Formel-1-Liveticker: Das Qualifying in Monza live!
Monza-Samstag: Sensationspole für Alpine und McLaren-Strafe
Live-Gesamtwertung
Bericht
Liveticker
Feierabend
Bei uns gibt es den bekannten fliegenden Wechsel. Hier ist Feierabend für heute und für euch geht es gleich weiter auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de mit der Videoanalyse zum Monza-Qualifying.
Rennstart morgen ist um 15:00 Uhr, und dann sind auch wir rechtzeitig wieder mit einem neuen Ticker für euch da. Viel Spaß jetzt mit den Kollegen Kevin Scheuren und Christian Nimmervoll, habt noch einen schönen Abend und bis dann!
Mekies: Können nicht zufrieden sein, aber ...
Der Red-Bull-Teamchef sagt nach dem Samstag: "Nach dem heutigen Qualifying haben wir gemischte Gefühle: Natürlich können wir mit einem Startplatz 5 nicht zufrieden sein, aber ich denke, das Tempo heute war eine Verbesserung gegenüber dem Stand am Freitag."
"Max hatte heute Vormittag im dritten Training ein deutlich besseres Gefühl für das Auto, und insgesamt waren wir näher an der Poleposition dran als in den letzten Rennen."
"Das Feld der ersten sechs oder sieben Autos lag sehr dicht beieinander, und wir sind heute am Ende dieses Feldes gelandet, was ein bisschen frustrierend ist, aber das gehört nun mal dazu, wenn die Abstände so gering sind", so Mekies.
Tatsächlich fehlten Verstappen am Ende nur 0,284 Sekunden auf die Pole.
Wolff: Podium für Antonelli wohl nicht möglich
Sehen wir morgen eine große Aufholjagd von Kimi Antonelli bis auf das Podium? "Ich glaube, das ist zu viel verlangt", bremst Toto Wolff bei Sky die Erwartungen. An den ersten Autos komme er vermutlich noch schnell vorbei.
Aber Wolff fürchtet, "dass es sehr schwierig wird, sobald man eine bestimmte Gruppe von Nachzüglern hinter sich gelassen hat. Die Leistungen liegen so dicht beieinander, dass es meiner Meinung nach nicht möglich ist, es zu schaffen."
"Es sei denn, man verfolgt eine ganz andere Strategie und geht dabei ein gewisses Risiko ein", so Wolff. Aber ist Mercedes dazu bereit?
"Gemischte Gefühle" bei den Racing Bulls
Während es Arvid Lindblad in Q3 schaffte, war für Yuki Tsunoda bereits in Q1 Feierabend. "Es war ein Tag voller gemischter Gefühle", berichtet Technikchef Tim Goss und gesteht: "Yukis erstes Qualifying verlief nicht nach Plan."
"Was das Energiemanagement angeht, unterscheidet sich die Strecke in Monza stark von der in Zandvoort", erklärt er. Und das habe man bei Tsunoda dieses Mal nicht richtig hinbekommen.
Lindblad auf der anderen Seite sagt nach P10: "Es ist toll, wieder einmal in Q3 gekommen zu sein. Mit dem heutigen Endergebnis bin ich aber ein bisschen unzufrieden."
Denn: "Nach einem starken Q1 und Q2 habe ich meine letzte Runde im Q3 nicht voll ausgeschöpft und etwa eine Zehntelsekunde verloren, sodass Platz 8 in Reichweite lag."
Ins Rennen wird er morgen wegen der Antonelli-Strafe von P9 starten.
Williams wohl chancenlos
Eigentlich gehörte Monza mal zu den Paradestrecken von Williams. Doch mit dem aktuellen Auto scheint man selbst hier chancenlos zu sein. Alexander Albon wurde 18., zog Carlos Sainz aber zumindest noch in Q2. Dort wurde der Spanier 15.
James Vowles gesteht: "Wir haben die Session so gut wie möglich ausgeführt. Das entspricht im Grunde genommen dem Leistungsniveau unseres Autos. Uns fehlt es an Leistung in den beiden Lesmos und in der Parabolica."
