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Formel-1-Liveticker: Das Qualifying in Japan live!

Japan-Samstag in der Analyse: Mercedes auch am Sonntag unschlagbar?

Formel-1-Liveticker: Das Qualifying in Japan live!

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Feierabend

In Japan ist es gleich 21:00 Uhr und damit wechseln wir einmal durch. Hier ist Feierabend, dafür übernehmen jetzt Kevin Scheuren und Stefan Ehlen mit ihrer Liveanalyse auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de.

Rennstart morgen ist um 07:00 Uhr MESZ. Ganz wichtig: Vergesst nicht, dass die Uhr in der Nacht eine Stunde vorgestellt wird! Wir sind dann rechtzeitig wieder mit einer neuen Tickerausgabe für euch am Start.

Habt noch einen schönen Samstag, viel Spaß mit unserer Analyse und bis dann!

Wolff: Dürfen nicht zu "nostalgisch" sein

Toto Wolff hat zwar Verständnis für die Kritik am aktuellen Formel-1-Qualifying, die wir heute schon gehört haben. Er betont bei Sky jedoch auch: "Wir tendieren natürlich alle, nostalgisch zu denken."

"[Mercedes-Ersatzpilot] Fred Vesti hat mir gerade gesagt, die 130R war schon seit vielen Jahren eine einhändige Kurve. Also keine Mutkurve mehr, sondern total easy flat", verrät der Teamchef.

"Er geht sogar so weit, dass er sagt, wenn wir den SLM-Mode offen hatten, [...] wäre es immer noch eine Einhandkurve easy", so Wolff. Man dürfe daher nicht alles von früher romantisieren.

McLaren: Podium wird morgen schwierig

Oscar Piastri startet morgen zwar von P3, doch McLaren-Teamchef Andrea Stella betont bei Sky: "Ich glaube, Ferrari hat [in Australien und China] gezeigt, dass sie im Rennen etwas an Tempo zulegen können."

"Daher wäre ich positiv überrascht, wenn wir in der Lage wären, mit Ferrari um die Podiumsplätze zu kämpfen", so Stella, der klarstellt: "Wir werden natürlich versuchen, einen Platz auf dem Podium zu ergattern."

"Aber wir wissen, dass wir das Auto verbessern und vor allem einige Upgrades bringen müssen. Das ist der Plan für das nächste Rennen. Dann können wir konstanter um Podiumsplätze kämpfen und hoffentlich später in der Saison auch um den Sieg."

Momentan sei das aber noch sehr schwierig.

Button: Antonelli war schon immer schnell

Auch Experte Jenson Button hat sich bei Sky zu Kimi Antonelli geäußert und erklärt: "Ich habe den Eindruck, dass wir an diesem Wochenende einen anderen Kimi gesehen haben."

"Er war schon immer sehr schnell, aber jetzt ist auch die Konstanz da", so der Weltmeister von 2009. Antonelli sei am ganzen Wochenende schnell gewesen, ohne es dabei zu übertreiben, betont Button.

Es sei "beeindruckend", was der 19-Jährige in Suzuka bislang geleistet habe.

Wolff: Antonelli wird immer besser

Nach der zweiten Poleposition in Folge lobt Teamchef Toto Wolff: "Kimi gewinnt immer mehr Selbstvertrauen. Es war erfreulich zu sehen, wie er im Q3 zwei starke Runden gefahren ist."

Er erklärt: "Es geht nicht nur darum, eine schnelle Runde zu fahren, sondern auch darum, mit einer Sicherheitsrunde zu beginnen und darauf aufzubauen." Genau das habe Antonelli heute umgesetzt.

Letztendlich reichte seine erste Runde sogar für die Pole, weil sich die meisten Fahrer im zweiten Q2-Run nicht mehr entscheidend verbessern konnten.

Leclerc: Keine Chance gegen Mercedes

Sehen wir morgen den dritten Mercedes-Sieg im dritten Rennen? "Mit einem guten Start können wir sie vielleicht ein wenig unter Druck setzen", sagt Ferrari-Pilot Charles Leclerc zwar bei Sky.

