Formel-1-Liveticker: Das Rennen in Katar live
Katar in der Analyse: McLaren wirft den Sieg weg!
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Feierabend
In Katar ist es bereits nach Mitternacht und damit sind wir hier auch am Ende dieses Rennsonntages angekommen. Für euch geht es nachher aber wie versprochen noch weiter mit unserer großen Videoanalyse auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de.
Morgen melden wir uns dann mit einer neuen Tickerausgabe zurück, um die weiteren Themen aus Doha aufzuarbeiten. Und nächste Woche steht dann ja auch bereits das Saisonfinale in Abu Dhabi auf dem Plan.
Viel Spaß noch mit unserer Analyse, schlaft nachher gut und bis dann!
Mercedes: "Fehler" kosten Podestplatz
Die Silberpfeile waren heute mit P5 und P6 eine kleine Enttäuschung. George Russell verlor gleich beim Start drei Plätze und verrät: "Leider habe ich auf der ersten Runde mehrere Positionen verloren, was mein Rennen beeinträchtigt hat."
"Die Innenseite der Strecke, von der aus ich gestartet bin, hat weniger Grip. Das hat mir in den ersten Kurven geschadet. In Kurve 2 habe ich das Heck verloren und bin dann bei unserem ersten Stopp noch eine Position zurückgefallen", so Russell.
Der Brite steckte fast das ganze Rennen über im Verkehr fest. Bei freier Fahrt sei Russell am Ende dann "eine ganze Sekunde schneller" gewesen, so Andrew Shovlin. Doch das Überholen war heute einfach zu schwer.
Toto Wolff ergänzt selbstkritisch: "Es war ein schwieriger Abend, an dem wir mindestens einen Podiumsplatz und eine gute Punkteausbeute hätten erzielen können. Aufgrund von Fehlern konnten wir die Situation jedoch nicht zu unserem Vorteil nutzen."
Red Bull: Stand für uns schon vorher fest
Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies verrät, dass man das Szenario eines frühen Safety-Cars bei den Bullen bereits vor dem Rennen besprochen hatte. Daher war er "überrascht", dass keiner der McLaren-Fahrer an die Box kam.
"Im Nachhinein ist es immer leicht zu sagen, was die richtige Strategie ist. Aber wir waren sehr überrascht, weil wir auf unserer Seite quasi schon vorher entschieden hatten, dass wir die erste Runde nutzen würden, wenn wir die Chance dazu hätten", so Mekies.
Er könne natürlich "nicht beurteilen, was sie in diesem Moment gedacht haben", sagt er über McLaren, "aber wir waren sehr überrascht." Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur hat eine ganz ähnliche Meinung.
"Ehrlich gesagt habe ich das nicht verstanden, denn für mich war es ganz klar, dass in Runde 7 ein Boxenstopp eingelegt werden musste, wenn ein Safety-Car auf der Strecke ist", so Vasseur.
Piastri: Katar tut mehr weh als Las Vegas
Obwohl er heute noch Zweiter wurde, war das Rennen in Katar für Oscar Piastri laut eigener Aussage schmerzhafter als die Disqualifikation vor einer Woche in Las Vegas.
"Ich persönlich habe das Gefühl, heute einen Sieg verloren zu haben. In Las Vegas habe ich den vierten Platz verloren", erklärt er den entscheidenden Unterschied.
Für das Team sei Las Vegas "natürlich ein ziemlich schmerzhaftes Wochenende" gewesen, so Piastri, "aber für mich persönlich tut [Katar] wahrscheinlich noch mehr weh."
Finales Ergebnis
Kleine Randnotiz: Die FIA hat inzwischen das finale Endergebnis veröffentlicht. Das bedeutet, dass alle Verhandlungen abgeschlossen sind und es keine nachträglichen Strafen mehr geben wird.
Anders als in Las Vegas muss heute als keiner mehr eine Disqualifikation befürchten.
Red Bull: Entscheidung am Dienstag
Vor Abu Dhabi wird es auch noch einmal spannend. Laurent Mekies hat in seiner Medienrunde eben nämlich verraten, dass Red Bull am Dienstag bekanntgeben wird, wer 2026 an der Seite von Max Verstappen fährt.
Der Teamchef erklärt: "Ich kann nur sagen, dass wir uns an unseren Plan halten und am Dienstag die Fahreraufstellung bekanntgeben werden. Wir sind zuversichtlich, dass dies den Fokus in Abu Dhabi nicht beeinträchtigen wird."
