Formel-1-Liveticker: Das Qualifying in Barcelona live
Barcelona-Samstag in der Analyse: Pole für Russell, nächster Leclerc-Crash
Live-Gesamtwertung
Bericht
Liveticker
Feierabend
Damit sind wir auch am Ende dieses Samstags angekommen. Rennstart morgen ist um 15:00 Uhr und wir melden uns natürlich wie gewohnt rechtzeitig mit einer neuen Tickerausgabe zurück.
Für euch geht es heute wie versprochen um 22:00 Uhr noch weiter mit der großen Videoanalyse auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de. Viel Spaß dort mit den Kollegen Scheuren und Ehlen und bis morgen!
Piastri: Konnte Entscheidung kaum glauben
Abgesehen vom sportlichen Geschehen heute hat sich Oscar Piastri auch noch einmal zur Monaco-Situation geäußert - und ziemlich klare Worte gefunden. "Diese Entscheidung hat mich ziemlich umgehauen", sagt er.
"Ich traute meinen Augen nicht", so Piastri, der erinnert: "Ich habe die Position an Pierre verloren, weil ich die Strafe abgesessen habe. Eigentlich müsste ich auf P3 sein, aber eigentlich müsste auch George auf P3 sein."
Das Problem: Nur die Strafe gegen Gasly konnte zurückgenommen werden, die gegen Piastri und Russell eben nicht. "Das Ganze ist jetzt ein einziges Chaos. Sie haben sich da in eine ganz schön missliche Lage gebracht", findet er.
Perez: Reifen fürs Rennen gespart
Der Mexikaner landete auf P19, lediglich 0,121 Sekunden hinter dem Williams von Alexander Albon. Er erklärt: "Wir haben uns auf das Rennen konzentriert und darauf, einen Satz weiche Reifen zu sparen."
Während alle anderen Fahrer im hinteren Teil des Feldes drei Sätze verwendet hätten, benutzte Cadillac nur zwei. "Man weiß ja nie, ob man ihn vielleicht brauchen könnte", so Perez über den gesparten Satz.
Außerdem verrät er: "Es ist schade, dass wir in den letzten beiden Kurven etwa eineinhalb Zehntel durch den Motor verloren haben. Wir hatten ein kleines Problem mit dem Deployment, aber insgesamt bin ich mit der Runde zufrieden."
Meilenstein für Mercedes
Eine kleine Randnotiz noch: Mercedes holte heute seine 150. Poleposition in der Formel 1. Mehr haben nur McLaren (177) und natürlich Ferrari (254) auf dem Konto.
Toto Wolff sagt über die Pole von George Russell: "George war das ganze Wochenende über der schnellste Fahrer. Hätte man mich vor dem Qualifying nach einem Favoriten für die Poleposition gefragt, hätte ich ihn gewählt."
"Er war das ganze Wochenende über in Topform, hat sich nach seinem jüngsten Pech neu sortiert, ist hochkonzentriert und hat bisher eine beeindruckende Leistung gezeigt."
"Er ist dieses Wochenende gut in Form und erinnert alle daran, wie gut er ist", lobt der Teamchef.
Russell: Einstopper nicht möglich
Die Reifen leiden an diesem Wochenende in Barcelona, weshalb George Russell im Hinblick auf das Rennen erklärt: "Ich denke es werden eher drei [Boxenstopps] als einer. Ich glaube nicht, dass ein Einstopper überhaupt möglich sein wird."
Auch Lewis Hamilton betont, dass der Reifenverschleiß "doppelt so hoch wie erwartet" sei. "Es wird interessant sein zu sehen, ob sich das bis morgen verbessert hat", so der Rekordweltmeister.
Er geht aber auch davon aus, dass jeder Fahrer im Rennen "mindestens" zweimal die Reifen wechseln muss.
Was war bei Alpine los?
Das fragt man sich bei den Franzosen nach P13 und P14 auch selbst. "Wenn ich das Auto pushe, macht es nicht das, was ich will", berichtet Franco Colapinto und verrät: "Ich hatte mich in meiner Runde fast dreimal gedreht."