"Aber ich glaube, dass sie irgendwann davonziehen werden, so wie sie es in den letzten beiden Rennen getan haben", fürchtet er und erklärt: "Sie haben einen zu großen Pacevorteil."

"Sollten wir es jedoch aus irgendeinem Grund schaffen, den Kampf bis zur letzten Runde des Rennens offen zu halten - was allerdings sehr unwahrscheinlich ist -, dann können wir vielleicht auf einen Sieg hoffen."

"Sobald sie jedoch eine freie Runde haben, wird es für uns unmöglich sein, wieder aufzuholen", betont er.

Red Bull reagiert auf Verstappen-Vorfall

Am Donnerstag hat Max Verstappen einen Reporter aus seiner Medienrunde verwiesen, nun ist Red Bull um Deeskalation bemüht. Nach unseren Informationen hat der Rennstall bereits separat mit Verstappen und Guardian-Reporter Giles Richards gesprochen.

Der Vorfall soll in den kommenden Wochen weiter aufgearbeitet werden, sodass eine Wiederholung bei künftigen Aufeinandertreffen vermieden wird.

Ob sich Verstappen dazu persönlich mit Richards austauscht, ist offen. Der viermalige Formel-1-Weltmeister hat bisher lediglich erklärt, er wolle "nicht jetzt" mit Richards sprechen.

Alle Hintergründe könnt ihr hier nachlesen.

Cadillac vor Aston Martin: War noch mehr drin

P19 und P20 heute für Cadillac. Das ist bereits ein kleiner Erfolg, denn so konnte man beide Aston-Martin-Piloten hinter sich lassen. "Einerseits bin ich zufrieden, andererseits hatten wir jedoch zahlreiche Probleme mit dem Deployment", verrät Sergio Perez.

"Wir verlieren in jeder Runde etwa drei Zehntel bis eine halbe Sekunde", berichtet der Mexikaner und betont: "Das ist etwas, das wir nicht ganz in den Griff bekommen haben. Ich glaube, es steckte viel mehr Potenzial drin."

Selbst eine halbe Sekunde hätte Perez allerdings keine bessere Position gebracht, denn auf P18 fehlten satte 1,1 Sekunden. Teamkollege Valtteri Bottas betont derweil, dass er keine Probleme mit dem Deployment gehabt habe.

Er habe in seiner letzten Runde einfach zu hart gepusht und damit die Reifen verbrannt, erklärt er. "Aber du musst es versuchen", so der Finne, der letztendlich eine Position hinter Perez landete.

"Enttäuschendes Qualifying" für Haas

Das Qualifying zählte 2026 bislang nicht zu den Stärken von Haas. Das war mit P18 und P12 auch heute nicht anders. "Im ersten Run hatten wir ein Problem am Auto und haben auf den Geraden Zeit verloren", berichtet Oliver Bearman.

Der Brite schied bereits in Q1 aus und erklärt: "Im zweiten Run kam ich nicht richtig in Fahrt, daher muss ich herausfinden, ob es noch immer ein kleines Problem mit dem Auto gab oder ob das behoben wurde."

Esteban Ocon ist derweil "ziemlich happy" mit P12, denn seine Runde sei "ganz solide" gewesen. "Es war nicht viel mehr drin", so der Franzose. "Ein etwas enttäuschendes Qualifying", sagt Teamchef Ayao Komatsu dennoch.

"Ein Auto schied bereits in Q1 aus, und das andere schaffte es nicht ganz ins Q3", ärgert sich der Japaner, der betont: "Ich denke, wir hätten auf jeden Fall mit beiden Autos in Q2 sein müssen."

Im Rennen war Haas in diesem Jahr aber bislang regelmäßig besser als im Qualifying. Daher könnte morgen noch etwas gehen.

Gemischte Gefühle bei Racing Bulls

Rookie Arvid Lindblad schaffte es heute in Q3 - und sorgte damit dafür, dass für Max Verstappen bereits in Q2 Feierabend war. "Arvid hat ein hervorragendes Qualifying absolviert", lobt Racing-Bulls-Technikchef Tim Goss.