Er ergänzt noch mit einem Grinsen: "Bitte fragt mich nicht, was am Dienstag bekanntgegeben wird." Wäre auch zu schön gewesen ...
Stella: "Hatten das schnellste Auto"
Der McLaren-Teamchef ist sich übrigens sicher, dass man das Rennen heute ohne den Fehler wahrscheinlich gewonnen hätte. "Das heutige Rennergebnis ist eine große Enttäuschung, das lässt sich nicht leugnen", sagt er in der obligatorischen Pressemitteilung des Teams nach dem Rennen.
"Wir hatten das Potenzial, zu gewinnen und beide Fahrer auf das Podium zu bringen, aber wir haben während der Safety-Car-Phase eine Fehleinschätzung getroffen und dafür teuer bezahlt. Wir hatten heute das schnellste Auto und die Fahrer haben einen großartigen Job gemacht", stellt er klar.
"Aber als Team haben wir sie im Stich gelassen", so Stella in Richtung der Fahrer.
Verstappen: Habe überhaupt keinen Druck
Vor dem WM-Finale in Abu Dhabi sieht Max Verstappen den Druck eindeutig bei seinen Gegnern. Er stellt klar: "Ich bin jetzt viel entspannter [als 2021]. Ich weiß zwar, dass ich zwölf Punkte zurückliege, aber ich gehe mit positiver Energie an den Start."
"Ich versuche alles, was ich kann. Aber gleichzeitig weiß ich, dass ich auch ohne Sieg eine fantastische Saison hinter mir habe. Es ist also nicht wirklich wichtig. Das nimmt mir viel Druck", betont er.
Er wolle einfach nur "Spaß" haben, "so wie heute", stellt er klar und ergänzt: "Wenn ich im Auto sitze, versuche ich immer, alles zu maximieren, was ich kann. Und genau das werde ich auch in Abu Dhabi versuchen."
Gleichzeitig wisse er aber auch, dass er aus eigener Kraft nicht mehr Weltmeister werden kann. Er muss auf einen weiteren Ausrutscher von McLaren und Norris hoffen.
Wolff: "Wie hirnlos muss man sein?"
Wir haben ja schon gehört, dass Toto Wolff klargestellt hat, dass Kimi Antonelli Lando Norris nicht absichtlich vorbeigelassen hat. In seiner Medienrunde hat der Mercedes-Teamchef nun aber noch einmal nachgelegt.
"Das ist totaler, völliger Unsinn, und es haut mich um, so etwas überhaupt zu hören", sagt er über die Vorwürfe und ergänzt: "Wie hirnlos muss man sein, um so etwas überhaupt zu behaupten?"
Seine kompletten Aussagen findet ihr hier.
Williams macht P5 perfekt
Wir bleiben kurz im Mittelfeld: Durch den Podestplatz von Carlos Sainz hat Williams bereits heute den fünften Platz in der WM abgesichert. In Abu Dhabi kann das Team nicht mehr abgefangen werden.
Sainz selbst erklärt: "Wir hatten eine schwierige erste Saisonhälfte, in der nicht alles rund lief. Aber wir haben uns im Laufe des Jahres in vielen Bereichen verbessert. Heute gab es einige Chancen zu nutzen, und wir haben sie alle genutzt, indem wir ein perfektes Rennen gefahren sind."
"Ich bin ehrlich gesagt überglücklich über diesen Podiumsplatz, denn ich hätte das absolut nicht erwartet", so Sainz. Tatsächlich hatten die Williams-Piloten am Donnerstag noch gesagt, dass Katar als Strecke überhaupt nicht zum Auto passe.
Umso schöner ist da der zweite Podestplatz des Jahres nach Baku.
Hülkenberg: Aus "sehr, sehr ärgerlich"
Der Deutsche löste mit seinem Abflug die Safety-Car-Phase aus, die letztendlich rennentscheidend war. Bei Sky erklärt er: "Ich glaube, Pierre hatte Probleme. Ich habe auf dem weichen [Reifen] viel Speed gehabt und habe ihm Druck gemacht."
Bei einem Moment in Kurve 14 habe sich Gasly "ziemlich den Unterboden kaputtgemacht", vermutet er. Er versuchte dann schließlich, den Alpine in Kurve 1 außen herum zu überholen.
Er habe auch "ohne Ende Platz gelassen, aber leider hat er nicht aufgegeben und hat mich irgendwann hinten rechts berührt. Und dadurch ist das Rennen beendet", zuckt er die Schultern.
