Formel-1-Liveticker: Das Rennen in Austin live
Austin in der Analyse: Red Bull nach Verstappen-Sieg bestraft!
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Feierabend
Wir sind am Ende dieses langen Rennsonntages angekommen und machen erst einmal ein paar Stunden Pause, bevor wir uns mit unserem Montagsticker zurückmelden, um die weiteren Themen aus Austin aufzuarbeiten.
Um 10:00 Uhr MESZ wartet zudem noch die große Rennanalyse mit Kevin Scheuren und Stefan Ehlen auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de auf euch. Der nächste Grand Prix steht dann schon in einer Woche in Mexiko an.
Gute Nacht jetzt erst einmal und bis später!
Die kontroverse Szene ...
... zwischen den beiden Alpine-Piloten gibt es hier auch noch einmal im Video:
Gasly: Ärgere mich mehr über Performance
Der Franzose will nicht wirklich über die Colapinto-Situation am Ende sprechen. "Das sind Dinge, die wir innerhalb des Teams besprechen werden", so Gasly. Wichtiger sei, dass Alpine "einfach zu langsam" sei.
"Mir ist die Leistung wichtiger als solche Dinge. Ich habe meinen Teil erledigt und bin mir sicher, dass wir das innerhalb des Teams besprechen werden", so Gasly, der natürlich nicht happy mit der Situation ist.
Trotzdem soll die Sache hinter verschlossenen Türen geregelt werden. "Ich bin mit diesem Rennen nicht zufrieden und insgesamt bin ich einfach enttäuscht von unserer Leistung heute Nachmittag. Wir müssen uns verbessern", fordert er.
In der WM liegt Alpine mit 20 Punkten weiterhin abgeschlagen auf dem letzten Platz.
Alonso: Waren eigentlich zu langsam für Punkte
Der Spanier nahm als Zehnter einen Zähler mit - und das war laut eigener Aussage harte Arbeit. "Um ehrlich zu sein hatten wir nicht das nötige Tempo. Im Vergleich zu den Autos vor uns waren wir langsam", betont er.
Er habe bis zum Schluss Liam Lawson im Racing-Bulls-Auto hinter sich gehalten, der eigentlich schneller gewesen sei. "Wir scheinen in der Qualifikation etwas schneller und im Rennen weniger konkurrenzfähig zu sein", so Alonso.
"Das müssen wir in den letzten fünf Rennen verbessern", fordert er. Letztendlich kann er sich wohl auch bei Landsmann Carlos Sainz für den Punktgewinn in Austin bedanken.
Denn ohne die Kollision zwischen Sainz und Kimi Antonelli hätte es für Alonso wohl nicht zu einem Top-10-Ergebnis gereicht.
Strafe für Red Bull
Das Urteil im Red-Bull-Fall ist jetzt auch da. Das Team muss eine Geldstrafe in Höhe von 50.000 Euro zahlen, wovon allerdings 25.000 Euro zur Bewährung ausgesetzt sind. Was kurz vor dem Start passiert ist? Das erfahrt ihr hier im Urteil:
"Ein Teammitglied betrat den Bereich des Tors 1 in der Nähe der zweiten Startposition erneut, nachdem die Formationsrunde bereits begonnen hatte und zu dem Zeitpunkt, als die Streckenposten begannen, das Tor zu schließen. Laut dem Bericht der Streckenposten reagierte das Teammitglied nicht auf deren Bemühungen, ihn am Betreten des Bereichs zu hindern."
"Der Teamvertreter erklärte während der Anhörung, dass das Teammitglied ihm gegenüber angegeben habe, sich der Versuche der Streckenposten, ihn zu stoppen, nicht bewusst gewesen zu sein."
"Die Sportkommissare stellten jedoch fest, dass jede Person, die einem Team oder einem anderen Beteiligten angehört, sich darüber im Klaren sein muss, dass das Betreten der Strecke oder das Behindern von Sicherheitsmaßnahmen zur Vorbereitung der Strecke nach Räumung der Startaufstellung strikt verboten ist."