"Es ist uns an diesem Wochenende nicht gelungen, das Auto auf ein ausreichend gutes Niveau zu bringen", so der Teamchef. Durch diverse Strafen wird Sainz morgen zumindest von P13 starten, Albon geht wegen seiner eigenen Strafe von ganz hinten ins Rennen.
Im Normalfall wird Williams im Kampf um die Punkte keine Rolle spielen.
Warum war Colapinto so "langsam"?
Eigentlich ist P8 kein schlechtes Ergebnis für ihn, doch in diesem Fall war der Teamkollege auf der Pole 0,434 Sekunden schneller. So recht erklären kann sich der Argentinier das nicht.
"Er war während des gesamten Qualifyings sehr schnell. In Q1 war ich ganz nah dran, und ich glaube, im Laufe der Sessions hat er sich stärker verbessert als ich", sagt Colapinto über Gasly.
"Ich finde es sehr positiv, dass wir beide Autos in Q3 haben", betont er zwar, doch natürlich müsse man sich ansehen, warum Gasly sich so stark verbessert habe - und er selbst nicht.
Er müsse nun verstehen, "warum ich in Q1 die gleiche Rundenzeit gefahren bin und dann nicht die Schritte umsetzen konnte, die er gemacht hat". Tatsächlich trennten die beiden Alpines in Q1 nur 0,050 Sekunden.
Endlich Fortschritte bei Haas?
Gestern schaffte es Oliver Bearman noch in die Top 10, heute wurde es P12 für ihn. Damit ist der Brite aber recht zufrieden und erklärt: "Ehrlich gesagt war ich schon ab der ersten Runde im ersten Training mit dem Auto zufrieden."
"Es entspricht genau der Richtung, die wir uns bei den letzten Rennen gewünscht haben. Zwar sind wir aufgrund des Upgrades auf den Geraden nicht ganz so stark, aber dafür sind wir über die gesamte Runde hinweg schneller."
"Das Fahrgefühl war wirklich gut, und es war schön, wieder weiter vorne mitzukämpfen. Wir werden weiter Druck machen, und das Ziel für morgen sind die Top 10 und Punkte", so Bearman.
Esteban Ocon wurde nur 16., betont aber auch: "Ich bin mit meiner Runde im Qualifying zufrieden. Wir haben das Potenzial, das wir heute hatten, wirklich voll ausgeschöpft."
Denn anders als Bearman fährt er ja zum Beispiel ohne den neuen Ferrari-Motor. Und auch davon abgesehen gebe es einige weitere Unterschiede an den Autos, berichtet er.
Pirelli rechnet mit einem Stopp
Anders als zuletzt in Zandvoort soll es morgen in Monza nicht regnen. Die Strategie dürfte daher ziemlich gradlinig sein. "Unsere Simulationen deuten darauf hin, dass eine Einstoppstrategie in Monza die wettbewerbsfähigste Option sein wird", erklärt Dario Marrafuschi von Pirelli.
Allerdings seien dabei verschiedene Varianten möglich, betont er auch. "Die Wahl der Startreifen wird wahrscheinlich von den Eigenschaften der einzelnen Fahrzeuge sowie von der Strategie abhängen, die die Teams je nach ihrer Startposition verfolgen möchten", so der Italiener.
"Die Medium-Reifen scheinen die größte Flexibilität zu bieten, da sie es den Teams ermöglichen, auf etwaige Neutralisierungen sowohl in der Anfangsphase als auch im späteren Verlauf des Rennens zu reagieren", erklärt er.
Spannend wird zudem zum Beispiel, wie Mercedes und Red Bull morgen versuchen werden, Antonelli und Lawson wieder nach vorne zu bringen. Vielleicht versucht man dort ja etwas anderes bei der Strategie.
Wäre Norris auf Pole gewesen?
Wir haben ja schon von Lando Norris selbst gehört, dass ihm heute einfach der Windschatten gefehlt habe. Nun hat er dazu noch einmal gesagt, dass der Windschatten in Monza "ungefähr" eine halbe Sekunde wert sei.