Das Aus sei natürlich "sehr, sehr ärgerlich", so Hülkenberg. In der WM bleibt Sauber damit auf dem vorletzten Platz.
Ferrari: P4 in der WM sicher
Für Ferrari geht es in einer Woche in Abu Dhabi nur noch um Ergebniskosmetik. Man ist heute 44 Punkte hinter Red Bull zurückgefallen, und damit steht fest, dass die Scuderia diese Saison nur auf dem vierten WM-Rang beenden wird.
Charles Leclerc sagt nach P8 heute: "Ich hatte kein Vertrauen in das Auto, ich hatte kein Tempo im Auto, ich hatte nichts im Auto. Ich bin ehrlich gesagt ziemlich froh, dass das Wochenende vorbei ist."
"Es war ein sehr frustrierendes Rennen von der ersten bis zur letzten Runde", winkt er ab und erklärt: "Es gab keine einzige Runde, in der wir an diesem Wochenende konkurrenzfähig waren, daher war es sehr frustrierend."
Teamkollege Lewis Hamilton verpasste die Punkte als Zwölfter.
Wolff: Stopp war alternativlos
Bei McLaren beruft man sich darauf, dass man nicht gewusst habe, dass alle anderen Autos hinter dem Safety-Car stoppen würden. Laut Mercedes-Teamchef Toto Wolff war diese Entscheidung allerdings alternativlos.
Er erklärt: "Wenn es zu diesem Zeitpunkt ein Safety-Car gibt, hat man keine andere Wahl, als [den Stopp] zu nehmen. Denn wenn man es nicht tut, verliert man einen kompletten Safety-Car-Stopp."
Und wegen der zwei Pflichtboxenstopps musste man ja sowieso noch mindestens einen weiteren einlegen. Auch Red Bulls Hannah Schmitz erklärt gegenüber Viaplay, dass der Fall eigentlich klar gewesen sei.
"Es ist so ein großer Vorteil, unter Safety-Car-Bedingungen zu stoppen, wenn man zwei Stopps einlegen muss, dass es für uns klar war, dass wir das tun sollten", so Schmitz.
Lediglich bei McLaren sah man das anders.
WM-Entscheidungen im letzten Saisonrennen
Andrea Stella hat recht: Sowohl 2007 als auch 2010 gewann am Ende der Fahrer den Titel, der vor dem letzten Rennen nur auf P3 in der Fahrer-WM lag. Mehr dazu in dieser Fotostrecke:
Fotostrecke: Seit 2000: Alle WM-Entscheidungen im letzten Saisonrennen
Foto: Motorsport Images
2003: Nachdem "Schumi" den Titel in den ersten drei Saisons nach der Jahrtausendwende jeweils bereits vorzeitig gewonnen hat, muss er 2003 erstmals wieder bis zum Saisonfinale in Suzuka zittern. Zwar geht der Ferrari-Pilot mit neun Punkten Vorsprung auf Kimi Räikkönen in den Großen Preis von Japan, ...Stella: Weiterhin keine Teamorder
Ralf Schumacher findet, dass sich McLaren jetzt endlich auf einen Fahrer in der WM festlegen sollte. Teamchef Andrea Stella hat bei Sky jedoch gesagt, dass man genau das weiterhin nicht tun wird.
"In der Geschichte der Formel 1 gab es oft Situationen, in denen der Dritte in der Gesamtwertung tatsächlich die Meisterschaft gewonnen hat. Ich erinnere mich an 2007 mit Kimi [Räikkönen], und ich glaube, 2010 war es genauso", so Stella.
"Ich denke, wir müssen respektieren, dass Oscar seine Chance auf den Titel hat, und deshalb werden wir sie frei fahren lassen", betont der Teamchef. Auch in Abu Dhabi also keine Teamorder bei McLaren.
Wolff: War keine Absicht von Antonelli
Apropos Antonelli: Helmut Marko sagte bei Sky vorhin, dass der Italiener Norris einfach "vorbeigewunken" habe. Ähnlich hatte sich zuvor auch schon Verstappens Renningenieur Gianpiero Lambiase am Funk geäußert.
"Ich verstehe, dass der GP da emotional ist, weil er zwei Punkte verloren hat", so Mercedes-Teamchef Toto Wolff. "Aber wir fighten um einen zweiten Platz in der Konstrukteurs-Meisterschaft", erinnert er.