"Bislang war es ein ziemlich frustrierendes Wochenende, und es hat sich überhaupt nicht gut angefühlt. Die Reifen bauen im Laufe der Runde stark ab, und wir sind einfach nicht konkurrenzfähig", so der Argentinier.
Auch Pierre Gasly gesteht: "Es war ein schwieriger Tag, und aus irgendeinem Grund tun wir uns auf dieser Strecke offenbar schwer. Ich bin mir sicher, dass heute noch etwas mehr drin gewesen wäre, aber Q3 war für uns definitiv außer Reichweite."
"Wir versuchen, ein paar Dinge zu klären, da ich mich das ganze Wochenende über im Auto nicht wohlgefühlt habe. Ich kann beim Bremsen nicht richtig angreifen und habe Schwierigkeiten, Vertrauen zu fassen", so der Franzose.
"Wir haben über Nacht ein paar Dinge ausprobiert, darunter auch einen Chassistausch", verrät er, "aber wir haben immer noch nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt, sodass definitiv noch viel Arbeit vor uns liegt."
Verschenkte Leclerc die Pole?
Das deutet zumindest Frederic Vasseur an. "Natürlich sind wir für Charles enttäuscht, denn wir hätten ein viel besseres Teamergebnis erzielen können", sagt der Teamchef nach dem Crash in Q3.
"Er war überzeugt, dass er das Zeug zur Poleposition hatte, und war in allen Trainings auf dem richtigen Tempo", so Vasseur, der daher "gemischte Gefühle" nach dem Qualifying hat.
"Er hat es einfach etwas übertrieben. Aber es ist, wie es ist, und das morgige Rennen wird lang, und da der Reifenverschleiß wahrscheinlich eine Rolle spielen wird, kann Charles sich wieder zurückkämpfen", hofft er.
Von P10 aus wird das aber natürlich nicht leicht.
McLaren: Pech mit roter Flagge
Andrea Stella ärgert sich über die rote Flagge nach dem Leclerc-Unfall in Q3 und erklärt: "Heute haben wir eine Chance verpasst, vor allem weil Lando mit der roten Flagge unglaubliches Pech hatte."
"Er war auf einer sehr starken ersten Runde, nur 250 Meter vor der Ziellinie", berichtet der Teamchef. Doch wegen der roten Flagge konnte der Weltmeister seine Runde nicht beenden.
Das habe Norris dazu gezwungen, "bei seinem letzten Versuch vorsichtig zu sein, um sicherzustellen, dass wir überhaupt eine Zeit auf die Anzeigetafel bringen konnten", erklärt Stella.
Mit etwas mehr Risiko wäre vielleicht ein besseres Ergebnis drin gewesen. Für das Rennen ist der Teamchef trotzdem "optimistisch", betont er. "Wir sind definitiv im Rennen", sagt Stella angriffslustig.
Williams: Befürchtungen bestätigt
Wir bleiben gerade einmal im (hinteren) Mittelfeld. Bei Williams sah es mit P18 und P16 sogar noch etwas schlechter als bei Haas aus. "Wir wussten, dass dies ein schwieriges Wochenende werden würde", sagt James Vowles.
"In den letzten Jahren lief es für uns in Barcelona nicht besonders gut, und trotz umfangreicher Regeländerungen hat sich daran nichts geändert. Deshalb müssen wir noch genauer hinschauen, um die Probleme zu verstehen", so der Teamchef.
Carlos Sainz betont: "Wir haben heute alles herausgeholt und unser Ziel, den Einzug in Q2, erreicht - was genau widerspiegelt, wo wir auf dieser Strecke stehen."
Und Alexander Albon sagt nach P18: "Es war ein schwieriges Wochenende, noch schwieriger, als es hätte sein müssen. Die Balance schien völlig aus den Fugen geraten zu sein."
"Wir sind viel ins Rutschen gekommen, hatten Probleme mit beiden Achsen, und jedes Mal, wenn ich in eine Kurve fuhr, fühlte es sich anders an", berichtet er. Folgerichtig war bereits in Q1 Feierabend.
