Formel-1-Liveticker: Das Qualifying zum Großen Preis von Singapur
Singapur-Samstag in der Analyse: Red Bull nach Qualifying sauer auf Norris
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Feierabend
Wir verabschieden uns an dieser Stelle für heute, denn in Singapur ist es bereits 02:00 Uhr in der Nacht. Für euch geht es gleich aber wie versprochen noch weiter mit unserer großen Videoanalyse zum Samstag.
Rennstart morgen ist dann bereits um 14:00 Uhr MESZ, also seid rechtzeitig zu unserer neuen Tickerausgabe am Sonntag am Start. Habt noch einen schönen Abend, viel Spaß mit unserer Analyse und bis dann!
Alonso: Haben das Auto langsamer gemacht
Auch der Spanier ist nach dem Qualifying nicht happy. Gestern war er noch vorne dabei, heute ging dann nicht mehr viel. "Wir haben Änderungen vorgenommen. Ich glaube, wir haben das Auto langsamer gemacht, das kommt manchmal vor", berichtet er.
"Und die anderen haben ihr Auto schneller gemacht", erklärt Alonso, der es zwar trotzdem noch in Q3 schaffte, dort aber Zehnter und Letzter wurde. Im Rennen werde es nun "schwierig", in den Top 10 zu bleiben.
"Wir sind nicht schnell genug, um Punkte zu holen", fürchtet er und erklärt, dass Aston Martin vermutlich nur "das achtbeste Team" an diesem Wochenende sei. "Wenn wir Punkte holen, nehmen wir die mit, aber vielleicht haben wir es nicht verdient", so Alonso.
Teamkollege Lance Stroll schied als 17. bereits in Q1 aus und erklärt: "Ich habe im zweiten Run gepusht und leider im dritten Sektor die Reifen blockiert, wodurch ich zu viel Zeit verloren habe."
"Das Auto war hier das ganze Wochenende über schwierig zu handhaben, daher könnte es ein langes und hartes Rennen für uns werden", fürchtet er.
Was war bei Gasly los?
Weil wir gerade schon über den Franzosen gesprochen haben: Warum stellte dieser sein Auto am Ende von Q1 überhaupt ab? "Ich werde gar nicht ins Detail gehen, aber ich musste einfach das Auto anhalten", berichtet er.
Der Bolide habe kein Gas mehr angenommen, also habe er das Auto auch nicht zurück an die Box schleppen können. Folglich wurde er 20. und damit Letzter. Teamkollege Franco Colapinto schied als 18. ebenfalls aus.
Bei ESPN macht der Argentinier Verkehr auf seiner letzten Runde dafür verantwortlich. Die sei nämlich eigentlich "gut" gewesen, doch er habe drei Autos vor sich gehabt, eines davon "mitten auf der Ideallinie".
"Wenn man zwei Sekunden hinter einem Auto fährt, verliert man Abtrieb und viel Grip", erklärt er und ergänzt: "Ich bin also frustriert, weil wir ein gutes Auto hatten, mit dem wir hätten durchkommen können."
Stattdessen verlor Alpine wieder einmal beide Autos in Q1.
Gelbe Flagge bremste mehrere Fahrer ein
Am Ende von Q1 löste Pierre Gasly eine gelbe Flagge aus. Esteban Ocon und Gabriel Bortoleto führen ihr Ausscheiden jeweils darauf zurück. "Das Auto hatte definitiv die Leistung und die Möglichkeit, in Q2 und Q3 zu kommen", ärgert sich der Haas-Pilot.
Er habe im ersten Run ein Problem mit seinem Gurt gehabt und im zweiten dann "drei Zehntel" durch die gelbe Flagge verloren. "Man muss diese beiden Runden perfekt hinbekommen, und derzeit scheint es uns einfach nicht zu gelingen", winkt er ab.