"Und da ist es wichtig, einfach auch die maximalen Punkte zu scoren. Und deswegen hat er niemanden vorbeigelassen, sondern schlichtweg einen Fehler gemacht. Und über den ärgere ich mich genauso wie er", so Wolff.
Tatsächlich wurde auch die Entscheidung um P2 in der Konstrukteurs-WM auf Abu Dhabi vertagt. Red Bull liegt 33 Punkte hinter den Silberpfeilen und hat damit zumindest theoretisch noch eine Chance auf den Vizetitel.
Raus ist dagegen Ferrari mit jetzt 77 Zählern Rückstand auf Mercedes.
Antonelli erklärt Fehler
Der Rookie hat inzwischen auch selbst über den Moment gesprochen, der Lando Norris doch noch P4 ermöglicht hat. "Ich muss das überprüfen: Ich bin etwas schneller gefahren als in der Runde zuvor", so Antonelli.
"In der 'dirty Air' [hinter Sainz] ist das Auto natürlich unberechenbarer, weil man weniger Abtrieb hat und die Reifen stärker überhitzen. Aber ich bin etwas schneller gefahren und habe plötzlich die Kontrolle über das Heck verloren", berichtet er.
"Ich habe das nicht erwartet und bin bei dieser hohen Geschwindigkeit natürlich von der Strecke abgekommen. In der nächsten Kurve habe ich dann den ganzen Schmutz mitgenommen, hatte wieder einen heftigen Moment und bin erneut von der Strecke abgekommen."
"Ich muss mir das noch genauer ansehen, aber es war ziemlich ärgerlich", so Antonelli.
Schumacher: McLaren muss sich jetzt festlegen
Ralf Schumacher ist der Meinung, dass McLaren vor dem Finale jetzt alles auf Lando Norris setzen sollte. "Aus meiner Sicht muss man sich jetzt festlegen, gar keine Frage", so der Experte bei Sky.
"Das kann jetzt nur noch so sein, weil Max ist da und Max macht keine Scherze", warnt er und erklärt: "Also wenn Max gewinnt, muss ja Lando Vierter werden, um die WM zu verlieren. Das ist ja schon eine Aufgabe."
Tatsächlich wurde Norris ein dritter Platz in einer Woche sicher zum Titel reichen. Ein vierter Platz wäre dagegen nicht mehr genug, wenn Verstappen gleichzeitig gewinnt.
Brown entschuldigt sich bei Piastri
Unsere Kollegen vor Ort melden, dass Zak Brown sich gerade im Fahrerlager bei Oscar Piastri mit einer Umarmung entschuldigt hat. Zuvor hatte Piastri noch mit niemandem aus dem Team gesprochen.
Wenige Minuten zuvor hatte der Australier bei Sky gesagt: "Ich habe mit niemandem gesprochen, aber ich fühle mich ziemlich mies, wie man sich vorstellen kann. Ich weiß wirklich nicht, was ich sagen soll."
"Ich finde, das Tempo war sehr hoch. Ich habe das Gefühl, dass ich keinen Fehler gemacht habe. Es ist einfach schade, dass ich nicht mit einem Sieg nach Hause gehen konnte", so Piastri.
Norris: "Es ist immer ein Risiko"
Der Brite hätte heute Weltmeister werden können. Stattdessen reist er nun mit gleich zwei Gegnern zum Finale nach Abu Dhabi. "Es ist hart. Wir mussten einfach darauf vertrauen, dass das Team die richtige Entscheidung treffen würde", sagt er bei Sky.
Doch genau das passierte nicht. "Es ist immer ein Risiko, und ich habe das Gefühl, dass wir in gewisser Weise das Risiko eingegangen sind. Aber jetzt ist es die falsche Entscheidung, wir hätten es nicht tun sollen", so Norris.
"Nicht unser bester Tag, aber so ist das Leben", erklärt er. Kleiner Trost: Bei 12 und 16 Punkten Vorsprung hat er den Titel in Abu Dhabi zumindest noch immer in der eigenen Hand.
Stella: Haben Sieg und Podium "verloren"
Der McLaren-Teamchef hat inzwischen bei Sky gesprochen und erklärt: "Wir hatten das Potenzial, das Rennen mit Oscar zu gewinnen. Er hätte es verdient gehabt. Er war der Schnellste im Qualifying und im Sprint."