Haas: Schritt in die falsche Richtung
P15 nur für Oliver Bearman heute und Esteban Ocon schied sogar schon in Q1 als 17. aus. "Es war ein unglaublich hartes Wochenende. Ich hatte das Gefühl, dass wir zwischen dem ersten und dem zweiten Training Fortschritte gemacht haben", so Bearman.
"Aber über Nacht haben wir einen Rückschritt gemacht", betont er und erklärt: "Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass wir heute mehr hätten tun können." Heißt: P15 war unter diesen Umständen das Maximum für Haas.
"Der heutige Tag hätte viel besser verlaufen sollen, als es tatsächlich der Fall war", sagt auch Ocon und berichtet, dass er im zweiten Q1-Run Probleme mit dem Deployment gehabt habe.
Das habe sich dann auch negativ auf den dritten und letzten Run ausgewirkt, weshalb auch für ihn nicht mehr drin gewesen sei. Auch Ayao Komatsu resümiert: "Das Auto ist nicht schnell genug."
"Wir haben im Qualifying das Beste herausgeholt, was möglich war, aber ich glaube nicht, dass wir das Beste aus dem Gesamtpaket herausgeholt haben", so der Teamchef.
Hadjar: Kurve 1 kostet P3
Auch der zweite Red-Bull-Pilot hätte laut eigener Aussage auf P3 landen können. "Es war eine sehr gute Runde, abgesehen von Kurve 1", ärgert er sich. Denn ohne diesen Fehler hätte er es in die zweite Reihe geschafft.
"Es ist die wichtigste Kurve", erklärt er und gesteht, er habe etwas zu hart gepusht. Das habe dann auch die Kurven 2 und 3 beeinflusst, weshalb der ganze erste Sektor nicht gut gewesen sei.
"Der Rest war sehr gut", betont er. Doch am Ende wurde es dann nur P5 mit gerade einmal 0,079 Sekunden Rückstand auf P3.
Verstappen: Sogar P3 war drin
P5 heute für den Niederländer, der erklärt: "Wir hatten einfach große Probleme mit dem Auto. Im Qualifying lief es zwar etwas besser, aber ich war trotzdem etwas überrascht, dass der Abstand dann immer kleiner wurde."
Am Ende fehlten nur 0,342 Sekunden auf die Pole. Da war der Abstand im Training größer. "Ich glaube, das ganze Wochenende über haben uns sechs, sieben Zehntel gefehlt, und jetzt sind es nur noch drei Zehntel", so Verstappen.
Daher ist er mit dem Ergebnis zufrieden. Sogar P3 wäre laut eigener Aussage möglich gewesen, wenn er im letzten Sektor am Ende nicht etwas zu sehr in Rutschen gekommen wäre.
"Aber letztendlich glaube ich auch nicht, dass das morgen einen großen Unterschied für unser Ergebnis machen wird, denn es wird vor allem auf den Reifenverschleiß, die Boxenstopps und die Strategien ankommen", betont er.
Heißt: Der Startplatz spielt wohl nur eine untergeordnete Rolle.
Hülkenberg zurück in Q3
Erst zum zweiten Mal nach Miami schaffte es der Deutsche in diesem Jahr in Q3. Er sei mit P9 "glücklich und zufrieden", sagt er selbst bei Sky und erklärt: "Ich glaube, es war nicht viel mehr drin. Das ist also gut und positiv."
In Q1 habe er zwei Reifensätze verwenden müssen, "wodurch uns in Q2 nur noch ein neuer Satz übrig blieb. Das war also etwas knifflig, ein bisschen heikel, aber wir haben die Ruhe bewahrt und es geschafft", sagt er zufrieden.
Im Hinblick auf das Rennen ergänzt er: "Morgen steht das erste richtig heiße Rennen dieser Saison an, und ganz sicher werden Reifenmanagement, Reifenverschleiß und Strategie morgen die entscheidenden Faktoren sein."