Ähnliches Bild bei Bortoleto. "Es ist wirklich schade, dass wir nicht in Q2 gekommen sind, obwohl wir das Potenzial hatten, locker weiterzukommen. Ich war auf einer sehr guten Runde", berichtet er der Rookie.
Diese sei "gut genug" gewesen, "um es zu schaffen", ist er sich sicher. Doch er habe dann ebenfalls vom Gas gehen müssen und "ein paar Zehntel" verloren.
Piastri: Werde nicht auf Ergebnis fahren
Der Australier muss morgen eigentlich kein Risiko eingehen, weil er vor seinem Teamkollegen startet. In der Weltmeisterschaft würde er seinen Vorsprung also ausbauen, solange Norris ihn nicht überholt.
"Hier kann viel passieren", warnt er allerdings und erklärt: "Es ist ein hartes Rennen." Es könne morgen "Safety-Cars und solche Sachen" geben. "Ich werde also mein Bestes geben", betont er.
"Wenn sich die Möglichkeit bietet, besser abzuschneiden als ich gestartet bin, werde ich natürlich versuchen, diese zu nutzen. Ich werde mich nicht einfach mit meiner aktuellen Position oder einer Position knapp vor Lando zufrieden geben", stellt er klar.
"Ich möchte das Beste aus dem Rennen herausholen, denn jeder zusätzliche Punkt, den ich gewinnen kann, hilft mir weiter. Also werde ich einfach mein Bestes geben und dann sehen, wo wir am Ende stehen", so Piastri.
Sondererlaubnis für Williams-Fahrer
Kleine Randinfo: Trotz der heutigen Disqualifikation dürfen die beiden Williams-Piloten morgen am Rennen teilnehmen. Sie haben sich zwar durch den Ausschluss eigentlich nicht für den Grand Prix qualifiziert.
In solchen Fällen gibt es aber in der Regel eine Sondererlaubnis der FIA, weil beide Fahrer in den Trainings schnell genug waren und die Qualifikation im Normalfall locker geschafft hätten.
Eine solche Sondergenehmigung wurde auch heute ausgestellt.
Verstappen: Gibt ein ungeschriebenes Gesetz
In seiner Medienrunde mit den niederländischen Journalisten hat sich der Weltmeister noch einmal zur Norris-Szene geäußert und erklärt: "Ich weiß nicht, was da passiert ist, aber es erschien mir unnötig, so langsam in die Boxengasse zu fahren."
"Diese Autos reagieren so empfindlich auf Turbulenzen und 'dirty Air', dass man das im Qualifying wirklich vermeiden möchte. Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass man so etwas einfach nicht macht", betont er.
Norris habe zwar keine Regel gebrochen, sich aber trotzdem nicht ganz fair verhalten. Auf den Kommentar des Briten angesprochen, dass Red Bull sich immer über irgendetwas beschwere, sagt Verstappen nur: "Das würde ich an seiner Stelle auch sagen ..."
Antonelli: Habe etwas zu viel gewollt
"Ich bin etwas enttäuscht", sagt der Rookie nach P4 und erklärt: "Ich hatte ein gutes FT3 und bin sowohl in Q1 als auch in Q2 starke Runden gefahren. Leider hat es im Q3 nicht ganz geklappt, da ich auf beiden Runden etwas zu viel gepusht habe."
"Dadurch habe ich viel Zeit liegen lassen, was frustrierend ist", ärgert er sich und betont: "Ich glaube, wir hätten eine echte Chance auf die Poleposition gehabt, zumindest aber auf die erste Startreihe."
"Es wäre definitiv mehr drin gewesen", betont er, und Toto Wolff ergänzt: "Kimi war das ganze Wochenende über auf Georges Niveau, was für ihn nach einem guten Wochenende in Baku sehr ermutigend ist."
"Obwohl er im Q3 seine ultimative Runde nicht ganz zusammenbekam, hat er vom vierten Startplatz aus dennoch gute Chancen, morgen um das Podium zu kämpfen", hofft er.