"Unabhängig davon, ob die Anweisungen der zuständigen Offiziellen vom Betroffenen wahrgenommen wurden oder nicht, muss das Behindern oder Verzögern des Schließvorgangs der Tore vor dem Rennstart als unsicheres Verhalten angesehen werden, das eine erhebliche Strafe für das Team rechtfertigt."
"Um eine Wiederholung eines solchen Vorfalls zu verhindern, wird ein Teil der Geldstrafe zur Bewährung ausgesetzt."
Tsunoda "stabilisiert sich jetzt"
Rettet der Japaner sein Cockpit doch noch? Red Bull will nach Mexiko bekanntlich entscheiden, wer 2025 an der Seite von Max Verstappen fahren wird. Da ist P7 in Austin für Tsunoda ein Ergebnis zur richtigen Zeit.
"Er hat einen sehr guten Start gehabt", lobt Helmut Marko bei Sky und erklärt, Tsunodas Zeiten seien im Rennen "wettbewerbsfähig" gewesen, und man könne jetzt einen "Aufwärtstrend" erkennen.
"Yuki, muss man sagen, hat teilweise Pech gehabt, teilweise eigene Fehler gemacht. Aber er stabilisiert sich jetzt", so Marko, der im Hinblick auf die Fahrerwahl für 2026 sagt: "Das ist momentan nicht unsere Priorität."
Trotzdem sei eine Entscheidung nach Mexiko grundsätzlich "geplant".
Russell: Katar und Las Vegas die besten Chancen
In Singapur hat er noch gewonnen, heute war gar kein Mercedes-Pilot auf dem Podium. Gegenüber Sky antwortet George Russell auf die Frage, ob Mercedes 2025 noch einmal gewinnen werde: "Realistisch gesehen sind Katar und Vegas unsere beiden besten Chancen."
"Aber auch hier kommt es wieder auf die Runde in der Qualifikation an", sagt er und erklärt: "Wenn man eine wirklich starke Runde fährt und in der ersten Startreihe steht, kann man die Position halten." Auch in Mexiko werde es am kommenden Wochenende wieder so wie in Austin sein.
Heißt: Q3 und der Start könnten auch dort wieder über Sieg und Niederlage entscheiden.
Alpine: Ärger für Colapinto?
Der Argentinier überholte Pierre Gasly in der Schlussphase des Rennens, obwohl das Team die Anweisung gab, die Positionen zu halten. Steve Nielsen stellt klar, dass man das nicht so einfach akzeptieren werde.
Er erklärt: "Wir haben den Fahrern die Anweisung gegeben, ihre Position zu halten, da wir mit beiden Autos den Kraftstoffverbrauch im Auge behalten mussten. [...] Als Team sind alle Anweisungen der Boxenmauer endgültig."
Man sei daher "enttäuscht, dass dies heute nicht der Fall war. Wir werden dies intern überprüfen und klären", kündigt Nielsen an. Eine komplett überflüssige Aktion eigentlich, denn es ging nur um P17 ...
Sainz für Antonelli-Crash bestraft
Keine große Überraschung: Carlos Sainz hat für den Antonelli-Crash eine Strafe bekommen. Er muss in Mexiko in der Startaufstellung fünf Plätze nach hinten, dazu gibt es zwei Strafpunkte. Hier das Urteil im Wortlaut:
"Fahrzeug 55 versuchte in Kurve 15 ein Überholmanöver auf der Innenseite gegen Fahrzeug 12, wobei es am Scheitelpunkt zu einer Kollision zwischen beiden Fahrzeugen kam."
"Der Fahrer von Fahrzeug 55 erklärte, er habe erwartet, dass der Fahrer von Fahrzeug 12 ihm am Scheitelpunkt Platz lassen würde, jedoch sei Fahrzeug 12 früh eingelenkt, und Fahrzeug 55 habe die Bremsen blockiert, als klar wurde, dass eine Kollision unvermeidlich war."
"Er argumentierte, der Fahrer von Fahrzeug 12 hätte mit einem Überholversuch von Fahrzeug 55 rechnen und entsprechend Platz lassen müssen, um eine Berührung zu vermeiden."