Das ist deshalb spannend, weil Norris als Neunter am Ende 0,470 Sekunden Rückstand auf Pierre Gasly hatte. Heißt im Umkehrschluss: Mit einem Windschatten hätte er theoretisch auf Pole fahren können.
"Unser Auto ist nutzlos, auf der Geraden sind wir so langsam, dass wir einen guten Windschatten brauchen, sonst sind wir nicht schnell genug", legt Norris noch einmal nach.
"Oscar hat einen guten Windschatten genutzt und er konnte das umsetzen. Meine Chance hat sich nie ergeben, also muss ich das einfach hinnehmen", so der Weltmeister.
Audi: Mehr war nicht drin
Viel knapper geht es kaum: Gabriel Bortoleto verpasste Q3 heute als Elfter nur um 0,001 Sekunden. Trotzdem erklärt Allan McNish: "Insgesamt denke ich, dass wir heute das Maximum aus dem Auto herausgeholt haben."
"Es ist natürlich etwas frustrierend, den Einzug ins Q3 um nur 0,001 Sekunden zu verpassen, aber wir wussten schon vor Monza, dass es für uns wahrscheinlich ein schwierigeres Wochenende werden würde", betont er.
"Das Qualifying war, wie erwartet, unglaublich knapp, aber wir haben unsere Chancen optimal genutzt und uns die bestmögliche Ausgangsposition gesichert", sagt er und erinnert daran, dass man ja zudem von der Antonelli-Strafe profitiert.
Nico Hülkenberg wird so als Zwölfter starten und erklärt: "Es war ein kniffliges Qualifying. In Monza kommt es sehr darauf an, das Timing und den Windschatten richtig hinzubekommen, und in Q1 befand ich mich ein paar Mal am falschen Ort, was es mir schwer machte, eine ordentliche Runde hinzulegen."
"In Q2 lief es besser und das Tempo kam langsam. Aber da war es schon ein bisschen zu spät, um den nächsten Schritt zu schaffen", so Hülkenberg.
Kann Gasly morgen gewinnen?
"Warum nicht?", antwortet er selbst mit einem Grinsen bei Sky auf genau diese Frage und erklärt in der Pressekonferenz der Top 3 noch einmal ausführlicher: "Mein Plan ist es, so lange wie möglich an der Spitze zu bleiben."
"Wie lange das sein wird? Ich habe keine Ahnung. Und ich werde mich darauf konzentrieren, gut zu fahren, keine Fehler zu machen und das Beste aus dem herauszuholen, was ich habe", betont er.
"Ich hoffe natürlich sehr, dass wir diese Position halten können. [...] Die Zeit wird es zeigen, und ich werde einfach dafür sorgen, dass ich meine Arbeit wie immer erledige, und am Samstagabend werde ich mich so gut wie möglich vorbereiten, um morgen mein Bestes zu geben", so Gasly.
Aston Martin wieder Letzter
Eigentlich ging es zuletzt etwas nach vorne, doch heute landeten Fernando Alonso und Lance Stroll wieder auf P21 und P22. Der Honda-Motor hat für die Motorenstrecke in Monza einfach zu wenig Leistung.
Zu allem Überfluss konnte Alonso am Ende von Q1 dann gar nicht mehr fahren. "Der Motor sprang nicht an, also hatten wir ein Problem mit dem Antrieb. Ich weiß nicht, ob es am Verbrennungsmotor liegt, an der Batterie oder woran auch immer", berichtet der Spanier.
Er glaubt, dass er sonst "wahrscheinlich" zumindest die Cadillacs noch geschlagen hätte. Mehr wäre aber wohl so oder so nicht drin gewesen. "Wir wussten, dass diese Strecke zusammen mit Vegas für uns die schlimmste sein würde", so Alonso.
Teamkollege Lance Stroll feierte derweil ein "Jubiläum". Als erster Fahrer in der Formel-1-Geschichte schied er zum 100. Mal in Q1 aus ...
Antonelli: Habe meinen Job gemacht
Für ihn selbst ging es heute um nichts, er hat lediglich seinem Teamkollegen geholfen. Er berichtet: "Es ist natürlich ein sehr seltsames Gefühl. Ich musste meine Aufgabe erfüllen, nämlich George zu helfen. Ich habe mein Bestes gegeben, um so gut wie möglich zu helfen."