"Sicherlich war das Podium für Lando möglich, aber wir haben den Sieg mit Oscar verloren und das Podium mit Lando verloren", räumt er ein und betont, dass man sich die falsche Entscheidung noch einmal ansehen werde.
"Wie immer werden wir aus dem Rennen lernen und für das nächste Event, das noch wichtiger sein wird, stärker werden", kündigt er an und ergänzt: "Um ehrlich zu sein, haben wir nicht erwartet, dass alle anderen an die Box kommen würden."
Denn nur weil alle gestoppt hätten, sei es letztendlich "die richtige Entscheidung" gewesen. "Wenn man das führende Auto hat, weiß man nicht, was die anderen tun werden", betont er.
"Es war eine Entscheidung. Aber tatsächlich war es nicht die richtige Entscheidung", so Stella.
Shitstorm gegen Mercedes
Viele Red-Bull-Fans sind sauer, weil Kimi Antonelli in der vorletzten Runde noch einen Platz an Lando Norris verloren hat. Sie machen ihrem Frust teilweise auch in den sozialen Medien Luft.
"Wie viel hat Zak Antonelli gezahlt?", will zum Beispiel ein User wissen. Ein anderer schreibt: "Warum hat Antonelli das gemacht?"
Tatsächlich war es einfach ein heftiger Rutscher, den der Rookie in der vorletzten Runde hatte. So kam Norris dann noch an ihm vorbei.
Schmitz auf dem Podium
Das dürfte kein Zufall sein: Red Bull hat Strategiechefin Hannah Schmitz auf das Podium geschickt, um den Pokal für den siegreichen Konstrukteur entgegenzunehmen. Das reibt man McLaren jetzt noch einmal richtig schön unter die Nase ...
Jetzt Fahrer bewerten
Wir atmen einmal ganz kurz durch, denn auch an diesem Wochenende habt ihr bei uns natürlich wieder die Möglichkeit, die Piloten für ihre Leistung zu bewerten. Wer waren eurer Meinung nach die besten Fahrer in Katar? Jetzt abstimmen!
Piastri angefressen: "Schwer zu verdauen"
Der McLaren-Pilot war bereits am Funk nach dem Rennen "sprachlos", und auch im Interview hat sich seine Laune nicht gebessert. "Offensichtlich haben wir es heute Abend nicht richtig gemacht", ärgert er sich.
"Ich bin das beste Rennen gefahren, das ich konnte, und so schnell ich konnte. Ich habe alles gegeben", betont er und erklärt: "Im Nachhinein ist es ziemlich offensichtlich, was wir [hinter dem Safety-Car] getan hätten."
"Aber ich bin sicher, dass wir das als Team besprechen werden", kündigt er an. Das Ergebnis sei "etwas schwer zu verdauen", gesteht er. Denn durch den verlorenen Sieg ist er in der WM auf P3 abgerutscht.
Übersicht
Jetzt Session-Ticker öffnen!
In zehn Minuten beginnt das Rennen in Doha und wir verlagern das Geschehen damit erst einmal in unseren Session-Ticker. Hier ist also kurz Pause, nach der Zieldurchfahrt geht es an dieser Stelle weiter mit den Stimmen zum Grand Prix.
Und wenn ihr wissen wollt, wie ihr die Formel 1 am Katar-Wochenende im Livestream sehen könnt, dann erfahrt ihr das hier.
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Brown: Hauptsache ein McLaren-Weltmeister
Der McLaren-Boss erklärt vor dem Rennen gegenüber Sky, dass es heute "ein ideales Ergebnis" wäre, wenn es in Abu Dhabi in einer Woche zum Showdown zwischen Lando Norris und Oscar Piastri kommen sollte.
"Wenn wir also dort ins Ziel, wo wir starten, wäre das ein großartiges Ergebnis, da Oscar und Lando im letzten Rennen gegeneinander antreten würden", so Brown. Gleichzeitig wäre dann nämlich Max Verstappen raus aus dem Titelrennen.
"Offensichtlich hat Lando eine etwas andere Vorstellung davon, wie ein ideales Wochenende aussieht. Aber für uns ist es einfach wichtig, dass wir einen Papaya-Fahrer an der Spitze haben werden", so Brown.
Boxengasse offen
40 Minuten noch bis zum Start und damit geht es jetzt in die heiße Phase. Die Boxengasse öffnet und die Fahrer haben nun zehn Minuten, um sich auf den Weg in die Startaufstellung zu machen.