"Allerdings befand sich die Vorderachse von Fahrzeug 55 zu keinem Zeitpunkt vor oder auf gleicher Höhe mit dem Außenspiegel von Fahrzeug 12, bevor der Scheitelpunkt erreicht wurde. Daher hatte Fahrzeug 55 gemäß den Richtlinien für Fahrstandards kein Anrecht darauf, dass ihm am Scheitelpunkt Platz gelassen wird."
"Die Sportkommissare kamen daher zu dem Schluss, dass der Fahrer von Fahrzeug 55 überwiegend die Schuld an der Kollision trägt, und verhängten entsprechend eine Strafe.
Da der betroffene Fahrer das Rennen nicht beendete, wird eine Startplatzstrafe ausgesprochen, die einer Zeitstrafe von zehn Sekunden entspricht."
Piastri hat "keine schlüssige Erklärung"
Weil wir gerade bei McLaren sind: "Eine schlüssige Erklärung habe ich im Moment nicht", sagt Oscar Piastri, als er nach dem Rennen zu den Gründen für seine vergleichsweise schwache Performance befragt wird.
"Das Qualifying war aus meiner Sicht sauber, aber die Pace war einfach nicht da. Und ehrlich gesagt war es im Rennen ganz ähnlich", so der WM-Leader, der erklärt: "Das Streckenlayout hier ist recht interessant."
"Es gibt jede Menge schnelle Kurven und auch eine ganze Reihe langsamer Kurven. Das heißt, man man an beiden Enden des Spektrums stark sein. Mittelschnelle Kurven gibt es hingegen gar nicht so viele."
"Ich muss sagen", so Piastri weiter, "dass diese Strecke in meiner gesamten bisherigen Formel-1-Karriere kein besonders gutes Pflaster für mich gewesen ist."
Seine kompletten Aussagen findet ihr hier.
Stella: Weiterhin keine Stallorder geplant
Obwohl Max Verstappen immer näher heranrückt, wird sich McLaren in der WM weiterhin nicht auf einen Fahrer festlegen. Teamchef Andrea Stella erklärt, dass das mathematische Gründe habe.
"Ich kann mich mindestens an die Jahre 2007 und 2010 erinnern, in denen es zum letzten Rennen ging und tatsächlich der Drittplatzierte die Meisterschaft gewann", erinnert Stella.
2007 gelang das Kimi Räikkönen, 2010 Sebastian Vettel. Daher werde man keinem Fahrer die Chance auf den Titel nehmen, "solange dies nicht mathematisch unmöglich ist", so Stella.
Oder anders gesagt: Eine Stallorder ist für McLaren erst dann eine Option, wenn ein Fahrer rechnerisch keine Chance mehr auf den Titel hat. Und das dürfte noch einige Rennen dauern - oder sogar bis zum Finale gar nicht der Fall sein.
Sainz: Kleiner Fehler, große Wirkung
Der Spanier hat sich auch zum Antonelli-Crash geäußert und erklärt: "Ich glaube, er hat die Tür früher geschlossen, als ich erwartet hatte, und ich habe schließlich die Reifen blockiert."
"Ich denke, der Vorfall sieht viel schlimmer aus, als er tatsächlich ist, denn letztendlich handelt es sich nur um einen kleinen Verbremser mit schwerwiegenden Folgen", findet Sainz.
"Aber es ist schade, denn wir hatten ein gutes Wochenende", ärgert er sich und erklärt, dass P7 ohne den Vorfall wohl möglich gewesen wäre. "Ich glaube, das war der Tag, an dem wir Punkte hätten holen können", so Sainz.
Williams blieb heute komplett ohne Zähler, weil auch Alexander Albon nach einem Dreher nur 14. wurde.
Stella: Norris hätte gewinnen können
Teamchef Andrea Stella stellt nach P2 von Lando Norris klar: "Ich glaube, Lando hatte heute das Tempo, um das Rennen zu gewinnen." Allerdings steckte der Brite nach dem verlorenen Start zu lange hinter Charles Leclerc fest.
Und selbst wenn das nicht der Fall gewesen wäre, weiß Stella auch: "Natürlich hätte er sich die Position auf der Strecke erkämpfen müssen, was gegen Max nie einfach ist."
"Und mit einer Einstoppstrategie hätten wir aus strategischer Sicht nicht unbedingt viele Chancen gehabt", ergänzt er. Das gleiche "Problem" also, das George Russell eben schon angesprochen hat.