Hülkenberg wartet noch immer auf seinen ersten WM-Punkt in diesem Jahr.
Norris: Zufrieden, aber irgendwie auch nicht
Der Weltmeister erklärt bei Sky nach P4: "Ich glaube, wir sind froh, dass wir einen Schritt nach vorne gemacht haben, und wir sind froh, wieder auf Kurs zu sein. Aber es ist nicht so, als wäre das Auto da draußen perfekt gelaufen."
Vielmehr sei man jetzt einfach wieder da, wo man auch vor dem schwachen Monaco-Wochenende gewesen sei. "Ich finde es gut, dass wir uns nach einem enttäuschenden Wochenende wieder aufrappeln konnten", so Norris.
"Aber wir liegen immer noch dreieinhalb Zehntel hinter der Poleposition, und das ist ein großer Rückstand", betont er und erklärt, er sei "happy, aber nicht happy genug". Zumal es "sehr unwahrscheinlich" sei, morgen um den Sieg kämpfen zu können.
Teamkollege Oscar Piastri erklärt derweil nach P7: "Ehrlich gesagt war ich etwas überrascht, dass ich im letzten Sektor so viel Zeit verloren habe. Ich muss mir genauer ansehen, wo ich die Zeit verloren habe."
"Denn ich bin mit einer guten Runde in den letzten Sektor hineingefahren und kam nicht viel schneller wieder heraus als in meiner Runde zuvor. Das war also eine kleine Überraschung für mich", grübelt er.
Leclerc: Crash war meine Schuld
Der Monegasse hat über seinen Crash in Q3 gesprochen und erklärt: "Ich habe versucht, die Bremsen früher zu lösen, um mehr Geschwindigkeit mitzunehmen, da ich wusste, dass das die größte Schwäche war, wenn nicht sogar die einzige."
"Wir waren in allen Kurven sehr schnell. Ich habe versucht, mehr Geschwindigkeit mitzunehmen, was auch geklappt hat, aber dann bin ich auf der schmutzigen Seite der Strecke ins Rutschen gekommen", berichtet er.
Den Fehler nimmt er daher auf seine Kappe. Besonders ärgerlich sei, dass an diesem Wochenende eigentlich alles gepasst habe, erklärt er. "An diesen Tagen muss ich liefern, und das habe ich nicht getan", weiß Leclerc.
Keine Überraschung: Aston wieder ganz hinten
Ausgerechnet bei seinem Heimrennen wurde Fernando Alonso Letzter - was für ihn aber keine Überraschung ist. "Wir wussten, dass wir das schlechteste Auto und den schlechtesten Motor haben", so der Spanier.
Und das werde sich so schnell auch nicht ändern, betont er noch einmal. Daher sei das Ergebnis keine Überraschung. Auch dass er hinter seinem Teamkollegen landete, ist für ihn keine Sensation.
"Lance ist viel öfter näher dran, als es sich anfühlt", betont Alonso, der erstmals seit 2024 in der Qualifikation wieder von Stroll geschlagen wurde. Der Kanadier selbst freut sich über P21 aber natürlich auch nicht.
"Wir haben hier in Barcelona immer noch Probleme mit der Fahrbarkeit. Wir haben zu wenig Abtrieb, was auf dieser Strecke besonders schwerwiegend ist, und uns fehlt die nötige Power", zuckt er die Schultern.
Was war bei Antonelli los?
Der WM-Leader ließ FT1 am Freitag ebenfalls aus und fährt seit FT2 hinterher. Er erklärt: "Bisher war es ein etwas schwieriges Wochenende. Ich hatte nicht wirklich das richtige Gefühl für das Auto."
"Gestern lief es auf dem Longrun gut, aber heute hat mir ein bisschen gefehlt", gesteht der Italiener, der nun hofft, im Rennen etwas stärker zu sein. "Wir werden versuchen, einen guten Start hinzulegen, und dann den Windschatten optimal nutzen", betont er.
Denn anders als in Monaco ist der Weg zur ersten Kurve hier sehr lang.