"Suzuka war für ihn völliges Neuland, und da er in FT2 leider keine Runden fahren konnte, geriet er praktisch von Beginn an ins Hintertreffen. Trotzdem bewahrte Arvid die Ruhe", berichtet Goss.

Während das am Ende mit P10 belohnt wurde, schaffte es Teamkollege Liam Lawson nicht in Q3. "Leider hat Liam einen Schaden am Frontflügel davongetragen", erklärt Goss.

Dadurch habe er im ersten Q2-Run "erheblich" an Abtrieb verloren, "was seinen zweiten Run beeinträchtigte. Ohne diese Probleme hätte das Auto definitiv mehr Tempo gehabt", ist sich Goss sicher.

Alonso rätselt über Vibrationen

Unabhängig von der Performance schränken die Vibrationen am Auto Aston Martin noch immer ein. Fernando Alonso verrät dazu: "Gestern fühlte sich das Auto ehrlich gesagt völlig normal an. Es gab fast keine Vibrationen."

"Heute Morgen stieg ich ins Auto und hatte die gleichen Vibrationen wie immer. Und wir hatten nichts verändert. Daher war das etwas schwer zu verstehen", grübelt der zweimalige Weltmeister.

"Es scheint ein bisschen willkürlich zu sein, also schauen wir mal, ob wir morgen Glück haben", so Alonso, der betont, dass es am Freitag deutlich besser als je zuvor gewesen sei.

Doch heute waren die Vibrationen dann wieder da.

Williams in Q2: Mehr war nicht drin

Alexander Albon schied fast schon erwartungsgemäß in Q1 aus. Die Überraschung bei Williams war da eher, dass es Carlos Sainz in Q2 schaffte. "Mehr war heute aus dem Auto nicht herauszuholen", lobt Teamchef James Vowles.

Auch der Spanier selbst betont: "Der Einzug ins Q2 war unser bestmögliches Szenario, und das haben wir geschafft, daher bin ich zufrieden damit. Als Team haben wir alles gegeben, und meine Runden waren solide."

"Wir haben im Vergleich zu China zwar einige Fortschritte gemacht, müssen aber gleichzeitig dafür sorgen, dass wir weiter an unserer Leistung arbeiten. P16 ist nicht das, was wir uns vorgenommen haben", stellt er klar.

Albon landete noch eine Position weiter hinten und erklärt: "Der heutige Tag war frustrierend, denn das Auto scheint sich gut zu verhalten, und ich habe mich so gut auf das Auto eingespielt gefühlt wie noch nie in diesem Jahr, und der Rhythmus war gut."

"Wir haben einige Probleme am Auto aus Melbourne und China behoben, aber es gibt noch ein weiteres, das uns ein wenig behindert", so Albon, der aber leider nicht verrät, um was genau es sich dabei handelt.

"Das ist nichts, was wir nicht in den Griff bekommen könnten. Aber als Team müssen wir verstehen, woher das kommt", betont Albon.

Leclerc: Schimpftirade am Funk

Charles Leclerc ist aktuell kein Fan der Qualifikation in der Formel 1. "Ich kann diese Regeln im Qualifying ehrlich gesagt nicht ausstehen. Das ist ein verdammter Witz", schimpfte er heute am Funk.

"Ich fahre in Kurven schneller, ich gehe früher auf das Gas, und verliere dann verdammt nochmal alles auf den Geraden", so der Ferrari-Pilot weiter.

Seine kompletten Aussagen zum heutigen Qualifying findet ihr hier.

Gasly: Nicht mit P7 gerechnet

Der Franzose wurde guter Siebter und landete damit an der Spitze des Mittelfeldes. Nach dem Freitag hätte er "definitiv" nicht damit gerechnet, betont Gasly selbst, denn man habe große Probleme in den schnellen Kurven gehabt.

Über Nacht habe man dann die richtigen Änderungen vorgenommen, sagt er zufrieden und erklärt: "Es war [im Qualifying] das beste Auto, das ich dieses Wochenende bisher hatte."