Willliams-Statement
Teamchef James Vowles erklärt nach der doppelten Disqualifikation: "Bei der FIA-Abnahme nach dem Qualifying fielen die Heckflügel an beiden unserer Autos bei den DRS-Schlitzspalt-Überprüfungen durch. Infolgedessen wurden Alex und Carlos vom Qualifying für den morgigen Singapur-Grand-Prix disqualifiziert."
"Das ist für das Team äußerst enttäuschend und wir untersuchen dringend, wie es dazu kommen konnte. Zu keinem Zeitpunkt wollten wir uns einen Leistungsvorteil verschaffen, und die Heckflügel hatten unsere eigenen Überprüfungen früher am Tag bestanden. Doch es gibt nur eine Messung, die zählt, und wir akzeptieren die Entscheidung der FIA voll und ganz."
"Wir haben ein Auto, das an diesem Wochenende Punkte holen kann, und werden alles daransetzen, uns morgen vom Ende des Feldes nach vorne zu kämpfen. Zudem werden wir unsere Prozesse sofort überprüfen, um sicherzustellen, dass dies nicht erneut geschieht."
Die neue Startaufstellung findet ihr hier.
Williams disqualifiziert
Wie angekündigt ist die Williams-Disqualifikation jetzt auch offiziell. Damit rücken alle Piloten, die im Qualifying hinter Alexander Albon und Carlos Sainz gelandet sind, zwei Positionen auf. Hier die bei beiden Fahrern identische Begründung der Disqualifikation:
"Bei der technischen Nachuntersuchung nach dem Qualifying wurde festgestellt, dass der Heckflügel des Fahrzeugs nicht mit dem Technischen Reglement übereinstimmt. Die einstellbaren Positionen des obersten Heckflügelelements wurden überprüft."
"Dabei wurde festgestellt, dass der DRS-Spalt im geöffneten Zustand den maximal zulässigen Grenzwert von 85 Millimetern auf beiden Seiten des äußeren Bereichs des Heckflügels überschritt."
"Bei der Anhörung gab der Wettbewerber zu, dass zwar die eigenen Messungen vor dem Qualifying ergeben hatten, dass das Bauteil innerhalb der Toleranz lag, die von den FIA-Beauftragten durchgeführte Messung jedoch einen größeren Abstand als erlaubt zeigte und der Heckflügel somit nicht den vorgeschriebenen Abmessungen entsprach."
"Der Wettbewerber stellte weder das Messverfahren, noch die Methodik oder die Genauigkeit der von der FIA verwendeten Messgeräte in Frage. Er akzeptierte vollständig die Ergebnisse der FIA-Messung und erkannte an, dass der am Fahrzeug montierte Heckflügel nicht den Anforderungen des Technischen Reglements entsprach."
"Dementsprechend wird die standardmäßige Strafe für technische Verstöße verhängt."
Hadjar: Top 3 wären möglich gewesen
Der Rookie ist mit P8 nicht zufrieden und erklärt bei Sky: "Es ist immer leicht zu sagen, dass viel mehr drin gewesen wäre. Aber leider war es so. Es war ein fantastischer Start in die letzte Runde."
Doch ein Fehler ruinierte dann alles. "Ich habe es einfach übertrieben", ärgert er sich und erklärt: "Ich bin drei Zehntel vom dritten Platz entfernt." Ein weiteres Top-3-Ergebnis wäre also wohl möglich gewesen.
"Ja", bestätigt er und ärgert sich: "Ich bin einfach nicht stolz auf meine Qualifikation, weil ich keine einzige gute Runde fahren konnte. Ich habe auf jeder Runde einen Fehler gemacht."
"Es ist eine sehr anspruchsvolle Strecke, aber ich habe es die ganze Session über nie geschafft, konstant zu fahren. Deshalb bin ich nicht zufrieden", so Hadjar.
