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Formel-1-Liveticker: Das Rennen in Brasilien live

Brasilien in der Analyse: Lando Norris mit einer Hand am WM-Pokal

Formel-1-Liveticker: Das Rennen in Brasilien live

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Feierabend

Der Renntag in Brasilien neigt sich dem Ende und wir drehen unseren Ticker damit für heute auch zu. Schon morgen früh sind wir aber mit einer neuen Ausgabe zurück, um die weiteren Themen aus Sao Paulo aufzuarbeiten.

Außerdem wartet um 10:00 Uhr dann auch noch unsere große Liveanalyse zum Rennen auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de auf euch. Schlaft jetzt aber erst einmal gut und bis dann!

Ferrari nur noch Vierter

Ferrari musste heute nicht nur einen Doppelausfall hinnehmen, in der WM hat man an diesem Wochenende auch noch gleich zwei Plätze verloren. Mit 362 Punkten liegt man jetzt nur noch auf P4. Neben Mercedes (398 Punkte) ist sogar auch Red Bull (366) vorbeigezogen.

Teamchef Frederic Vasseur sagt über den Ausfall von Charles Leclerc: "Es ist enttäuschend, denn er war in einer Position, in der er um P1 oder zumindest um das Podium hätte kämpfen können." Das werden wir aber natürlich nie mehr erfahren ...

Fotostrecke: Die letzten Doppelausfälle jedes Formel-1-Teams Motorsport Images

Foto: Motorsport Images

Wenn beide Fahrer eines Teams ausscheiden, ist das für einen Rennstall kein schöner Moment - auch wenn nicht immer eine teaminterne Kollision schuld ist. In dieser Fotostrecke zeigen wir die letzten Rennen, in denen jedes aktuelle Team vorzeitig zusammenpacken und nach Hause fahren konnte.

Bortoleto: Kein Vorwurf an Stroll

Obwohl er gleich in der ersten Runde ausschied, macht Lokalmatador Gabriel Bortoleto Lance Stroll keine Vorwürfe. Er erklärt: "Ich war in Kurve 9 Seite an Seite mit ihm." Und dann ging ihm außen einfach der Platz aus.

"Er hat meinen Vorderreifen touchiert und ich bin in die Mauer gefahren", so der Brasilianer, der aber betont, dass es keinen Schuldigen gebe. "Ich denke, es war ein Rennunfall", sagt er.

"Hätte er mir etwas mehr Platz gelassen, hätte ich natürlich die Kurve geschafft", erklärt er zwar, aber: "Er hat es sicher nicht absichtlich gemacht. Jedes Mal, wenn ich mit ihm kämpfe, ist er fair zu mir. Es war einfach Racing."

Antonelli: Auto nach Unfall angeknackst

Der Rookie hat in der PK der Top 3 noch einmal über den Crash beim Restart gesprochen und erklärt: "Ich habe auf einer nassen Stelle etwas beschleunigt, wodurch die Räder durchdrehten und ich beim Einfahren in Kurve 1 an Schwung verlor."

So konnten sich Leclerc und Piastri direkt beide neben ihn setzen. Er berichtet: "Ich befand mich in einer sehr schwierigen Lage, weil ich ein Auto außen und ein Auto innen hatte. Ich habe versucht, spät zu bremsen, aber nicht zu spät."

"Das Problem war, dass ich das Auto neben mir nicht mehr sehen konnte. Ich habe trotzdem versucht, eine gute Linie für meine Position zu fahren. Und am Ende wurde ich getroffen", schildert er.

"Ich hatte Glück, dass der Schaden nicht so groß war. Das Auto hatte nur einen kleinen Schaden. Ich glaube, das Lenkrad war nicht ganz gerade, aber ich hatte großes Glück, dass ich weiterfahren und das Rennen fortsetzen konnte", so Antonelli.

Leclerc hatte bekanntlich weniger Glück.

Verstappen: WM nicht heute verloren

Noch kann der Niederländer rechnerisch ja Weltmeister werden, aber sehr wahrscheinlich ist es nach heute nicht mehr. Er selbst stellt jedoch klar: "Wir haben die Meisterschaft nicht hier verloren oder so."

"Wir haben die Meisterschaft vom ersten Rennen bis Zandvoort verloren. Wir hatten viele Wochenenden, an denen wir einfach nicht schnell genug waren", blickt der Red-Bull-Pilot zurück.