Weniger gut lief es bei seinem Teamkollegen, der lediglich 15. wurde. "Dieses Wochenende hatte ich generell große Schwierigkeiten mit wenig Benzin", berichtet Franco Colapinto.

"In Q1 lief es besser. Wir waren nicht schlecht, aber dann in Q2 haben wir es einfach nicht auf die Reihe bekommen. Ich glaube, wir haben das Potenzial des Autos nicht ausgeschöpft", ärgert er sich.

Mal schauen, was morgen im Rennen noch geht.

Alonso: Suzuka keine Herausforderung mehr

Suzuka galt früher als klassische Fahrerstrecke. Laut Fernando Alonso ist das unter dem neuen Reglement allerdings nicht länger der Fall. "Ich glaube, mindestens 50 Prozent der Teammitglieder könnten in Suzuka fahren", so Alonso.

Denn in den schnellen Kurven könne man nicht länger Vollgas geben, erklärt der zweimalige Weltmeister, der über die Herausforderung in Suzuka knallhart sagt: "Das ist weg."

"Fahrkönnen ist eigentlich nicht mehr nötig", findet Alonso. Es gehe nur noch darum, die Batterie aufzuladen. "Also gibt es im Hochgeschwindigkeitsbereich keine Herausforderung mehr", betont er.

Lando Norris sieht es zumindest ähnlich. "Es fühlt sich immer noch schnell an", sagt er zwar. "Fühlt es sich genauso toll an wie letztes Jahr? Nein", sagt der Weltmeister allerdings auch.

Pirelli rechnet mit Einstopprennen

Diese Prognose gab es gestern bereits, und daran hat sich nichts geändert. Dario Marrafuschi von Pirelli erklärt: "Wie erwartet sehen die schnellsten Strategien für das morgige Rennen einen einzigen Boxenstopp vor."

"Die beiden Kombinationen Medium-Hard und Soft-Hard liegen hinsichtlich der Gesamtrennzeit sehr nah beieinander, doch gehen wir davon aus, dass die Teams die konservativere erste Option bevorzugen werden", so der Italiener.

Der weiche Reifen könnte für einige allerdings ein Vorteil am Start sein.

Hamilton warnt vor McLaren

In Australien und China war Ferrari jeweils die zweite Kraft hinter Mercedes. Ändert sich das nun möglicherweise? Heute landete Oscar Piastri bereits vor beiden Ferrari-Fahrern, und auch Lando Norris konnte Lewis Hamilton schlagen.

"Sie haben ganz klar ein gutes Auto, und sobald sie mehr Leistung aus dem Mercedes-Motor herausholen, werden wir ins Hintertreffen geraten", fürchtet Hamilton, der daher auf eigene Fortschritte setzt.

"Wir stehen vor einer echten Herausforderung, diese Lücke [zu Mercedes] irgendwie zu schließen. Der Motor spielt dabei eine Rolle, aber ich glaube, das Chassis ist - zumindest an diesem Wochenende - eindeutig nicht auf Augenhöhe mit Mercedes."

"Auch in den Kurven sind sie schneller", so Hamilton über seinen Ex-Arbeitgeber.

Livestream

Ein Hinweis schnell in eigener Sache: Auch heute wird es am Ende des (japanischen) Tages natürlich wieder einen Livestream auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de geben.

Kevin Scheuren und Stefan Ehlen analysieren ab 13:00 Uhr MEZ das Qualifying in Suzuka für euch.

Piastri: Lücke noch immer ziemlich groß

Der Australier landete heute auf P3 und lediglich 0,056 Sekunden hinter George Russell im Mercedes. Mit seinem Qualifying ist er grundsätzlich auch zufrieden, doch auf Mercedes fehlt seiner Meinung nach noch immer eine Menge.

"Es ist schön, näher dran zu sein", so Piastri, der erklärt: "Wir lernen jedes Wochenende mehr über das Auto und über den Antrieb." So sei man auch "insgesamt konkurrenzfähiger geworden", sagt er zwar.