"Er war in Zandvoort ein guter Teamplayer", sagt er über Russell, und hier habe eben er seinen Job gemacht. "Ich habe getan, was das Team von mir verlangt hat. Ich bin froh, dass es geklappt hat", so Antonelli.
"Wenn es uns möglich ist, helfen wir uns gegenseitig, besonders in einer solchen Situation. Ich hatte nichts zu gewinnen", erinnert er. Trotzdem ist es natürlich etwas seltsam, dass er damit ausgerechnet seinem engsten Verfolger in der Fahrer-WM geholfen hat.
Verstappen: Etwas am Auto war kaputt
Der Niederländer hat inzwischen noch einmal ausführlicher über seine heutigen Probleme gesprochen und bei Sky erklärt: "Sobald ich im Qualifying auf die Strecke ging, ist wieder etwas am Auto kaputtgegangen."
"Das ist uns zwar bekannt und kommt im Laufe des Jahres öfter vor, kostet uns aber einfach Rundenzeit bei niedrigen Geschwindigkeiten, wo das Auto viel stärker ins Hüpfen gerät, als es eigentlich sollte", berichtet er.
Denn eigentlich sei er vorher "sehr zufrieden" mit dem Auto gewesen. Der Red Bull sei in FT3 "in einem viel besseren Fenster" als gestern noch gewesen. Doch das hatte sich mit dem Problem dann erledigt.
"Wenn man keine Kontrolle hat und das Auto einfach wie ein Känguru herumhüpft, dann kann man keine konstante Leistung bringen", zuckt er die Schultern und erklärt, dass müsse man vor dem Rennen lösen.
"Wir müssen in der Lage sein, das betroffene Teil auszutauschen, denn sonst wird es ziemlich schwierig, so ein Rennen zu fahren", so Verstappen.
Durch die Piastri-Strafe startet er morgen von P5.
Warum Piastri bestraft wurde
Hier die Begründung der Rennkommissare im Wortlaut:
"Der Fahrer von Wagen 81 gab an, dass er nicht darauf hingewiesen worden sei, dass VER und LAW sich auf einer schnellen Runde befanden, sondern erst, als er fast bei Kurve 1 war, bemerkte, dass VER sich auf einer schnellen Runde befand."
"Er verlangsamte seine Geschwindigkeit deutlich und hielt sich rechts, um VER vorbeizulassen, konnte jedoch nichts tun, um eine Behinderung von LAW zu vermeiden, der dicht hinter ihm fuhr."
"Die Rennkommissare erkennen an, dass der Fahrer von Wagen 81 angesichts der ihm vorliegenden Informationen und der Situation, in der er sich befand, zu diesem Zeitpunkt keine anderen Optionen hatte und daher unbeabsichtigt und auch unnötigerweise Wagen 30 behindert hat."
"Daher wird die Standardstrafe in Form einer Rückversetzung um drei Startplätze verhängt."
Die aktualisierte Startaufstellung findet ihr hier.
Strafe für Piastri
Breaking News: Oscar Piastri verliert seinen dritten Startplatz. Er muss in der Startaufstellung drei Plätze zurück. Mehr gleich bei uns.
Vasseur: So schlecht war es gar nicht
Der Ferrari-Teamchef relativiert das Abschneiden der Scuderia bei Sky derweil etwas und erklärt: "Wir hatten damit gerechnet, in Monza Probleme zu haben." Denn das Layout liege dem eigenen Paket nicht.
"Wenn man mir heute Morgen gesagt hätte, dass wir eine Zehntel hinter Russell sein würden, hätte ich das genommen", stellt Vasseur klar. Zudem äußert er sich auch noch über das von Leclerc angesprochene Problem.
"In Q2 waren wir ein bisschen in Panik, denn wir hatten in der Outlap ein Problem mit der Batterie", verrät Vasseur. Dadurch habe man die Runde nicht mit der vollen Leistung begonnen.
Das erklärt das schwache Abschneiden in Q2 und warum es in Q3 wieder besser war.