"Dann hat man natürlich einen großen Rückstand. Dann hatten wir gute Momente, in denen wir einige Punkte zurückgeholt haben, aber das reichte nicht aus. So läuft die Saison eben", so Verstappen.

Peinlicher Red-Bull-Fehler

Und noch einmal die Bullen, dieses Mal aber in negativer Hinsicht. Yuki Tsunoda musste seine Zeitstrafe im Rennen gleich zweimal absitzen, weil beim ersten Mal verbotenerweise am Auto gearbeitet wurde. Hier die Erklärung der Rennleitung, was da schiefgelaufen ist:

"Während das Fahrzeug zum Zweck des Absitzens der Strafe stillstand, begann ein Mechaniker sofort mit der Arbeit am Fahrzeug, indem er mit einem Schlagschrauber die linke hintere Radmutter löste, bevor die zehn Sekunden verstrichen waren."

"Gemäß Artikel 54.4 c) des FIA Formel-1-Sportreglements darf keine Arbeit an einem Fahrzeug durchgeführt werden, während eine Zeitstrafe abgesessen wird."

"Zur Vermeidung von Missverständnissen gilt: Jeglicher physischer Kontakt mit dem Fahrzeug – sei es durch Hand, Werkzeug oder Gerät – wird als 'Arbeiten am Fahrzeug' betrachtet."

Sollte natürlich nicht passieren. Tsunoda selbst sagt zur ursprünglichen Strafe: "Ich habe den Kontakt nicht einmal bemerkt." Er müsse sich die Szene mit Lance Stroll noch einmal ansehen. Die Rennleitung erklärt dazu:

"In Runde 6 näherte sich Fahrzeug 22 (TSU) Kurve 8 mit deutlich höherer Geschwindigkeit als die vorausfahrenden Fahrzeuge, zog auf der Innenseite hinter Fahrzeug 18 (STR) auf und kollidierte mit dessen Heck, wodurch es zu einer Kollision kam und Fahrzeug 18 ins Schleudern geriet."

"Die Rennkommissare stellten fest, dass Fahrzeug 22 die alleinige Verantwortung für den Zwischenfall trägt, und verhängten die standardmäßige Strafe für das Verursachen einer Kollision."

Wie schaffte Red Bull den Turnaround?

Auch darüber hat Laurent Mekies in seiner Medienrunde gesprochen und erklärt, dass es kein großes Geheimnis gebe. Er erklärt: "Ich glaube, es ist kein Geheimnis, dass unser Arbeitsfenster sehr klein ist".

Es sei "schwierig, dieses Fenster für eine bestimmte Strecke und für bestimmte Umstände und Bedingungen auf der Strecke zu finden. Wir haben dieses Wochenende darum gekämpft, es zu finden, und schließlich haben wir es geschafft."

Doch das habe eben etwas länger gedauert. "Das bedeutet nicht, dass wir in Las Vegas mit einem magischen Set-up im Auto starten", betont er. Denn auch dort werde man wieder "zu kämpfen haben", kündigt er an.

Man werde eben nur versuchen, das richtige Set-up "nächstes Wochenende etwas früher zu haben."

Hätte Red Bull nicht mehr stoppen sollen?

Vor seinem dritten Stopp lag Max Verstappen in Führung. Hätte Red Bull einfach versuchen sollen, zu diesem Zeitpunkt bis zum Ende zu fahren? "Nein", sagt Teamchef Laurent Mekies.

"Wir denken nicht, dass das Rennen zu gewinnen war", stellt er klar und erklärt: "Das war offensichtlich eine Diskussion, die die Jungs an der Boxenmauer geführt haben. Irgendwann muss man eine Entscheidung treffen."

"Und diese Entscheidung wurde getroffen. Ich glaube, das hat uns die Chance gegeben, einen sehr starken Angriff auf das Podium zu starten. Letztendlich haben wir es geschafft", betont er.

"Vielleicht hätte man mit einer weiteren Runde den zweiten Platz erreicht", sagt er zudem. Doch an der Spitze hätte man sich ohne dritten Stopp nicht halten können, glaubt er.

Marko: Wäre noch mehr drin gewesen

Helmut Marko glaubt, dass heute sogar noch mehr als P3 für Max Verstappen drin gewesen wäre. "Wir haben mit einem Einstopp kalkuliert, aber durch den Reifenschaden ist alles durcheinandergekommen", verrät er bei Sky.