"Aber was die Leistung angeht, sind wir meiner Meinung nach zuversichtlich, dass das Tempo ausreichte, um um den Sieg zu kämpfen", so Stella, der dem Rennen daher durchaus etwas Positives abgewinnen kann.
Antonelli: Keine Punkte nach Sainz-Unfall
Der zweite Mercedes-Pilot holte gar keine Punkte nach dem Crash mit Carlos Sainz. "Ich denke, es ist ziemlich klar", sagt er, als er auf den Unfall angesprochen wird. Das Manöver von Sainz sei "sehr optimistisch" gewesen.
"Es ist einfach schade, dass ich abgeräumt wurde", so der Rookie, denn danach sei das Rennen "ruiniert" gewesen. Er betont, dass er sogar extra noch Platz gelassen habe, weil er Sainz nicht gesehen habe.
"Er war weit weg", betont er und ergänzt: "Dann sah ich, dass er die Reifen blockierte, und ich hoffte nur, dass er mich nicht treffen würde. Aber am Ende wurde ich abgeräumt." Ins Ziel kam er schließlich auf P13.
Die Untersuchung der Rennkommissare läuft übrigens noch.
Russell: Rennen nach der ersten Kurve gelaufen
Der Brite verlor beim Start zwei Positionen und fiel auf P6 zurück - und kam dort schließlich auch ins Ziel. "Ich hatte vor dem Rennen das Gefühl, dass man dort ins Ziel kommt, wo man die erste Kurve beendet", so Russell.
"Und leider hat sich das auch bewahrheitet", zuckt er die Schultern und erklärt: "Wenn ich aufgrund von Charles' Strategie als Vierter aus der ersten Kurve gekommen wäre, hätte ich vielleicht den dritten Platz erreichen können."
Doch statt einem Besuch auf dem Podium wurde es am Ende nur P6. Das Problem sei gewesen, dass alle vorne die gleiche Strategie gehabt hätten. Und so habe es kein Delta gegeben, das groß genug für ein Überholmanöver gewesen sei.
Denn man müsse aktuell "mindestens" eine halbe Sekunde schneller als ein anderes Auto sein, um überholen zu können. Das war heute durch die identischen Strategien aber nicht gegeben.
Bearman sauer auf Tsunoda
Der Haas-Pilot holte als Neunter zwei Punkte beim Heimrennen des US-Teams. Einmal drehte er sich aber auch im Zweikampf mit Yuki Tsunoda - worüber er überhaupt nicht glücklich ist.
"Ich fand, was er getan hat, ziemlich gefährlich", ärgert er sich und erklärt: "So fahren wir keine Rennen. Er ist ein paar Runden lang überall herumgeschlingert, und als ich mich schließlich vorgewagt und versucht habe, ihn zu überholen, hat er reagiert und mir nicht einmal eine Wagenbreite Platz gelassen."
"Das ist unfair und nicht erlaubt", findet Bearman, der erklärt: "Ohne mein schnelles Ausweichmanöver hätte es ehrlich gesagt zu einem schweren Unfall kommen können." Die Rennleitung griff allerdings nicht ein.
Und Tsunoda selbst erklärt bei Sky, dass Bearman in der Situation nicht einmal neben ihm gewesen sei. Er habe ihn auf jeden Fall nicht abgedrängt.
Endlich wieder Punkte für Hülkenberg
Zum ersten Mal seit seinem Podium in Silverstone hat der Deutsche wieder gepunktet. Das war inzwischen mehr als drei Monate her. Er habe mit P8 heute "das Maximum rausgeholt", sagt er bei Sky zufrieden.
"Ein bisschen Hilfe natürlich gehabt mit Carlos, der zwei Positionen beschert hat", sagt er im Hinblick auf die Kollision zwischen Carlos Sainz und Kimi Antonelli. "Aber gut, nimmt man natürlich gerne mit, wenn es geht", grinst er.
"Ich glaube, die Pace war gut", betont er. Das habe man nur im Sprint "aus bekannten Gründen zeigen konnten." Letztendlich sei das Rennen aber ein "Happy End" für sein Austin-Wochenende.