Was war bei Ferrari los?
P4 und P5 war sicher nicht das, was sich die Tifosi heute erhofft hatten. "Wir hatten im Hintergrund viele Probleme, um die wir uns kümmern mussten", berichtet Charles Leclerc bei Sky etwas kryptisch.
"Ich glaube nicht, dass die Poleposition möglich war, aber ein Platz weiter vorne wäre wahrscheinlich machbar gewesen, und wir müssen darauf hinarbeiten, das Beste aus allem herauszuholen. Das ist uns heute nicht gelungen", so Leclerc.
Teamkollege Lewis Hamilton ergänzt: "Es war definitiv sehr, sehr hart. Im Training hat sich das Auto wirklich gut angefühlt." In Q1 habe es auch noch gepasst, doch in Q2 sei die Pace plötzlich weg gewesen.
"Und dann war die Umsetzung in Q3 natürlich ziemlich schlecht. Am Ende landete ich mitten im Nirgendwo, ganz allein", so Hamilton, der in seinem ersten Run keinen Windschatten hatte.
Dadurch habe er seinen Rhythmus verloren, weshalb auch der zweite Run in Q3 nicht optimal gewesen sei. "Es war keine schlechte Runde", stellt er klar. Aber mit einem sauberen Qualifying hätte sie besser sein können.
Norris enttäuscht: "Hatte einfach Pech"
Der Weltmeister sagt nach P9 bei Sky, dass er "einfach Pech" im Qualifying gehabt habe. "Es war kein schlechtes Qualifying, wenn man bedenkt, welche Probleme wir heute mit den Bremsen hatten und dass es an Windschatten mangelte."
"Jeder hat versucht, einen guten Windschatten zu erwischen, und ich hatte weder im ersten noch im zweiten Run [in Q3] wirklich einen. Ich hatte also einfach Pech, mehr nicht", zuckt er die Schultern.
"Meine Runde war nicht schlecht, aber auch nicht die beste. Es gab sicherlich Dinge, die ich hätte verbessern können, aber der größte Teil meiner heute verlorenen Rundenzeit war einfach darauf zurückzuführen, dass ich keinen guten Windschatten bekommen habe."
Zu seinem Bremsproblem sagt er noch: "Es ist einfach so, dass die Bremsen sich anders verhalten, als man es erwartet. [...] Man möchte alles sehr gut vorhersehen können, man möchte alles sehr gut spüren, und wenn eine Bremse funktioniert und die andere nicht, ist das einfach schrecklich."
"Man hat kein Vertrauen und es passiert sehr leicht, dass ein Reifen blockiert. Das ist keine Ausrede dafür, warum es heute nicht so gut gelaufen ist, aber es hat sicherlich nicht geholfen", so Norris.
Verstappen: Immer andere Probleme
Der Niederländer war seit gestern nie wirklich happy im Auto. Nach P6 im Qualifying berichtet er bei Sky, dass "immer etwas anderes" nicht gepasst habe. "Schon das ganze Jahr passiert immer etwas auf der Hinterachse", erklärt er.
"Jetzt ist es dann wieder im Qualifying passiert und das hat dann Rundenzeit gekostet. Das ist natürlich schade, weil ich glaube, in FT3 war es nicht schlecht von der Balance am Auto. Aber immer läuft etwas schief und das ist schade."
Insgesamt habe man einfach "viele Probleme dieses Jahr", so Verstappen.
Schumacher erwartet Piastri-Strafe
Experte Ralf Schumacher sagt zu der Szene in Kurve 1 bei Sky: "Eigentlich muss das eine [Strafe] sein. [...] Es war nicht ganz sauber. Man muss es sich immer umgekehrt vorstellen. Man wird als Fahrer nie gern geblockt."
"Dementsprechend sollte es schon konsistent sein und die Rennleitung da auch was gegen tun", so Schumacher.
Mercedes: Waren schnell genug für Pole
Anders als bei Oscar Piastri sieht es bei George Russell aus. Toto Wolff erklärt bei Sky, dass die Pole für Mercedes möglich gewesen wäre, "aber Max hat es natürlich ganz clever gemacht, hat alle auflaufen lassen vor der letzten Kurve."