"Daher mussten wir den Stopp vorziehen. Ohne das wäre der zweite [Platz] zumindest möglich gewesen", glaubt er, denn: "Max war wieder entfesselt." Die Aufholjagd sei "unglaublich" gewesen.

"Eine tolle Recovery, aber leider haben wir zehn Punkte verloren", sagt er im Hinblick auf die WM und ergänzt: "Im Resümee ist es okay, Schadensbegrenzung, aber es wäre deutlich mehr drin gewesen."

Stella: Strafe für Piastri war "hart"

Auch zur Zehn-Sekunden-Strafe hat sich der McLaren-Teamchef geäußert und erklärt, dass diese "hart" gewesen sei. "Es stimmt, dass wir eine leichte Blockade der Vorderreifen sehen, aber gleichzeitig kann er die Linie beibehalten, und das ist letztendlich das, was zählt", so Stella.

"Ich denke, die Verantwortung sollte mit Kimi geteilt werden, da Kimi wusste, dass Oscar innen war und die Kollision wahrscheinlich hätte vermieden werden können. Vielleicht hatte Kimi auch Bedenken, Leclerc außen zu haben", erklärt er.

"Eine schwierige Situation, aber ich denke, insgesamt ist die Strafe für Oscar hart, da er für diesen Vorfall voll verantwortlich gemacht wird", betont der Teamchef.

Stella: Verstappen hätte gewinnen können

Der McLaren-Teamchef ist ganz froh, dass Red Bull das Qualifying gestern in den Sand setzte. Er erklärt: "Heute haben sie definitiv von den neuen Reifen profitiert." Denn nach seinem Q1-Aus hatte Verstappen heute noch mehr Pneus als die anderen Topfahrer zur Verfügung.

"Aber gleichzeitig haben sie im Rennen eine Leistung und ein Tempo gezeigt, die bedeutend sind, sodass ich denke, dass Verstappen ohne die Situation gestern im Qualifying um den Sieg mitgefahren wäre", so Stella.

Dass Verstappen heute durch den neuen Motor einen großen Vorteil hatte, das glaubt er nicht. "Im Allgemeinen weisen diese Motoren mit zunehmender Laufleistung keine nennenswerte Leistungsminderung auf", erklärt er.

"Daher würde man in der Regel keinen Motorwechsel vornehmen und damit eine Strafe oder Positionsverluste in Kauf nehmen, da die erzielte Leistungssteigerung die Positionsverluste normalerweise nicht wirklich kompensiert", so Stella.

Hamilton: "Es ist ein Albtraum"

Auch der Rekordweltmeister sah die Zielflagge nach gleich zwei Kollisionen nicht. "Es ist ein Albtraum. Ich lebe schon seit einer Weile damit", sagt er bei Sky fast schon resignierend.

"Der Wechsel zwischen dem Traum, für dieses großartige Team zu fahren, und dem Albtraum der Ergebnisse, die wir erzielt haben. Die Höhen und Tiefen. Es ist eine Herausforderung", gesteht er.

Das heiße aber nicht, dass er jetzt aufgebe. "Morgen werde ich wieder aufstehen. Ich werde weiter trainieren. Ich werde weiter mit dem Team zusammenarbeiten", kündigt er an.

Das Auto sei heute bereits nach dem Crash mit Carlos Sainz in Kurve 1 kaputt und das Rennen damit gelaufen gewesen. Anschließend fuhr er dann auch noch auf Franco Colapinto auf.

"Er hat in der letzten Kurve einen Fehler gemacht, also hatte ich einen guten Windschatten und als ich zur Seite fuhr, hatte ich das Gefühl, dass er sich gleichzeitig bewegte", erklärt Hamilton den Vorfall.

Er bekam dafür eine Fünf-Sekunden-Strafe.

Hülkenberg: "Verrückter" Stint sichert zwei Punkte

Der Deutsche fuhr heute mit einem Stopp durch - und nahm am Ende als Neunter zwei Punkte mit. "Mit dem Rest des Rennens bin ich ziemlich zufrieden", so Hülkenberg, der am Start zunächst einige Plätze verlor.

"Aber wir kamen mit einem effektiven Einstopper zurück, einem ziemlich langen Stint auf den weichen Reifen. Es war verrückt. Und es waren gebrauchte weiche Reifen, also war es toll, das geschafft zu haben", freut er sich.