Piastri: Schaue nicht auf Verstappen
Der WM-Leader wurde natürlich auch gefragt, ob er sich langsam Sorgen wegen Max Verstappen mache. Seine Antwort: "Nicht unbedingt. Er ist natürlich da und er ist schnell, aber für mich liegt der Schwerpunkt vor allem darauf, herauszufinden, warum dieses Wochenende so schwierig war."
Er müsse jetzt "versuchen, wieder zu der Form zurückzufinden, die wir zu Beginn der Saison hatten. Das ist mein Hauptziel, und wenn wir das wieder schaffen, werden sich die Ergebnisse von selbst einstellen", so Piastri.
Über die WM-Situation sagt er zudem: "Ich bin immer noch lieber dort, wo ich bin, als die anderen beiden." Denn auch wenn sein Vorsprung in der WM geschmolzen ist, ist er eben noch immer vorne.
Marko: "Kann wirklich noch spannend werden"
Helmut Marko erklärt bei Sky im Hinblick auf die WM-Situation: "Schlagdistanz ist etwas übertrieben bei 40 Punkten Rückstand. Aber fünf Rennen, zwei davon Sprint. Wenn wir diese Form weiter behalten können, dann kann es wirklich noch spannend werden."
Bei den noch kommenden Rennen komme es jetzt auf die "Tagesverfassung" an. "Und mit einem Max in einer derartigen Überform gibt es eigentlich nichts, wo wir sagen müssten, wir sind gehandicapt", so Marko vor dem nächsten Rennen in Mexiko.
Eine Untersuchung ...
... läuft übrigens auch noch wegen des Unfalls zwischen Carlos Sainz und Kimi Antonelli. Die wird sportlich heute aber ganz sicher keine Auswirkung mehr haben, weil beide Fahrer die Punkte am Ende ja verpassten.
Red Bull droht Ärger
Gegen Red Bull wurde nach dem Rennen noch eine Untersuchung eingeleitet. Um 23:30 Uhr MESZ, also in wenigen Minuten, muss sich das Team bei den Rennkommissaren verantworten.
Konkret geht es um einen "Grid Incident", also einen Vorfall in der Startaufstellung. Vermutlich dürfte es dafür aber keine sportliche Strafe geben, da auch kein Fahrer in der Untersuchung angegeben ist, sondern nur das Team.
Wir behalten die Lage aber natürlich weiter im Auge.
Norris: Hätte gedacht, es geht schneller
Der Brite wurde am Ende Zweiter, steckte aber zu lange hinter Charles Leclerc fest. Er erklärt: "Ich hatte erwartet, dass der zweite Versuch etwas leichter werden würde, aber das war nicht der Fall."
Gleich zweimal musste er heute am Ferrari vorbei. "Charles ist ein sehr gutes Rennen gefahren, es hat viel Spaß gemacht. Gute Kämpfe. Also musste ich mich mit dem zweiten Platz begnügen, viel mehr hätten wir heute nicht erreichen können", so Norris.
Leclerc selbst gesteht: "Ich war etwas besorgt, als ich sah, dass ich [beim Start] das einzige Auto auf weichen Reifen war. Ich wusste, dass es ein riskantes Manöver war."
Mit P3 heute sei er daher "insgesamt sehr glücklich, denn es war eine schwierige zweite Jahreshälfte und es ist toll, wieder auf dem Podium zu stehen."
Aus eigener Kraft ...
... kann Max Verstappen übrigens weiterhin nicht Weltmeister werden. Bei noch fünf Rennen und zwei Sprints würde er am Ende des Jahres auf 447 Punkte kommen, wenn er ab jetzt alles gewinnt.
Oscar Piastri käme allerdings auf 450 Punkte, wenn er ab jetzt überall Zweiter wird. Damit wäre er am Ende des Jahres dann immer noch Weltmeister - mit drei Pünktchen Vorsprung.
Jetzt Fahrer bewerten!
Wir atmen einmal ganz kurz durch, denn auch an diesem Wochenende habt ihr bei uns natürlich wieder die Möglichkeit, die Piloten für ihre Leistung zu bewerten. Wer waren eurer Meinung nach die besten Fahrer in Austin? Jetzt abstimmen!
