so der Champion von 2016. Norris sei ein "perfektes Wochenende gefahren" und habe "unter diesem immensen Druck" keine Fehler gemacht.

Stella: Platzverlust hat Norris sogar geholfen

Der McLaren-Teamchef glaubt nicht, dass es Lando Norris geschadet hat, dass sein Teamkollege ihn in der ersten Runde überholte. Bei Sky betont er. "Ich denke, es war ein sehr sicheres Manöver."

"Es war interessant, Oscar mit harten Reifen fahren zu lassen und zu versuchen, Max zu verfolgen. Das war in gewisser Weise sogar im Interesse von Lando", betont Stella.

Denn dadurch könnte Verstappen das Feld eben nicht einbremsen. "Es war immer ein wenig nervenaufreibend", gesteht der Teamchef zwar, aber: "Ich würde sagen, es verlief nach Plan."

Russell: Einfach keine Pace

Red Bull hoffte im WM-Kampf auf Schützenhilfe von Mercedes. Doch George Russell erklärt, dass er bereits "nach ungefähr vier Runden" bemerkt habe, dass man heute keine Chance haben würde.

"Um ehrlich zu sein, war das Rennen ziemlich furchtbar. Wir hatten keine Pace. Ich lag auf Platz 5, was nicht gerade katastrophal war. Aber das Tempo war miserabel", so Russell.

"Es war kein toller Abschluss für das Jahr, aber letztendlich hatten wir uns das Ziel gesetzt, auf Platz 2 in der Konstrukteurs-WM zu landen, und das haben wir erreicht", betont er.

Zumindest in der Hinsicht also ein versöhnlicher Saisonabschluss.

Verstappen: Erste Saisonhälfte zu schwach

Der Niederländer holte heute seinen achten Saisonsieg. Damit hat er einen Sieg mehr als der neue Weltmeister auf dem Konto. Bei Sky erklärt er: "Ich glaube, unser Rennen war sehr stark, dominant eigentlich. Und das ist natürlich das Positive vom Wochenende."

Es sei "schade", dass man den Titel am Ende nur so knapp verpasst habe, betont er, "aber das ist auch natürlich, weil die erste Saisonhälfte nicht optimal war. Aber dann in der zweiten Saisonhälfte haben wir, glaube ich, [...] einen guten Job gemacht."

Letztendlich habe man die Wende einfach zu spät geschafft.

Warum Norris keine Strafe bekam

Apropos Tsunoda: Da gab es ja auch eine Untersuchung gegen Norris selbst, weil er mit allen vier Reifen neben der Strecke war. Warum er dafür keine Strafe bekam, das haben die Rennkommissare in ihrem Urteil so erklärt:

"Der Fahrer von Wagen 4 überholte Wagen 22 außerhalb der Strecke. Jedoch geschah dies, weil der Fahrer von Wagen 22 mehrere Positionswechsel zur Verteidigung gegen Wagen 4 vornahm."

"Hätte Wagen 22 diese Manöver nicht gemacht, hätte Wagen 4 ihn überholt, ohne die Strecke zu verlassen, wich jedoch aus, um eine Kollision mit Wagen 22 zu vermeiden."

"Außerdem sehen die Richtlinien für Fahrstandards vor, dass wenn ein Auto 'herausgedrängt' wird (was hier im Grunde passiert ist), dies nicht als Überschreiten der Streckenbegrenzung gilt."

"Auch wenn der Überholvorgang technisch außerhalb der Strecke stattfand, entscheiden wir daher angesichts der oben genannten Umstände, keine weiteren Maßnahmen zu ergreifen."

Marko: Tsunoda hat es übertrieben

Der Österreicher betont im Gespräch mit Sky zudem, dass Norris "ein würdiger Weltmeister" sei. "Ich glaube, der hat eine ähnlich starke Phase im zweiten Halbjahr hingelegt wie wir", lobt er.

"Und [er] hat keine Fehler gemacht. Das Letzte, wo ich mich erinnern kann, das war Montreal. Aber sonst, mental, hat er sich erholt", gibt sich Marko als fairer Verlierer.

Über die Strafe, die sich Yuki Tsunoda im Duell mit Norris einhandelte, sagt er, Tsunoda habe "versucht", Norris aufzuhalten, "aber ist über das Ziel hinausgeschossen."

Marko: Darum bremste man das Feld nicht ein

Helmut Marko erklärt bei Sky: "Max und die zwei McLarens haben das dominiert. Unsere Hoffnung, dass Ferrari und Mercedes da vorne zumindest mitmischen könnten, hat sich leider nicht erfüllt."

"Und damit war die Ausgangssituation klar. Und ein Red Bull gegen zwei starke McLaren war letztlich der Ausschlag, dass wir heute auch die WM verloren haben", räumt der Österreicher ein.

Er verrät, dass es durchaus "eine Überlegung" war, das ganze Feld einzubremsen. "Aber dadurch, dass Piastri mit dem harten Reifen gestartet ist, hätte der da eigentlich mehr profitiert", bestätigt er.

"Und er musste auch immer ein Safety-Car irgendwo mitkalkulieren. Also es wäre wesentlich riskanter gewesen. Und mit dem Speed, mit dem Leclerc und Russell unterwegs waren, hätte es auch nichts genützt", glaubt er.

Palmer: Warum versuchte Red Bull nicht mehr?

Experte Jolyon Palmer wundert sich bei F1 TV darüber, dass Red Bull nicht "mehr" versucht habe, um die Reihenfolge hinter Max Verstappen zu ändern. Vorher war ja darüber spekuliert worden, dass der Niederländer das ganze Feld einbremsen könnte.

Genau das passierte aber nicht, worüber sich Palmer etwas wundert. Norris' Renningenieur Will Joseph erklärt dazu, dass das womöglich damit zusammenhänge, dass Piastri nach dem Start auf P2 gewesen sei.

Dadurch habe Red Bull nicht viele Möglichkeiten gehabt, glaubt er.

Brown: "Unglaublich stolz" auf beide Fahrer

McLaren-Boss Zak Brown erklärt derweil bei Sky: "Ich bin unglaublich stolz auf das Team, unglaublich stolz auf unsere beiden Fahrer." Man habe bis zum Ende beiden freie Fahrt gelassen, betont er.

"Die meisten Leute hielten das für unmöglich. Es ist ein Traum, mit diesen beiden Jungs Rennen zu fahren", so Brown, der erklärt: "Es war nicht einfach. Max ist ziemlich schwer zu schlagen, daher ist das eine ziemliche Leistung."

"Das haben sich alle redlich verdient. Ich kann es kaum erwarten, zurück in die Fabrik zu kommen und mit dem gesamten Team zu feiern", kündigt er an.

Strafe für Bearman

Weiter hinten im Feld gab es noch eine weitere nachträgliche Strafe. Oliver Bearman hat eine Fünf-Sekunden-Strafe bekommen und fällt damit noch aus den Punkten. Nico Hülkenberg rückt damit auf P9 vor und Lance Stroll punktet als Zehnter doch noch.

Der Aston-Martin-Pilot hatte zuvor selbst eine Fünf-Sekunden-Strafe erhalten.

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Von: Ruben Zimmermann

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