Deutlich mehr Pech für seinen Teamkollegen: Lokalmatador Gabriel Bortoleto schied gleich in der ersten Runde aus.

Williams wieder ohne Punkte

Williams ist weiterhin WM-Fünfter, schleppt sich dem Ende der Saison aber mehr entgegen als alles andere. Teamchef James Vowles erklärt nach der heutigen Nullnummer: "Ein Rennen, das so vielversprechend war, aber keine Ergebnisse lieferte."

"Im Fall von Carlos war sein Rennen leider erneut in Kurve 1 aufgrund einer Berührung vorbei, wodurch der Frontflügel beschädigt wurde und er einen erheblichen Verlust an Abtrieb erlitt." Gemeint ist die Berührung mit Lewis Hamilton.

"Er hat sich tapfer durch das Rennen gekämpft, aber aufgrund des Schadens konnten wir heute keinen Punkt erzielen", so Vowles. Bei Teamkollege Alexander Albon habe man bei der Strategie nicht alles richtig gemacht.

"Es war ein Punkt drin", sagt Vowles und erklärt: "Er hat einen brillanten Job gemacht und P7 lag nur wenige Sekunden vor ihm, aber letztendlich konnten wir daraus keinen Vorteil ziehen."

Albon selbst sagt: "Letztendlich hat uns meiner Meinung nach die Tatsache, dass wir im ersten Stint zu lange draußen geblieben sind, um eine Chance auf Punkte gebracht. Davon haben wir uns nie wirklich erholt."

Leclerc: Antonelli hatte auch einen Anteil

Spannend: Charles Leclerc sieht es anders und gibt Oscar Piastri nicht die alleinige Schuld. Er sagt bei Sky: "Oscar war optimistisch, aber Kimi wusste, dass Oscar innen lag, glaube ich, und er fuhr die Kurve so, als wäre Oscar gar nicht da gewesen."

"Für mich liegt die Schuld nicht allein bei Oscar. Ja, es war optimistisch, aber es hätte vermieden werden können. Ich bin frustriert. Letztendlich bin ich weder auf Oscar noch auf Kimi wütend, solche Dinge passieren nun einmal", stellt er klar.

"Aber ich würde nicht so weit gehen zu sagen, dass es allein Oscars Schuld war. Das glaube ich nicht", so Leclerc.

Wie die Kommissare die Piastri-Strafe begründen, ...

... das könnt ihr hier im Wortlaut lesen:

"Beim Neustart hinter dem Safety-Car in Runde 6 versuchte Fahrzeug 81 (Oscar Piastri), Fahrzeug 12 (Kimi Antonelli) in Kurve 1 auf der Innenseite zu überholen. Dabei stellte PIA jedoch nicht den erforderlichen Überlappungsgrad vor und am Scheitelpunkt her, da sich seine Vorderachse nicht auf Höhe des Spiegels von Fahrzeug 12 befand, wie es in den Richtlinien für Fahrstandards für Überholmanöver auf der Innenseite einer Kurve definiert ist."

"PIA blockierte die Bremsen, als er versuchte, durch Abbremsen eine Kollision zu vermeiden, konnte dies jedoch nicht verhindern und kollidierte mit ANT. Durch diesen Kontakt kam es zu einer Folgeberührung mit Fahrzeug 16 (Charles Leclerc), der sich außen befand und infolgedessen aus dem Rennen ausscheiden musste."

"PIA trägt daher die volle Verantwortung für die Kollision. Eine Zeitstrafe von zehn Sekunden und zwei Strafpunkte werden als angemessen und im Einklang mit jüngsten Präzedenzfällen betrachtet."

Piastri steht damit jetzt insgesamt auch schon bei acht Strafpunkten.

Antonelli: Hatte etwas Glück

Auch der Italiener hat sich bereits zum Crash geäußert und erklärt: "Um ehrlich zu sein, hatte ich Glück, dass ich nach dem Neustart trotz der Berührung weiterfahren konnte. Ich muss das Auto überprüfen lassen, es fühlte sich danach etwas seltsam an."

Davon abgesehen sagt er: "Die letzten Runden waren sehr stressig, da Max mit frischeren Reifen kam, aber glücklicherweise konnten wir dank freier Fahrt ein ordentliches Tempo halten und den zweiten Platz belegen."