Zum offiziellen Fahrer des Tages wurde übrigens Charles Leclerc gewählt.
Verstappen: Die WM-Chance lebt
"Es war ein unglaubliches Wochenende für uns", sagt der Weltmeister, der nach dem Sprint auch das Hauptrennen souverän gewinnen konnte. "Wenn man sich das gesamte Rennen ansieht, war das Tempo zwischen mir und Lando wirklich sehr ähnlich", betont er.
Doch weil der McLaren beim Start hinter Charles Leclerc fiel, hatte er nie eine Chance, ganz vorne anzugreifen. "Ich bin unglaublich stolz auf alle, die ein solches Wochenende möglich gemacht haben", sagt Verstappen.
Im Hinblick auf die WM ergänzt er: "Die Chance ist auf jeden Fall da. Wir müssen nur versuchen, diese Wochenenden bis zum Ende durchzuziehen." Fünf Rennen und zwei Sprints gibt es ja noch.
Übersicht
Jetzt Session-Ticker öffnen!
In zehn Minuten beginnt das Rennen in Austin und wir verlagern das Geschehen damit erst einmal in unseren Session-Ticker. Hier ist also kurz Pause, nach der Zieldurchfahrt geht es an dieser Stelle weiter mit den Stimmen zum Rennen.
Und wenn ihr wissen wollt, wie ihr die Formel 1 am USA-Wochenende im Livestream sehen könnt, dann erfahrt ihr das hier.
Brown: Nicht zu viel am Start riskieren
McLaren-Boss Zak Brown hat bei Sky eben erklärt, dass es möglich sei, heute noch beide Fahrer auf das Podium zu bekommen. "Es wird nicht leicht werden", stellt er aber auch klar.
"Gestern war ein harter Tag, aber ich denke, wir haben ein gutes Renntempo. Wir werden sehen, wie sich die Strategie entwickelt", so Brown.
Er betont: "Ich glaube nicht, dass wir versuchen müssen, das Rennen in der ersten Kurve zu gewinnen. Wir müssen erst einmal die erste Kurve hinter uns bringen und dann das Rennen ein wenig auf uns zukommen lassen."
Boxengasse offen
Das übliche Prozedere: 40 Minuten vor dem Start hat die Boxengasse geöffnet. Zehn Minuten haben die Fahrer nun, um sich auf den Weg in die Startaufstellung zu machen.
Über die Reifenwahl beim Start nachher verraten die Runden jetzt übrigens noch nichts. Die Startreifen werden dann erst gleich in der Startaufstellung montiert.
20 Autos in der Startaufstellung
Die FIA hat eben die finale Startaufstellung veröffentlicht. Wie auch gestern im Sprint wird niemand aus der Boxengasse starten, alle 20 Autos werden gleich im Grid sein. Auch Isack Hadjar wird nach seinem Crash gestern im Qualifying ganz normal mit dabei sein.
Die komplette Startaufstellung findet ihr hier.
Was passiert in Kurve 1?
Gestern im Sprint krachte es direkt beim Start. Experte Jenson Button sagt im Hinblick auf den heutigen Start bei Sky: "Wenn Lando sich mutig zeigt und einen guten Start hinlegt, könnte er sich an der Innenseite an Max Verstappen vorbeischieben."
Doch das ist eben nicht ohne Risiko, und einen weiteren Ausfall können sich die McLaren-Fahrer heute nicht leisten. Experte Martin Brundle erklärt: "Max rückt in ihren Rückspiegeln immer näher. Das ist ein wichtiger Tag für die Fahrerwertung von McLaren."
Zudem warnt Brundle: "McLaren hat während des Sprints keine Informationen erhalten, die ihnen heute bei der Fahrzeugabstimmung helfen würden." Könnte also ein weiterer Vorteil für Verstappen sein.
Austin-Spezialist Verstappen
Rechnet man die Sprints mit dazu, dann hat Max Verstappen seit 2021 unfassbare sechs von sieben Rennen in Austin gewonnen. 2021, 2022 und 2023 triumphierte er beim Grand Prix, 2023, 2024 und 2025 beim Sprint.