Dadurch habe Russell die ganze Runde "einfach Max im Getriebe gehangen", erklärt der Teamchef. So habe er hinter Verstappen letztendlich die Zeit verloren.
Eine Enttäuschung war Ferrari mit P4 und P5, doch für das Rennen hat Wolff die roten Autos trotzdem auf der Rechnung. "De beiden Ferrari stehen ganz knapp hinter uns", warnt er.
"Ich weiß nicht, ob Piastri eine Strafe kriegen wird für das Impeding. Besser wäre es nicht", so Wolff. Denn sonst wären Leclerc und Hamilton in Reihe zwei direkt hinter Russell.
Piastri: Pole war nicht drin
Sein dritter Platz war ebenfalls eine kleine Überraschung, und er gesteht: "Ich glaube nicht, dass ich schnell genug war, um die Poleposition zu holen." Am Ende fehlten ihm 0,180 Sekunden.
"Die erste Runde fühlt sich ziemlich gut an", berichtet er. Doch in der zweiten war er dann ganz vorne in der Schlange, hatte keinen Windschatten und verbremste sich direkt in Kurve 1.
"Das war es dann mit der Session, aber es ist gut, wenigstens ein ordentliches Ergebnis erzielt zu haben. Es ist schon eine Weile her, also bin ich damit zufrieden", so Piastri.
Allerdings droht ihm ja eventuell noch eine Strafe.
Alpine: Waren schneller als gedacht
Steve Nielsen kann es selbst kaum glauben und erklärt bei Sky: "Wir waren uns immer sicher, dass wir hier gut abschneiden würden - gut genug, um in Q3 zu kommen. Aber ehrlich gesagt sind wir ein bisschen schneller, als wir gedacht hatten."
"Hier kommt es vor allem darauf an, im Windschatten zu fahren. Das ist uns jedes Mal gelungen. Die Fahrer haben keine Fehler gemacht, und das Gesamtpaket hat einfach perfekt gepasst", freut er sich.
"Wie man sich vorstellen kann, hatten wir ein schwieriges Wochenende, das mit der Entscheidung aus Monaco begann. Umso schöner ist es, auf so positive Weise wieder zurückzukommen", so Nielsen.
Gasly: Ab der ersten Runde gutes Gefühl
Für den Franzosen ist es die erste Pole seiner Karriere. Und das ausgerechnet in Monza, wo er auch seinen bislang einzigen Sieg in der Formel 1 holte. "Schon ab der ersten Runde in Q1 habe ich mich im Auto sehr wohl gefühlt", berichtet er.
"Ich habe versucht, in jeder einzelnen Session ein kleines bisschen Zeit herauszuholen, und es fühlte sich wie eine sehr gute Runde an", sagt er über seine Pole-Runde.
George Russell verrät mit einem Grinsen: "Wir haben etwa 15 Minuten vor der Qualifikation eine Partie Schach zu Ende gespielt, und er hat mich dabei geschlagen."
"Da habe ich gesagt: 'Na ja, ich glaube, im Qualifying werde ich dich schlagen.' Und jetzt sind wir hier, und er liegt schon wieder vor mir", lacht der Mercedes-Pilot.
Trotzdem betont er, dass er natürlich "enttäuscht" sei, die Pole verpasst zu haben. "Pierre und Alpine waren superschnell", räumt er ein.
Untersuchung gegen McLaren
Oscar Piastri landete im Qualifying auf P3, muss sich aber noch vor den Rennkommissaren verantworten. Er stand Liam Lawson in Q2 in Kurve 1 einmal klar im Weg. Das könnte für McLaren und ihn noch Ärger geben.
Die Anhörung findet um 17:40 Uhr statt, das Urteil erfahrt ihr dann später hier bei uns.
Übersicht Qualifying
Jetzt Session-Ticker öffnen!
In zehn Minuten beginnt das Qualifying in Monza und wir verlagern das Geschehen damit erst einmal wieder in unseren Session-Ticker. Hier ist also kurz Pause, nach dem Ende der Qualifikation geht es an dieser Stelle weiter mit den Stimmen zum Samstag.