Teamkollege Liam Lawson wurde nach zwei Unfällen im Training nur 14. und erklärt: "Ich bin mit dem neuen Reifen langsamer gefahren als mit dem gebrauchten am Ende, daher müssen wir uns das noch einmal genauer ansehen."
Keine Strafe für Hülkenberg und Co.
News von Rennkommissaren: Yuki Tsunoda und die beiden Sauber-Piloten dürfen ihre Startpositionen behalten. Da ging es ja darum, dass alle drei Fahrer in Q1 möglicherweise gelbe Flaggen missachtet haben sollen. Alle drei wurden nun aber freigesprochen.
Damit warten wir jetzt nur noch auf die Williams-Disqualifikation, die sicher kommen wird. Die ist eigentlich nur Formsache.
Hamilton: Dachte, wir können ganz vorne kämpfen
"Ich habe mich im Auto wohlgefühlt", berichtet der Rekordweltmeister nach P6 heute bei Sky und verrät: "Ich fühlte mich [in Q1] wirklich sehr stark und dachte, dass es vielleicht albern von mir ist, aber ich dachte, dass wir um die Spitzenplätze kämpfen würden."
Doch der Rest des Qualifyings sei dann nicht mehr so gut gelaufen, weil man beispielsweise zu lange in der Schlange in der Boxengasse gewartet habe und dadurch die Reifen nicht im optimalen Temperaturfenster gewesen seien.
"Wir müssen also noch etwas daran arbeiten, um herauszufinden, wie wir die Sessions besser optimieren können", so Hamilton, der erklärt: "Wenn man sich Mercedes ansieht, waren sie als Erste draußen und haben keine Reifentemperatur verloren."
Er selbst habe dagegen "eine halbe Sekunde" nur wegen der Pneus verloren.
Stella: Auf manchen Strecken ist es eben schwer
Er sei mit P3 und P5 "nicht zufrieden", sagt der McLaren-Teamchef bei Sky und erklärt: "Wir sind in die Qualifikation gegangen, um die Poleposition zu erreichen. Aber ich glaube, wir erkennen jetzt ein Muster."
Auf Strecken mit Bodenwellen und harten Bremspunkten gehe das Auto einfach nicht gut, so Stella. "Das haben wir in Baku gesehen, und das haben wir auch in Singapur gesehen", betont der Teamchef, der zudem auch noch an Kanada erinnert.
"Ich glaube also, dass es ein Muster gibt. Wir müssen akzeptieren, dass auf diesen Strecken einige andere Autos sehr konkurrenzfähig sind", so Stella, der das Rennen aber trotzdem noch nicht aufgeben möchte.
McLaren könne "sicher" um ein Podium kämpfen, und hoffentlich sogar um den Sieg, sagt er.
Mercedes peilt den Sieg an
Für Mercedes ist es nach Kanada die zweite Pole des Jahres. "George hat einfach einen mega Job gemacht", lobt Teamvertreter Bradley Lord bei Sky und erklärt: "Das Auto ist schnell und Kimi war auch im Kampf um die Pole."
Der Rookie landete am Ende auf P4 und habe "wahrscheinlich seine wettbewerbsfähigste Quali bis jetzt dieses Jahr" gezeigt, so Lord, der daher resümiert: "Super Ergebnis und vielversprechend für morgen."
Im Rennen gehe es nun darum, "schnell zu sein, vorne zu bleiben und dann die Reifen länger am Leben zu halten als die anderen." Er weiß aber auch: "Einfach wird es nicht. Es ist immer anstrengend hier."
"Letztes Jahr waren wir schnell in der Quali, und dann sind wir zurückgefallen im Rennen", erinnert Lord, aber: "Wir sind optimistischer als vor zwölf Monaten, dass wir auch im Rennen mithalten können."
In Montreal konnte Russell das Rennen von der Pole aus dann auch gewinnen.