"Aber wir machen uns keine Illusionen: Wir haben immer noch einen ziemlich großen Rückstand aufzuholen", betont er. Tatsächlich war er wohl nur deshalb so nah an Russell dran, weil dieser ein schwaches Qualifying hatte.

Auf Antonelli im zweiten Mercedes fehlten nämlich 0,354 Sekunden und damit deutlich mehr.

Hadjar: Auto jetzt auch noch langsam

Der Franzose landete heute vor Max Verstappen, kann sich darüber aber nicht so recht freuen. Denn auch er hatte ähnliche Probleme wie der Niederländer. Die Balance habe sich nach FT3 "massiv" verändert, berichtet er.

"In meiner ersten Runde dachte ich, ich würde sofort crashen. Das Auto rutschte einfach überall", verrät er. Erst im Laufe des Qualifyings habe man es dann langsam in den Griff bekommen.

Generell sagt er zur Situation bei Red Bull: "Ich denke, das Auto vom letzten Jahr war schnell. Es war schwer zu fahren, aber schnell. Unser Auto ist jetzt schwer zu fahren und langsam."

Und aktuell habe man noch keine Ahnung, in welche Richtung man in Zukunft gehen wolle.

Alonso: Wird so schnell nicht besser

P21 und P22 heute für Aston Martin - und damit ausgerechnet beim Honda-Heimspiel die letzten beiden Plätze. Laut Fernando Alonso könnte das in Zukunft noch häufiger passieren.

"Die ersten beiden Rennen waren hart, bisher war es hier in Japan ein schwieriges Wochenende, und auch die nächsten zehn werden hart werden", kündigt er bei DAZN an.

"Ich kann euch schon jetzt sagen, dass sich daran nichts ändern wird", prophezeit er und erklärt: "Wir arbeiten hart daran, die Situation zu verbessern. Aber in der Formel 1 geschehen von einem Wochenende zum nächsten keine Wunder."

Er betont daher: "Die erste Hälfte des Jahres wird sehr schwierig werden Hoffentlich wird das zweite Halbjahr etwas besser."

Hülkenberg: "Ein bisschen Käse meinerseits"

Der Deutsche schied bereits in Q2 aus, was nach einem guten FT3 eine kleine Enttäuschung war. Er habe "kein sauberes Q2 hingelegt, es war ein bisschen Käse meinerseits", gesteht er bei Sky.

Er habe "die beiden Runden einfach nicht sauber genug hinbekommen", sagt er und erklärt: "Jetzt im Q2 sind dann doch alle recht eng zusammengerückt. Und das macht dann den Unterschied."

Das Gefühl im Auto sei durchaus "positiv" gewesen, betont er, zumal es ja auch Teamkollege Gabriel Bortoleto in Q3 schaffte. "Man muss es halt nur dann umsetzen und auf den Asphalt bringen", so Hülkenberg selbstkritisch.

Vasseur: Alles noch drin im Rennen

Der Ferrari-Teamchef ist mit der Performance im Qualifying ebenfalls nicht ganz zufrieden und erklärt: "Es geht nicht nur um das Energiemanagement oder um die Performance an sich, sondern auch darum, das Beste aus dem Paket herauszuholen, das wir haben."

"Heute müssen wir verstehen, warum wir in Q2 besser abgeschnitten haben als in Q3", so Vasseur, der jedoch betont, dass der Fokus nun erst einmal auf dem Rennen liege. "Konzentrieren wir uns auf den Start und dann auf das Rennen", betont er bei Sky.

"Unser Tempo ist gut, also ist noch alles offen", zeigt er sich angriffslustig. Wenn man bedenkt, wie stark die Ferrari-Starts in diesem Jahr bislang waren, sind P4 und P6 in der Tat keine so schlechte Ausgangslage.

Leclerc: Rutscher hat keine Zeit gekostet

Der Monegasse hatte in seiner schnellsten Runde einen Rutscher in Spoon. Bei Sky hat er nun jedoch klargestellt, dass dieser keine Zeit gekostet habe. "Ich habe sogar viel Zeit gutgemacht, weil ich in dieser Kurve so viel Geschwindigkeit mitgenommen habe", betont er.