Und wenn ihr wissen wollt, wie ihr das Italien-Rennen am Wochenende im Livestream sehen könnt, dann erfahrt ihr das hier!
Eine Breaking News noch schnell: Auch Liam Lawson hat einen neuen Motor bekommen, er muss damit morgen ebenfalls von ganz hinten starten.
Montoya: Noch zu früh für Teamorder
Juan Pablo Montoya rät Ferrari davon ab, sich in der WM jetzt bereits auf Lewis Hamilton festzulegen. Dazu sei der Abstand noch nicht groß genug und die Saison noch zu lang, sagt der Ex-Formel-1-Pilot bei F1 TV.
Heute allerdings wird Leclerc Hamilton helfen müssen, denn die Reihenfolge bei Ferrari sieht vor, dass der Rekordweltmeister heute im Qualifying die Wahl hat, ob er vor oder hinter Leclerc auf die Strecke fahren will.
Und wegen des Windschattens wird er Leclerc natürlich den Vortritt lassen.
Brundle erklärt Zwischenfall
Die Meinung von Karun Chandhok haben wir ja schon gehört, jetzt hat Martin Brundle bei Sky erklärt: "Es soll angeblich eine stillschweigende Vereinbarung geben, dass man in der letzten Kurve [vor Beginn einer schnellen Runde] nicht überholt."
Dafür habe sich Verstappen revanchiert. "Max sagte: 'Wo immer du bremst, werde ich etwas später bremsen.' Aber er schaffte es durch die Kurve, während Lewis zurückziehen musste."
Die Situation habe aber damit begonnen, "dass Lewis ihn in der letzten Kurve überholte".
Hamilton gegen Verstappen
Die komplette Szene aus FT3 (inklusive Vorgeschichte und Funk der beiden Fahrer) gibt es hier jetzt auch noch einmal im Video:
Formel 2: Goethe auf dem Podium
Erfreuliche Nachrichten aus deutscher Sicht: Oliver Goethe ist gerade beim Sprintrennen der Formel 2 als Dritter auf das Podium gefahren. Der Sieg ging an Mercedes-Entwicklungsfahrer Joshua Dürksen.
Im Hinblick auf die Meisterschaft hat sich nicht furchtbar viel getan. Keiner aus den Top 3 schaffte es auf das Podium. Nikola Tsolov machte mit P5 aber zumindest wieder einen Mini-Schritt in Richtung Titel.
Keine Untersuchung
Übrigens: Die Rennkommissare werden sich die Szene zwischen Verstappen und Hamilton nicht noch einmal ansehen. Experte Karun Chandhok findet das auch richtig. Bei Sky sagt er: "Das ist Spaß und gute Unterhaltung."
"Die Wahrheit ist, dass Verstappen nicht begeistert davon war, dass Hamilton sich in der letzten Kurve vorbeigeschlichen hatte, und er dachte sich: 'Es ist mir egal, ob ich meine Runde nicht hinbekomme - du bekommst deine auch nicht hin.'"
Deswegen habe er Hamilton dann innen in Kurve 1 wieder überholt.
Saftige Geldstrafe
Cadillac muss 30.000 Euro zahlen, weil das CDS ("Clutch Disengagement System") am Auto von Colton Herta nach dessen Defekt gestern in FT1 nicht funktioniert hat. Eine safte Strafe, von der allerdings 25.000 Euro ein Jahr zur Bewährung ausgesetzt sind.
Einen ähnlichen Fall gab es in diesem Jahr bereits bei den Racing Bulls - mit der gleichen Strafe.
Ärger zwischen Hamilton und Verstappen
Ganz am Ende von FT3 wären die beiden alten Rivalen fast in Kurve 1 kollidiert. Beide haben dafür jeweils den anderen beschuldigt. Die Szene gibt es hier noch einmal im Video:
Jetzt Session-Ticker öffnen!
In zehn Minuten beginnt das dritte und letzte Training in Monza. Wir verlagern das Geschehen damit erst einmal in unseren Session-Ticker. Hier ist also kurz Pause, nach dem Ende des Trainings geht es an dieser Stelle ganz regulär weiter.