Leclerc: Situation ist "nicht leicht"
Ferrari spielte im Kampf um die Pole heute gar keine Rolle. Charles Leclerc sagt nach P7: "Es ist natürlich kein gutes Gefühl, wenn man eine wirklich gute Runde fährt und dann auf Platz 6 oder 7 landet."
"Wenn man in Q1 einen kleinen Fehler macht, ist man schon da ausgeschieden. Das ist die Situation, in der wir uns derzeit befinden, und das gefällt mir nicht", betont der Monegasse.
"Aber ich muss mein Bestes geben und versuchen, mein Team an die Spitze zu bringen. Es ist nicht leicht", gesteht er und betont auch: "Ich bin mir sicher, dass wir Potenzial des Autos heute nicht voll ausgeschöpft haben."
Man müsse sich jetzt also anschauen, was schiefgelaufen sei.
Norris nicht ganz fit
Das hat er selbst eben bei Sky verraten. "Wenn es einen Ort gibt, an dem man nicht krank sein möchte, dann ist es hier", betont er, verrät aber auch: "Heute geht es mir besser. Gestern und vorgestern hatte ich ein wenig zu kämpfen."
"Es hat mich ziemlich schnell erwischt, aber es ist auch relativ schnell wieder verschwunden", so Norris, der aber trotzdem "wahrscheinlich nicht in Bestform" ist. Das sei jedoch heute keine Ausrede.
Sportlich erklärt er: "Das ganze Wochenende über hatten wir Probleme mit den Vorderreifen." Es sei aber unabhängig vom Grund "einfach enttäuschend, dass wir nicht schnell genug sind."
"Wir haben eindeutig noch viel zu tun", betont er und erklärt im Hinblick auf morgen: "Im Rennen gibt es immer Chancen, aber nicht viele." Denn in Singapur entscheide sich vieles bereits am Samstag.
Norris: Red Bull beschwert sich immer
Der Brite hat sich jetzt auch zu der Situation mit Verstappen geäußert und mit einem Schmunzeln erklärt: "Sie beschweren sich ständig. Sie beschweren sich über alles. Das ist Red Bull."
"Ich lag etwa drei Sekunden vorne", betont der WM-Zweite und sagt über die Kritik daher nur: "Ich verstehe das nicht ..."
Verstappen: Situation hätte man vermeiden können
Der Niederländer selbst hat inzwischen auch noch einmal etwas ausführlicher gesprochen und erklärt: "Im Allgemeinen sind wir darin immer ziemlich gut. Alle Fahrer versuchen, sich aus dem Weg zu halten."
"Manchmal ist es in bestimmten Situationen immer etwas komplizierter. Jede Situation ist ein bisschen anders, aber in diesem Fall, in Q3 mit nur zehn Autos auf der Strecke, hätte es meiner Meinung nach vermieden werden können", betont er.
Er habe "ein bisschen Abtrieb" durch Norris vor ihm verloren, betont er und erklärt: "Man braucht jedes Stück freie Strecke, das man in einer Q3-Runde bekommen kann, vor allem, weil man beim Bremsen und allem anderen voll am Limit ist."
Und da könnten eben bereits solche Kleinigkeiten einen Unterschied machen.
Die Szene ...
... zwischen Verstappen und Norris am Ende von Q3 gibt es hier noch einmal im Video, damit ihr euch eine eigene Meinung bilden könnt:
Piastri: Mehr war nicht drin
Am Ende fehlten dem Australier 0,366 Sekunden auf die Pole-Zeit. "Ich hätte mir heute mehr gewünscht, aber ich glaube nicht, dass wir die vier Zehntel hatten, um die Pole zu holen", gesteht er.
"Letztendlich bin ich ziemlich zufrieden. Es war bisher ein gutes Wochenende, das sich gut entwickelt hat. Eine fehlerfreie Session, mehr kann ich mir nicht wünschen", so Piastri nach dem dritten Platz.