"Als er näher kam, habe ich das Tempo erhöht und etwas mehr Druck gemacht. Mit diesen Autos und der 'dirty Air' ist es etwas schwierig zu folgen, also habe ich versucht, das zu meinem Vorteil zu nutzen, und es hat sich ausgezahlt", so Antonelli.

Piastri: Kann mich nicht in Luft auflösen

Der Australier crashte mit Kimi Antonelli und Charles Leclerc - und bekam dafür eine Zehn-Sekunden-Strafe. Gegenüber Sky hat er gerade allerdings erklärt, dass er die Aktion keinesfalls bereue.

"Ich hatte eine sehr klare Chance und habe sie ergriffen. Die beiden anderen außen haben ziemlich spät gebremst. Es gab natürlich ein leichtes Blockieren der Reifen in der Kurve, aber das lag daran, dass ich sah, dass Kimi mir keinen Platz lassen würde", erklärt er.

"Ich kann nicht verschwinden, aber die Entscheidung ist nun einmal gefallen", zuckt er die Schultern. Von der Strafe abgesehen sei aber auch die Pace nicht so gewesen, wie er sich das gewünscht hätte.

"Die zweite Hälfte des Rennens war potenziell nicht allzu schlecht, aber der erste Stint war etwas schwierig", gesteht er.

Verstappen: Nicht mit Podium gerechnet

Der Niederländer selbst erklärt nach seiner Aufholjagd: "Unser Tempo war insgesamt ziemlich stark. Dass ich auf dem Podium stehen würde, hätte ich überhaupt nicht erwartet."

Im Rennen habe es "eine Menge Action" gegeben, berichtet er und erklärt: "Ein unglaubliches Ergebnis für uns. Wir sind sehr zufrieden damit. Ich bin sehr stolz auf alle."

Der Samstag sei "sehr hart" gewesen, aber man habe nie aufgegeben. "Nur zehn Sekunden hinter dem Führenden ins Ziel zu kommen, ist unglaublich", freut er sich.

Klar ist aber auch, dass dieses Ergebnis im Hinblick auf die WM eben zu wenig sein dürfte.

Norris: Die Leute sollen reden

Auf die Frage, warum er aktuell so gut in Form sei, antwortet der Brite: "Ignoriere einfach alle, die schlecht über dich reden! Konzentriere dich einfach auf dich selbst. Das Team leistet großartige Arbeit und stellt mir ein fantastisches Auto zur Verfügung."

"Wir geben jedes Wochenende unser Bestes, und auch abseits der Rennstrecke gebe ich alles", betont er und erklärt: "Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass wir heute die Schnellsten waren, aber ich freue mich über den Sieg."

In der Tat bleibt die Frage offen, wo Max Verstappen gelandet wäre, wenn er heute nicht aus der Boxengasse gestartet wäre ...

Norris: Denke nicht an den Titel

Der Brite selbst stellt nach seinem Sieg klar: "Das ist ein großartiger Sieg. Aber wenn man sieht, wie schnell Max war, ist es enttäuschend, dass wir nicht schneller waren. Das ist es, was mich im Moment beschäftigt."

"Es ist noch ein langer Weg", stellt er klar und betont: "Es kann sich so schnell ändern. Ich werde mich auf mich selbst konzentrieren, konzentriert bleiben, alle anderen ignorieren und weiter pushen."

Den Sieg widmet er seinem alten "Mentor" Gil de Ferran. Der Brasilianer und ehemalige McLaren-Sportdirektor starb vor zwei Jahren.

Norris hat es in der Hand

Zum ersten Mal in diesem Jahr kann nur noch ein Fahrer aus eigener Kraft Weltmeister werden: Lando Norris. Der Brite hat jetzt 24 Punkte Vorsprung auf seinen Teamkollege und 49 Zähler Vorsprung auf Max Verstappen.

Selbst wenn Oscar Piastri jetzt alle drei verbleibenden Rennen und auch den Sprint in Katar gewinnen sollte, wäre er am Ende des Jahres trotzdem nicht Weltmeister, wenn Norris gleichzeitig überall Zweiter wird.

Und Verstappen hat sich heute trotz seiner tollen Aufholjagd wohl endgültig aus dem WM-Kampf verabschiedet.

Piastri: Bedingungen "knifflig"

Wegen der leichten Regentropfen eben erklärt der Australier bei Sky, dass die Bedingungen "knifflig" seien. "Ein bisschen Regen macht hier schon einen Unterschied", betont er.