Und wenn ihr wissen wollt, wie ihr die Formel 1 am Italien-Wochenende im Livestream sehen könnt, dann erfahrt ihr das hier!
Neues Formel-2-Auto
Für alle Fans der kleineren Klasse gibt es Neuigkeiten. Die Formel 2 hat in Monza nämlich eben ihr neues Auto für die Jahre 2027 bis 2029 vorgestellt. Ins Auge stechen dabei vor allem die überarbeiteten Flügel. So sieht das gute Stück aus:
Kurioser Tsunoda-Moment
Yuki Tsunoda darf auch an diesem Wochenende wieder bei den Racing Bulls ran. Und der Japaner selbst hat verraten, dass er sich auch nach dem kompletten Rennen in Zandvoort noch immer nicht komplett an die neuen Autos gewöhnt hat.
"Wir haben [beim Straight-Mode] mehr Aktivierungspunkte als letztes Jahr, sozusagen das Äquivalent zum DRS", erklärt er und berichtet, dass er zunächst einfach vergessen habe, die Flügel flach zu stellen.
"Ich dachte mir: Warum verliere ich so viel Rundenzeit? Ach ja, ich benutze den SM-Mode gar nicht", verrät er mit einem Schmunzeln und gesteht, dass er sich an diese Dinge noch immer gewöhnen müsse.
Statement
Ihr habt sicher gestern die Anschuldigungen von Flavio Briatore gehört. Dazu hat das Internationale Berufungsgericht der FIA nun ein Statement herausgegeben, in dem es wörtlich heißt:
"Die FIA-Gerichte möchten klarstellen, dass die Ernennung und die Mitwirkung der Richter in diesem Fall - wie in jedem anderen Fall auch - in Übereinstimmung mit den geltenden gerichtlichen Verfahren der FIA und der üblichen Praxis erfolgten, die sich an den höchsten Standards orientieren, wie beispielsweise den IBA-Leitlinien zu Interessenkonflikten in der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit."
"Alle Richter werden von den FIA-Generalversammlungen gewählt, einige von ihnen auf Vorschlag einer Gruppe von mindestens fünf Formel-1-Teams gemäß der FIA-Satzung. Sie alle unterliegen den in den Gerichts- und Disziplinarregeln der FIA enthaltenen Anforderungen an Unabhängigkeit und Vertraulichkeit, legen dem Compliance-Beauftragten der FIA jährlich eine Interessenerklärung vor und unterzeichnen für jeden einzelnen Fall unter Berücksichtigung der streitigen Frage und der beteiligten Parteien eine spezifische Unabhängigkeitserklärung, die den Parteien zugestellt wird."
"Sowohl zu Beginn als auch am Ende der Anhörung wurden die Parteien aufgefordert, etwaige Einwände bezüglich des Verfahrens oder der Zusammensetzung des Schiedsgerichts vorzubringen. Keine der Parteien tat dies. Während der Anhörung wurden keine Einwände hinsichtlich der Art und Weise erhoben, in der das Schiedsgericht den Zeugen befragte oder das Verfahren durchführte."
"Das ICA betont, wie wichtig es ist, Gremien mit Richtern aus unterschiedlichen kulturellen und geografischen Hintergründen zu bilden. Dies trägt dazu bei, dass die Beratungen und Diskussionen die Vielfalt der Rechtstraditionen, Perspektiven und Ansätze widerspiegeln, was die Fairness, Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit des Verfahrens sowie den Zugang zu einem fairen Prozess weiter stärkt."
"Die Entscheidung eines Gerichts kann hinsichtlich ihrer rechtlichen Begründetheit Raum für verschiedene Interpretationen und Kommentare lassen; dies ist fair und wird von allen Richtern akzeptiert. Das Gericht ist von der Ordnungsmäßigkeit des Verfahrens und der Integrität der Richter überzeugt. Die FIA-Gerichte bekennen sich weiterhin zur Unabhängigkeit und Unparteilichkeit ihrer Richter sowie zur Integrität des Gerichtsverfahrens."
Von: Ruben Zimmermann