Hamilton schlägt zurück
In den Trainings ging bei ihm nicht viel. Auch der Rekordweltmeister selbst bestätigt: "Dieses Wochenende war es sehr schwer." Umso überraschender ist da P2 im Qualifying mit nur 0,064 Sekunden Rückstand.
"Normalerweise ist es kein Problem, FT1 zu verpassen, aber diesmal war der Rückstand enorm. In FT2 lag ich etwas mehr als eine Sekunde zurück und habe mich nicht ganz wohl gefühlt", berichtet er.
Im Qualifying sei das Gefühl dann besser gewesen. "Dass wir so nah dran sind - weniger als eine Zehntelsekunde - ist ein echter Beweis für die harte Arbeit, die alle geleistet haben, um diese Upgrades an die Strecke zu bringen", zeigt sich Hamilton zufrieden.
Knoten bei Russell geplatzt?
Der Brite sagt nach seiner Pole: "Bisher war es ein großartiges Wochenende. Ich fühle mich wieder wie mein altes Ich, das in jeder Runde den Job erledigt und immer um die Spitzenplätze kämpft."
"Die letzten paar Rennen sind aus verschiedenen Gründen nicht ganz nach unseren Vorstellungen verlaufen, aber ich bin dieses Wochenende mit einem Neuanfang an den Start gegangen, habe mich gut gefühlt und es ist toll, auf der Pole zu stehen."
"Wir dachten, der Kampf würde sich zwischen uns und McLaren abspielen, aber Lewis war während der gesamten Qualifikation schnell. Ich bin mir sicher, dass es ein harter Kampf werden wird, daher wird es morgen nicht einfach. Aber ich fühle mich bereit."
Übersicht Qualifying
Jetzt Session-Ticker öffnen!
In zehn Minuten beginnt das Qualifying in Barcelona und wir verlagern das Geschehen damit erst einmal wieder in unseren Session-Ticker. Hier ist also kurz Pause, nach dem Ende der Qualifikation geht es an dieser Stelle weiter mit den Stimmen zum Samstag.
Und wenn ihr wissen wollt, wie ihr das Rennen am Wochenende im Livestream sehen könnt, dann erfahrt ihr das hier!
Verwarnung für Leclerc
Auch das zweite Urteil ist rechtzeitig vor dem Qualifying da: Charles Leclerc bekommt eine Verwarnung, weil er Nico Hülkenberg in FT3 einmal im Weg stand. Ferrari erhält ebenfalls eine Verwarnung, weil man Leclerc nicht vorwarnte.
Weil sich alle Autos auf einer Inlap befanden, gibt es keine härteren Strafen.
Reifen im Fokus
Aktuell haben wir in Barcelona eine Streckentemperatur von mehr als 50 Grad erreicht. Da werden die Reifen gleich ordentlich leiden. Zur Erinnerung: Bereits nach einer schnellen Runde brechen die Pneus hier deutlich ein.
Jeder Fehler gleich wird also teuer.
Formel 2: "Doppelsieg" für Alpine
In weniger als einer Stunde beginnt das Qualifying und eben hat die Formel 2 ihr Sprintrennen in Barcelona absolviert. Dort setzten sich mit Kush Maini und dem Meisterschaftsführenden Gabriele Mini zwei Alpine-Junioren durch.
Pech für Colton Herta: Er lag bis kurz vor Ende auf P3, verlor durch einen Verbremser allerdings seinen ersten Podestplatz in der Formel 2. Oliver Goethe blieb als Zwölfter ohne Punkte.
Verwarnung für Antonelli
Das Urteil der Rennkommissare ist da und der WM-Leader kommt mit einer Verwarnung davon. Wörtlich heißt es:
"Auto 12 wurde bei der Annäherung an Kurve 1 von Auto 18 gestört. Nachdem er Auto 18 überholt hatte, betätigte der Fahrer von Auto 12 vor Auto 18 die Bremsen und hinderte diesen daran, wieder zu überholen. Dies wird als unberechenbares Fahrverhalten gewertet."