"Insgesamt war es eine ziemlich gute Runde", stellt er klar und erklärt, die Zeit habe er auf den Geraden verloren. "Wir haben auf den Geraden in den Sektoren 2 und 3 viel Zeit verloren, und das ist sehr frustrierend, weil man als Fahrer nicht viel dagegen tun kann", so Leclerc.

Klingt also nach Problemen beim Deployment. "Ich weiß, dass die FIA sich intensiv mit diesem Thema befasst, und hoffentlich finden wir bald eine Lösung, denn im Qualifying ist das sehr frustrierend", betont er noch einmal.

Norris: Nach Problemen im Training schwierig

Der Weltmeister verlor in FT2 und FT3 jeweils Zeit durch einen Defekt. Nach P5 im Qualifying erklärt er bei Sky: "Es war schwierig, und ich musste dieses Wochenende viel aufholen, sogar bis ins Qualifying hinein."

Er betont jedoch auch: "Ich möchte nicht behaupten, dass der gesamte Rückstand heute allein darauf zurückzuführen war. Ich habe jedenfalls nicht das Gefühl, dass ich in Bestform war und mein Potenzial voll ausgeschöpft habe."

"In meiner letzten Runde habe ich ein paar Fehler gemacht", so Norris, der erklärt: "Ich bin mit P5 zufrieden. Ich war ganz nah an Charles dran. Ich weiß, dass der Abstand nur gering war, und gerade weil er so gering war, schmerzt es ein bisschen mehr."

"Ansonsten habe ich das Gefühl, dass ich gute Arbeit geleistet habe. Hätte es besser laufen können? Ja. Aber es hätte auch viel schlechter kommen können", betont Norris.

Wolff: Haben uns beim Set-up verzockt

Toto Wolff hat bei Sky über die Probleme von George Russell gesprochen und erklärt: "Wir haben die Änderung nach FT3 gemacht, um vielleicht ein bisschen mehr Spielraum zu haben bei den Flügeleinstellungen."

Man habe "die mechanische Balance nach hinten gegeben, und das war zu viel", so Wolff, der fürchtet dass Russell nun auch im Rennen "definitiv einen Nachteil haben wird auf der Hinterachse".

Denn die Autos dürfen nach dem Qualifying nicht mehr umgebaut werden. Generell sagt er: "Was es im Rennen gibt, vermag ich nicht zu sagen. Unsere Longruns waren sehr gut, aber das heißt noch nichts für morgen."

Verstappen: Auto war "unfahrbar"

Der Niederländer erklärt nach seinem Q2-Aus bei Sky: "Das Auto lenkt in der Kurvenmitte nie ein, aber gleichzeitig übersteuert es dieses Wochenende am Eingang stark. Es ist wirklich schwierig und unberechenbar."

"Wir dachten, wir hätten das Problem im dritten Training ein wenig behoben, [...] aber im Qualifying war es für mich wieder unfahrbar", berichtet er und erklärt, dass das Red-Bull-Update an diesem Wochenende offenbar nicht funktioniere.

"Wir haben Probleme, die ich hier nicht im Detail erläutern kann, von denen wir wissen, dass sie bestehen, [...] und ich glaube, im Qualifying kam es einfach wieder an einen Punkt, an dem das Auto nicht mehr zu fahren war", so Verstappen.

Russell: Das müssen wir jetzt verstehen

Der Brite war heute chancenlos gegen seinen Teamkollegen. Aber warum? "Es war eine wirklich seltsame Session für uns. Wir waren das ganze Wochenende über beide sehr schnell", berichtet er.

"Nach dem dritten Training haben wir einige Anpassungen vorgenommen, und dann waren wir zu Beginn des Qualifyings nirgendwo", erklärt er und betont: "Wir müssen das irgendwie verstehen."