In der Tat ist P3 im Hinblick auf die Weltmeisterschaft gar kein so schlechtes Ergebnis, denn Teamkollege und WM-Rivale Lando Norris steht noch einmal zwei Positionen weiter hinten.
Hülkenberg endlich wieder vor Bortoleto
Abgesehen von der Untersuchung kann der Deutsche mit P11 zufrieden sein. Nachdem er zuletzt siebenmal in Folge im Qualifying hinter Gabriel Bortoleto gelandet war, hat er seinen Teamkollegen heute endlich wieder geschlagen.
"Ganz ordentlich", resümiert er bei Sky und erklärt, er habe "seit einer Weile" mal wieder ein sauberes Qualifying gehabt. "Alle Runden waren sauber und [ich habe] mehr oder weniger alles rausgequetscht", betont er.
"Ich bin erstmal zufrieden damit und nehme das mal so mit", betont er, auch wenn er sich ein bisschen ärgert, Q3 um nur weniger als eine Zehntelsekunde verpasst zu haben. Trotzdem ist P11 keine schlechte Ausgangslage für das Rennen.
Williams droht Disqualifikation
Breaking News aus Singapur: Beiden Williams-Fahrern droht nach dem Qualifying die Disqualifikation. Hintergrund ist ein technischer Verstoß. Hier die Meldung der FIA im Wortlaut:
"Die einstellbaren Positionen des obersten Heckflügelelements wurden bei den Fahrzeugen mit den Startnummern 23 und 55 überprüft."
"Bei beiden Fahrzeugen wurde festgestellt, dass der maximale Grenzwert von 85 Millimetern auf beiden Seiten des äußeren Bereichs des Heckflügels überschritten wurde."
"Da dies nicht den Bestimmungen von Artikel 3.10.10 g des Technischen Reglements entspricht, verweise ich diese Angelegenheit zur Bestätigung an die Sportkommissare."
Ein Verstoß gegen das technische Reglement kann bekanntlich nur eine Disqualifikation zur Folge zu haben.
Untersuchung gegen drei Fahrer
Kleine Randnotiz noch, bevor wir uns weitere Stimmen abholen: Gegen die beiden Sauber-Piloten und Yuki Tsunoda läuft jeweils noch eine Untersuchung. Alle drei Fahrer sollen in Q1 gelbe Flaggen missachtet haben.
Die Anhörungen dazu laufen bereits. Sollte es noch nachträgliche Strafen geben, dann erfahrt ihr das natürlich bei uns.
Verstappen: Werde mich daran erinnern
Der Niederländer selbst sagt zu der Situation: "Das passiert, wenn ein Auto langsam zwei Sekunden vor dir herumfährt." Danach folgt noch ein Satz, der fast wie eine Drohung klingt: "Das wird zur Kenntnis genommen und in Erinnerung bleiben."
"Das war ein bisschen schade, sonst hätte es vielleicht für die Pole gereicht", so der Weltmeister, der morgen nun von P2 ins Rennen gehen wird. "Natürlich bin ich enttäuscht, nicht Erster zu sein", betont er.
"Aber für uns war dieses Wochenende bisher wirklich gut. Das Auto war sehr konkurrenzfähig, daher ist es für uns sehr gut, wieder Zweiter zu sein", so Verstappen. Mal schauen, was morgen dann noch geht.
In Singapur hat er bislang ja noch nie gewonnen.
Button: Norris hat nichts Verbotenes gemacht, aber ...
Experte Jenson Button erklärt zu der Situation bei Sky: "Mit diesen Autos wird man von einem Auto beeinflusst, das ein paar Sekunden vor einem fährt." Genau das sei Verstappen hier passiert.
"Ich glaube, er ist frustriert, dass Lando vor der Schikane keinen Platz gemacht hat. Nach den Regeln muss er das nicht", betont Button, aber es habe Verstappens Runde definitiv beeinflusst.