"Der Fahrer gab während der Anhörung zu, dass er aus Frustration gehandelt habe, und entschuldigte sich für sein Verhalten."
Vowles: Monaco-Situation ein "Durcheinander"
James Vowles hat bei Sky verraten, dass er einen Protest von McLaren und Red Bull unterstützen würde. "Es betrifft uns persönlich nicht wirklich", betont der Williams-Teamchef zwar.
Trotzdem stellt er die Frage: "Was macht man mit George [Russell]? Was macht man mit Piastri, der unter diesen Umständen eigentlich auch auf dem Podium hätte stehen müssen?"
"Das ist das Durcheinander, mit dem ich mich nicht wohlfühle", so Vowles.
Den Abflug von Bottas ...
... gibt es hier noch einmal im Video. Ist natürlich vor allem vor dem Qualifying nicht gerade hilfreich für das Vertrauen, wenn plötzlich die Bremsen versagen. Drücken wir mal die Daumen, dass Cadillac das Problem findet.
Geldstrafe für Aston Martin
Lance Stroll wurde in der Boxengasse in FT3 mit 85,9 statt der erlaubten 80 km/h geblitzt. Macht für Aston Martin eine Geldstrafe in Höhe von 600 Euro. Zumindest keine Überschreitung um 0,1 km/h, da wären wir nach Monaco ja sonst schon wieder nervös geworden ...
Vorteil Russell?
Die Experten von Sky sehen George Russell im Qualifying nachher eindeutig in der Favoritenrolle. "Ich glaube, er wusste schon vor der Anreise, dass diese Strecke seinem Fahrstil etwas besser liegen würde als seinem Teamkollegen", sagt Jacques Villeneuve.
"Antonellis Fahrstil eignet sich gut für Strecken mit vielen Stop-and-Go-Passagen", erklärt der Weltmeister von 1997 und ergänzt: "Diese Strecke neigt stark zum Untersteuern, aber gleichzeitig bricht das Heck aus."
"Russell hat einen ruhigeren Fahrstil, und der kommt hier gut zur Geltung", so Villeneuve. Und Karun Chandhok erklärt: "Eines ist klar: Man kann diese Strecke nicht mit 100 Prozent fahren. Die Reifen halten das nicht aus."
Hier profitiere Russell von seiner Erfahrung, vermutet er. "George weiß genau, was er tun muss, um eine Qualifikationsrunde hinzulegen", so Chandhok. Dieses Wissen fehle Antonelli noch.
Untersuchungen
Zwei Untersuchungen gibt es nach FT3. Kimi Antonelli muss sich für eine Aktion in Kurve 2 verantworten und Charles Leclerc dafür, dass er Nico Hülkenberg am Ende einmal im Weg stand. Behalten wir natürlich im Auge.
Jetzt Session-Ticker öffnen!
In zehn Minuten beginnt das dritte und letzte Training in Barcelona. Wir verlagern das Geschehen damit erst einmal in unseren Session-Ticker. Hier ist also kurz Pause, nach dem Ende des Trainings geht es an dieser Stelle ganz regulär weiter.
Und wenn ihr wissen wollt, wie ihr die Formel 1 am Wochenende im Livestream sehen könnt, dann erfahrt ihr das hier!
24 Stunden von Le Mans
Ein kleiner Hinweis abseits der Königsklasse: An diesem Wochenende finden außerdem die 24 Stunden von Le Mans statt - unter anderem mit zahlreichen Ex-Formel-1-Piloten wie Robert Kubica, Kamui Kobayashi oder Nyck de Vries.
Start ist heute um 16:00 Uhr und wir sind auch dort für euch mit einem Liveticker am Start.
Mekies: Müssen uns das anschauen
Weil wir gerade dabei sind: Laurent Mekies hat sich bei Sky zu der ganzen Situation rund um das Chaos in Monaco geäußert. "Ich glaube, selbst wenn wir versuchen, das Podium aus den Diskussionen herauszuhalten, ist es für die Zuschauer vor dem Fernseher offensichtlich ziemlich schwer zu verstehen", erklärt er.