"Aber es sollte auf jeden Fall Spaß machen", kündigt er an und ergänzt mit einem Grinsen: "Ich werde versuchen, es unterhaltsam zu gestalten." Aber dann hoffentlich anders als gestern ...

Keine Aufholjagd bei Verstappen?

2024 fuhr der Niederländer von hinten noch bis ganz nach vorne. Experte Martin Brundle glaubt allerdings nicht, dass sich das 2025 wiederholen wird - zumindest dann nicht, wenn es trocken bleibt.

"Max wird bei trockenen Bedingungen nicht alle überholen", betont er bei Sky und erklärt: "Das Auto funktionierte nicht. Es gab einige Updates, die ihm auf anderen Strecken mehr Geschwindigkeit verliehen."

"Aber die Unebenheiten hier und die Streckenführung von Interlagos haben dazu geführt, dass es nicht funktioniert hat", so Brundle, der daher glaubt, dass Verstappen "Regen oder ein Safety-Car im richtigen Moment" braucht, um nach vorne zu kommen.

Motorwechsel bei Stroll

Kleine Randnotiz: Auch Aston Martin hat bei Lance Stroll nach dem Qualifying noch einmal den Motor gewechselt. Allerdings hat der Kanadier keinen neuen Antrieb bekommen, sondern eine alte Powerunit. Demnach gibt es für ihn auch keine Strafe.

Welche Teile auch bei den anderen Fahrern sonst noch getauscht wurden, das könnt ihr hier nachlesen.

Brundle traut Piastri Comeback zu

Der Australier crashte gestern im Sprint und startet heute nur von P4, doch Experte Martin Brundle ist sich zu "100 Prozent" sicher, dass der McLaren-Pilot sich nachher nach vorne kämpfen kann.

"Es ist ein langes Rennen hier. Die Reifen bauen ziemlich schnell ab, und alles ist möglich", so Brundle, der betont: "Ich glaube, er hat die Geschwindigkeit, um sich auf Platz 2 vorzuarbeiten."

Voraussetzung sei allerdings, "dass in der ersten Kurve alles gut läuft."

Auch Ocon aus der Box

Nicht nur Max Verstappen hat einen komplett neuen Antrieb bekommen, auch bei Esteban Ocon wurde zumindest der Verbrennungsmotor gewechselt. Der Franzose muss damit nachher auch aus der Box starten. Im Qualifying war er 17. geworden.

Die aktualisierte Startaufstellung findet ihr hier.

Gelingt Antonelli die Überraschung?

Wenn es einen Mann gibt, der Lando Norris heute schlagen kann, dann scheint das nach dem bisherigen Verlauf des Wochenendes Kimi Antonelli zu sein. Toto Wolff erklärt, er hoffe, "dass Kimi ganz vorne mitkämpfen kann."

"Allerdings werden sich die Bedingungen [im Rennen] wahrscheinlich wieder ändern, daher sehen wir nichts als selbstverständlich an", betont der Teamchef, und Andrew Shovlin ergänzt: "Die Startaufstellung dürfte das Rennen morgen interessant machen."

"Kimi hat [im Sprint] gezeigt, dass er die Pace von Lando mitgehen und an der Spitze kämpfen kann. Wir prüfen alle verfügbaren Strategien, um morgen Druck auf das Feld auszuüben", kündigt er an.

Erster McLaren-Sieg seit 13 Jahren?

Mit bislang zwölf Siegen ist McLaren Rekordsieger beim Großen Preis von Brasilien. Allerdings: Der bis heute letzte Sieg liegt inzwischen satte 13 Jahre zurück. Kann Lando Norris diese schwarze Serie nachher von der Pole aus beenden?

Alle McLaren-Siege beim Grand Prix von Brasilien findet ihr in dieser Fotostrecke:

Fotostrecke: Alle McLaren-Siege beim Grand Prix von Brasilien Getty Images

Foto: Getty Images

Sao Paulo 1974 - Emerson Fittipaldi triumphiert auf heimischem Boden: Fittipaldi duelliert sich mit Ronnie Peterson und führt, als wegen eines heftigen Regenschauers abgebrochen wird. Aufgrund eines Fehlers der Rennleitung (Zielflagge zu früh geschwenkt) fahren Fittipaldi und Clay Regazzoni eine Runde mehr als alle anderen.

Von: Ruben Zimmermann

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