Auch Ralf Schumacher erklärt: "Lando macht seinen Job. Er fährt da rein, fährt langsam, fährt nach links." Zwar sei es durchaus möglich, dass Verstappen etwas in die "dirty Air" gekommen sei.
Aber einen Vorwurf könne man Norris deswegen nicht machen.
Marko: Norris hat Verstappen "richtig blockiert"
Bei Red Bull ist man nach dem Qualifying sauer - und zwar auf Lando Norris. Der soll Max Verstappen nämlich in den letzten Kurven im Weg gestanden haben. Helmut Marko übt bei Sky deutliche Kritik.
"Es war sehr, sehr eng, das haben wir erwartet. Aber die Aktion von Lando Norris ist unverständlich", ärgert er sich und betont: "Wir waren schon 1,5 Zehntel gegenüber unserer Vorrunde besser."
"Und er hat Max da in den letzten zwei Kurven richtig blockiert. Für Norris ging es um nichts, also ist mir unverständlich", so Marko, der glaubt, dass es sonst mit der Pole "ganz knapp" gewesen wäre.
"Ich hoffe, dass er nicht in den Spiegel geschaut hat. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Absicht war", betont Marko. Die Rennleitung hatte mit der Szene auf jeden Fall kein Problem.
Übersicht Qualifying
Jetzt Session-Ticker öffnen!
In zehn Minuten beginnt dann auch das Qualifying in Singapur und wir verlagern das Geschehen damit erst einmal wieder in unseren Session-Ticker. Hier ist also kurz Pause, nach dem Ende der Qualifikation geht es an dieser Stelle weiter mit den Stimmen zum Samstag.
Und wenn ihr wissen wollt, wie ihr die Formel 1 am Wochenende im Livestream sehen könnt, dann erfahrt ihr das hier!
Mekies: Red Bull ist wieder im Spiel
Der Red-Bull-Teamchef erklärt vor dem Qualifying bei Sky: "Im Vergleich zum letzten Jahr [in Singapur] und zu Strecken, auf denen wir mit einer Konfiguration mit hohem Abtrieb nicht so zufrieden waren, ist das bisher ein sehr guter Schritt."
"Das bedeutet, dass wir die Limitierungen gut verstanden haben. Die Jungs haben noch etwas mehr Leistung aus dem Auto herausholen können, und wir sind wieder im Rennen", betont er optimistisch.
Trotzdem warnt Mekies auch: "Man könnte im Qualifying immer noch auf Platz 5 oder 6 landen, da fünf Autos innerhalb einer Zehntelsekunde liegen." Fehler darf man sich gleich also nicht erlauben.
Keine Strafe für Hamilton
Jetzt haben wir das Urteil und Lewis Hamilton bekommt keine Strafe für die Situation in FT3. Hier die Begründung im Wortlaut:
"Während der Rotphase nach dem Zwischenfall mit Fahrzeug 30 (LAW) schien HAM mit einer auffallend hohen Geschwindigkeit zu fahren. Die Analyse der Telemetriedaten ergab jedoch, dass HAM zwischen der Anzeige der roten Flagge und der Einfahrt in die Boxengasse über der vorgeschriebenen Mindestzeit gemäß Artikel 37.6a des FIA Formel-1-Sportreglements 2025 blieb."
"Bezüglich der Einfahrt in die Boxengasse wurde festgestellt, dass die Geschwindigkeit des Fahrzeugs geringfügig höher war als die anderer Fahrzeuge in vergleichbaren Situationen. Der Fahrer behielt jedoch zu jeder Zeit die vollständige Kontrolle über das Fahrzeug und fuhr nicht in einer Weise, die als unsicher angesehen werden könnte."
"Obwohl die Kommissare der Ansicht sind, dass unter den gegebenen Umständen eine stärkere Reduzierung der Geschwindigkeit wünschenswert gewesen wäre, kommen sie zu dem Schluss, dass kein Verstoß gegen die geltenden Vorschriften vorliegt."