"Es gibt Strafen, gegen die kein Einspruch eingelegt werden kann", sagt Mekies und ergänzt: "Es ist also extrem schwer zu akzeptieren, wenn all diese nicht anfechtbaren Strafen am Ende doch irgendwie aufgehoben werden. Das ist sicherlich etwas, das wir uns als Sport insgesamt ansehen müssen."
Red Bulls Isack Hadjar hatte in Monaco auf dem Podium gefeiert, verlor den dritten Platz nachträglich nun allerdings wieder.
Protestieren Red Bull und McLaren?
Zur Erinnerung: Red Bull und McLaren haben gestern ihre Absicht angekündigt, gegen das Urteil der Rennkommissare im Alpine-Fall protestieren zu wollen. Noch wurde allerdings kein Protest eingelegt.
Man sollte auch nicht erwarten, dass das heute (oder morgen) passiert. Denn beide Teams haben 96 Stunden Zeit, um sich zu entscheiden, ob man wirklich protestieren wird.
Diese Frist läuft erst am Dienstag ab. Und vermutlich werden sich die Teams diese Zeit auch nehmen.
Vorentscheidung im Qualifying?
Es ist bekannt, wie wichtig die Qualifikation in Monaco ist. Schaut man sich die Bilanz der vergangenen Jahre an, dann fällt jedoch auf, dass auch in Barcelona die Vorentscheidung regelmäßig bereits am Samstag fällt.
Seit 2014 wurde das Rennen nämlich nur ein einziges Mal nicht von einem der ersten beiden Startplätze aus gewonnen. Das war 2016 der Fall, als sich die beiden Mercedes-Piloten gegenseitig rausgeschossen haben.
Davon abgesehen kam der Barcelona-Sieger in den vergangenen zwölf Rennen immer aus der ersten Reihe. Das zeigt, wie wichtig auch hier das Qualifying nachher ist.
Foto: LAT
Formel 3: Sieg für Wharton
In Barcelona läuft die Action auf der Strecke bereits. Eben hat die Formel 3 dort ihr Sprintrennen absolviert. Audi-Junior Freddie Slater hat den Sieg als Zweiter knapp verpasst, den schnappte sich am Ende der Australier James Wharton.
Slater darf sich trotzdem freuen, denn Spitzenreiter Ugo Ugochukwu schied aus, womit Slater in der Meisterschaft gleichziehen konnte. Morgen findet noch das Hauptrennen statt.
Teams brechen Sperrstunde
Obwohl man gestern die Bestzeit fuhr, gab es bei McLaren Überstunden. Das Team teilte bereits spät am gestrigen Abend mit, man werde die Sperrstunde in der Nacht brechen, "um an beiden MCL40-Fahrzeugen vorbeugende Arbeiten durchzuführen".
"Das Team wird zulässige Schlüsselkomponenten austauschen, um die Robustheit der Installation und Integration der Antriebseinheit an beiden Fahrzeugen zu verbessern", heißt es vom Rennstall.
Eine Strafe gibt es dafür nicht, weil McLaren seinen zweiten von vier erlaubten Jokern in diesem Jahr eingesetzt hat.
Auch Alpine und Cadillac haben in der Nacht die Sperrstunde gebrochen. Hier handelte es sich ebenfalls um den zweiten Joker in dieser Saison.
Heute vor 27 Jahren ...
... gewann Mika Häkkinen den Großen Preis von Kanada 1999. Das Rennen gilt als Geburtsstunde der legendären "Wall of Champions", weil dort mit Michael Schumacher, Damon Hill und Jacques Villeneuve innerhalb kürzester Zeit gleich drei Weltmeister crashten.
Mehr dazu könnt ihr hier nachlesen!
Wetter
Den Blick aufs Wetter können wir auch heute wieder kurz halten. Es ist weiterhin kein Regen in Barcelona angesagt und es soll ähnlich heiß wie gestern werden.
Die größte Herausforderung wird es also sein, die Reifen im richtigen Fenster zu halten, damit diese nicht überhitzen.
Von: Ruben Zimmermann