"Wir haben wieder großes Glück, auf P2 zu stehen. An den letzten beiden Wochenenden ist im Qualifying irgendwie beides schiefgelaufen, aber das Rennen ist morgen", gibt er sich kämpferisch.

Verstappen-Serie wackelt

Max Verstappen hat in Suzuka zuletzt viermal in Serie von der Poleposition aus gewonnen. Seit 2022 sicherte sich der Niederländer in Japan immer den besten Startplatz und gewann später auch das Rennen.

Eine Serie, die heute wackelt - und mit ziemlicher Sicherheit enden dürfte. Denn in FT3 war Verstappen mit 1,5 Sekunden Rückstand nur Achter. So viel Zeit wird Red Bull für das Qualifying nicht finden.

Verwarnung für Piastri

Der Vollständigkeit halber: Oscar Piastri hat erwartungsgemäß eine Verwarnung bekommen, weil er Nico Hülkenberg in FT3 einmal im Weg stand.

Wichtig dabei: Er kommt wohl nur deshalb mit einer Verwarnung davon, weil es sich um ein Training gehandelt hat.

Im Qualifying hätte so etwas mit ziemlicher Sicherheit eine Startplatzstrafe zur Folge gehabt.

Wolff: Fehler bei Russell in FT3

Ist Kimi Antonelli nach seiner Bestzeit eben Favorit für das Qualifying? Nicht unbedingt, denn Toto Wolff erklärt bei Sky, dass George Russell auf seiner besten Runde einen Fehler in Kurve 14 machte.

Ohne diesen Fehler wäre der WM-Leader "vermutlich etwas schneller" gewesen, so Wolff, der ein enges Duell zwischen seinen beiden Fahrern erwartet. Vom großen Vorsprung ist er generell überrascht.

"Die Form hat uns jetzt ein wenig überrascht. [...] Das Auto war sehr gut", so Wolff, der erklärt: "Die größte Verbesserung, die wir in dieser Session erzielt haben, betraf generell die Kurven."

Aktuell sieht es nicht danach aus, dass irgendjemand Mercedes in der Qualifikation gefährlich werden kann.

Pole = Sieg

Diese Faustregel galt in Suzuka in den letzten Jahren. Denn in den vergangenen zehn Jahren wurde der Große Preis von Japan lediglich ein einziges Mal nicht von der Poleposition aus gewonnen.

2019 siegte Valtteri Bottas für Mercedes, nachdem er von P3 ins Rennen gegangen war. Ansonsten gewann seit einschließlich 2016 immer der Fahrer, der vom besten Startplatz losgefahren war.

Das zeigt, wie wichtig das Qualifying in Suzuka ist. Wobei sich das mit den neuen Autos in diesem Jahr natürlich ändern könnte. Wir sind auf jeden Fall gespannt.

Untersuchung gegen Piastri

Der Australier stand Nico Hülkenberg in FT3 im letzten Sektor einmal im Weg. Für diese Aktion muss er sich jetzt noch vor den Rennkommissaren verantworten.

Für eine ganz ähnliche Situation bekam Franco Colapinto gestern eine Verwarnung, darauf dürfte es vermutlich also auch bei Piastri hinauslaufen.

Behalten wir natürlich wie gewohnt im Auge.

Qualifying

Guten Morgen und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe unseres Formel-1-Livetickers. Während bei uns die meisten Menschen noch schlafen, sind wir in Japan schon mittendrin in diesem Formel-1-Samstag.

FT3 liegt bereits hinter uns, um 07:00 Uhr MEZ steht in Suzuka dann das Qualifying an. Hier im Ticker liefern wir euch in den kommenden Stunden wie gewohnt Bilder, Infos und Stimmen direkt aus dem Fahrerlager in Japan.

Ruben Zimmermann begleitet euch an dieser Stelle durch den Tag und bei Fragen, Anregungen oder Beschwerden könnt ihr unser Kontaktformular verwenden. Außerdem findet ihr uns auf Facebook, X, Instagram und YouTube.

Hier gibt es unseren gestrigen Liveticker noch einmal zum Nachlesen.

Von: Ruben Zimmermann

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