Noch kein Urteil
Noch immer wissen wir nicht, ob Lewis Hamilton mit einem Handicap ins Qualifying gehen wird. Die Rennkommissare lassen sich mit dem Urteil weiter Zeit. Und in gut 40 Minuten beginnt Q1 bereits.
Kleine Randinfo noch: Das Qualifying wird ebenfalls trocken bleiben. Regen ist in Singapur heute nicht mehr in Sicht.
Auch der Verkehr ...
... dürfte auf dem engen Straßenkurs gleich im Qualifying wieder eine Rolle spielen. Hier gibt es noch einmal eine heikle Szene aus FT3 im Video. Zum Glück ist nichts passiert.
Die knappsten Qualifyings
Lediglich 0,017 Sekunden lag Oscar Piastri eben in FT3 hinter Max Verstappen. Um es in diese Fotostrecke zu schaffen, müsste es gleich im Qualifying aber noch einmal deutlich enger zugehen:
Fotostrecke: Top 10: Die knappsten Formel-1-Qualifyings seit 2000
Foto: Motorsport Images
10. Japan 2000, Michael Schumacher vor Mika Häkkinen - 0,009 Sekunden: Im Duell der beiden Erzrivalen hat Schumacher 2000 die besseren Karten. Nach der engen Poleposition am Samstag siegt er auch im Rennen vor dem McLaren-Piloten und krönt sich damit erstmals für Ferrari zum Weltmeister.Wolff: Mercedes kann um Pole kämpfen
Bei Mercedes ist man nach FT3 optimistisch. "Wenn es heute so anfängt, bin ich gespannt, wie eng es im Qualifying werden kann", grinst Toto Wolff bei Sky, nachdem in FT3 zwischen P1 und P5 gerade einmal 0,089 Sekunden lagen.
Beide Mercedes-Piloten schafften es dabei in die Top 5. "Die Temperatur wird sich ändern, daher können die Bedingungen ein wenig variieren. Und wenn es so knapp ist, kann ein Zehntel den Unterschied zwischen einigen Positionen ausmachen", betont Wolff.
"Ich möchte nicht vorhersagen, dass dies das Ergebnis der Qualifikation ist, aber von unserer Seite aus würde ich sagen, dass wir gut im Rennen liegen", so der Teamchef.
Hamilton muss jetzt zu den Stewards
Kleine Randnotiz: Die Rennkommissare haben eben die offizielle Vorladung für Lewis Hamilton veröffentlicht. Der Ferrari-Pilot muss um 13:00 Uhr MESZ zu den Stewards - also in wenigen Minuten.
Das Urteil sollte es dann hoffentlich noch vor dem Qualifying geben.
Den Crash von Lawson ...
... gibt es hier noch einmal im Video. Bereits sein zweiter an diesem Wochenende. Da haben die Mechaniker vor dem Qualifying jetzt etwas Arbeit vor sich.
Lewis Hamilton droht Gridstrafe
Der Rekordweltmeister soll in FT3 eine rote Flagge missachtet haben. Deswegen hat die Rennleitung eine Untersuchung eingeleitet, denn bei so einem Vergehen versteht die FIA keinen Spaß.
Sollte sich der Verdacht bestätigen, droht Hamilton eine saftige Gridstrafe. Oliver Bearman musste in Monaco zum Beispiel ganze zehn Plätze zurück, weil er unter Rot ein anderes Auto überholt hatte.
Wir behalten die Sache hier im Auge.
Jetzt Session-Ticker öffnen!
In zehn Minuten beginnt das dritte Training in Singapur und wir verlagern das Geschehen damit erst einmal in unseren Session-Ticker. Hier ist also kurz Pause, nach dem Ende von FT3 geht es an dieser Stelle ganz regulär weiter.
Und wenn ihr wissen wollt, wie ihr die Formel 1 am Wochenende im Livestream sehen könnt, dann erfahrt ihr das hier!
Von: Ruben Zimmermann