Einzige Ausnahme: Den Grand Prix 2024 gewann Charles Leclerc. Es war vor einem Jahr gleichzeitig der bis heute letzte Sieg des Monegassen in der Formel 1. Kann man auch alles in unserer großen Datenbank nachlesen.
Fahrerparade
Zwei Stunden noch bis zum Start in Austin, es geht also langsam in die heiße Phase. Jetzt läuft erst einmal die Fahrerparade auf dem Circuit of The Americas. Hier könnt ihr noch einmal einige Eindrücke direkt von der Strecke sammeln:
Neuer Vertrag für Austin
Breaking News aus Austin: Das Rennen in Texas bleibt bis mindestens 2034 im Formel-1-Kalender. Eine entsprechende Vertragsverlängerung wurde soeben bestätigt. Der vorherige Kontrakt wäre 2026 ausgelaufen.
Die Vertragslaufzeiten aller aktuellen Formel-1-Strecken findet ihr hier:
Foto: Motorsport Images
Imola (Italien): bis 2025Die ersten Bilder ...
... vom heutigen Tag findet ihr jetzt bereits in unserer Fotogalerie. Schaut in den nächsten Stunden immer mal wieder rein, denn dort findet ihr später dann unter anderem auch die besten Schnappschüsse des Rennens.
Kühler als gestern
Wir werfen eben einen Blick auf das Wetter am Rennsonntag. In Austin soll es zwar auch heute wieder heiß werden, anders als an den Vortagen soll die 30-Grad-Marke dieses Mal jedoch nicht geknackt werden.
Ob die etwas kühleren Bedingungen einen Unterschied machen? Regen ist auf jeden Fall trotzdem auch heute nicht Sicht. In der Hinsicht muss sich also niemand Sorgen machen - oder Hoffnungen.
Den Startcrash ...
... im gestrigen Sprint könnt ihr euch hier noch einmal Bild für Bild anschauen. Ob heute alle heil durch die erste Kurve kommen?
Fotostrecke: Der Startcrash mit Norris und Piastri in Austin - Bild für Bild
Foto: LAT Images
Der Start zum Sprintrennen in Austin: Max Verstappen (vorne) kommt am besten weg und führt, dahinter versucht Oscar Piastri (links) eine Attacke gegen Lando Norris (rechts) in Kurve 1.Strategie
Wir werfen vor dem Rennen einen Blick auf die Strategie. Laut Pirelli sind heute sowohl ein Ein- als auch ein Zweistopper möglich. Alle drei Reifenmischungen könnten zudem zum Einsatz kommen.
Bei einem Stopp ist die Variante Medium-Hard am wahrscheinlichsten, bei zwei Stopps Soft-Medium-Medium oder Soft-Medium-Soft. Mit viel Management wäre auch ein Einstopper auf Medium-Soft möglich.
Hier die komplette Übersicht:
Weiterhin keine Priorisierung bei McLaren
Verstappen kommt in der WM immer näher, doch bei McLaren will man sich weiterhin nicht auf einen Fahrer festlegen. Andrea Stella betont: "Es gibt tatsächlich noch so viele Punkte zu holen, dass Verstappen definitiv im Rennen [um den Titel] bleibt."
"Daher denke ich, dass es am wichtigsten ist, dass wir dafür sorgen, dass der Weltmeister ein Fahrer in einem Papaya-Auto sein wird", so der Teamchef. Wer von beiden Piloten das sein wird, das ist laut seiner Aussage dabei egal.
"Das Team möchte, dass sowohl Oscar als auch Lando ihre Ziele verfolgen können, solange dies vernünftig ist", stellt er klar. Und solange das der Fall sei, werde man sich auch nicht auf einen Fahrer festlegen.
Piastri liegt in der WM aktuell 22 Punkte vor Norris. Umgerechnet ist das weniger als ein Rennsieg.
Direktvergleich
Lando Norris sagte gestern, dass er nie wirklich eine Chance auf die Pole gehabt habe. Wenn man sich die Runden von Max Verstappen und ihm in diesem Video noch einmal im Direktvergleich anschaut, dann kann man nur sagen: Stimmt. Denn der Niederländer hatte gleich ab dem ersten Sektor die Nase vorne.
Von: Ruben Zimmermann