Wer auf welchen Reifen startet, das erfahren wir wie immer erst kurz vor Beginn. Die Kilometer, die jetzt auf dem Weg in die Startaufstellung zurückgelegt werden, zählen übrigens nicht mit zum 25-Runden-Limit.
Motorwechsel bei Verstappen
Red Bull hat bei Max Verstappen nach dem Qualifying den Motor getauscht. Der Weltmeister hat allerdings keinen neuen Antrieb bekommen, sondern einen alten, den er bereits verwendet hat. Daher gibt es keine Strafe.
Welche Teile (auch bei anderen Fahrern) sonst noch getauscht wurden, das erfahrt ihr hier.
Brundle: Norris-Titel unwahrscheinlich
Experte Martin Brundle glaubt nicht so recht, dass Lando Norris bereits heute Weltmeister wird. Bei Sky erklärt er: "Um ehrlich zu sein, wird es für Lando schwierig werden, heute Abend die Meisterschaft zu gewinnen."
"Oscar Piastri sieht von Anfang an so souverän aus. Er ist auf dieser Strecke sehr gut", so Brundle, der erklärt: "Er wirkt in der Tat sehr selbstbewusst. Und sie alle müssen mit Max fertig werden, insbesondere in der ersten Kurve."
Da muss sich Norris dann vielleicht eher nach hinten als nach vorne orientieren.
So wird Norris Weltmeister
Wir haben vorhin ja schon erklärt, wie Lando Norris heute Weltmeister werden kann. Hier gibt es jetzt noch einmal eine Grafik, die alle möglichen Szenarien abdeckt:
Mercedes vor Vizetitel
Nicht nur der Titel in der Fahrer-WM kann sich heute entscheiden, Mercedes kann auch P2 bei den Konstrukteuren perfekt machen. Aktuell liegt man 41 Punkte vor Red Bull. Holt man heute mindestens drei Zähler mehr als die Bullen, ist das Ding durch.
Theoretisch hat auch Ferrari noch Chancen, Mercedes abzufangen. Allerdings liegt die Scuderia bereits 63 Zähler zurück und müsste daher heute mindestens 21 Punkte mehr als die Silberpfeile holen, um in Abu Dhabi noch eine Chance auf P2 zu haben.
Bei der Ausgangslage sehr unwahrscheinlich.
Fahrerpräsentation
Zwei Stunden noch bis zum Start und damit beginnt in Katar jetzt die obligatorische Fahrerpräsentation. Die könnt ihr euch hier kostenlos ansehen und euch selbst noch einmal live letzte Stimmen vor dem Rennstart abholen:
Verstappen: "Lege nur die Fakten auf den Tisch"
Max Verstappen lässt Lando Norris' Vorwurf nicht stehen. Der McLaren-Pilot hatte seine Aussage, er hätte im MCL39 bereits den WM-Titel sicher, als "Nonsens" abgetan. Verstappen reagiert trocken: "Nein, ich lege nur alle Fakten auf den Tisch."
Aber ist das wirklich so? Was die Daten dazu sagen, das verraten wir euch hier!
Neuer Formel-2-Champion
Lando Norris kann nachher Weltmeister werden, in der Formel 2 gibt es bereits jetzt einen neuen Champion. Nachdem Leonardo Fornaroli im Vorjahr bereits die Formel 3 gewonnen hatte, schnappte er sich heute beim Hauptrennen der Formel 2 in Katar den nächsten Titel.
Herzlichen Glückwunsch!
Reifen fürs Rennen
Der Blick auf die Reifen fürs Rennen lohnt sich dieses Mal besonders. Zur Erinnerung: Ein Reifensatz darf an diesem Wochenende maximal 25 Runden absolvieren, weshalb alle Piloten heute mindestens zweimal stoppen müssen.
Unten seht ihr daher nicht nur die Übersicht, welche Reifen die Piloten heute noch zur Verfügung haben - sondern auch, wie viele Runden die bereits gebrauchten Pneus theoretisch noch absolvieren dürfen.
Allerdings haben alle Fahrer ohnehin noch genug neue Sätze, um es mit zwei Stopps über die Distanz schaffen.
Colapinto startet aus der Box
Auch heute werden wir nicht 19 Autos in der Startaufstellung sehen. Bei Franco Colapinto wurde das Set-up noch einmal umgebaut, daher muss er aus der Boxengasse starten - wie auch schon gestern im Sprint.
Er war aber im Qualifying sowieso Letzter geworden und verliert damit keine Position.
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Von: Ruben Zimmermann